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3 Dayz Whizkey
 
3 Dayz Whizkey - Tilo Georg Copperfield
Mit zwei Alben im Abstand von nur einem Jahr haben die Regensburger Blues Rocker ganz schön vorgelegt. Dabei stimmte nicht nur die Anzahl der Songs sondern auch die Qualität. Neben ordentlich Airplay bei verschiedenen Radiostationen räumte die Band im November 2013 direkt mehrere Preise beim 31. Deutschen Rock- und Pop-Preis ab. Und da das aktuelle Album BLACK WATER auch bei HardHarderHeavy eine sehr gute Bewertung einfuhr, wollten wir Bandkopf Tilo Georg Copperfield bei einem Interview mal auf den musikalischen Zahn fühlen. Dazu war nicht mal ein Bestechungsversuch in Form von einer Flasche Whiskey nötig.... Pardon Whizkey.

Datum:
 U.B., 01.01.2014

Wir fragten...
 Hallo Tilo, schön, dass du dich spontan bereit erklärt hast für ein Interview zur Verfügung zu stehen. Frisch aus dem Urlaub bringst du garantiert genug Elan mit um meine lästigen Fragen zu beantworten. Fangen wir mit dem ungewöhnlichen Bandnamen an. In den USA und Irland schreibt man: Whiskey und in Schottland: Whisky. Nun habt ihr noch eine weitere Schreibweise hinzu gefügt: Whizkey. Und das Wort "Days" wurde dann gleich mit in "Dayz" umgewandelt. Wie kam es dazu? Klemmte die S-Taste an der Schreibmaschine oder ist euch die Idee etwa nach einem 3 tägigen Trinkgelage gekommen?

Tilo: Erstmal vielen Dank für das Interview. Freut mich sehr, Dir ein paar Fragen beantworten zu können. Bei dem Trinkgelage hast Du nicht ganz unrecht, da wir uns tatsächlich nach unserem ersten Zusammentreffen in der jetzigen Fünfer-Kombination aus Myles, Brad, Tony, Chris und mir zunächst mal in das Nachtleben gestürzt haben. Für uns war klar, dass wir auf einer Wellenlänge liegen, sowohl musikalisch als auch menschlich und das war schon mal ein Grund zum Feiern. Das „z“ in unserem Namen ist ein – wie ich es nenne – "Rock and Roll Buchstabe"; vergleichbar mit dem „ö“ bei Motörhead oder Mötley Crüe und eine Referenz an eine unserer Lieblingsbands ZZ-Top. Natürlich trinken wir auch gerne mal einen Whiskey, aber das versteht sich ja von selbst.


Vom Bandnamen ausgehend, ist es sicher gerechtfertigt wenn ich unterstelle, dass euer Lieblingsgetränke nicht unbedingt Limo und Diät- Cola sind? Wobei wir ja alle gern Wasser trinken.... denn: Auch Wasser ist ein edler Tropfen tut man es mit Malz und Gerste hopfen.

Da gebe ich Dir wieder Recht. Wir mögen Whiskey sehr gerne, genießen den edlen Tropfen aber eher, statt ihn nur runter zu schütten. Dafür ist das Getränk auch nicht gedacht. Eigentlich sind wir in der Regel eher gemütliche Biertrinker und den Whiskey reservieren wir uns für außergewöhnliche Ereignisse.


Ihr habt nach dem Debüt Album THE DEVIL AND THE DEEP BLUE SEA nur knapp 12 Monate gebraucht bis mit BLACK WATER schon der nächste Longplayer am Start stand. Da du die meisten Songs schreibst scheint dir das gut von der Hand zu gehen. Bei welchen Gelegenheiten kommen dir die Ideen? Wie schaut das mit den Texten aus, hast du schon während ein Song entsteht eine vage Vorstellung welche Lyrics zur Musik passen könnten?

Der Songwritingprozess bei mir ist relativ spontan und in den meisten Fällen steht bei mir am Anfang eine Hook oder eine Textzeile, kleine Songfetzen, die mir durch den Kopf gehen und dann ausgearbeitet werden. Die Ideen ploppen bei mir in der Regel auf, wenn ich unterwegs, also in Bewegung bin. Da der Groove essentiell ist bei unserer Musik trägt die Bewegung oft zu spannenderen Arrangements bei als das verkrampfte hartnäckige Stubenhocken. Obwohl das oft auch zum harten Songwriting-Alltag dazugehört.


Ihr versteht euch als Blues Rock Band, deckt aber in einigen Songs auch Bereiche wie Southern Rock und Country mit ab. Meist haben die Stücke noch ein schönes nostalgisches Flair. Da muss die schon gehörig abgedroschene Frage erlaubt sein, was die stärksten Einflüsse und Vorbilder eurer Musik sind. Ich höre da von Chuck Berry, B.B. King, frühen Led Zeppelin, Rolling Stones, ZZ Top bis Joe Bonamassa Einflüsse raus. Stimmst du mir da zu oder täusche ich mich?

Wir haben als Bluesrockband gestartet, bewegen uns aber immer mehr in alle Seitenrichtungen. Dabei zeigt uns in der Regel der Song den Weg. Wenn wir z. B. finden, zu dieser Melodie passt am Besten ein stampfender Deep Purple Groove, dann nehmen wir den; wenn wir der Meinung sind, ein Song verlangt nach Country-Flair, dann gehen wir in diese Richtung. Als Kern bleibt bei uns aber immer eine starke Bluesrockbasis erhalten. Da wären wir dann schon bei den Einflüssen. Uns hat sehr stark die Musik von Bands wie den Rolling Stones, ZZ-Top, Deep Purple, AC/DC und Konsorten beeinflusst. Allein aber die Tatsache, dass wir fünf uns in unserer musikalischen Vergangenheit in Tribute Bands mit sehr vielen verschiedenen Stilen auseinandersetzen mussten, macht uns da sehr flexibel und wir wollen uns da auch in Zukunft nicht zu sehr einschränken.


In meinem Review zu BLACK WATER habe ich geschrieben, dass ihr für klassischen Blues nicht schwermütig, traurig melancholisch genug klingt. Euer Sound ist meist sehr fröhlich und sorgt spontan für gute Laune und Party Stimmung. Habt ihr so eine positive Lebenseinstellung und seid ständig gut drauf und das reflektiert sich dann in eurer Musik?

Unsere Musik soll in erster Linie die Leute unterhalten. Wir sind Entertainer und wir haben uns zur Aufgabe gemacht, dass jeder einzelne Song auf dem Album auch Live funktionieren muss. Das heißt, er muss dich packen, mitreißen und auf andere Gedanken bringen. Wir lieben es, auf der Bühne so richtig die Sau rauszulassen und Spannungsbögen zu schaffen, die den Fans einen Konzertbesuch möglichst kurzweilig machen. Das bringt uns dann auch wieder ganz in die Nähe von Bands wie Aerosmith oder AC/DC. Aber das ist halt einfach das, was uns am meisten Spaß macht. Endlose Solo-Eskapaden bei langsamen Bluesnummern machen in der Regel nur dem Solisten gute Laune, aber unsere Fans möchten einfach abgehen.


Da ich gerade von fröhlicher Stimmung spreche, eure tollen Videos auf YouTube, sei es das zu The Gambler oder Bad Luck Women, besonders aber Blue Blue Christmas sind sehr lustig. Die jeweiligen “Making Of” aber auch!!! Ihr scheint viel Humor zu besitzen. Nun ist Bad Luck Women musikalisch (und von den Lyrics) ja mal nicht so heiter wie von euch gewohnt, das Video aber schon. Was ist da die Intention? Etwa, Humor ist wenn man trotzdem lacht?

Der Humor in den Videos ist bei uns nur die Spitze des Eisbergs und ich kann Dir versichern, dass wir unterwegs, im Studio und bei Videodrehs wirklich eine Riesenmenge Spaß haben. Wir sind fünf Typen mit einem sehr eigensinnigen Humor, den du aber auch brauchst in der Musikbranche. Bei Bad Luck women geht´s vom Text her schon ernsthaft zu, aber insgesamt geht´s auch darum, dass das Leben weitergeht, auch wenn man sich bei der Partnerwahl mal die Falsche ausgesucht hat. Unser Humor ist also schwarz und gesund.


Das Video zu Blue Blue Christmas habe ich bereits erwähnt. Wurde von mir inzwischen schon mindestens 10 Mal angeschaut und ich muss immer wieder lachen. Ihr nehmt euch da selber kräftig auf die Schippe. Das Video ist aber nur was für moralisch sehr gefestigte Menschen, hüstel. Was es da alles zu sehen gibt, exzessiven Alkoholmissbrauch, versuchter Ladendiebstahl, Nikoläuse die fremde Frauen angrabschen, kleinen Kindern die Schokolade weg futtern und sogar mit Damen Dessous posen, einfach skandalös, haha. Wie bekommt man nur eine Dreherlaubnis in einem Kaufhaus um da solche Sachen abzuziehen? Waren die naiv und haben nicht gewusst was auf sie zukommt?

Das freut mich, dass Dir der Clip gefällt. Die Leute vom Kaufhaus, in dem wir drehten, waren sofort begeistert von der Idee und haben anscheinend gottseidank einen ähnlichen Humor wie wir. Sie kannten allerdings die Story vor Drehbeginn noch nicht im Detail, wussten aber, dass man uns als Band schon vertrauen kann. Sie fanden das übrigens sogar so gut, dass sie es während der Weihnachtszeit in Dauerschleife auf den Bildschirmen im Geschäft laufen ließen…pretty cool, oder?


Eure Videos sind nicht nur lustig sondern auch absolut professionell gemacht. Besteht die Video Firma aus 3 Dayz Whizky Fans?

Ron Eichler, der unsere Videos produziert, ist auch ein Rock and Roller und absolut professionell. Ihm gefällt, was wir machen und das merkt man auch an der Leidenschaft, mit denen er unsere Projekte angeht. Das macht sehr viel aus und wir können Ron in der Hinsicht nur weiterempfehlen.


Wenn ich mir die Texte von "Bad Luck Women" und "The King" anschaue und dazu noch eure Videos in denen die jungen Damen nicht gerade von der besten Seite dargestellt werden, hätte ich gerne gewusst, ob da ein gewisses Maß an Autobiografie drinsteckt.

Da halte ich mich lieber bedeckt und überlasse das mal Deiner Phantasie :-)


Zwei der Bandmitglieder sind Brüder, Big Tony am Bass und Little Chris an den Drums. Da ich als freier Mitarbeiter der NSA tätig bin habe ich mal schnell den Computer in Maryland bemüht und gesehen, Big Tony hat sogar in New York und am Music College in Regensburg studiert und ist, hoffentlich kriege ich das zusammen, staatlich geprüfter Leiter für Populärmusik. Er ist außerdem noch euer Produzent und Mixer. Ist das eines der Erfolgsrezepte von 3 Dayz Whizkey, dass die Rhythmusfraktion von einem Brüderpaar gebildet wird und man den Produzenten in den eigenen Reihen hat?

Da hast Du ja ganze Arbeit geleistet mit Deiner Recherche und ich gebe dir in dem Punkt wieder absolut Recht: die Tatsache, dass die Rhythmusfraktion durch ein Brüderpaar gebildet wird, ist eine unserer größten Stärken. Dieses „blinde“ Verständnis macht sich vor allem Live bemerkbar und sorgt für diesen einzigartigen Groove, der alles überrollt. Tony hat sich in den letzten Jahren viel abschauen können von namhaften internationalen Produzenten und Tontechnikern und sein fundierter musikalischer Background erleichtert uns beim Produzieren die Sache natürlich ungemein. Für uns ist es wichtig, eine bestimmte Soundvorstellung zu transportieren und in Deutschland ist es unglaublich schwierig, Leute zu finden, die unsere – sehr amerikanische – Vorstellung umsetzen können. Deshalb haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und uns von den Großen der Szene das abgeschaut, was wir für unseren Whizkey benötigen.


Wie geht Little Chris mit seinem Namen um? Nur weil es der jüngere Bruder ist könnte ihm das “Little” ja auch unangenehm sein. Okay, bei Robin Hood gab es Little John und der soll ein baumlanger Kerl gewesen sein. Auf einem der Videos dachte ich da sitzt Axel Stein (der Tommie in der Serie Hausmeister Krause) am Schlagzeug. Mit der Strickmütze besteht da echt Verwechslungsgefahr. Bin ich der Erste dem das aufgefallen ist?

Ha, Ha!!! Den Vergleich habe ich bisher noch nicht gehört aber vielleicht wir er sich ja jetzt daraufhin die Sache mit seinem Outfit ein bisschen besser überlegen. Die Spitznamen „Little Chris“ und „Big Tony“ hat den beiden mal vor vielen Jahren ein (jetzt leider schon verstorbener Produzent) gegeben. Das passte damals irgendwie und die beiden fühlen sich wohl damit, soweit ich das beurteilen kann.


Kommen wir zu Brad The Snake. Woher kommt sein Künstlernamen? Schlank wie eine Schlange ist er ja und anscheinend Kettenraucher. Da würde doch Brad The Smoke auch passen. Er trägt auch ständig einen Hut wie du Tilo und spielt ebenfalls Gitarre. Versteht ihr euch neben der musischen Tätigkeit sonst auch gut?

Brad schlängelt sich immer wie eine Schlange durch alle Widrigkeiten des Lebens und ist einer der feinsten Kerle, mit denen ich überhaupt bisher Musik gemacht habe. Zudem kommt sein musikalisches Können und sein tiefes Verständnis für Rock and Roll und Blues der alten Schule. Wir halten als verschworene Band-Gemeinschaft zusammen wie Pech und Schwefel, weil jeder immer alles für die anderen gibt.


Euer Sänger nennt sich Myles Tyler. Sänger und Tyler da denke ich natürlich an Steven Tyler von Aerosmith. Myles ist da schon schwieriger, ich tippe auf Myles Kennedy. Richtig geraten? Und wenn ja, ist er ein Fan von denen? Myles trägt ständig einen Schal wie oft die Tenöre. Ist er immer um seine Stimmbänder besorgt?

Bei beiden Vorbildern hast Du ins Schwarze getroffen. Myles hat einen enormen Stimmumfang und beherrscht mühelos das klassische Rock-Repertoire, weshalb er als Sänger für 3 Dayz die Idealbesetzung darstellt. Die Sache mit den Schals kommt wohl eher im Winter vor, als Sänger musst Du aber schon aufpassen, vor allem wenn Du so oft auf der Bühne stehst wie Myles.


Last but not least bleibst noch du Tilo. Tilo Georg Copperfield. Bist du begeistert von dem Buch David Copperfield oder dem Magier der sich nach ihm benannt hat? Und steht das Georg etwa für die frappante Ähnlichkeit mit Georg Clonney (zwei mal zum “Sexiest Man Alive” gewählt)? Ähhhh...mir ist eben die Brille runter gefallen und ich bin extrem kurzsichtig...

Mit dem Magier hat der Name nichts zu tun, allerdings mit der Romanfigur (nach der sich übrigens auch der Magier benannt hat). Ich lese sehr viel klassische Literatur und in der Dramatik dieser Romanfigur sehe ich auch viele Parallelen zu den Dramen des täglichen Lebens. Ein Sinnbild für den Blues und das Leben als Musiker. Wer das Buch nicht kennt, dem lege ich das hiermit wärmstens ans Herz.


Nun Tilo, man sieht dich nur mit Lederjacke, Westernstiefel, Sonnenbrille und (am wichtigsten) schwarzem Westernhut mit Conchas verziert. Ist der Hut inzwischen am Kopf angewachsen? Das Ding ist doch längst dein Markenzeichen. Erzähl uns was über den Kopfschmuck.

Den Hut hat mir mal ein Bluesgitarrist in Mississippi geschenkt. Er hat ihm nicht gepasst und seitdem trage ich ihn sozusagen als „Mojo“ mit mir rum. Wir Musiker sind schrecklich abergläubische Menschen :-)


Bei den Stichworten Blues und Hut mit Conchas komme ich unausweichlich zu Stevie Ray Vaughan. Ich war damals in den USA in Urlaub als ich die Nachricht im Radio hörte, er sei bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Wenige Wochen vorher hatte ich mir sein Album TEXAS FLOOD gekauft. Für mich das beste Blues Rock Album aller Zeiten weil SRV hier wesentlich rockiger klingt als auf späteren Alben und ich die Soli absolut genial finde. Tilo, was fällt dir zu SRV ein? 3 Dayz Whizkey hat doch auch einen fetten Rock Anteil in den Songs und da sollte dir SRV sicher liegen.

Aber natürlich. Als ich das erste Mal TEXAS FLOOD gehört habe, habe ich zunächst gar nicht glauben können, was ich da hörte. Für mich ist und bleibt diese Scheibe einer der herausragenden Tondokumente der letzten 100 Jahre. SRV hat hier mühelos eine Verschmelzung von Bluesgitarrenstilen geschaffen, die wir so leider nicht mehr hören werden. Zudem kam, dass er ein richtiger „Typ“ war und nicht einfach ein „Saitenfrickler“, die es leider in seiner Nachfolge immer mehr gab und gibt.


Tilo du hast mal eine USA Reise unternommen und bist im wahrsten Sinne des Wortes auf den Spuren des Blues gewandelt. Es gibt ein Foto von dir da stehst du an einer Gedenktafel für Robert Johnson, einem berühmten Blues Musiker der einer Überlieferung nach seine Seele dem Teufel verkauft hat. Welche Orte hast du besucht und hat dich dieses Erlebnis musikalisch beeinflusst?

Über den Blues und seine Ursprünge ranken sich viele (oft sehr falsche) Legenden und auch mich haben sie im Laufe der Zeit begeistert und ich habe mir tatsächlich diese ganzen sagenumwobenen Plätze im Mississippi-Delta angeschaut, bin durch das Land gereist und habe dort viel erfahren, was sich definitiv in „Black Water“ niedergeschlagen hat. Diese Erfahrungen muss aber jeder selbst für sich machen und seine „eigene Geschichte“ dort erleben.


3 Dayz Whizkey klingen schön nostalgisch. Was für Gitarren verwendet ihr und legt ihr Wert auf authentische Instrumente und Verstärker?

Brad spielt meistens auf seiner Stratocaster in Kombination mit einem alten Marshall oder Fender Verstärker und ich beschränke mich auf meine Les Paul und meine Telecaster in Kombination mit meinem VOX AC30. Live verlasse ich mich auf meinen Budda Amp, der richtig grandios und ehrlich klingt. Für das Feeling unserer Musik ist die Wahl der Instrumente schon wichtig. Man atmet den Vibe des klassischen Blues und Rock and Roll einfach besser, wenn man sich auf Equipment stützt, das auch schon damals im Einsatz war.


Was viele Leute nicht wissen, der Blues aus den USA beeinflusste englische Musiker sehr stark und aus dem britischen Blues ging der Hard Rock und später der Heavy Metal hervor. Siehst du den Blues auch als eine Art Wegbereiter der ganz entscheidend zur heutigen, vielfältigen Musikszene beigetragen hat?

Definitiv. Ohne den Blues keine Rolling Stones oder Cream oder Led Zep und ohne diese Vorreiter wäre wohl auch nie der Hardrock und später der Heavy Metal so massentauglich geworden. Ich selbst war bei meinen Anfängen als Gitarrist Fan von Megadeth, Metallica und Konsorten und bin immer weiter zu den Anfängen gegangen bis ich dann auf Typen wie Muddy Waters oder Son House gestoßen bin. Auch heute kann man noch viel lernen, wenn man sich mit den Wurzeln der Musik intensiv befasst. Man sollte nur keine Scheuklappen aufhaben.


Tilo, wir haben beide viel gemeinsam, so liegen unsere Geburtstage nur wenige Stunden auseinander, wir tragen gern Kopfbedeckungen, sind musikbegeistert und wohnen beide in Bayern. So schön Bayern ist, aber den größten Teil der Musiklandschaft empfinde ich im Freistaat schon als sehr nervig, Volksmusik ohne Ende. Da bekomme ich immer solche Blähungen, dass es in der Hose rumpelt dass die Nachbarn denken es ist schon wieder Silvester, so knallt das. Leidest du auch so unter Schlager und Volksmusik?

Für volkstümliche Schlagermusik werde ich mich wohl nie begeistern können, also das Zeug, das im Musikantenstadl rauf und runter läuft. Klassische Volksmusik, wie sich schon vor dreihundert Jahren gespielt wurde finde ich – im richtigen Rahmen – teilweise richtig gut. Ist sozusagen die Bluesmusik der Bayern und hat von daher auf jeden Fall seine Berechtigung :-)


Ich bedanke mich für Deine Mitarbeit Tilo. Bei HardHarderHeavy haben unsere Interview Partner immer das letzte Wort, wie sonst nur die Frauen. Leg los, richte eine Botschaft an die Fans.

Ich freue mich ganz besonders auf 2014 und unsere Tour zusammen mit den New Roses. Wir hoffen, viele von Euch da draußen auf unserer Reise quer durch Deutschland zu treffen und versprechen jetzt schon mal Album Nummer drei. Schaut doch auf unserer Facebook-Seite vorbei und LET THERE BE ROCK! May the Blues be with you T.G. Copperfield


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