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Konzertbericht: True Metal Night |
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True Metal Night Freitag, 30.12.2005 True Metal Night hieß der Gig mit drei Bands, die sich im Schopf, im Schweizer Frutigen ihr Stelldichein gaben.
Die True-Metal-Night schaffte es doch tatsächlich, mich einen Tag vor Silvester ins verschneite Berner Oberland nach Frutigen zu locken! Und um es bereits vorweg zu nehmen, sowohl die lange Anreise wie auch die Kosten für das Hotelzimmer waren eine gute Investition, denn was ich musikalisch an diesem Abend geboten bekam, war wirklich nicht von schlechten Eltern.
Doch schön der Reihe nach…
Lager Hell
Pünktlich wie eine Schweizer Uhr legte die Truppe Lager Hell um 21:00 Uhr mit ihrem halbstündigen Auftritt los. Nach einem, zugegeben etwas gar lange geratenen Intro und sehr viel Nebel, hagelte es fast die vollen 30 Minuten durch non-stop coole Gitarren-Riffs von der Bühne.
Unterbrochen wurde das Ganze lediglich durch ein kurzes Drum-Solo während der Vorstellung der einzelnen Bandmitglieder gegen Ende des Sets.
Leider kann ich an dieser Stelle keine Song-Titel nennen, da die vierköpfige Band zur Zeit sängerlos ist (-> Interessierte dürfen sich gerne bei den Jungs melden!) und auf Ansagen durch andere Bandmitglieder verzichtet wurde.
Das kleine aber feine Publikum störte sich jedoch nicht daran, im Gegenteil - die Arbeit der Newcomer wurde mit dem ein oder anderen Kopfnicken und ordentlichem Applaus honoriert.
Fazit: Die vier Kandertaler haben sich auf den Brettern ganz wacker geschlagen und auch wenn ihnen derzeit ein Sänger eindeutig fehlt, lassen doch bereits die Instrumentalversionen der Songs erkennen, dass ein gewisses Potenzial in den Berner Jungs steckt.
Ohm
Nach einer halben Stunde Umbauzeit ging das Programm dann um 22:00 Uhr weiter, mit der Band Ohm aus St.Gallen. Die vier Schweizer Jungs rund um den norddeutschen Fronter D.C. Crow wussten ihren melodischen Metal gekonnt in Szene zu setzen und hatten trotz anfänglicher Sound-Probleme (die wenigen tief gesungenen Passagen von Crow waren anfangs fast nicht zu hören) keinerlei Probleme, Stimmung unters Volk zu bringen.
Zu Songs wie "The harder you come", "Center of the Darkness" oder dem genialen "Down the Drain" wurde kräftig abgerockt. Mit der Zeit flogen dann auch die Matten durch die Luft und sowohl die Band wie auch das Publikum zeigten sich in bester Feierlaune, sodass die deutsche Frontröhre der Truppe während "Fight Fire with Fire" sogar ein paar Singübungen mit den Zuschauern ins Set einbaute.
Dass die Stimmung danach auf 180 war, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen.
Fazit: Die Ostschweizer verstanden es, die Zuschauer während ihres halbstündigen Auftrittes mitzureissen und ihnen eine super Mischung aus guter Livemusik und Entertainment zu bieten. Bitte weiter so!
Ancient Season
Um ca. 22:55 Uhr folgte schließlich nach der zweiten Umbaupause Ancient Season, der Hauptact der True-Metal-Night. Die Herren aus dem Raum Luzern mit etwas Berner Unterstützung präsentierten ihren Progressive Metal schnörkellos und geradeaus, sodass auch die Menge schnell Gefallen daran fand.
Dementsprechend dauerte es dann auch nicht lange, bis zu Songs wie "Faith", "Man that's near" oder dem Titeltrack der aktuellen Demo-CD, "Terror" kräftig mitgeklatscht, gesungen und abgerockt wurde.
Mit "The other Side" hatten die Jungs heuer auch einen brandneuen, zwar etwas langsameren, aber dennoch sehr guten Track im Gepäck. Besondere Erwähnung verdient hier zudem auch "Rights of Strongers", welches live viel mehr nach vorne drückt als auf der Konserve.
Für einige Lacher sorgte dann Gitarrist Marco zu Beginn von "Icing Eyes", als an der Stelle, an welcher normalerweise die Gitarre einsetzen sollte, schlichtweg nichts zu hören war. Irgendwie hatte jemand oder etwas das geschafft, was Sänger Norbert den ganzen Gig hindurch vergebens versucht hatte: nämlich Marco so abzulenken, dass er aus dem Song fällt!
Selbstverständlich, wie es sich für einen anständigen Rocker gehört, ging der sympathische Berner dann auch schön brav ans Mikro und entschuldigte sich ganz artig dafür, dass er seinen Einsatz, so der Gitarrist wortwörtlich, echli versiebt (sprich, vermasselt) hatte. Die Zuschauer nahmen es ihm jedoch nicht übel, sie genossen die Szene vielmehr. Und beim zweiten Anlauf klappte es dann ja auch.
Um 23:40 Uhr nach etwa 45 Minuten Spielzeit und einer Zugabe war dann (leider für meinen Geschmack etwas zu früh) Schluss.
Fazit: Ancient Season erwiesen sich trotz der relativ kurzen Spielzeit als durchaus würdiger Headliner der True-Metal-Night. Sie verstanden es ausgezeichnet, die gut überblickbare Menge zu unterhalten, zu begeistern und ordentlich durchzurocken. Respekt!
Ein großes Lob geht an dieser Stelle auch ans Frutiger Publikum, welches mir bewiesen hat, dass es auch durchaus möglich ist, mit weniger Leuten eine super Stimmung hinzukriegen.
Alles in Allem war es musikalisch wie auch unterhaltungstechnisch gesehen, ein toller Abend gewesen, der mit einer anschließenden gemütlichen Unterhaltung mit dem ein oder anderen Bandmitglied von Ancient Season abgerundet wurde.
N.B., 31.12.2005
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Band-Infos:
| | Lager Hell - da gibt es keine HP
www.go4ohm.com
www.ancientseason.com
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