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Konzertbericht
 

Stade de Suisse, Bern (CH)
Mittwoch, 31.05.2006

Bands: Nickelback, Bon Jovi

Ein Open Air Ende Mai - die letzten Jahre wäre dies zweifellos eine sehr heiße Angelegenheit geworden. Doch nicht so dieses Jahr, denn die Temperaturen waren kühl, der Himmel mit Regenwolken verhangen und wir hatten ein Riesenglück, dass es über dem brandneuen Stade de Suisse (fast) den ganzen Tag über trocken blieb.

Übrigens:
Wenn ihr die Bilder vergrößern wollt, einfach anklicken

Ein brandneues Stadion? Jawohl, denn Bon Jovi hatten die Ehre, (konzerttechnisch) als erste Band im ehemaligen Wankdorf zu spielen und es somit einzuweihen. Doch halt, eigentlich waren es ja Nickelback, die zuerst rocktenů

Nickelback
Endlich wieder eine gute Vorband von Bon Jovi, nachdem ich die der letzten Tournee nicht so der Renner fand! Dies sagte ich mir bereits im Vorfeld des Konzertes und ich wurde von Nickelback nicht enttäuscht.

Nickelback
Um 18.25 Uhr erklommen vier gut gelaunte Nickelback-Mitglieder die Bühne und ließen sich glücklicherweise ihren Spaß nicht durch den fiesen, gleich zu Beginn für ein paar Minuten einsetzenden Regen verderben. Ihr Set starteten sie mit dem Durchrocker "Animals", bei dem bereits klar wurde, dass die Bon Jovi Fans Nickelback akzeptierten und auch gewillt waren, die Band zu unterstützen und kräftig mit ihr abzurocken. Doch nicht nur das Publikum sondern auch das Wetter konnten die Kanadier bezirzen, denn auf Chad Kroegers Bitte "Happy ball come back" gehorchte die Sonne tatsächlich, verdrängte den Regen und kam wieder hervor. Eine nette und lustige, wenn auch unfreiwillige Einlage.
Mit "Photograph" des aktuellen Albums ALL THE RIGTH REASONS (2005) kam es danach zu einer ersten kurzen Kuschelphase, bevor es mit eingängigem Stadionrock der Marke "Too bad" weiterging.

"Never again" brachte wettertechnisch dann die Überraschung pur: in den Sonnenschein hinein begann es zuerst wieder zu regnen, bevor plötzlich kleine Hagelkörner vom Himmel fielen! Für den gestandenen Rocker jedoch kein Problem - mal schnell den Hut auf den Kopf gesetzt und munter weitergerockt - zum Beispiel zu "Someday", der wohl bekanntesten Single-Auskopplung des 2003 erschienen Werkes THE LONG ROAD.

Und schon wieder hagelte es eine Überraschung, doch diesmal nicht vom Himmel, sondern von der Bühne: Nickelback ließen sich nämlich etwas ganz Spezielles einfallen und katapultierten während eines kurzen, instrumentalen Zwischenspiels ein paar Band-T-Shirts in die Menge, welche die glücklichen Fänger natürlich behalten durften. Nach dieser Aktion waren die sympathischen Jungs dann auch fast bereits am Ende ihrer Spielzeit angelangt und beendeten ihren Auftritt mit dem Song, welcher die Truppe anno 2001 großflächig bekannt gemacht hatte: "How you remind me".

Fazit: Nickelback präsentierten sich hier als junge, aber dennoch genug erfahrene Rockband, um auch mit einem Publikum von 40.000 Zuschauern umgehen zu können. Gekonnt mischten sie brandneues mit etwas älterem Material, ohne jedoch auf die ersten beiden Scheiben zurück zu greifen. Da sie aber den Durchbruch erst mit dem dritten, 2001 veröffentlichten SILVER SIDE UP schafften, sei ihnen das verziehen, da wohl das neuere Material breiter gefächert bekannt sein dürfte als das der Anfangstage. Jedenfalls zeigten die Kanadier hier eine ausgezeichnete Leistung, gepaart mit einer wahrhaft spürbaren Spielfreude. Dies empfand auch das Wetter so, denn zum Schluss gab es sogar Sonnenschein. Na also, ich hatte es mir ja schon zum Voraus gesagt: eine gute Vorband!


Bon Jovi
Exakt eine halbe Stunde später ertönte das erste Riff von "Last man standing" und verwandelte zumindest die erste Hälfte des Stadions augenblicklich in einen brodelnden Hexenkessel.
Bon Jovi
Kurz darauf erklang dann auch Jons Stimme, doch zu sehen war er nirgends. Ja, wo war der Chefrocker denn? Eine Drehung um 180░ ergab des Rätsels Lösung: Er befand sich auf einer kleinen Bühne inmitten des Publikums, von wo er erst gegen Ende des Songs langsam über einen der links und rechts angebrachten Laufstege über die Köpfe der Zuschauer hinweg auf die Hauptbühne schlenderte.

Da das gesamte Konzert auf Großleinwand übertragen wurde, konnten auch die Fans vorne zwischen der Hauptbühne und der kleinen Bühne die Kapriolen des Wuschelkopfes während dieser Zeit mitverfolgen, ohne sich andauernd den Kopf verränken zu müssen - ein komfortabler Luxus!

Als zweiter Song folgte mit "You give love a bad name" bereits der erste Bon Jovi Klassiker, der von der Masse auch prompt frenetisch abgefeiert wurde, bevor mit "I'd die for you" auch die etwas weicheren Gemüter zum ersten Mal zum Zuge kamen. Danach mischten die New Jersey Jungs gekonnt abwechslungsweise alte mit neuen Songs und hielten so das Set abwechslungsreich, ohne dabei vergessen zu lassen, dass sie ein Album mit in der Tasche hatten, welches es zu promoten galt.

Bon Jovi
Im Verlaufe des Konzertes konnte sich Jon Bon Jovi sogar dazu ermuntern, ein paar Worte über das schöne, neue Stade de Suisse fallen zu lassen, doch hielt er sich im Allgemeinen mit Ansagen eher zurück. Mit "Have a nice day" brachten die Amerikaner etwa in der Mitte ihres Auftrittes endlich den Titelsong des gleichnamigen, 2005 erschienen Albums. Dazu passend wurde der grimmige Smiley, das Logo und zugleich Cover des aktuellen Albums, mit vielen Lichtern auf die Bühnenwände projeziert - ein amüsanter und zugleich beeindruckender Anblick!

Bon Jovi
Anschließend begann mein Herz ein paar Runden höher zu schlagen, denn Gitarrist Richie Sambora durfte, wie schon auf der Bounce-Tournee vor drei Jahren, die Leadvocals zur Mega-Ballade "I'll be there for you" übernehmen. Seine eindeutig blueslastige Stimme passte hervorragend zu diesem Lovesong - was für ein himmlischer Moment! Und offenbar war nicht nur ich dieser Meinung, denn das Publikum feierte den sympathischen Wahl-Kalifornier leidenschaftlich ab. Nach Samboras Vorstellung folgte mit "Complicated" auch schon der letzte Have-a-nice-day-Song, bevor die Band wieder mit alten Klassikern der Marke "Livin'on a prayer" aufwarteten - selbstverständlich mit obligatem Mitsingteil in jedem Refrain - das Publikum war mehr als happy!

Um 21.40 Uhr verschwanden die Jungs schließlich erstmals hinter die Bühne und ließen sich 5 Minuten Zeit, bis sie sich um 21.45 Uhr wieder vor die brodelnde und tobende Menge wagten.

Bon Jovi
Den Zugabenteil eröffneten sie mit "The radio saved my life tonight", doch ernteten die Herren Bon Jovi dafür anstatt eines Haufens klatschender Hände eher fragende Blicke, Unverständnis und sehr viel Nichtkennen des Songs von der Fanseite her.

Zum Glück änderte sich diese Situation schlagartig wieder, als Richies akustische Double-Neck-Gitarre ertönte und somit klarmachte, dass die Bon Jovi Hymne schlechthin folgte - oder, um es in Worten auszudrücken, "Wanted dead or alive". Die Zuschauer zeigten sich hier wie immer absolut melodie- und textsicher, denn Jon ließ sie die ganze erste Strophe alleine singen und es gab wohl keinen im Stadionrund, der den Cowboy-Song nicht mitgrölte - großes, beeindruckendes Kino!

Mit "Keep the Faith" durfte zum Schluss auch Hugh McDonald, welcher übrigens kein offizielles Bon Jovi Mitglied ist, jedoch in der Band seit über 10 Jahren den Tieftöner zupft, sein Können unter Beweis stellen, bevor sich die ganze Band vor dem Bühnenrand versammelte, sich artig die Hände reichte, sich verbeugte und anschließend hinter die Bühne verschwand. Um 22.10 Uhr war der ganze Spuk also bereits vorbei.

Fazit: Der Name Bon Jovi ist ein Garant für massentauglichen, gut gespielten Stadion-Pop-Rock - und genau diesen boten sie auch heuer wieder im extragroßen Format. Eigentlich bedienen sich die US-Amerikaner eines ganz einfachen Mittels: als Basis nehme man fast sämtliche bekannten Hits (lediglich "Lay your hands on me" fehlte), mische eine ordentliche Portion neuer Songs des aktuellen Albums hinzu und schmecke das Ganze ab mit einer wohldosierten Prise Schmachtballaden - und fertig ist die perfekte Konzertsuppe.
Perfekt? Nein, doch nicht ganz!
Klar gab es viele positiv erwähnenswerte Punkte wie beispielsweise die freudige Spiellaune der Band, den guten Sound (sieht man mal von den eindeutig zu leise abgemischten Backing Vocals von Richie Sambora ab), die Fans auf der Bühne (dies ist bei Bon Jovi Konzerten in den letzten Jahren zum Standard geworden) oder die für Bon Jovi Verhältnisse sehr oft veränderte Setliste während der ganzen bisherigen Europa-Tournee (ich glaube, die Herren haben kein Konzert in Europa zweimal mit demselben Opener begonnen).
Doch leider fielen mir auch ein paar Dinge eher negativ auf: Das Ende des Konzertes ist doch etwas gar abrupt ausgefallen mit lediglich einer kurzen Verabschiedung durch die Band und keiner Vorstellung der einzelnen Bandmitglieder - und das, obwohl sogar zwei Gastmusiker mit on Tour waren. In meinen Augen gehört die Vorstellung der Musiker einfach mit dazu, egal, wie bekannt die Band auch ist. Da lasse ich auch den Fakt nicht als Ausrede gelten, dass Jon auf dieser Tour die Band nur selten vorgestellt hat.
Auch war erst ersichtlich, dass der Gig zu Ende war, als die Techniker auf der Bühne bereits begannen, die Instrumente abzubauen. Die Spieldauer war verglichen mit anderen Acts mit ca. 140 Minuten zwar schwer in Ordnung, doch brachte das ganze Konzert trotz einer guten Songmischung leider keinerlei Überraschungen mit sich.
Wenn ich ehrlich bin, hat mir das letzte Konzert in Zürich 2003 besser gefallen, es war irgendwie spezieller.
Alles in Allem kurz zusammengefasst würde ich sagen, Bon Jovi haben hier eine gute, grundsolide Leistung abgeliefert - nicht mehr und nicht weniger - halt das, wofür der Name Bon Jovi steht.

    N.B. 03.07.2006
    Fotos von: Nicole Bitzer

Band-Infos:
 
  • www.nickelback.com 

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