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From Hero to Zero...
 

G e g e n   d e n   S t r o m : Übersicht


Autor:
 U.B., 22.11.2014

From Hero to Zero oder Ruhm ist vergänglich

Als Liebhaber der härteren Musikstile ist es durchaus erlaubt, mal über den Tellerrand zu schauen. Und sei es nur um eine Musiksendung im Fernsehen anzuschauen. Da wurde man in den letzten Jahren im TV ja auch reichlich bedient. Im Moment läuft mal wieder The Voice Of Germany und beschert dem Sender gute Einschaltquoten und damit auch hohe Werbeeinnahmen. Es sei dem Privatsender gegönnt.

Was mich an der Sache allerdings gewaltig stört ist der Umstand, dass hier meist junge Talente gnadenlos verheizt werden. Da werden Kandidaten (zum Teil mit wirklich guten Stimmen) in wenigen Tagen wie Silvesterraketen in den Himmel geschossen, oben macht es dann kurz Peng und es wird schön bunt. Aber das war es dann auch. Was ich damit meine? Da werden unbekannte Normalos innerhalb von wenigen Sendungen zu Stars gehypt. Die Coaches überschlagen sich in ihrem Lob: "super geil, tolle Stimme, fantastische Performance", sind die Attribute die den Kandidaten inflationär um die Ohren gehauen werden.

Da werden Nobodys zu Stars erhoben die bei Facebook ruck zuck von 100 Likes auf 10.000 schießen. Die Kandidaten werden angehimmelt, bejubelt und beklatscht und können sich vor Schulterklopfern nicht mehr retten. Noch während die Staffel läuft, werden Songs mit den Kandidaten aufgenommen um unmittelbar nach dem Ende der Staffel den Song mit dem Sieger aus der Schublade zu ziehen und als Single heraus zu bringen. Staffel Ende- Single draußen in wenigen Stunden!

Man weiß genau wie schnell der Hype wieder nachlässt. Das muss blitzschnell gehen. Wenige Wochen nach dem Staffel Ende hat ein Songwriter dann ca. 10 Songs zusammen geschustert die mit dem Sieger zu einem Album verwurstet werden. Mit eine wenig Glück steigt das Album sogar in den Charts weit nach oben.

Was dann folgt ist ein rasanter Absturz. Wenige Monate nach dem Sieg kann der Betreffende vielleicht noch bei der Einweihung eines Möbelhauses für 1.000 Euro Gage zwei Lieder singen, eine halbe Stunde Autogramme schreiben und sich mit Zahnspange tragenden Teenies für ein Selfie auf dem Handy ablichten lassen. Ein Jahr später reicht es maximal zu einer Verpflichtung für ein Promi Big Brother oder zum Kakerlaken Fressen im Dschungelcamp.

Seien wir mal ehrlich, wer erinnert sich denn noch an die Gewinner der ersten oder zweiten Staffel? Als bei der ersten Ausstrahlung von Deutschland sucht den Superstar 2002 / 2003 ein gewisser Alexander Klaws gewann, konnte der sich wenigstens geraume Zeit in der (Klatsch) Presse halten. Da reichte es sogar für den Drittplazierten Daniel Küblböck, der mehr durch sein schrilles Auftreten und seine Faxen als mit seinen mehr als bescheidenen Gesangsqualitäten auffiel, sich noch lange eines hohen Bekanntheitsgrades zu erfreuen. Doch die Zeiten sind lange vorbei.

Immer schneller dreht sich das Musik- Show Karussell. Schnell einen Star aus dem Boden stampfen, bei den Fans abkassieren und schon steht die nächste Staffel in den Startlöchern. Spätestens jetzt ist der Sieger in der Versenkung verschwunden wie eine Marionette der Augsburger Puppenkiste.

So verwundert es nicht, dass die Halbwertszeit dieser "Stars" immer kürzer wird. Diese musikalische Fast Food Mentalität lässt die TV gemachten Stars so schnell verglühen wie eine Sternschnuppe oder eben wie besagte Silvesterrakete. Da träumt mancher Teilnehmer von einer langen Musikkarriere nur um anschließend unsanft auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Wohl eher eine Bruchlandung. Wohl dem der nicht Beruf und Ausbildung vorschnell an den Nagel hängt um im Musik Business Karriere zu machen.

Man sollte nicht vergessen das sind Shows. Und der Begriff Show ist im Deutschen durchaus negativ besetzt. Man denke an Begriffe wie: Showman, einen auf Show machen, eine Show abziehen. Wie heißt es so schön: there is no business like show business. Oder besser: there is no business as brutal as show business.

Und wenn zwei Jahre nach dem kurzen Ruhm ein Reporter mal ein Interview mit einem Teilnehmer macht, nach dem Motto: was wurde eigentlich aus…, dann hört man nicht selten Sätze wie: "Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich nicht mehr mitmachen." Eine Erkenntnis die leider zu spät kommt.

From Hero to Zero oder Ruhm ist vergänglich: Bruce Dickinson, Daniel Küblböck, Alexander Klaws, Ian Gillan


Um bei den härteren Musik Genres zu bleiben, ein Ian Gillan oder ein Bruce Dickinson brauchten keine Casting Shows, die haben sich mit Talent und Hingabe von ganz unten bis ganz nach oben durchgebissen, pardon, gesungen. Von der rauchigen Kneipe mit zwanzig Zuschauern bis zum Stadion mit zwanzigtausend. Karriere seit dreißig Jahren, Ende offen. Wann begreifen die Leute endlich, dass man zu einem echten Star nur durch Können, Fleiß und Talent wird und nicht durch Fernsehproduzenten. Die bringen höchstens ein Sternchen zustande, mit kurzem Verfallsdatum.


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