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Pro Pain
 
Pro Pain - Gary MeskilSeit 22 Jahren existieren die amerikanischen Hardcore Legenden von Pro Pain bereits, der mittlerweile zum Inventar der Szene gehörende Sänger und Songwriter der Band, Gary Meskil, musste sich im Rahmen des Live Debüts des 14. Studioalbums THE FINAL REVOLUTION dem Interview mit unserem "Jung"-Redakteur Jakob Volksdorf stellen.

Datum:
 J.V., 29.11.2013

Wir fragten...
 Hey Gary, wie geht es dir?

Gary: Mir geht es gut, ich versuche nur gerade eine ziemlich fiese Erkältung zu überwinden, aber sonst geht es mir gut.


Zu allererst: Beschreibe THE FINAL REVOLUTION mit wenigen Worten.

Traditionell, brutal, aufrichtig und direkt in die Fresse!


Für mich ist es euer bestes Album seit PRO PAIN (1997), die anderen waren keinesfalls schlecht, aber PRO PAIN ist ein wahres Meisterwerk. Seit dem 25. November ist THE FINAL REVOLUTION auch im Rest von Europa erhältlich, wie sahen die ersten Reaktionen aus?

Die ersten Reaktionen waren großartig! Ich denke solang das Album "straight" und "heavy" ist, gefällt es dem Großteil der Fans und Journalisten. Natürlich gibt es immer Stimmen die dagegen sprechen, aber das erwartet man auch. Und einzig und allein die eher experimentellen Alben von uns (Zum Beispiel: NO END IN SIGHT) ernteten mehr Kritik. Aber mit THE FINAL REVOLUTION ist alles super, ein paar 9 von 10 Punkten Reviews sind doch gut, und ich glaube den Fans gefällt es auch.


Wie kam es zum Albumtitel?

Wir versuchen stets etwas Zeitgemäßes und zum Teil doppeldeutiges zu erschaffen das bedeutet uns etwas. Pro Pain waren immer ein Parameter der aktuellen sozial politischen Situation, anfangs noch aus der amerikanischen Perspektive. Aber seitdem wir so viel reisen haben wir eine deutlich globalere Sichtweise entwickelt. Aktuell leben wir in revolutionären Zeiten, es ist schließlich recht offensichtlich was im Moment in der Welt vor sich geht. Vor allem wegen der wirtschaftlichen Krisenherde leiden aktuell viele Personen, inklusive ihren Familien, an einem ziemlich miesen Schicksal. Aus der Sicht des Beobachters und Songwriters versuche ich somit immer, diese 2 Punkte zu vereinen und kluge, passende Titel zu erschaffen. Ich denke THE FINAL REVOLUTION ist ziemlich passend für 2013.


Hast du all die Lieder selbst geschrieben?

Ja.


Was sind deine Inspirationen als Songwriter?

Als Songwriter besitze ich zwei verschiedene Gesichter, zum einem das des Musikers, welches mich dazu bringt Lieder zu schreiben welche dem Fan der härteren Musik gefallen und zum anderen das des Lyrikers, welches mich dazu bringt von mir beobachtete Entwicklungen zum Ausdruck zu bringen. Ich mag es nicht wenn die Musik zu technisch wird, dafür gibt es genug andere großartige Bands, mit Pro Pain will ich das alles ein bisschen einfacher halten, grooviger und richtig "heavy". Ich muss dabei nie eine echte Inspiration suchen, ich schreibe einfach über Dinge welche ich beobachtete, mich über meine Umwelt zu informieren gehört schließlich zu meiner Natur. Somit sind meine Texte nur Reflexionen dieser Beobachtungen.


Inwiefern bist du selbst mit eurem 14. Studioalbum zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden damit. Während des kreativen Prozesses achten wir zuerst auf Selbstbefriedigung [In diesem Moment bemerkt Gary die Doppeldeutigkeit und lacht], aber natürlich wollen wir auch ein Album für die Fans erschaffen. Somit müssen wir eine sehr schmale Linie zeichnen um das nahezu "perfekte" Zwischenmaß zu treffen. Wenn wir beides schaffen, ist es ein großartiges Album. NO END IN SIGHT(Welches ich bereits vor einigen Minuten erwähnte) war zum Beispiel eher ein Album für uns selbst weil wir es künstlerisch einfach zu diesem Zeitpunkt gebraucht haben. Manchmal muss man im Zuge der Weiterentwicklung einfach das tun worauf man Lust hat und wovon man denkt, dass es richtig ist. Und dieser Schritt hat uns erlaubt einfach "brutaleres" Material zu veröffentlichen. THE FINAL REVOLUTION erinnert uns an frühere Alben (Zum Beispiel PRO PAIN, welches du bereits vor ein paar Minuten erwähnt hast). Aber auch CONTENTS UNDER PRESSURE, FOUL TASTE OF FREEDOM oder sogar FISTFUL OF HATE sind dem aktuellen Album ziemlich ähnlich. Über Jahre hinweg entwickelte ich meinen eigenen Schreibstil, ich verwende bestimmte Muster erneut aber wiederhole mich dabei nicht. Ich denke die Fans sind damit sehr zufrieden.


Aktuell umfasst die Tour zu THE FINAL REVOLUTION 23 Konzerte auf europäischem Boden, der Großteil davon in Deutschland, warum?

Ich denke dass die meisten Metal-Bands im Laufe der Zeit ihren größten Markt in Deutschland gefunden haben, das spricht natürlich für das Land. Es ist so etwas wie die Metal-Hauptstadt der Welt, im Verhältnis zur Fläche versteht sich. Aber auch die vielen Festivals machen das Land für Bands so attraktiv.


Vor ein paar Jahren, ich glaube es war 2010, habt ihr bereits in dieser Region hier gespielt, auf dem Sauberg Open Air, richtig?

Auch dieses Jahr waren wir dort, es bereitet immer wieder Spaß und die Veranstalter, die Jungs von Engel In Zivil sind coole Typen. Auf dem Sauberg fühlten wir uns stets wie Zuhause, wenn wir eingeladen werden, dann kommen wir auch.


Die Support-Acts der anstehenden Tour: ZUUL FX, SoulLine und KomaH, habt ihr diese selbst rausgesucht, oder traf das Management diese Entscheidung?

Diese Entscheidung hatte nichts mit einem Management zu tun, ich habe es in Zusammenarbeit mit den Bands so arrangiert. Mit Zuul FX aus Frankreich tourten wir bereits zwei mal. SoulLine haben uns 2011 rum bereits supportet und KomaH waren schon 2-3 mal mit uns unterwegs. Unser Schlagzeuger Jonas spielt immer noch bei KomaH, für diese Tour haben sie allerdings einen Ersatz gefunden. Zusammengefasst sind wir wie eine Familie auf Rädern.


Heute Abend spielt ihr in der Alten Brauerei, eher einem kleinen Club, aber was bevorzugt ihr, einen kleinen Club oder eine große Konzerthalle?

Für mich spielt die Größe des Publikums oder der Halle eigentlich keine Rolle, die Stimmung der Leute ist der entscheidende Punkt. Wir hatten bereits großartige Konzerte vor 100 Leuten, oder eben vor 150.000. Die Stimmung ist der entscheidende Punkt. Aber von Grund auf denke ich, dass Pro Pain eher eine Band für kleinere Bühnen ist. Band deren Sound eher "thrashiger" und "heavier" ist passen einfach besser in kleine Hallen. Wenn es mehr Platz gibt kommt es schnell vor, dass der Sound ein bisschen durcheinander kommt. Bands wie die Böhsen Onkelz hingegen passen einfach besser auf große Bühnen, deren Sound ist einfach nicht so "schnell" und "dicht".


Apropos, ich weiß dass ihr mehrmals mit den Bösen Onkelz auf Tour unterwegs wart. Hast du noch Kontakt zu einigen von ihnen?

Vor einiger Zeit habe ich mit Gonzo gesprochen, ein großartiger Typ, eher der familiäre Kopf der Band. Stephan ist auch großartig, eher der Typ der sich einfach mit dir hinsetzen und Bier trinken will sehr lustig! Kevin ist cool, ich kenne ihn allerdings nicht so gut, wir haben zwar ein paar Mal miteinander gesprochen, aber er ist ein bisschen zurückhaltender. Pe ist auch cool, mir persönlich aber zu ruhig. Sie waren immer gut zu uns.


Habt ihr auch auf ihrem Abschieds-Festival, dem Lausitzring Open Air gespielt?

Ja, das war ein wahres Fest! Wir wollten unbedingt ein Teil davon sein. Auserwählt zu sein so ein Festival zu supporten war etwas ganz besonderes für uns. Noch heute reden die Leute von dieser Show. Die Konzerte der Onkelz hab ich vom "Beobachtungsturm" aus beobachtet und es war großartig. Definitiv etwas, das ich niemals vergessen werde.


Mittlerweile existieren Pro Pain seit 21 Jahren...

22, unser erstes Album kam vor 21 Jahren raus, es wurde allerdings 1991 aufgenommen. Allerdings ist es einfach diesen Fehler zu machen, in Europa erschien die Scheibe erst ein Jahr nach dem US-Release. Diesen Fehler muss ich recht häufig berichten, viele Leute meinen Pro Pain wurden 1992 gegründet...


...unter welchen Bedingungen wird es keine Zukunft mehr für die Band geben?

Das liegt nicht in meinen Händen, es liegt in denen der Fans. Viele Leute stellen mir diese Frage, aber solange es diesen großartigen Support unserer Fans gibt wird es auch Pro Pain geben. Aktuell genieße ich es, ich denke wir veröffentlichen gute Alben und haben Spaß auf Tour. Wir fokussieren uns nur auf den Moment, nicht auf die ferne Zukunft. Jetzt auf die Tour, dann auf den Sommer, wir spielen auf ein paar großartigen Open Airs: der G.O.N.D., dem Hellfest und gerade bestätigte ich den Auftritt auf dem Graspop. Nachdem wir all diese Konzerte absolviert haben bleibt hoffentlich ein bisschen Zeit um neue Musik zu schreiben.


Ich kenne einige Leute welche der Meinung sind, dass man Hardcore nicht als Metal bezeichnen kann, was sagst du zu den unzähligen Subgenres und dem daraus resultierenden Denken?

Der Großteil dieser Genres ist meiner Meinung nach von den Medien und den Labels erschaffen worden, ganz einfach um die Leute interessiert zu halten. Es ist eine Art von "rebranding", du nimmst etwas das es schon gibt und setzt einen neuen Namen darauf, somit klingt es wie etwas Neues. In den 80er Jahren war ein Verbund aus Metal und Hardcore, das nannte sich damals "Crossover" war aber im Endeffekt dasselbe wie "Metalcore", nur zu einer andren Zeit und mit einem anderen Name. Ich mag diese Entwicklung nicht, denn wenn man Musik als ein Ganzes betrachtet, sind Metal und Hardcore nur ein sehr kleines Stück des Kuchens, das muss doch nicht so sein. Das polarisiert nur unnötig. Ich möchte Metal der einfach "Metal" ist und Hardcore der einfach Hardcore ist, somit müssten sich die Fans nicht entscheiden. Ich denke das Bands mehr verdient haben als die ganze Zeit in diverse Schubladen gesteckt zu werden. Ich glaub diesen Scheiß nicht, allerdings verbringe ich auch kaum Zeit damit darüber nachzudenken.

Pro Pain - Gary Meskil, Jakob Volksdorf


Das war meine letzte Frage. Danke dir für das Interview und viel Erfolg auf der anstehenden Tour die letzten Worte gehören dir:

Ich danke dir! Ich möchte allen Leuten danken die uns hören und unterstützen bisher war es eine lange, großartige Reise. Heute beginnen wir unsere Tour in Annaberg und spielen Konzerte bis zum 21. Dezember. Kommt raus, schaut euch die Band an und besorgt euch THE FINAL REVOLUTION ihr werdet nicht enttäuscht sein!





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