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Review: Europe
 
LAST LOOK AT EDEN

Album:
 LAST LOOK AT EDEN, 2009, Edel

Stil:
 Hard Rock

Tendenz:
 Der seit der Reunion im Jahre 2003 und dem ein Jahr später erschienenen Album START FROM THE DARK vollzogene Wandel im Stil der Band setzt sich fort. Einst sehr Mainstream mit Melodic Pop-Rock ist aus dem Quintett inzwischen eine ernst zu nehmende Rock Formation geworden. Man legt bedeutend weniger Wert auf einschmeichelnde Songs, musikalisch hat die Gruppe inzwischen viel mehr Tiefgang. U.B., 26.06.2009

Review:
 Es ist nicht gerechtfertigt Europe nur auf ihren Superhit "The final Countdown" und vielleicht noch den Schmusehit "Carrie" zu reduzieren. Die Teenie Idole von einst um Frontmann Joey Tempest haben nicht nur ihre Dauerwellenlöckchen Frisuren abgelegt und schonen inzwischen die Ozonschicht durch den Verzicht auf 10 Liter Haarspray täglich, sondern sie haben sich auch musikalisch weiterentwickelt. Nach längerer Pause fand man 2003 wieder zusammen und die Alben START FROM THE DARK 2004 und SECRET SOCIETY 2006 präsentierten die Schweden in einem gänzlich anderen Licht. Vorbei die Zeiten von supereingängigen Nummern für den breiten Massengeschmack die jeder Radiomoderator bis zum Erbrechen durch den Äther jagte. Vielmehr hat sich ein härterer und fast schon düsterer Rock durchgesetzt.
Nachdem die Truppe mit dem Album PRISONER IN PARADISE von 1991 schon im Paradies war, will sie nun mit LAST LOOK AT EDEN noch schnell einen letzten Blick aufs Paradies erhaschen. Die EP die Ende Juni erscheint soll Appetit machen auf das für September unter dem gleichem Titel angekündigte Album. Auf der EP sind bereits zwei Songs vom zukünftigen Album sowie drei Live Nummern von einem Konzert in London aus dem Jahr 2008.

Mit "Last Look at Eden" gibt es sofort das Titelstück auf die Lauscher. Stampfend und wuchtig mit einer dosierten Portion Härte wird sich hier mancher Hörer der Europe nur aus alten Tagen kennt verwundert die Augen reiben. Da mischen sich auch schon mal dissonante Töne in die Melodie die erst im Chorus richtig melodisch wird. Immer wieder gibt es progressive Einlagen mit plötzlichen Breaks und Rhythmuswechseln. Das Riffing ist mehr als heftig ausgefallen. John Norum an der Gitarre lässt es sich nicht nehmen ein gekonntes Solo beizusteuern. Auch wenn der Song nicht so eingängig ist hat es sich bei mir dennoch schnell im Ohr festgesetzt. Die Halbwertszeit dürfte erheblich größer sein als bei den oft zuckersüßen Tracks die Europe in den Achtzigern zu Gehör brachte. Selbst die Vocals von Tempest lassen an Aussagekraft nichts vermissen. Ein epischer Track der überzeugt mit ziemlich düsterer Atmosphäre.
Mit "U Devil U" folgt das zweite Stück was auf dem kommenden Album vertreten sein wird. Die Nummer ist ein Midtempo Rocker der es eher schaffen könnte auch mal im Radio gespielt zu werden. Auch hier legt man keinen gesteigerten Wert auf ein besonders melodisches Outfit. Das Stück ist kraftvoll, besitzt mit einer leisen Passage die ganz ruhig gestaltet wurde eine deutliche Zäsur, bevor sich ein Gitarrensolo anschließt bei dem mitunter verzerrte Töne zu hören sind.
Nun folgen drei Nummern die Live mitgeschnitten wurden. Alle drei sind in sehr guter Tonqualität. Das bedeutet aber auch, dass wenig Live Atmosphäre rüberkommt. Von etwas Beifall und Jubelrufen am Anfang und Ende abgesehen könnte es sich beinahe um Studioaufnahmen handeln. Dass die Gruppe in der Lage ist ihre Stücke auch auf der Bühne perfekt vorzutragen, davon kann man sich hier überzeugen. "Superstitious" ist bereits ein betagter Song stammt er doch vom Album OUT OF THIS WORLD von 1988. Die Version die hier geboten wird unterscheidet sich vom damaligen Original und das ist gut so. Immer noch ist der vergangene Europe Stil deutlich erkennbar, so ist der Refrain sehr eingängig und ein Keyboard Intro fehlt auch nicht, aber mir gefällt die neue Version doch besser, erinnert mich das Stück eins ums andere mal an Whitesnake. John Leven am Bass darf sich so richtig austoben was auch auf Norums Gitarrensolo zutrifft.
"Start from the Dark" präsentiert als Titelstück des gleichnamigen Comeback Albums bereits den neuen Stil der Schweden. Nach den metallischen Klängen einer Gitarre geht es wie der Name des Liedes nahe legt dann auch recht düster zu. Hier kann schon von einer Bass Dominanz gesprochen werden. Selten darf ein Langsaiter dermaßen die Szene beherrschen. Selbst der Chorus ist nur unmerklich freundlicher. Zum Schluss entwickelt sich ein Bass- Gitarre Duell. Ein guter Song, alles andere als oberflächlich und nicht zur Hintergrundbeschallung geeignet, vielmehr zum konzentrieren Anhören.
Ein besonderes Sahnestück bildet den Abschluss. Das Cover von Led Leppelins "Since Ive been loving you" ist allein den Kauf der EP wert. Die Interpretation des Zeppelin Stücks kann sich aus meiner Sicht locker mit dem Original messen. Europe spielt Blues- Rock vom Feinsten. Großartig das Gitarrenspiel von Norum, besser hätte es ein Stevie Ray Vaughan auch nicht machen können. Der Bass ist erneut weit vorn anzutreffen die Keyboarduntermalung ist dezent trägt aber prima zur wehmütig angehauchten Stimmung bei. Auch Tempest versteht es seine Stimme mit Schwermut zu tränken. Die Sache hätte ich Europe ehrlich gesagt nicht zugetraut, richtig stark!
Auf der Verkaufsversion der EP gibt es dann noch das Video zu "Last Look at Eden" was auf meiner Demo Version fehlte. Aber kein Problem, kann man doch im Netz das Video an diversen Stellen ansehen. Mir hat es jedenfalls gut gefallen.

Fazit: Die EP macht die Wartezeit auf das Album wahrlich nicht gerade leichter, dafür ist die Scheibe zu gut. Ich freue mich schon auf September wenn hoffentlich das komplette Album in ähnlicher Qualität auf den Markt kommt.

Titel-Liste:
 
  1. Last Look at Eden
  2. U Devil U
  3. Superstitious (Live)
  4. Start from the Dark (Live)
  5. Since I ve been loving you (Live)
    - - - Video - - -
  6. Last Look at Eden

Laufzeit:
 Audio: 25:03 Min.


 
 
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