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Review: Lords of Chaos
 
Lords of Chaos

Herausgeber/Autor:
 Michael Moynihan, Didrik Soderlind

Ausgabe:
 Taschenbuch: 413 Seiten, Größe: 15x23cm

Auflage:
 3. Auflage 2002

Verlag:
 ProMedia GmbH, Deutschland

ISBN:
 9 783936 878004

Preis:
 ca. 20 Euro

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 S.J., 03.02.2008

Review:
 Dass Black Metal nicht nur über ganz prägnante Klangeigenschaften verfügt, sondern zu nicht geringem Maße auch durch Ideologien, Ansichten und Machtkämpfe bestimmt wurde und es zum Teil immer noch wird, ist hinreichend bekannt. Was diesem oberflächlichen Wissen in den Köpfen folgt, ist sehr unterschiedlich. Mal sind Black Metaller Satanisten, mal Neonazis, oft aber auch nur dumme Provokateure und in Ausnahmefällen sogar eins: Mörder.

Klar, dass nicht alles davon nur auf Medienpräsenz und Gerüchte zurückzuführen ist. Insbesondere in den 90er Jahren hat die noch erstaunlich junge norwegische Black metal Szene für internationales Aufsehen gesorgt, durch zahlreiche Brandstiftungen an teils Jahrhunderte alten, zum norwegischen Kulturerbe gehörenden Kirchen und auch durch Mordfälle.
Es gibt viele Bücher die sich mehr oder weniger objektiv und ebenso differenziert mit dem Thema Black Metal beschäftigen. LORDS OF CHAOS - SATANISCHER METAL: DER BLUTIGE AUFSTIEG AUS DEM UNTERGRUND hat es sich aber mit genauer Recherche und zahlreichen Interviews vieler Szene-Protagonisten und Teilhabern zur Aufgabe gemacht, ein möglichst umfassendes Bild der Szene wiederzugeben. Auch dem in Sachen Black Metal unbedarften Leser wird versucht es einfach zu machen ohne auf fachliche Kompetenz zu verzichten.

Der Einstieg wird dem Leser allerdings alles andere als einfach gemacht. Der nahezu mit Fachwörtern nur so gespickte Text wirkt sehr ausladend. Da ist von "theosophischen Autoren" die Rede, von einem "Nebel von Barbituraten" und anderen Nettigkeiten, bei denen auch der angehende Abiturient gerne mal das Fremdwörterlexikon zur Hand nimmt.
Nach dieser Hinleitung, die eine kurze Geschichte der okkulten Musik allgemein schildert finden die beiden Autoren sehr schnell die Hinleitung zur Entstehung der Black Metal Szene, der Frage warum gerade Norwegen einen solch idealen Nährboden für die junge Szene darstellte und geht dann überwiegend chronologisch vor, während viele damals Beteiligte in im Original-Wortlaut abgedruckten Interviews zu Wort kommen, unter anderem dabei sind: Vark Vikernes (Burzum), Hellhamer (Mayhem, heute Gorgoroth) und Bard "Faust" Eithun (Emperor).

Immer wieder erstaunt es beim Lesen mit welcher Vielschichtigkeit und Genauigkeit die beiden Autoren dabei zu Werke gehen, es gibt kaum etwas zu beanstanden, neben der exakten Abarbeitung hervorstechender Ereignisse wie zum Beispiel dem Selbstmord Deads (Mayhem) wird vor allem Wert auf Zusammenhänge gelegt, ein wichtiger Aspekt der heute in vielen Büchern vollkommen vernachlässigt wird.

Ein knappes Drittel dieses Buches ist Varg Vikernes gewidmet, der wohl auch hervorstechendsten Person der Black Metal Historie. Vom nach Geltung strebenden Jugendlichen mit einer Vision hin zum Inhaftierten Hitler-Sympathisanten wird seine Geschichte unter hoher Selbstbeteiligung Vargs durch Interviews verdeutlicht. Schön ist hierbei, dass die Autoren stets tatsächlich ein größtmögliches Maß an Objektivität beherzigen und sich weder in die Pro- noch Kontra Richtung drängen lassen.
Im weiteren Verlauf des Buches befasst sich noch ein längerer Abschnitt mit dem ebenfalls zu Wort kommenden Hendrik Möbus, der durch den Mord an einem seiner Mitschüler wohl mehr bekannt wurde als das Wirken in seiner Nation Socialsist Black Metal Band Absurd. Absurd, der Inbegriff der deutschen NSBM-Szene werden als Aufhänger genutzt um im Buch näher auf die allgemeinen Zusammenhänge von Black Metal und rechtem gedankengut einzugehen. Ebenso werden neue künstlerische Verbindungen wie Black Metal/Neoheidentum thematisiert.

Fazit: Obwohl recht strikt strukturiert, wird LORDS OF CHAOS niemals langweilig. Die Genauigkeit, aber auch die Tiefe und Vielschichtigkeit mit der hier berichtet wird machen LORDS OF CHAOS definitiv lesenswert. Egal ob man als Leser streng Gläubig, selbst Black-Metaller oder einfach nur an verschiedensten Musikstilen orientiert ist: Dieses Buch ist die Zeit wert, ganz gleich, wie und mit welcher Haltung man als Leser auf den Inhalt reagieren wird.

 
 
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