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Zurück zu den Wurzeln!
 

G e g e n   d e n   S t r o m : Übersicht


Autor:
 M.A., 12.09.2012

'Zurück zu den Wurzeln!' - Back to the roots!

Nie werde ich meine erste Begegnung mit dem Genre "Rockmusik" vergessen können.

Mein Vater, ein Stones-Fan der ersten Stunde, hatte nie einen Hehl aus seiner musikalischen Präferenz gemacht. Deep Purple, die vorerwähnten Stones sowie Golden Earring waren seine großen Helden. Sein gerade einmal 7 Lenze zählender Sohn tat sich mit dieser "abstrus aggressiven und lauten Art der Gefühlsvermittlung" dann doch eher schwer.

Nein, seine Helden waren Karel Gott mit seiner "Biene Maja" und zu Beginn der schulischen Laufbahn dann tatsächlich etwas "rockigeres" wie Falco, von seinem geliebten Vater beiläufig und desinteressiert abgetan als "österreichischer Schwuchtel-Pop". Nichtsdestotrotz beharrte der Dreikäsehoch auf seiner – damals noch kindlich-naiven Meinung, Falco wäre "die beste Musik, die er jemals gehört habe". Zugegeben, viel hatte er zu dieser Zeit naturgemäß noch nicht gehört. Trotz alledem erkor unser musikalischer Adoleszent FALCO III, erschienen 1985 und gespickt mit Welthits wie "Amadeus", "Jeanny" oder "Vienna Calling", zu seinem Evangelium, was seitens seiner Leidensgenossen in der Grundschule größtenteils mit Unverständnis und Anfeindungen goutiert wurde. Tapfer verteidigte er jedoch seine Überzeugungen gegenüber den Ungläubigen, die ihrerseits mit Heino- und Madonna-Platten kokettierten. Alle, bis auf den Einen!

Christian war sein Name und sein älterer Bruder Peter nannte bereits eine beträchtliche Platten-Sammlung sein Eigen. Darunter befanden sich merkwürdige Interpreten namens Scorpions, AC/DC oder Demon. Satanisch anmutendes Zeug, mit welchem ein anständiger Junge nichts zu tun haben sollte! Aber konnte man sich eingängigen Zeilen wie "Highway to Hell", "Blackout" oder "Touch too Much" wirklich verschließen?

Reichlich verwirrt machte sich der junge Rock-Fan auf den beschwerlichen, gut 900 Meter Luftlinie betragenden, Weg in heimische Gefilde, um seinem Erzeuger von den gerade gewonnen Eindrücken zu berichten. Und natürlich reagierte dieser nicht schockiert… Nein, ein Lächeln umschmeichelte seine Mundwinkel und gleichzeitig –nicht ohne einen gewissen Stolz – offerierte er seinem desorientierten und gleichermaßen euphorisiertem Sohn die Tiefen seiner zwar bescheidenen, trotzdem sehr feinen Sammlung in schwarz gehaltener Langrillen! Was sich nun vor diesem auftat, war eine echte Offenbarung rockmusikalischer Historie: Deep Purple in Rock, Moontan von Golden Earring, Highway to Hell von AC/DC, Agent Provocateur von Foreigner, Emotional Rescue von den Stones und, und, und… Müßig zu erwähnen, dass es in diesem Moment um unseren Helden geschehen war. Er hatte seinen Weg gewählt, den Weg des Rockmusik-Fans, ohne Wenn und Aber!!!

Deep Purple, AC/DC, Foreigner, Golden Earring

Kaum hatte sich die Neuigkeit von der musikalischen Bekehrung des Erstgeborenen in der Familie herumgesprochen, traten Onkel, deren Existenz man bis dato eher missmutig zur Kenntnis genommen hatte, in Erscheinung, um die neu gewonnene Leidenschaft zu intensivieren, sprich unserem Protagonisten Einblick in die heimische Plattensammlung zu gewähren. Und auf einmal taten sich neue musikalische Welten für unseren Heroen auf. Led Zeppelin, Yes, Johnny Winter, Jimi Hendrix, Status Quo etc. Die Welt schien sich urplötzlich nur noch aus organischen Riffs, Rhythmus-Wechseln und Gitarrensounds zusammenzusetzen.

Nie werde ich den Moment vergessen, als ich erstmals auf der Stereo-Anlage meines Vaters "Whole Lotta Love" von Led Zeppelin abspielte, die Luftgitarre im Anschlag, bereit, die Welt im Alleingang und im Sturm zu erobern.

Diesen Sinn für Musik habe ich mir – so hoffe ich jedenfalls – bis zum heutigen Tage bewahrt. Wenn ich heute "Whole lotta Love" auflege, kann ich mich noch genau an das Gefühl erinnern das ich hatte, als ich diese unglaubliche Musik das erste Mal hörte, spürte, in jeder einzelnen Sekunde durchlebte, als wäre ich es, der diese magischen Riffs auf seinem mintfarbenden Badminton-Schläger erzeugte.

Und genau diese kindliche Freude, die Neugier etwas Neues zu entdecken, habe ich mir bis heute bewahrt. Noch immer freue ich mich wie ein Kind, wenn ich eine neue Platte erworben habe, deren Erscheinung ich seit Monaten entgegengefiebert habe. Und auch heutzutage wird noch ein Haufen großartiger Musik veröffentlicht. Nur eben beworben wird diese nicht mehr, da alleine der Geschmack des Marktes zählt. Gut ist das, was sich verkaufen lässt. Mit gesichtslosen Marionetten, die oftmals nicht einmal ein Instrument beherrschen, geschweige denn in ihrem Leben schon einmal eine eigens verfasste Zeile zu Papier gebracht oder einen Song komponiert haben.

Um zum Punkt der Geschichte zu kommen: Jeder, der sich beruflich oder hobbymäßig mit Musik auseinandersetzt sollte sich, bevor er eine Platte bewertet, an seine eigenen Ursprünge erinnern. An die Neugier, die pure Gier, womöglich etwas Neues zu entdecken, was bisher noch niemand zuvor entdeckt hat.

Misst Künstler nicht an dem, zu was sie in den Medien gemacht werden sondern an dem, was sie sind und was sie mit ihrer Musik versuchen auszudrücken. Um nichts anderes geht es letztendlich in diesem Geschäft. Vermittlung von Emotionen, Meinungen und Stimmungen. Darum ist es einfach die Pflicht jedes mündigen Musikliebhabers, sich auch mit der Geschichte der Musiker zu beschäftigen. Nur so kann man die Intentionen des Künstlers nachvollziehen und letztendlich auch würdigen. Alles andere ist stumpfer Konsum. Und eben dieser hat das Business in den letzten zwei Jahrzehnten dahin geführt, wo es sich derzeit befindet. Am Boden!

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