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Errorhead
 
ErrorheadErrorhead haben einen neuen Sänger! Keine Frage, dass unser Redakteur Marc S. die Gunst der Stunde nutzte, um der neuen Stimme der Ausnahmeband telefonisch einige Infos zu entlocken. Was der 1972 geborene, selbständige Grafiker und Studiosänger für Kinderlieder tätige Karsten Stiers (verheiratet, drei Kinder) so alles über seine musikalische Vergangenheit, die Umstände seines Einstiegs bei der Band und das neue Album zu sagen hatte, könnt Ihr im folgenden Interview lesen.

Datum:
 M.A., 09.05.2014

Wir fragten...
 Hallo Karsten! Freut mich sehr, dass es geklappt hat. Die ersten Gigs der Tour habt ihr bereits absolviert! Wie lief’s bisher?

Karsten: Hallo Marc! Wir haben bislang in Rheine, Worpswede und Hamburg gespielt. In Rheine haben wir vor ca. 70 Leuten und in Worpswede vor über 250 Leuten gespielt. Rheine hat das Hypothalamus erst ein halbes Jahr alt und muss sich dort erst noch etablieren – wir uns wohl auch. Im Gegensatz zu Hamburg. Da haben wir bei ordentlich gefüllter Bude zwei Tage hintereinander großartige Rockpartys mit dem Publikum gefeiert.


Also hat die Errorhead-Gemeinde dich sogleich als neuen Sänger akzeptiert?

Auf jeden Fall. Die Sache ist ja die: Wenn Du ein Freund von Marcus Deml bist, dann bist Du auch ein Freund der Fans von Marcus Deml – das ist Vertrauenssache ;-)


Welche musikalischen Stationen hast Du vor Errorhead durchlaufen?

Anfang der 1990er habe ich die ersten Erfahrungen mit selbstgeschriebener Musik bei einer Band namens Requirements gesammelt. Dort spielte ich Gitarre und habe gesungen – wenn man das bei Thrash Metal so nennen möchte. Später habe ich in einer Band namens Soulbrother aus Wuppertal gesungen. Das ging in Richtung Progressive Rock. Wir haben u.a. die Gruppe Psychotic Waltz auf Tour begleitet, da wir mit den Jungs auch befreundet waren. Soulbrother haben damals ein vielversprechendes Demo gemacht. Bevor allerdings Plattenfirmen ihr Interesse an der Band beweisen konnten, entschieden sich zwei Mitglieder der Band dafür, ihr Studium dem ungewissen Musikerleben vorzuziehen – was ich auch durchaus verstehen kann. Damit war dieses Kapitel erst einmal abgeschlossen.

Ich bin daraufhin zu einem Laien-Schauspieltheater in Wetter/Ruhr gekommen, wo ich Musical und Schauspiel gemacht habe. Dort habe ich dann auch später meine Frau kennengelernt. Eines Tages erhielt ich dann über Umwege das Angebot, als Gastschauspieler eine Hauptrolle im Schauspielhaus Bochum zu spielen, das ich allerdings ausgeschlagen habe, weil ich mich selbständig machen wollte – das ungewisse Schauspielerleben… Mir war damals überhaupt nicht bewusst, welches Renommee das Bochumer Schauspielhaus hat. Das ist rückblickend eine der wenigen Entscheidungen in meinem Leben bei denen ich heute sagen würde, dass man das auch anders hätte machen können. Aber ich bin glücklich dort, wo ich jetzt stehe. Es ist also nicht so, dass ich jeden Abend weine und nicht in den Schlaf komme ;-)


Hast Du Vorbilder, was deinen Gesangsstil angeht?

Mike Patton (Faith no More, Mr. Bungle) und Brandon Boyd (Incubus) entsprechen sehr meiner Vorstellung, wie man Gesang als Instrument einsetzen sollte. Ich liebe es mit der Stimme zu experimentieren. Und das versuche ich dann auch in meiner eigenen Gesangsperformance umzusetzen.


Du kommst daher musikalisch eher aus der Alternative-Ecke?

Auf jeden Fall. Wo ich allerdings derzeit total drauf stehe sind The Dillinger Escape Plan. Der Stil nennt sich Mathcore. Total vertracktes Zeug, mega Stimme von extrem extrem bis fragil gehaucht, Genagel und Gemetzel. Spricht mich total an ;-) Ich höre aber auch Jazz, Querbeet halt.


Also ein sehr breit gefächerter Musikgeschmack! Sicherlich nicht verkehrt, wenn man bei einer Band wie Errorhead einsteigt.

(lacht) Das stimmt auf jeden Fall! Nikka Costa gefällt mir beispielsweise auch sehr gut. Dort sehe ich auch Parallelen zu Errorhead. Diese Funkrock-Sachen spiele ich sehr gern auf der Bühne, weil es energetisch einfach sehr gut zu mir passt und Raum zum "spielen" lässt.


Wie bist du denn nun genau bei Errorhead gelandet?

Das ist eine lange Geschichte. Das könnte man jetzt in einen Fantasyroman aus sieben Teilen oder in eine Trilogie packen.


Versuche es mal mit der Trilogie ;-)

(lacht) Ich habe bei Peter Fischers Projekt "Seafoam Green" die Backings mit meiner Frau gesungen. An einem Termin in Cuxhaven hatte Peter jedoch keine Zeit, so dass Holger Lorenz für ihn eingesprungen ist. Mit Holger habe ich mich gleich sehr gut verstanden und ihm auch ein paar Sachen von mir vorgespielt, worauf Holger dann meinte: "Ich habe da eine Band, lass uns mal etwas zusammen machen!" Aus diesem "Musikerwitz" wurde dann Realität. Ich habe drei Songs für ihn eingesungen, zu denen ich auch die Texte geschrieben hatte, in deutscher Sprache. Da Holger Lorenz Gitarrenschüler und Kumpel von Marcus ist, hat er ihm die "Helden aus Stein"-EP vorgespielt. Marcus gefiel das Material und hatte so mich und von mir gehört. Zu dem Zeitpunkt stand allerdings noch gar nicht zur Debatte, dass Andrew (Graeser) geht. Als Andrew dann tatsächlich die Band verließ, erinnerte sich Marcus an die Aufnahmen und organisierte über Holger meine Telefonnummer, so kam der Kontakt zustande.

Ich hatte bis dato kaum etwas von Errorhead gehört, kannte die Songs also auch nicht wirklich. Dementsprechend unvoreingenommen und unbelastet bin ich also an die Sache herangegangen. Das neue Material, dass Marcus mir dann beim ersten Treffen vorstellte, gefiel mir sofort. Ich war im Prinzip auch der erste Kandidat, der sich vorstellte. Nachdem wir dann an zwei "Testsongs" gearbeitet hatten und völlig euphorisiert aus seinem Studiokeller kamen, fragte mich Marcus, ob ich mir vorstellen könnte bei Errorhead einzusteigen. Wir haben dann direkt die "Piloten" für die acht auf dem Album vertretenen Gesangstitel eingesungen, die wir dann im Dezember in Frank Itt’s Studio aufgenommen haben.


Du bist mitten in der Produktion von EVOLUTION zur Band gestoßen. Inwieweit konntest du noch Einfluss auf die Songs nehmen?

Die Musik war bereits aufgenommen. Das einzig noch Variable war der Gesang. Marcus hat mir seine Ideen vorgesungen, ich habe das für den Song zu transportierende Gefühl herausgefiltert und mit meinem "Instrument" interpretiert. Dazu haben wir im Detail noch an Texten und Melodien gefeilt bis es sich richtig und fertig anfühlte. Das war ein leichter und extrem belebender Prozess.


Spielst du selbst auch ein Instrument?

Ja, ich spiele Gitarre.


Vermutlich wirst du, was das angeht, bei Errorhead weniger zum Zuge kommen ;-)

Das ist richtig. Allerdings komme ich bei drei Kindern und Frau generell sehr wenig dazu, haha.


Komponierst du auch?

Ja, mach ich. In den letzten fünf Jahren habe ich immer wieder versucht ein eigenes Projekt an den Start zu kriegen. Es hapert jedoch immer daran, dass man so ein Ding erst einmal alleine in Gang setzen muss. Es gäbe zwar Leute, die daran sicherlich Interesse hätten, jedoch kommen diese Personen auch nicht von allein auf einen zu, weil jeder mit seinem eigenen Kram genug um die Ohren hat. Viele Ideen entstehen einfach in kompletter Eigenregie und nach 2-3 Monaten sind die Energien dann auch mal aufgebraucht, so dass ein solches Projekt anschließend wieder für ein Jahr brach liegt.


Interessant! Also besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Songwriter-Credits in Zukunft nicht alleine an Marcus gehen?

Das ist soweit auch geplant. Marcus schätzt die Songs, die ich schreibe. Während wir die Piloten zu EVOLUTION aufgenommen haben, hatten wir so viel Freude am gemeinsamen kreativen Prozess, dass wir uns schon aufs einsperren freuen ;-)


Das hört man meiner Meinung nach dem Album auch an. Mir ist gleich aufgefallen, dass das neue Album eine ganze Ecke eingängiger und vor allen Dingen funkiger ausgefallen, als der Vorgänger!

Das finde ich auch gut. Das ist – glaube ich – auch der Grund, warum ich jetzt dabei bin.


Ich glaube, einige Zitate auf EVOLUTION entdeckt zu haben : Z.B. erinnert mich „Thieves & Poets“ während einer Passage im Refrain an eine Nummer der Steve-Miller-Band. Absicht oder Zufall?

(fängt an zu singen) "Playing Music in the Dark". Richtig, The Joker! Das war absolut keine Absicht! Diese Passage hat Marcus vorgegeben, woraufhin ich meinte: "Witzig, vor allem das Zitat." Das war Marcus bis dato gar nicht bewusst gewesen. Vorsorglich haben wir anschließend die Takte noch einmal durchgezählt, damit wir nicht mit Plagiatsvorwürfen überzogen werden. Das war schon aufregend in dem Moment.


Das ist auch deshalb so verblüffend, weil die entsprechende Zeile beim Miller-Song lautet: „Play my Music in the Sun“!

Richtig. Diese Zeile hat Marcus wahrscheinlich total unbewusst geschrieben. Von so einer Textzeile habe ich immer geträumt!!! (lacht)


Zudem lassen sich bei "Get off my Back" Parallelen zu "Sexy M.F." aus der Feder von Prince nicht von der Hand weisen?

Der Drumbeat, richtig. Wir haben im Bass-Solo auch ganz leise "Get off my Back, get off my Back"-Haucher eingebaut, um dieses Gezucke mit unterzubringen;-) Das sind natürlich Sachen, auf die ich total stehe, bei dieser Nummer vor allem auf Frank’s Solo. Tierisch!


Wie zufrieden bist Du selbst mit dem Album?

Ich bin sehr zufrieden, weil dieses Album eine Manifestation der Situation ist, die wir zu dem Zeitpunkt vorfanden. Zum einen weil für die Band ein neuen Sänger gesucht wurde, zum anderen weil ich gerade zufällig am Start war und es auch direkt gepasst hat. EVOLUTION ist daher mein persönliches Symbol dafür, eine Entscheidung aus dem Bauch heraus zu treffen und sich sofort aufgehoben und willkommen zu fühlen.


Karsten, herzlichen Dank für dieses Interview! Ich wünsche Euch viel Erfolg und Freude auf der Tour und dass sich das neue Album gut verkauft! Wir sehen uns in Bad Salzuflen! Und bleib uns gewogen!


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