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Kiss
 
Kiss

Genres:
 
  • Hard Rock

  • Start:
     
  • 1972, New York, U.S.A.

  • Erstes Line-Up:
     
  • Paul Stanley (Vocals, Gitarre)
  • Gene Simmons (Vocals, Bass)
  • Ace Frehley (Vocals, Gitarre)
  • Peter Criss (Vocals, Drums)

  • Letztes Line-Up:
     
  • Paul Stanley (Vocals, Gitarre)
  • Gene Simmons (Vocals, Bass)
  • Tommy Thayer (Gitarre)
  • Eric Singer (Drums)

  • Wichtige Alben
     
  • KISS (1974, Casablanca)
  • HOTTER THAN HELL (1974, Casablanca)
  • DRESSED TO KILL (1975, Casablanca)
  • ALIVE (1975, Casablanca)
  • THE ORIGINALS (1975, Casablanca)
  • DESTROYER (1976, Casablanca)
  • ROCK'N'ROLL OVER (1976, Casablanca)
  • LOVE GUN (1977, Casablanca)
  • ALIVE II (1977, Casablanca)
  • DOUBLE PLATINUM (1978, Casablanca)
  • GENE SIMMONS, Solo (1978, Casablanca)
  • PAUL STANLEY, Solo (1978, Casablanca)
  • ACE FREHLEY, Solo (1978, Casablanca)
  • PETER CRISS, Solo (1978, Casablanca)
  • DYNASTY (1979, Casablanca)
  • UNMASKED (1980, Casablanca)
  • (MUSIC FROM) THE ELDER (1981, Casablanca)
  • CREATURES OF THE NIGHT (1982, Casablanca)
  • KISS KILLERS (1982, Casablanca)
  • LICK IT UP (1983, Casablanca)
  • ANIMALIZE (1984, Casablanca)
  • ASYLUM (1985, Mercury)
  • CRAZY NIGHTS (1987, Mercury)
  • SMASHES, THRASHES & HITS (1988, Mercury)
  • HOT IN THE SHADE (1989, Mercury)
  • REVENGE (1992, Mercury)
  • ALIVE III (1993, Mercury)
  • MTV UNPLUGGED (1996, Mercury)
  • GREATEST KISS (1996, Mercury)
  • CARNIVAL OF SOULS (1997, Mercury)
  • PSYCHO CIRCUS (1998, Polygram)
  • KISS SYMPHONY: ALIVE IV (2003, Instant Live)
  • SONIC BOOM (2009, Roadrunner)
  • MONSTER (2012)

  • Geschichte:
     Die Band Kiss hat ihren Ursprung in der Combo Wicked Lester, nachdem die beiden Chefs der Band Gene Simmons und Paul Stanley trotz eines genialen Major-Deals bei Columbia Records mit ihrer stilistischen Ausrichtung (Hippie-Sound mit Beatles-Einflüssen), nicht mehr glücklich sind. Besonders Gene wird seine Liebe zu den Beatles wohl nie aufgeben, doch sind es jetzt andere Bands, z.B. Black Sabbath, die den Bassisten beeindrucken und beeinflussen.

    Als die beiden sich mit Ace Frehley und Peter Criss bandmäßig verstärken, erkennen alle schnell, dass das Problem kaum beim Songwriting liegt - das ist ganz passabel. Erfolg und Image liegen eng beieinander. Als die vier Jungs 1973 ihre ersten Konzerte geben, scheint es so als hätten sie vorher sämtliche Bekleidungs-, Schuhgeschäfte inkl. einer kompletten Make-Up-Abteilung geplündert.

    Doch jeder Anfang ist zunächst ziemlich schwer. Ihren allerersten Auftritt müssen sie am 30.1.1973 vor nur drei zahlenden Besuchern im Popcorn Club im Stadtteil Queens in New York bestreiten.

    Das Bühnen-Outfit ist durchaus beeindruckend. Peter erscheint als Katze, Gene ist ein Feuer- und Blut-speiender Dämon, Ace wählt einen immer etwas abwesend wirkenden Spaceman und Paul entscheidet sich letztendlich für einen schwarzen Stern auf dem rechten Auge - 'Starchild was born'.

    Von nun an gibt es auch keine 'ungeschminkten' Interviews mehr jedoch gelingt es dadurch kaum, den mit den Jahren immer penetranter agierenden Paparazzi zu entgehen.

    Im Juni 1973 nimmt Kiss mit Unterstützung des Musikproduzenten Eddie Kramer ein 5-Track-Demoband auf, welches u.a. auch bei Neil Bogart von Buddah Records landet. Bereits ihr erstes Demo beinhaltet mit "Strutter", "Deuce", "Black Diamond", "Cold Gin" und "Watchin you" Klassiker, die Kiss auch in den nächsten Jahren live begleiten werden.

    Im Sommer verpflichten Kiss Bill Aucoin als ihren Manager, dem es gelingt, seinen Jungs einen Vertrag bei Bogarts neuem Label Emerald City Records zu verschaffen. Es ist letztlich die charismatische Stimme Paul Stanleys und der kompromisslose Rock'n'Roll Marke Gene Simmons, die Bogart bewegen, dem geschminkten Quartett einen Vertrag anzubieten. Der Label wird kurz darauf in Casablanca Records umgetauft.

    Schon zwei Wochen nach der Unterschrift, am 10.10.1973 wird es ernst für Kiss, als sie sich zu Aufnahmen für ihr Debüt-Album KISS in die Bell Sound Studios in New York begeben. Darauf sind neben den Songs des Demos (mit Ausnahme von "Watchin you") auch Songs wie "Firehouse" zu finden, die sich ebenfalls später zu einem Kiss-Standard mausern werden.

    Am Silvester 1973 bestreiten sie ihren ersten offiziellen Auftritt in der Academy of Music in New York. Dieser artet in eine Fast-Katastrophe aus, als Gene Simmons bei einer Feuerspucker-Einlage aus Versehen seine Haare in Brand steckt. Später vermutet er selbst, dass es zu viel Haarspray gewesen sein könnte, das er benutzt hatte.

    Am 5.2.1974 startet die Band zu ihrer erster Tournee durch Nordamerika mit einem Konzert in Edmonton, Kanada.

    Knapp zwei Wochen später, am 18.2.1974 erscheint endlich das Debüt-Album KISS mit den geschminkten Gesichtern des Quartetts auf dem Cover. Das Album klettert auf Platz 87 der Charts.

    Der Label rührt fleißig die Werbetrommel für Band und Album. Am 29.3.1974 kann man Kiss zum ersten Mal im US-amerikanischen Fernsehen sehen. Dick Clark's In Concert heißt die Sendung, bei der sie die Titel "Nothin’ to lose", "Black Diamond" und "Firehouse" spielen. Ein Monat später, am 29.4.1974 treten Kiss in der Mike Douglas Show auf, wo sie erneut "Firehouse" spielen und Gene Simmons ein Interview gibt.

    Noch im August des gleichen Jahres fliegt die Band nach Los Angeles um den Longplayer HOTTER THAN HELL aufzunehmen. Und im Jahr darauf folgt das dritte Album DRESSED TO KILL. Beide sind erneut gespickt mit Hits wie "Rock'n'Roll all Nite".

    1975 gelingt dann endlich der längst erhoffte kommerzielle Durchbruch. Erstaunlicherweise ist es das Doppel-Live-Album ALIVE mit überwiegend Material aus der Detroiter Cobo Arena und keine Studioversion. Bedenkt man jedoch, dass Kiss zu dieser Zeit ständig auf Achse sind, mit immer aufwändigeren Bühnenshows agieren und sogar ganze Arenen füllen können, ist es doch nicht so überraschend. Man kann gleich viermal Platin ergattern und die ausgekoppelte Single "Rock and Roll all Nite" bringt die Band zum ersten Mal in die Top 40 der Charts.

    DESTROYER liefert 1976 mit dem Titel "Beth" den ersten Radio-Hit, der in der folgenden Zeit rauf und runter gespielt wird. Das gibt auch gehörigen Auftrieb beim Alben-Kauf. Alle bisherigen Werke erreichen Platin-Status. Die Erfolge schlagen sich auch beim Fanclub der Make-Up-Truppe nieder. Die "Kiss-Army", wie sie sich nennt, erfährt weltweit steigenden Zuspruch und zählt Mitglieder im sechsstelligen Bereich.
    In Japan schafft es Kiss den bis dato von den Beatles gehaltenen Besucherrekord bei einem Konzert zu brechen.

    Das nächste Album ROCK'N'ROLL OVER wird noch im gleichen Jahr eingespielt und kurz darauf im nächsten Jahr noch das Album LOVE GUN. Trotz der schnellen Folge der Veröffentlichung, bewegen sich die Werke qualitativ auf hohem Niveau. Getoppt werden diese beiden Alben 1977 nur durch das zweite Live-Album ALIVE II. Es besitzt alle Hits der letzten drei Alben und zusätzlich werden noch fünf neue Studioversionen drauf gepackt.

    Neue Maßstäbe setzt auch die dazu gehörige, bis dato größte Live-Show in der Rockgeschichte. Es kommen dabei unzählige Pyro-Effekte, ein Drumriser und riesige Laufstege zum Einsatz.

    Spätestens jetzt erkennen Kiss, dass man nicht nur mit der Musik selbst, sondern auch mit jeder Menge Merchandise-Artikel. Verkauft wird fast alles, wo ein Kiss-Emblem drauf passt: Puppen, Comics, Socken, Motorräder, Lunch-Boxen und Flipperautomaten, um nur einiges zu nennen.

    Dem allen setzt ein mehr als stümperhafter Kino-Film mit den Titel "Kiss meets the Phantom of the Park" noch die Krone auf. Kiss übernehmen dabei die Rolle der Guten, die gegen das Böse kämpfen. Schauspielerisch erreicht man dabei nicht einmal die Qualität von B-Movies, aber der Rubel rollt trotzdem.

    Was jedoch kaum jemand bemerkt ist, dass es hinter der heilen Fassade mächtig kriselt. Ace kämpft mit seinem Alkohol-Problem und muss für die Studio-Versionen von ALIVE II komplett ersetzt werden. Er klagt über mangelnde Entfaltungsmöglichkeiten in der Band. Auch Peter möchte am liebsten aussteigen und konfrontiert Gene und Paul nach dem Best of-Album DOUBLE PLATINUM von 1978 mit der Idee, jeder solle im Anschluss ein Solo-Album veröffentlichen.

    Erstaulicherweise ist es gerade der problemgebeutelte Ace Frehley, der sich mit seinem Solo-Album profilieren kann und seine Qualitäten als Songwriter erneut unter Beweis stellt. Mit der Cover-Version des Hello-Songs "New York Groove" (von Russ Ballard geschrieben), produziert er dabei sogar einen Single-Hit und erklimmt die Top 20 der US-Charts.

    Auch Paul Stanleys Ideen für sein Solo-Album bewegen sich auf hohem Niveau und zeigen schon jetzt viele kompositorische Elemente, die er in der folgenden 80ern immer wieder in die Kiss-Songs einbringen wird.

    Gene Simmons, der schon immer gern zum Übertreiben neigte, schafft es eine Unzahl großer Namen für sein Solo-Album zu gewinnen, u.a. Bob Seger, Cher oder Donna Summer. Als Folge beherrscht weniger der klassische Hard Rock die Songs, sondern allzu oft bombastische Überfrachtung.

    Für Peter Criss gibt es kein Überlegen, denn er lässt seinen Rock'n'Roll-Wurzeln freien Lauf und übersieht dabei die Wünsche und Neigungen seiner Bandkollegen und besonders der Fans, die Hard Rock erwartet hatten.

    Der größte Erfolg des Solo-Projekts besteht für Kiss in der Aufrechterhaltung des Images, einer immer noch intakten Hard Rock Band.

    1979 erscheint DYNASTY, das nächste Studio-Album von Kiss. Es ist erstaunlicherweise gerade der einzige Ausflug in die Disco-Welt, der sämtliche Charts stürmt. "I was made for loving you", weit ab vom üblichen Hard Rock-Stil der Band wird von Kiss selbst nie gemocht, die Fans (und nicht nur die Die Hard) scheinen es jedoch zu lieben. Kaum überraschend wird das Album mit Platin belohnt.

    Für Peter steht der Ausstieg jedoch schon kurz bevor. Er spielt nur noch den Track "Dirty Livin" ein und steigt nach der folgenden Tournee endgültig aus.

    Er wird Geheiß des Produzenten Vini Poncia für das folgende Album UNMASKED 1980 von Session-Drummer Anton Fig ersetzt, bevor man für die anstehende Welttournee Eric Carr verpflichtet. Natürlich muss zunächst eine geeignete Maske für das neue Mitglied gefunden werden. Der neue Mann an der Schießbude entscheidet sich für ein Fuchs-Outfit.
    Diesmal können Kiss besonders bei den Fans in Australien erfolgreich punkten.
    Und obwohl man Peter Criss noch auf dem Cover des Albums sieht und er im Video zu "Shandi" mitwirkt, ist er zu den eigentlichen Aufnahmen des Albums jedoch nicht mehr beteiligt.

    Etwas überraschend ist allerdings, dass UNMASKED seit DRESSED TO KILL, das erste Album ist, welches nicht mit Platin belohnt wird und im eigenen Land nur bei einen Konzert im New Yorker Palladium Theatre präsentiert wird. Hier steht jedoch weniger das Album im Vordergrund, als vielmehr die Vorstellung des neuen Drummers Eric Carr.

    Musikalisch befindet sich Kiss bereits tiefer in der Krise als man zunächst glauben mag. UNMASKED beherrscht eindeutig der Pop und für den Nachfolger (MUSIC FROM) THE ELDER von 1981 versucht man es mit einem Konzept, welches auf jede Menge Chöre und Orchester-Parts zurück greift. Die Fans strafen ihre Idole mit Ablehnung und Missachtung. Das Album kann gerade mal mühevoll Platz 45 der Charts erklimmen.

    Für Ace sieht es ebenfalls ziemlich schwarz aus. Er kann gerade einmal die beiden Songs "Escape from the Island und "Dark Light" zum Album beisteuern.

    Für das nächste Best of...-Album KISS KILLERS 1982 werden vier neue Songs eingespielt, bei denen man erneut auf Ace verzichten muss. Um den endlosen Diskussionen über ihr Logo und den darin stilisierten Doppel-SS, welche an den Schriftzug der SchutzStaffel der Nazis erinnert, zu entgehen, wird das Logo kurzerhand (besonders für die Deutschen Fans) "geglättet".

    Langsam besinnen sich Kiss erfreulicherweise wieder auf ihre alten Stärken und folgen besonders mit dem recht harten Studio-Album CREATURES OF THE NIGHT endlich den Wünschen ihrer vielen Fans.

    Noch im gleichen Jahr gehen Kiss und ihr langjähriger Manager Bill Aucoin getrennte Wege. Die gesamte Organisation und Verwaltung, die sich um geschäftliche Belange der Band kümmert muss sich einer "Schlankheitskur" unterziehen.

    Leider ist zu diesem Zeitpunkt Ace einfach am Ende seiner Kräfte angelangt, auf dem Album nur noch ein Schatten seiner einstigen Form und im Studio praktisch nicht mehr anzutreffen. Als das Album veröffentlicht wird, es es auch amtlich - Ace hat die Band verlassen. Er wird durch Vinnie Vincent ersetzt, der sich als Maske ein nach ägyptischen Vorbildern kreiertes Make-Up aussucht.

    Der Zahn der Zeit nagt jedoch bereits an der Schminke des Quartetts.

    Eine Tournee in den U.S.A. kann leider nicht an die alten Erfolge anknüpfen obwohl Kiss vor mehr Zuschauern als jemals zuvor in ihrer Laufbahn auftreten. Im Juni 1983 sehen 137.000 Zuschauer ein Konzert in Brasilien. Und während dieser Tournee sieht man Kiss auch für lange Zeit zum letzten Mal geschminkt auftreten. Erst am 28.06.1996 werden die Musiker wieder ihr gewohntes Make-Up auflegen.

    Nach dem nur noch zwei Mitglieder der Original-Besetzung an Bord sind und die beiden ausgeschiedenen Ace und Peter eine mehr oder weniger erfolglose Solo-Karriere gestartet haben, lassen Gene und Paul für ihr 1983er Album LICK IT UP die Masken fallen. Der erste ungeschminkte Live-Auftritt von Kiss im Musiksender MTV hat auch prompt die beabsichtigte Wirkung, denn das Album verkauft sich deutich besser als die Vorgänger der vergangenen vier Jahre. Der Lohn winkt in Form einer vergoldeten Platte.

    Von der Stabilität vergangener Tage ist nur noch wenig zu spüren. Vinnie Vincent wird kurz darauf durch Mark St. John getauscht, der 1984 auf dem nur mäßigen Album ANIMALIZE zu hören ist.

    Leider muss auch dieser wegen Krankheit (er leidet an akuter Arthritis) bald darauf das Handtuch werden und wird durch Bruce Kulick ersetzt. Dieser hält es deutlich länger aus bei der Truppe, wie jeder seiner Vorgänger, hat jedoch das Pech Kiss während einer weniger erfolgreichen Periode begleiten zu dürfen.

    Das 1985 erscheinende Album ASYLUM ist kaum als spektakulär zu bezeichenen und auch der Nachfolger CRAZY NIGHTS von 1987 versprüht mit seinem "Plüsch-Rock"-Flair wenig Begeisterung und Innovation. Dies schlägt sich sowohl auf die Verkaufszahlen nieder als auch auf die Besucherzahlen bei den Tourneen. Die erfolgsverwöhnten Kiss schaffen es nicht mehr wie zu früheren Hochzeiten, Konzertsäle mühelos zu füllen.

    Dass Kiss auf ihrer CRAZY NIGHTS-Tour inzwischen zum Quintett angewachsen sind, bemerkt zu Anfang kaum jemand. Offiziell spielt Bruce Kulick bei "Reason to Live" die Keyboards. Die übrige Zeit agiert Gary Corbett mit den Keyboards verborgen hinten auf der Bühne hinter einem Vorhang.

    1988 ist reif für ein weiteres Best of...-Album namens SMASHES, THRASHES & HITS. Es enthält neben neu abgemischten Klassikern auch zwei neue Songs aus der Feder von Paul Stanley, nachdem man seit Mitte der 80er qualitativ auf Gene Simmons nicht mehr zählen konnte. Dieser versucht sich lieber als Schauspieler, Label-Chef und Manager, schafft es aber nicht mit irgendetwas davon erfolgreich zu sein und zu allem Überfluss muss auch die Band darunter leiden. Ohne dass es die Fans groß mitbekommen, werden bei den Alben die Bass-Parts nicht von Gene, sondern von befreundeten Musikern eingespielt.

    Als 1989 Paul Stanley seine Solo-Tour bestreitet, verwundert dies kaum noch jemanden. Spötter behaupten, dies sei der Anfang vom Ende. Der Bassist kommt jedoch zur Vernunft und arbeitet beim nächsten Album HOT IN THE SHADE brav mit. Das Album fällt entsprechend bodenständig und grundsolide aus, eigentlich verwunderlich, wenn man die Vorgeschichte kennt.

    Richtig schlimm wird es jedoch für Kiss, als sie erfahren, dass ihr Drummer Eric Carr unheilbar an Krebs erkrankt ist. Die Cover-Version "God gave Rock'n'Roll to you II" kann er bereits nicht mehr spielen und er ist lediglich auf dem dazugehörigen Video zum letzten Mal zu sehen. Eric verstirbt schließlich am 24.11.1991.

    Ungeachtet des Schicksalsschlags versucht man jedoch weiter zu machen und holt sich als neuen Drummer Eric Singer ins Boot, der vorher u.a. für Badlands und Black Sabbath auf dem Schemel saß. Man hat auch am Image gearbeitet und erscheint auf dem 1992er Album REVENGE als harte Jungs mit 3-Tage-Bärten und schwarzen Ledermänteln. Bei der REVENGE-Tour wird für Gary Corbett zusätzlich auch der für Alice Cooper tätige Derek Sherinian als Keyboarder eingesetzt.

    Obwohl sich auch die Musik imposanter und druckvoller präsentiert und sich Hits wie "Unholy" und "I just wanna" locker in die Reihe der Kiss-Klassiker einsortieren lassen, bleibt der große kommerzielle Erfolg aus. Weder die Tour noch die Albumverkäufe geben einen Anlass zur Freude. Man besinnt sich auf alte Werte und trotz aller Dementis wird schrittweise die ruhmreiche Vergangenheit mit dem Make-Up-Masken-Look wiederbelebt.

    In der Zwischenzeit erscheint 1993 die schon längst überfällige Live-Zusammenstellung ALIVE III, welche trotz ihrer 70minütigen Spielzeit nur eines zeigt: Die alten Songs waren die besten. Folglich bleiben auch hier die Verkäufe weit hinter den Erwartungen zurück.
    Neue Ideen braucht die Band, denken sich Paul und Gene und beschließen eine Tribute-CD aufzulegen. Man findet dazu einige fähige Bands, die gerne bereit sind mitzuwirken. Allerdings entscheiden sich fast alle für die älteren Klassiker.

    Bereiten sich Kiss auf eine Reunion des legendären Anfangs-Line-Up vor? Als der fast 200.-€ teure Hochglanz-Schinken Kisstory auf den Markt kommt, wurden zumindest fast ausnahmslos die alten Zeiten mit Peter und Ace festgehalten.

    Obwohl man schon am nächsten Album arbeitet, bei dem Bruce Kulick und Eric Singer mit von der Partie sind, planen Paul und Gene in aller Stille quasi einen Riesen-Coup. Erste Signale sendet bereits die Conventions-Tour voraus, bei der Kiss überwiegend ihre Klassiker unplugged dem Publikum präsentieren.

    Am 08.08.1995 ist es dann so weit. Kiss geben bei MTV ihr großes UNPLUGGED Akustik-Konzert, bei dem stellenweise auch wieder die alten Weggefährten Peter Criss und Ace Frehley mitmischen. Die Gerüchteküche kocht, "Reunion-Tournee" ist in alle Munde. Und tatsächlich, das neue Album CARNIVAL OF SOULS wir auf Eis gelegt (ein Riesenfest für den Bootleg-Markt) und man plant gemeinsam mit manager Doc McGhee eine Welt-Tournee mit der Original-Besetzung. Die Begeisterung kennt dabei kaum Grenzen und innerhalb kürzester Zeit sind alle Shows restlos ausverkauft.

    Kein Wunder, dass auch die Plattenfirma ihren Anteil haben möchte und zu Promo-Zwecken 1996 ein durchwachsenes Live-Album YOU WANTED THE BEST, YOU GOT THE BEST auf den Markt wirft. Neben Songs aus den ersten beiden Live-Alben sind auch einige unveröffentlichte Live-Songs vertreten, die jedoch hörbar im Studio nachbearbeitet wurden.

    Die Tour rollt unterdessen durch die U.S.A., Europa, Japan, Australien und Südamerika. Beim Programm hat man durchaus moderne Effekte integriert, sich aber bei der Musik auf alte quasi Nummer-Simmer-Hits verlassen. Leider merkt man Ace und Criss ihren schlechten Zustand deutlich an und die Musik versprüht nur selten die Dynamik vorangegangener Shows.

    Es ist verständlich, dass man zunächst auf neue Songs verzichtet und dafür eine weitere Compilation GREATEST KISS aus den Markt wirft. Danach gibt es remasterte Versionen alter Alben. Insgesamt läuft die Merchandise-Maschine auf vollen Touren, deutlich extremer als in den 70er Jahren versucht man noch die ältesten Hosenknöpfe zu Geld zu machen. Neben Kreditkarten, Golftaschen, Bier und Goldmünzen droht ein neuer Film, weitere Comics, ein Bühnenstück und ein CD-Box-Set um den Mythos Kiss am Leben zu halten.


    Auch live tummeln sich Kiss besonders auf den großen Festivals, bis schließlich Ende 1997 doch noch das recht Alternative-angehauchte Album CARNIVAL OF SOULS erscheint.

    ...wird von uns noch ergänzt...

    Highlights:
     
  • 1974: Bereits das Debüt-Album KISS beinhaltet Hits, die lange Zeit zum Live-Programm gehörten
  • 1975: Das Doppel-Live-Album ALIVE beschert endlich den kommerziellen Erfolg.
  • 1976: Mit dem Song "Beth" aus dem Album DESTROYER gelingt die Eroberung des Radios.
  • 1979: Eher unbeabsichtigt stürmt DYNASTY mit dem Disco-Hit "I was made for loving you" weltweit die Charts.
  • 1983: LICK IT UP, der erste Meilenstein einer ungeschminkten Kiss-Mannschaft.
  • 1996: MTV UNPLUGGED läutet die alte Ära akustisch neu ein

  • Homepage:
     
  • www.kissonline.com 
  • www.kissnews.de 

  •  
    J.G. 04.04.2010
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    Album Dynasty 1979
    Dynasty 1979

    Album Creatures of the Night 1982
    Creatures of the Night 1982

    Album Crazy Nights 1987
    Crazy Nights 1987

    Album Revenge 1992
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