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Helloween
 
Helloween - Sascha GerstnerDas neue Album von Helloween, STRAIGHT OUT OF HELL, kommt am 18. Januar 2013 raus und wird in die Szene wie eine Bombe einschlagen. Im Telefongespräch mit Gitarrist Sascha Gerstner erfragte Wolfgang W. einige Dinge zur Produktion, zur neuen Platte, und darüber, wie es nach zehn Jahren so ist, immer noch der "Neue" zu sein.

Datum:
 W.W., 07.01.2013

Wir fragten...
 Hallo Sascha, erst mal Gratulation zum neuen Album, ich bin nach ungefähr 25 Durchläufen genauso begeistert wie beim ersten Mal! Seid ihr auch so zufrieden mit STRAIGHT OUT OF HELL?

Sascha: Ja, absolut! Wir sind mega-gehypt. Jetzt, so kurz vor der Veröffentlichung, wird man ein bisschen neugierig, weil man sich natürlich fragt – hey, wie kommt das bei den Fans draußen an? Weil von der Presse haben wir bis jetzt nur positivste Rückmeldungen bekommen. Und da fragst du dich dann schon, ja, wie kommt das dann bei den Fans an? Darauf sind wir sehr gespannt!


Glaubst Du, dass da ein Unterschied zwischen der Fan- und der Pressewahrnehmung ist?

Wir wollen’s mal nicht hoffen, ne? (lacht) Bisher war es ja oft so, dass die neuen Sachen von der Presse zerrissen wurden, bei den Fans aber supergut ankamen. Deswegen hoffen wir natürlich, dass das jetzt nicht so ist - dass die Presse das neue Album total geil findet, die Fans es aber scheiße finden. Das wäre ein wenig ungünstig... (lacht wieder).


War die Produktion im "Mi Sueno"-Studio auf Teneriffa so relaxt, wie sich das Endprodukt anhört – oder gab’s irgendwelche denkwürdigen Anekdoten von den Sessions?

Na, es war meine bisher entspannteste Produktion mit Helloween. Irgendwas war sonst immer, gerade das hin und her mit dem Schlagzeugerposten in der Vergangenheit. Wir haben aber diesmal einen echt guten Rhythmus gefunden, in dem wir super zusammenarbeiten konnten.


Also stimmt das Klischee, dass es sich im sonnigen Süden entspannter arbeiten lässt? Oder ist Suppe doch gleich Suppe, egal wo man sie zusammenbraut?

Also, bei uns hat das gar nicht mal so sehr was mit der Location zu tun. Wenn du im Studio arbeitest, dann sitzt du ja den ganzen Tag in dem Loch, (lacht) ist ja nicht so, dass du die ganze Zeit am Strand liegst oder so. Aber es ist schon ein schöneres Arbeiten, wenn du morgens aufstehst und erst einmal Palmen und Meer siehst. Grundsätzlich lag es aber einfach an der guten Stimmung in der Band, wir sind über die Jahre einfach sehr gut zusammengewachsen. In der jetzigen Form gibt’s uns auch schon bald zehn Jahre, das merkt man halt schon.


Andi und Weiki wohnen fest auf der Insel, der Rest irgendwo in Deutschland. Sonngwriting gemeinsam gibt es da doch nicht mehr. Läuft bei euch alles über digitalen Songaustausch?

Ja, wir sind durchaus im jetzigen Jahrhundert angekommen... (lacht) Wir wohnen tatsächlich alle recht verstreut, jeder hat daheim sein Studio und bastelt da so vor sich hin. Und die Ergebnisse schicken wir uns dann digital zu.


Kommen wir zur Platte: Auffällig ist, dass bis auf euren Schlagzeuger Dani alle Bandmitglieder Songs beigesteuert haben. Das macht die Platte meiner Meinung nach besser, da vielfältiger. Kann's aber auch kompliziert machen: Gab's Diskussionen, welche und wie viele Songs von wem vertreten sind – oder waren das Mehrheitsentscheidungen, rein nach der Qualität?

Genau, Mehrheitsprinzip. Aber es muss auch passen – das hat dann auch gar nicht mal so sehr was mit gut oder schlecht zu tun. Der Song muss halt zum Album passen. Man kriegt ab einem gewissen Zeitpunkt auch ein Gespür, welchen Tenor das Album haben soll. Und dann kann es eben vorkommen, dass einzelne Songs hinten rüber fallen, obwohl sie gut sind. Ich empfinde es auch als ein großes Plus, dass vier Leute die Songs schreiben. Oft gibt es ja quasi ein ‚Mastermind‘, der alles bestimmt und der Rest hat dann die Schnauze zu halten. Dann klingt aber halt auch alles recht gleich.


Mein absoluter Lieblingssong auf dem neuen Album ist „Straight out of Hell“. Ich hoffe, ihr seid euch darüber klar, dass live beim Refrain Bomben und Feuerfontänen kommen müssen, oder? Hast Du einen Favoriten auf dem Album?

Wenn’s die örtliche Feuerwehr zulässt... (lacht). Was den Lieblingssong angeht – das ist schwer zu sagen, wenn du so drinsteckst. Jeder Song hat so seinen eigenen Charme. Und wir haben ja schon die besten Songs für das Album ausgewählt. Wir sind auch viel zu involviert, um jetzt einen bestimmten hervorzuheben.


"Hold me in your Arms" klingt vor allem wegen der letzten Zeile "I need your guarding hand my bride/till the end of my whole life" sehr persönlich – ein musikalischer Heiratsantrag?

Na ja, ich bin ja schon verheiratet! Es war also kein Heiratsantrag. (lacht) Aber es ist definitiv eine sehr persönliche Geschichte...


Wie ist es, wenn ein Dritter so persönliche Zeilen singt? Schaut man da genauer auf die Gesangsperformance als bei einem eher neutralen Thema?

Andi hat ja ein sehr gutes Verständnis für Emotionen. Das setze ich voraus, sonst bräuchte ich so einen Song gar nicht anbieten. Ich bin aber froh darüber, wie er es umgesetzt hat, denn der Song ist ja in einer tieferen Tonlage als gewöhnlich geschrieben. Er musste da also ziemlich weit runter. Aber er ist ja schon der Balladenkönig – das war er bei ‚Pink Cream 69‘ schon und später auch bei ‚Helloween‘. Andi hat ein super Gespür für Balladen. Ich habe mir sogar gewünscht, dass er das Stück singt und dass es auf das neue Album kommt. Was bei Balladen ja nicht so einfach ist... Es war schon ein Wunsch von mir, dass Andi eine Ballade von mir singt, von dem her war es mir schon fast egal, wie er es umsetzen würde. Aber er hat das Feeling absolut getroffen.


Wer oder was hat Dich denn derart aufgeregt, dass Du ihm „Asshole“ gewidmet hast?

Also, jeder der Dich auch aufregt. Ich wollte immer so einen Song schreiben, in dem das mal gesagt werden kann, wo auch jeder frei für sich selbst spekulieren darf. Du stehst morgens auf, du schleppst dich ins Auto, weil du zur Arbeit musst – und du weißt ganz genau, dass du dieser einen Person begegnen wirst. Und dann hörst du diesen Song – und du fängst an zu grinsen. Das ist das Verdrehte daran: der ganze Song ist so angelegt, von der Komposition und der Songstruktur, dass man eigentlich ein gutes Gefühl hat, während man 'Asshole' singt. Das Ganze soll mit einem Lachen gesagt werden können – ist ja alles nicht so schlimm. Also, es ist keine persönliche 'Hommage' von meiner Seite an irgend wen – den Song soll jeder nach Bedarf anwenden können.


Wie weit sind wir denn heute von den Idealen einer Stadt wie Petra entfernt, die im (grandiosen) Opener "Nabataea" besungen werden?

Wir sind sehr weit davon entfernt. Es geht zwar in erster Linie um die Geschichte dieser ausgestorbenen Kultur im heutigen Libyen. Die Römer und Ägypter haben die natürlich gnadenlos plattgemacht. Aber das ist ja heute überhaupt nicht anders. Dazu passt auch der zweite Song, "World of War", der exakt das gleiche Thema behandelt. Der Tenor ist – alle reden davon, dass sich die Menschheit an einer Schwelle zu einem neuen Bewusstsein befindet, dass alles so viel besser geworden ist, gerade wenn man es mit früher vergleicht. Dabei stimmt das doch überhaupt gar nicht. Es hat sich gar nichts verändert. Die Mechanismen sind anders, es läuft vielleicht perfekter ab – aber im Grunde ist es ganz genau wie damals.


Sascha, Du bist jetzt seit 10 Jahren und der "Rabbit don’t come easy" bei Helloween. Bist Du noch immer der "Neue", oder fühlst Du Dich von den Fans mittlerweile akzeptiert?

Das ist gerade so ein wenig im Wandel. War aber tatsächlich länger so und wird wohl auch immer ein bisschen so bleiben. Dazu kommt, dass ich einen etwas anderen Background habe. Viele haben mitbekommen, dass ich nicht als der absolute Heavy Metal-Fan in die Band gekommen bin. Da hast du gleich einen Stempel auf. Du darfst da nicht einfach Künstler sein – du musst Heavy Metaller sein. Ich habe das am Anfang auch offensiv so kommuniziert, dass ich nicht daheim gesessen bin und auf die Chance mit ‚Helloween‘ gewartet habe. Aber natürlich hat sich mein Leben mit dem Einstieg komplett verändert – und ich habe mich da auch angepasst und mit entwickelt. Damals war ich 25 – da bist du gedanklich eh noch ganz woanders. Und ich habe mich da dann drauf eingelassen, meine Entwicklung und mein Erwachsenwerden wurden durch die Band und die ganzen Leute um mich herum schon enorm beeinflusst. Und das merkst du auch bei den Fans, die entwickeln sich auch mit. Fans und Künstler – das eine geht ohne den anderen nicht, das ist eins. Es sind jetzt natürlich auch jede Menge jüngerer Fans dabei, die Helloween nur mit mir kennen, vor allem mit der GAMBLING WITH THE DEVIL kamen viele neue Fans hinzu. Aber natürlich werde ich immer der Neue bleiben – gerade als Nachfolge so einer Legende wie dem Kai Hansen... Da brauchst auch gar nicht gegen anzukämpfen!


Auf welchem Helloween-Album vor Deiner Zeit hättest Du besonders gerne mitgespielt? Was ist Dein Lieblingssong dieser Alben?

Puh, schwer zu sagen. Besser wäre die Frage – auf welcher Tour wäre ich am liebsten dabei gewesen, das wäre für mich wesentlich interessanter... (lacht) Als ich in den 90ern mit der Musik angefangen habe, da war dieser ganze Rock’n’Roll-Hype schon wieder vorbei – aber die anderen haben das in den 80ern total miterlebt. Heute gibt’s das in dem Sinn auch nicht mehr so. Von dem her, als ich eingestiegen bin, wäre das wesentlich interessanter gewesen, so etwas zu erleben – in den USA zu spielen und bei jeder Show ist MTV dabei. Oder überhaupt, auch in Deutschland als Metal-Band wer zu sein: Doppel-Gold oder den Bravo-Otto zu gewinnen...“ (lacht) „Aber zurück zur Frage: Das ist echt schwer, ich spiele aber total gerne "Keeper of the seven Keys" und "Helloween". Auf den letzten Touren habe ich "March of Time" vorgeschlagen. Damit verbinde ich ein bisschen nostalgische Gefühle, weil "March of Time" und "Dr. Stein" waren die einzigen Songs, die ich damals von Helloween kannte, weil die ein Kumpel auf Kassette hatte.


Kommen wir zu den Tourplänen? Im März geht es mit „Gamma Ray“ um die Welt, wie der Promozettel verrät. Gibt es weiße Flecken auf der Landkarte, die ihr 2013 füllen werdet?

Den ganzen Plan kenne ich noch gar nicht. Aber wir werden schon ordentlich rum kommen. Was uns auf jeden Fall noch fehlt ist Südafrika und Indien. Das wären solche weiße Flecken – die allerdings zurzeit nicht in Planung sind. Auf der letzten Tour waren wir in China – dieser Fleck ist nicht mehr weiß. Das ist schon interessant, dort hin zu kommen, und zu merken: Hey, da gibt’s ja auch Fans! Und man weiß nicht was einen erwartet. Wir haben zum Beispiel 2004 zum ersten Mal in Indonesien gespielt, das war der absolute Knüller: Da waren zwischen 20.000 und 40.000 Leuten bei drei Shows. Und das waren keine Festivals!


Dürfen sich die Fans auf der Tour auch wieder auf eine Art Mini-Reunion mit Kai Hansen freuen?

Ja ja, absolut. Wir tüfteln gerade mit Kai aus, was wir da machen werden. Aber es wird auf jeden Fall ein Highlight in der Show werden. Wobei es, das muss man schon sagen, sowieso ein Killer-Package ist.


Was hat Dich auf den bisherigen Tourneen am meisten beeindruckt?

Das wichtigste Erlebnis für mich war es insgesamt, dieses Schiff Helloween reisen zu sehen. Und zu erleben, wie Menschen leben, die halt nicht alles haben. Wie die teilweise monatelang sparen, um ein Konzertticket kaufen zu können. Für mich war es ein absoluter Horizontspringer, in die Band einzusteigen und durch all diese Länder reisen zu können. Ich kann es nur jedem raten, der die Gelegenheit hat: Bevor ihr euch irgendeine Scheißkarre kauft, geht auf Reise und guckt euch ein paar Länder an. Das gibt unheimlich viel für das eigene Leben, danach weiß man auch viel mehr zu schätzen, was man eigentlich hat.


Lebst Du gerade Deinen Traum?

Absolut! Aber dafür habe ich auch lange gearbeitet. Das kapieren auch viele nicht. Ich bin damals in Fürth aufgewachsen. Ich war ein kleiner Fürther Bub, über den sich jeder lustig gemacht hat, dass ich überhaupt von so was geträumt habe. Ich war der Außenseiter, der ein bisschen spinnt – so von wegen: klar, auf dich hat die Welt gewartet. Da gibt’s jemanden wie Yngwie Malmsteen – und du willst es jetzt auch als Gitarrist schaffen? Dafür gab’s dann aber halt auch einige leere Kühlschränke und WGs über die Jahre. Aber wenn man was will, dann kann man das auch schaffen, das war immer schon meine Devise.


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