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DVD Review: AC/DC
 
PLUG ME IN

DVD(s):
 PLUG ME IN, 2007, Atlantic

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 J.G., 03.11.2007

Review:
 Es ist in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden um die Kult-Truppe aus Down Under. Und wenn AC/DC in die Schlagzeilen geraten war, dann weil sich die Nachbarn von Angus Young über sein Häuschen in den Niederlanden aufgeregt hatten.
Das neue Album, schon lange angekündigt, immer wieder verschoben und vielleicht doch endlich in der Mache? Vielleicht. lassen wir uns überraschen und was ein echter Fan ist, der hat auch die nötige Geduld und das Verständnis für seine Musik-Götter.
Wir schreiben Oktober 2007 und es gibt nichts Neues...
Oder doch?
Nein, es gibt nichts Neues, aber dafür lässt jede Menge "altes Material" die Herzen der Fans (und derer, die es noch werden wollen) höher, denn mit dem genialen DVD Filmdokument PLUG ME IN lassen AC/DC die guten alten Zeiten für alle wieder neu aufleben. Im Standard-Paket (das ich auch getestet habe) gibt es 5 Stunden Live-Auftritte und jede Menge Bonus-Material auf zwei DVDs. Die erste DVD umfasst den Zeitraum von 1975-1979, also die Ära Bon Scott, und die zweite DVD behandelt mit Brain Johnson die Jahre 1981-2003. Im Extended Paket erwartet den Fan noch eine DVD mehr.

Und wahrlich, PLUG ME IN ist nicht nur Titel, sondern auch das Motto dieses Stückchen Rockgeschichte. Viele der Aufnahmen wurden bisher noch nicht veröffentlicht und sind schon deshalb fast ein Argument für die Kaufpflicht.
Nicht nur die Trackliste spricht dabei für sich, sondern auch die Songfalt bei der Zusammenstellung und qualitativen Überarbeitung. Manches war einfach nicht besser hinzubekommen, da das Quellmaterial einfach zu viele Fehler (z.B. Störstreifen) hatte.
Aber auch wenn die Aufnahmen vom März 1976 in der St. Albans High School in Australien nur in Schwarz/Weiß festgehalten wurden und sowohl die Bildqualität (Unschärfen, Störstreifen) als auch die Tonqualität (welche Qualität) kaum über Bootleg hinaus gehen, so merkt man deutlich die magische Ausstrahlung der Beteiligten. Egal ob Angus bei "School Days" oder "T.N.T." wie ein Derwisch über die Mini-Bühne fegt oder Bon Scott mit eleganten Hüftschwüngen die Mädchenherzen an die Belastungsgrenze führt, ist es einfach AC/DC livehaftig.
Einmal mehr zeigt sich auch, wie hoch schon zu damaligen zeiten der Anspruch der Fernseh-Sender war, Qualität abzuliefern. Denn schon der erste TV-Auftritt in Großbritannien im Juli 1976 lässt AC/DC bei "Live Wire" und "Can I sit next to you Girl" in Farbe und super Soundqualität erstrahlen und -klingen. Klar, dass Angus seine blaue Schuluniform inkl. Umhängtasche trägt und Bon Scott spätestens beim zweiten Song seinen schweißnassen Oberkörper präsentiert.
1971 geht es erneut nach Großbritannien und Pete Drummond von BBC2 spricht die einführenden Worte, bevor der Australische Fünfer mit "Hell ain't a bad Place to be" und dem legendären "Rocker" das Studio aufmischt. Na, wem ist es aufgefallen? Falsch, ich meinte nicht Angus weiße Socken, sondern Richtig, Bon Scott hat endlich mal 'nen vernünftigen Zahnarzt aufgesucht.
Wer jetzt noch nicht zur Luftgitarre gegriffen hat, gemeinsam mit Angus durchs Wohnzimmer gefegt ist oder ihm bei seinen beeindruckenden Soli begleitet hat, der sollte am Besten zu einer anderen CD greifen!
Vom Konzert im Apollo Theatre in Glasgow 1978 sind gleich drei Songs dabei. Neben "Rock'n'Roll Damnation" und "Dog eat Dog" mit einem Angus kurz vor dem Abheben, ist aber vor allem "Let there be Rock", mit Bon's Animiergesten und Angus genialem Gitarren-Solo, welches das Publikum auf Siedetemperatur bringt.
Beim nächsten Besuch 1978 bei der BBC schafft es Pete Drummond diesmal nicht mehr seinen Satz zu vollenden, denn AC/DC legen mit ihrem "Problem Child" einfach los, sodass ihm nur ein Lächeln bleibt.
Den Abschluss und Höhepunkt der ersten DVD bietet das Konzert in Arnhem in den Niederlanden und nicht nur wegen den Fernsehaufnahmen präsentieren sich Fans und AC/DC mit Hits wie "Highway to Hell", "The Jack" und "Whole Lotta Rosie" in Bestform. Der Sound kann qualitativ leider nicht immer mithalten, rückt jedoch angesichts der mitreißenden Bühnenshow sowieso etwas in den Hintergrund.

Mit Bon Scott's überraschendem Tod hat sich im Hause AC/DC einiges getan. Die Jungs trafen dabei jedoch die einzig richtige Entscheidung. Anstatt die Flinte ins Korn und den Kopf in den zu stecken und in Selbstmitleid zu ertrinken, haben sie weitergemacht, wie schmerzhaft es auch immer war. Nur damit konnten sie auch ihrem Sänger ein würdiges Andenken bewahren. Brian Johnson musste von Anfang an beweisen, ob er der schweren nachfolge würdig ist und wurde lange Zeit zu unrecht beschnitten. Er ist kein Bon und wollte es auch nie sein.
Mit aufgefrischtem Logo und neuem Frontmann startet die zweite DVD 1981 in Tokio. Hier wird auch gleich mächtig auf's Gas getreten und mit "Shot down in Flames", "What do yo do for your Money", "You shook me all Night long", und dem Medley "T.N.T./Let there be Rock" eine nach der anderen Granate abgefeuert und der Spagat zwischen den Generationen glänzed gemeistert. Zur Belohnung flog dann auch schon mal eine Klopapierrolle auf die Bühne.
"Back in Black", der erklärte Neuanfang wird beim Konzert ind Landover in den U.S.A. zum besten gegeben. Diesmal trägt Brian auch zum ersten Mal sein Cap und klar, Angus immer noch seine Schuluniform.
1983 werden auf der US-Tour wieder einige interessante Konzerte mitgeschnitten. Spot on auf Angus bei "Shoot to Thrill" in Houston, Feurzeugbeleuchtung in der Joe Louis Arena bei "Guns for Hire" in Detroit und im Anschluss den Klassiker "Dirty Deeds done Dirt cheap". "Flick of the Switch" und "Bedlam in Belgium" gibt es dann im bereits bekannten Landover in Maryland. Auch wenn damit die Zeit der starken Überflieger-Alben zunächst sein Ende gefunden hatte, sind AC/DC auf der Bühne immer noch die unangefochtenen Kings.
Glasnost, auch für AD/DC kein Fremdwort mehr, verschafft den Australiern die Chance 1991 Moskau niederzurocken. Dies war sicherlich auch ein wichtiges Singal an die Russische Bevölkerung, dass Musik vereint und Misstände auch von Bands selbst länderübergreifend angeklangt werden können. Neben einigen Bildern zu aktuellem Tagesgeschehen in Russland, sind es jedoch besonders Songs wie "Highway to Hell" und "For those about Rock", die auch im ehemals kommunistischen Russland frenetisch abgefeiert werden. Sicherlich trug auch die überlebensgroße nackte Dame auf der Bühnendekoration zum einen oder anderen Jubelsturm maßgeblich bei. Glatzkopf Chris Slade als Ersatz für Phil machte übrigens einen prima Job.
Fünf Jahre später 1996 sind AC/DC diesmal mit "Gone Shootin'" in London in den VH1-Studios anzutreffen. Trotz aller Professionalität ist dies sicherlich bisher die "zahnloseste" Darbietung.
Zurück im eigenen Land beginnt nun endlich die Neuzeit. "Hail Caesar", "Ballbreaker" und "Rock and Roll ain't Noise Pollution" können nicht nur durch Songwriting glänzen, sondern präsentieren endlich einen Brian, der tatsächlich in der Band angekommen zu sein scheint, sicherlich mit ein paar falten mehr, aber dafür authentisch und überzeugend. Die kleinen Video-Zugaben bei Hail Caesar verrate ich jedoch nicht, lasst euch überraschen, wenn Angus prominentes Publikum "verziert".
Von 2001-2003 führt uns die Reise noch nach Europa (Paris, München) und Kanada. Neben bereits dargebotenen Titeln, darf man sich noch auf "Hard as a Rock", "Hells Bells" (mit einem genialen Sprung an die riesige Glocke), "Ride on", "Stiff upper Lip" und "Thunderstruck" (im überkochenden Circus Krone) freuen.
Auch wenn an Angus Bein ein Pflaster klebte und die Haare kürzer geworden sind, so blieb doch die Schuluniform und die gelebte Spielfreude. Da bedarf es gar nicht unbedingt so mitreißender Beispiele wie das Gitarren-Intro der Young-Brüder bei dem letztgenannten Thunderstruck.

Wem die Musik immer noch nicht genug war, der darf sich noch an der üppigen Ausstattung an Bonus-Material erfreuen. Jede Menge Interviews, Sildesows und Impressionen fesseln sicherlich noch viele auf dem Sofa, denn man kann sogar ein Wiedersehen mit Beaves und Butt-Head feiern.

Fazit: Nicht nur als eingefleischter Fan wird man festgestellt haben, dass die älter gewordenen Jungs auch noch heute nichts von ihrer Magie und der Leidenschaft zur Musik verloren haben. Da spielt es keine Rolle, ob Bon oder Jason hinter dem Mikro stehen. Beide mach(t)en ihre Sache gut und prägten AC/DC ebenso wie der Young-Clan oder Drummer Phil Rudd.
Es wird für viele Bands schwer sein diese bildgewaltige Lebensgeschichte zu übertrumpfen, denn wer schaffte es schon so lange auf Top-Niveau zu verweilen.
Auch diese DVD-Kollektion bewegt sich als zeitgeschichliches Misuk-Portrait auf diesem Niveu und hat sich die Höchstnote wahrlich verdient.

Tipp:
 Egal ob Einsteiger, AC/DC-Verweigerer, Alt-Fans oder Neulinge, dieses Werk der Australischen Legende sollte in keiner guten Sammlung fehlen.

Titel-Liste:
 
    - - - DVD 1 - - -
  1. High Voltage
  2. It's a long Way to the Top
  3. School Days
  4. T.N.T.
  5. Live Wire
  6. Can I sit next to you Girl
  7. Baby please don't go
  8. Hell ain't a bad Place to be
  9. Rocker
  10. Rock'n'Roll Damnation
  11. Dog eat Dog
  12. Let there be Rock
  13. Problem Child
  14. Sin City
  15. Bad Boy Boogie
  16. Highway to Hell
  17. The Jack
  18. Whole Lotta Rosie

    - - - Bonus - - -
    - Interviews
    - Super 8 Bootleg
    - uvm.
    - - - DVD 2 - - -
  1. Shot down in Flames
  2. What do yo do for your Money
  3. You shook me all Night long
  4. T.N.T./Let there be Rock
  5. Back in Black
  6. T.N.T.
  7. Shoot to Thrill
  8. Guns for Hire
  9. Dirty Deeds done Dirt cheap
  10. Flick of the Switch
  11. Bedlam in Belgium
  12. Back in Black
  13. Highway to Hell
  14. Whole Lotta Rosie
  15. For those about Rock (We salute you)
  16. Gone Shootin'
  17. Hail Caesar
  18. Ballbreaker
  19. Rock and Roll ain't Noise Pollution
  20. Hard as a Rock
  21. Hells Bells
  22. Ride on
  23. Stiff upper Lip
  24. Thunderstruck
  25. If you want Blood (You've got it)
  26. The Jack
  27. You shook me all Night long

    - - - Bonus - - -
    - Interviews
    - Probeaufnahmen
    - Beaves und Butt-Head-Trailer
    - uvm.

Laufzeit:
 DVD1: 151:32 Min. / DVD2: 156:29 Min.

DVD-Format:
 NTSC, PCM Stereo

Probehören und Kaufen:
AC/DC: Plug Me In
Collector's Edition


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