Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Interview: Saga
 
Saga/Michael SadlerAnlässlich ihres kürzlich erschienenen 17. Albums TRUST stand den Prog-Rock Legenden Saga selbstverständlich auch eine neue Tour in's Haus. Vor dem Gig in Hannover am 29.11.2006 nahm sich Sänger und Rock-Urgestein Michael Sadler die Zeit unsere Fragen zu beantworten.

Datum:
 S.J. 04.12.2006

Wir fragten...
 Hallo Michael, schön dass du auch so kurzfristig noch Zeit für uns finden konntest. Fangen wir doch mal mit eurem neuen Album TRUST an. Ihr habt viel Lob seitens der Presse dafür bekommen und auch der Großteil Fans ist begeistert. Oft wird in diesem Zusammenhang gesagt, dass ihr euch mit eurem Sound wieder euren Ursprüngen annähert. Ist dieser "back to the roots" Kurs beabsichtigt gewesen?

Michael: Hallo Stefan. Nein, es ist nicht so dass wir uns hinsetzen und sagen "So, jetzt gehen wir aber mal "back to the roots", so soll unser kommendes Album klingen!" Das wäre ohnehin viel zu verkrampft und würde nicht funktionieren. Ich denke, dass bei der Entstehung von "Trust" die Räumlichkeiten eine große Rolle gespielt haben. Wir haben unser Album in Toronto aufgenommen, in einem Studio welches wir für mehrere unserer früheren Alben genutzt haben. Allein diese "altbekannte" Atmosphäre dort hatte sicher ihren Effekt auf unseren Sound. Ich jedoch finde, dass man einen "back to the roots" Kurs in Bezug auf TRUST ohnehin viel eher bei der Produktion feststellen kann als in unserem Songwriting.



Wo liegt denn in deinen Augen der größte Unterschied wenn du TRUST mit manch älteren Alben vergleichst?

Wir versuchen grundsätzlich bei jedem Album etwas Neues auszuprobieren, und so war es auch dieses Mal. Wir kamen quasi ohne Material im Studio an und fingen einfach an zu spielen. Dann war es allerdings so dass wir schon sagten: "Hey, normalerweise würden wir diesen Teil jetzt so-und-so spielen, aber lasst es uns doch jetzt mal auf diese Art und Weise ausprobieren.". Das geschah aber ganz natürlich und ohne das jemand von uns einen bestimmten Kurs im Kopf hatte in dessen Richtung er die Band leiten wollte. Wir wollten einfach Spaß haben und das ist uns geglückt.



Das hört man doch gern, soll es doch auch nach vielen Jahren immer noch die Hauptsache sein. Abgesehen von eurem neuen Album ist auch eine DVD angekündigt worden. Unglücklicher Weise musste die etwas Veröffentlichung verschoben werden, was war denn der Grund?

Es hat sich alles ein klein wenig verzögert, was aber wenn man es mal anders sieht auch Vorteile hat. In der jetzt anstehenden Vorweihnachtszeit kommt wieder die alljährliche Veröffentlichungsflut. Jede Firma wirft irgend etwas Neues auf den Markt, einzig und allein um es verkaufen zu können. Wir können uns dadurch davon abheben und es dann im Frühjahr mit unserer DVD gelassen angehen.



Was wird denn zu sehen sein?

Den Hauptteil wird ein Live-Mitschnitt eines Konzertes unserer letzten Tour ausmachen. Abgesehen davon soll es aber auch Interviews geben und einige Extras die uns auch mal abseits der Bühne zeigen.



Ihr hättet doch auch euren Auftritt in New York dieses Jahr filmen können. Wie war es denn überhaupt nach 22 Jahren wieder in den vereinigten Staaten spielen zu können.

Leider war es keine ganze Tour, sondern nur ein einzelner Gig. Es war aber einfach gut für uns zu erfahren, dass wir noch immer Agency Kontakte dort haben und das hält uns natürlich weitere Möglichkeiten offen.



Habt ihr denn noch viele Fans dort drüben?

Ja, es gibt noch einige alte Fans dort. Es herrschte eine gute Atmosphäre auf dem Konzert. Auch wenn das Publikum nicht so hervorstechend begeisterungsfähig war wie es zum Beispiel die Deutschen oft sind, so war dennoch gute Stimmung und natürlich hatten auch wir eine Menge Spaß.



Wie erfährst du denn das Leben auf Tour heutzutage? Trifft das "Sex Drugs and Rock n Roll" Klischee zu oder ist das alles meist anstrengend für dich?

Es macht mir immer noch sehr großen Spaß auf Tour zu sein. Natürlich ist es gerade mental, aber auch körperlich oft ziemlich anstrengend. Aber die zwei Stunden Spaß die ich jeden Abend auf der Bühne habe entschädigen mich für alle Strapazen. Es gibt aber auch jene freien Tage wo wir abends nicht auftreten. Da kommt es schon vor dass ich allein im Hotelzimmer sitze und grübele, für einen Tag lohnt es sich schließlich nicht nach Hause zu fahren, meine Familie ist oft tausende Meilen entfernt. Das sind dann die Momente in denen ich mich frage: "Was machst du hier eigentlich?". Doch bis zum nächsten Abend ist das meist alles wieder vergessen, es geht raus auf die Bühne und da bin ich.



Das hört man doch gern. Nun, ein paar Fragen zur Geschichte von Saga würde ich auch gern noch loswerden. Für eure ersten drei Alben hattet ihr ein futuristisches Cover-Artwork gewählt mit diesem großen Insekt. Man konnte denken, ihr macht es zu euerer Art "Markenzeichen" wie zum Beispiel auch Iron Maiden es mit ihrem "Eddie-Monster" taten. Warum habt ihr euch anders entschieden?

Naja, ganz so stimmt das nicht. Es hat uns nicht verlassen, es war nur verreist. Auf FULL CIRCLE war es schließlich wieder da und taucht an verschiedensten Stellen von Saga nach wie vor immer wieder auf. So zum Beispiel in unserem PC-Spiel ("Softworks - An interactive anthology" Anm. d. A.).



Scheinbar waren eure Songs zu Beginn eurer Karriere, bis WORLDS APART zu komplex um kommerziell erfolgreich zu sein, obwohl mir persönlich diese ersten Alben am Besten gefallen. War der Schritt zu einfacheren Songstrukturen bei HEADS OR TAILS und BEHAVIOUR, was euch auch zum Durchbruch hier in Deutschland verholfen hatte natürlich, also von euch selbst gekommen, nach dem Motto: "Leute machen wir etwas einfacher, dass es die Leute verstehen" oder gab euch ein Manager den Tipp: "Leute, für's Geld verdienen müsst ihr einfachere Strukturen anbieten"?

Nein, wir lassen uns niemals in die Gestaltung unserer Songs reinreden. Wir hören niemals auf unser Management und wir ziehen unser Ding durch ganz wie wir es wollen. Dazu gehört halt dass wir immer wieder etwas Neues ausprobieren.



...So wie auf PLEASURE AND PAIN? Ein für viele Fans und Kritiker genial gewählter Titel, gab es doch wenig Pleasure aber sehr viel Pain als ihr euch an Techno Elemente herangewagt habt. Ist es für eure musikalische Entwicklung wichtig, immer wieder etwas Neues auszuprobieren, auch wenn es vielleicht floppt?

Naja (lacht). Das war so eine Sache, sehr gewöhnungsbedürftig, ich weiß. Aber es ist wie gesagt unerlässlich für uns stets die Freiheiten zu haben etwas Neues auszuprobieren. Dass das auch mal auf Kosten des Erfolgs geht, damit muss man leben, und das können wir sehr gut.



Für uns Fans war 1987 eine andere große Bewährungsprobe. WILDEST DREAMS ging ja wohl deutlich in die Richtung Pop-Rock und man fand kaum noch Tugenden der ersten Alben. Hattet ihr damals wirklich vor, diese Richtung weiter zu verfolgen, wenn ihr Erfolg damit gehabt hättet?

Nein, war haben nie und werden auch nie Musik des kommerziellen Erfolgs wegen spielen. Da ist er wieder, der Drang in uns stets etwas Neues auszuprobieren.



Bei THE BEGINNER'S GUIDE TO THROWING SHAPES war es so wie in den guten alten Zeiten. Trotzdem war irgendwie die Luft etwas raus. Habt ihr das selbst zu dieser Zeit auch so empfunden?

Da kann ich dir nicht so ganz zustimmen. Sicher hatten wir schon bessere Zeiten erlebt, das stimmt. Es war ein Album im alten Stil, da gebe ich dir Recht. Aber über unsere Stellung oder so etwas machten wir uns zu dieser Zeit überhaupt keine Gedanken. Wozu auch, es ist nicht zu ändern wenn es nicht läuft. Krampfhaft erzwungene Versuche etwas zu ändern bewirken meist genau das Gegenteil.



Alle sahen euch schon im Altersheim und dann meldet ihr euch 1995 mit einem Paukenschlag namens GENERATION 13 wieder zurück. Viele vergleichen es sogar mit legendären Alben, wie OPERATION: MINDCRIME von Queensryche. Was gab den entscheidenden Ausschlag für dieses Album oder wer hatte die Idee.

Es war nicht unser Ziel zu klingen wie Queensryche was wir in meinen Augen auch bis heute nicht tun. Was sicher den entscheidenden Punkt ausmacht ist die Tatsache, dass beide Alben Konzeptalben sind. Die visuelle Umsetzung gerade bei der Live-Performance ist ganz wichtig. Nach der Tour zu GENERATION 13 haben wir versucht nur so 3 oder 4 Songs des Albums in unsere Setlist zu integrieren, was aber nie wirklich funktionierte.



Macht es euch eigentlich Stolz, wenn ihr mit Bands wie Queensryche und dessen bestem Werk verglichen werdet oder möchtet ihr lieber als eigenständige Band gesehen werden, die man nicht vergleichen sollte/kann?

Ich kann nur für mich sprechen, es kann daher gut sein dass wenn du jemand anders von Saga befragst, hier eine andere Antwort bekommst. Ich persönlich liebe Queensryche und habe größten Respekt vor der Leistung der Band. Es hängt immer stark davon ab, mit wem wir verglichen werden. Es waren oft auch schon Bands dabei wo wir reagierten mit "Ach, du findest wir klingen wie diese? - Na wenn du meinst.". Aber gerade Vergleiche mit großen Bands in Bezug auf die Qualität unserer Musik sind schon toll. Jene über die Ausrichtung unserer Musik passen uns nicht immer...



Was haltet ihr selbst heutzutage noch von Songs wie "Don't be late", "Careful where you step", "Hot to cold", "On the Loose" oder "Wind him up"? Könnt ihr sie überhaupt noch hören?

Saga haben nie etwas veröffentlicht mit dem wir nicht zu 100Prozent glücklich waren. Natürlich sind es die Klassiker die die Fans unbedingt hören wollen, also spielen wir sie auch, keine Frage.



Nach welchen Kriterien wählt ihr denn überhaupt die Songs für eure Setlist aus? Ihr habt so viel Material und so viele Songs unterschiedlichster Art veröffentlicht, wie wählt ihr aus?

Da gibt es die Klassiker wie du sie eben genannt hast. Diese Songs werden einfach erwartet und daher müssen wir sie spielen. Dann gibt es auch immer neues Material welches wir auf der Tour vorstellen möchten. Zu Beginn der Tour sind meist nur so 3 oder 4 Songs dabei. Gegen Ende der Tour, wenn die Fans dann meist schon vertrauter mit dem neuen Material sind können es aber auch mal 5 Songs sein. Der Rest der Zeit versuchen wir dann mit eher selteneren Nummern zu füllen, die wir eine Weile vorher nicht mehr gespielt haben. Das sind die drei Faktoren die für uns beim Erstellen der Setlist eine Rolle spielen.



Was sind denn deine persönlichen Favoriten der Saga-Songs?

Eine schwierige Frage. Im Moment mag ich unsere Balladen sehr gern, so zum Beispiel jene vom neuen Album welche wir heute Abend natürlich auch spielen werden. Aber das wechselt ständig, und es kann gut sein dass wenn du mich morgen wieder fragst, du eine ganze andere Antwort bekommen wirst.



Nun, nach all eurem Erfolg in den 80er Jahren, besonders in Deutschland: Wie verhält es sich mit den Fans? Sind es immer die selben die es zu euren Konzerten zieht, also Leute über 40, oder ziehen auch neue Fans nach?

Vor ein paar Tagen stand ein kleiner Junge in der ersten Reihe, ich schätze ihn auf 14 Jahre. Er hielt die ganze Zeit über ein Schild wo THE FLYER draufstand hoch. Bevor wir den Song dann spielten nahm ich das Schild, und jeder der Band unterschrieb darauf. Der Kleine war überglücklich (lacht). Auch wenn so etwas natürlich nicht jeden Abend passiert, so sieht man doch immer wieder jüngere Leute in der Halle. Viele sind sicher mit ihren Eltern da, aber die niemand sieht gezwungen aus. In den meisten Fällen haben sie selbst auch spürbar ihren Spaß.



Nun seid ihr schon so lange im Geschäft und habt viele Höhen und Tiefen durchlebt. Gibt es irgendetwas großes oder wichtiges für dich was du gern noch erreichen möchtest?

Ja, ich möchte noch einen Sohn mit meiner Frau haben.



Und musikalisch?

Ein Nummer 1 Hit wäre wirklich schön. Es ist sicher nicht so dass ich darauf hinarbeite, aber es wäre sicher ein großartiges Gefühl.



Das ist eine ehrliche Antwort die nicht jeder so zugeben würde. Möchtest du selbst noch irgendetwas loswerden oder ein Schlusswort sprechen?

Habt Spaß, das ist einfach die Hauptsache!



Vielen Dank für die ausführlichen Antworten und noch viel Spaß auf der Tour!



Konzertberichte:
 
  • Konzertbericht vom 29.11.2006

  • Band-Infos:
     
  • www.sagaontour.ca 

  •  
     
        Seitenanfang   
    Bandinfos
      Bandbiographie
    ¬ Saga
    Interviews
    ¬ 29.11.2006
    Konzertberichte
    ¬ 29.11.2006
    ¬ 25.10.2013
    ¬ 16.04.2015
     
     

    Top-15 Interviews
     
    Sunrise Avenue 949
    Kamikaze Kings 376
    Blind Guardian 326
    Die Kassierer 323
    Negative 319
    Boysetsfire 317
    Frei Wild 315
    Sportfreunde Stiller 313
    At Vance 311
    Ronnie James Dio 305
    Gorgoroth 299
    Doro 296
    Judas Priest 293
    Demian Heuke 286
    Powerwolf 274

    21 Tage-Hits bis 19.10.2014
     
     

    Top-15 Bands
     
    Gun Barrel 491
    Victory 406
    Dare 402
    Bonfire 391
    Kiss 384
    Accept 377
    AC/DC 357
    Gotthard 352
    UFO 348
    Iron Maiden 345
    Krokus 337
    Die Ärzte 332
    Running Wild 330
    Helloween 317
    MSG 317

    21 Tage-Hits bis 19.10.2014
     
     

    Top-16 Reviews
     
    My Dominion
     CONSUMED
    396
    Lechery
     IN FIRE
    362
    Hear Me Loud
     THE SYSTEM
    353
    Bullet
     STORM OF BLADES
    347
    Hard Riot
     THE BLACKENED HEART
    331
    Philip Sayce
     INFLUENCE
    321
    Dynamite
     BLACKOUT STATION
    315
    Joe Bonamassa
     DIFFERENT SHADES OF BLUE
    311
    Garagedays
     PASSION OF DIRT
    301
    Merkabah
     UBIQUITY
    297
    Burden of Life
     THE VANITY SYNDROME
    297
    Infinitys Call
     UNCONDITIONAL
    291
    Miseo
     LUNATIC CONFESSIONS
    291
    Order To Ruin
     THE LOSS OF DISTRESS
    289
    Stepfather Fred
     HELLO LARRY BROWN
    280
    Vision Divine
     9 DEGREES WEST OF...
    279

    21 Tage-Hits bis 19.10.2014
     
     
    Werbung 
       
     






    © 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 16.11.2013