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DVD: Herman Brood & His Wild Romance
 
LIVE AT ROCKPALAST 1978+1990, Herman Brood

DVD(s):
 LIVE AT ROCKPALAST 1978+1990, 2012, MIG

Stil:
 Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.A., 05.04.2012

Review:
 Der am 05.11.1946 im holländischen Zwolle geborene Sänger, Pianist, Komponist und Maler Herman Brood lebte den ĄRockíníRoll-Lifestyleď ohne Rücksicht auf Verluste. Seine fehlende Anpassungsfähigkeit und seine Disziplinlosigkeit führten so auch immer wieder zu Auseinandersetzungen mit dem Business sowie der Presse, die in Brood ein archetypisches Opfer für skandalträchtige Berichterstattungen fanden. Seine zahlreichen Zusammenstöße mit der Justiz, aufgrund diverser Rauschgiftvergehen, waren u.a. der Grund für eine Karriere, die durch viele Höhe- aber auch zahlreiche Tiefpunkte gekennzeichnet war.

Über Little Richard und Chuck Berry kam Brood zum RockíníRoll. 1967 schmiss man ihn von der Kunstschule, woraufhin er sich entschloss, Profimusiker zu werden. 1970 stieg er bei Cuby & The Blizzards, einer Bluesband, ein, flog wegen Auseinandersetzungen mit der Plattenfirma 18 Monate später jedoch bereits wieder raus. Nach Abstechern in die Türkei und Israel kehrte er 1974 nach Holland zurück, gründete das nur kurzlebige Rockprojekt Vitesse und hielt sich bis 1977 u.a. als Pornodarsteller über Wasser. In diesem Jahr fand Brood seinen musikalischen Stil, ungezähmten und widerspenstigen Rock, den er sogleich auf dem Album STREET zelebrierte. Ein Jahr später formierte er seine Band, Wild Romance, und veröffentlichte weitere erfolgreiche Studioalben, bis die Band 1979 auseinanderbrach. Seine folgenden Veröffentlichungen konnten die Konsumenten nicht mehr überzeugen. Bis 1987 hielt sich Brood vor allen Dingen durch seine Livearbeit im Gespräch, ehe er sich 1987 aufgrund immenser Steuerschulden auf seine Zeit auf der Kunstschule besann und eine neue Karriere als Maler begann, mit Erfolg.

Der Mitschnitt in der Dortmunder Westfalenhalle im Jahr 1978 zeigt einen vitalen, energiegeladenen Performer, der, vermutlich aufgeputscht durch entsprechende Stimulanzen, während der gesamten Performance wie ein Marathonläufer über die Bühne fegt und kaum einen Augenblick innehält, während er dem Publikum- selten die Drei-Minuten-Marke überschreitend Ė seine rauhen Uptempo-RockíníRoll-Songs wie "Hit", "Back in your Love", "Speedo" entgegenbellt oder den grandiosen Riffer "Saturday Night" zum Besten gibt, was durch entsprechend begeisterte Reaktionen seitens des Auditoriums goutiert wird.

Der Mitschnitt aus der Live Music Hall in Köln im Jahr 1990 fällt nicht minder lebhaft aus, wobei Brood hier auch des öfteren hinter seinem Keyboard steht und nicht mehr über die gesamte Länge des Konzerts das "RockíníRoll-Animal" gibt. Musikalisch geht es zudem facettenreicher zu als 1978. Zwischenzeitlich findet man in Broods Musik auch Mainstream-Rock und Pop-Einflüsse, die auch ein Iggy Pop Ende der Achtziger in seine Songs einfließen ließ. Zeugnis davon legt z.B. das Cover von "Home" ab, das auf dem Iggy-Pop-Album BRICK BY BRICK zu finden ist. Was überdies auffällt ist die ausgemergelte Erscheinung Broods, dem man hier bereits sehr deutlich den jahrelangen Drogenmissbrauch ansehen kann, was seiner Performance jedoch keinen Abbruch tut.

Zusammenfassend betrachtet ist diese DVD daher eine sehr gelungene Live-Werkschau des holländischen "Enfant Terrible" Herman Brood, der zahlreiche Künstler wie U2, Frank Black (Pixies) etc. beeinflusst hat. Fazit: Der größte und einzige Rockstar der Niederlande, Herman Brood, war Zeit seines Lebens ein exzessiver Mensch und Künstler. Ganz gleich ob Musik, die Malerei oder sein durch Drogen und Alkohol bestimmter Lebensstil. Er trieb jede Passion bis zum äußersten, was letztendlich seinen Selbstmord im Jahre 2001 zur Folge hatte. Die beiden Konzertmitschnitte aus den Jahren 1978 und 1990 belegen eindrucksvoll, welch hingebungsvoller und getriebener Charakter dieser Herman Brood war. Seine energiegeladenen Bühnenauftritte standen denen eines Iggy Pop in nichts nach, sein Drogenkonsum allerdings auch nicht. Wo Iggy Pop jedoch Ende der Achtziger Jahre den Absprung schaffte, scheiterte Herman Brood immer wieder. Am 11. Juli 2001 setzte er nach einem weiteren gescheiterten Drogenentzug seinem Leben ein Ende. Er tat dies ebenso medienwirksam und spektakulär, wie er gelebt hatte. Er sprang vom Dach des Hilton Hotel in Amsterdam in den Tod.

Titel-Liste:
 
    I. Westfalenhalle, Dortmund 1978
  1. Hit
  2. Pourin' it all out
  3. Too Show
  4. Street
  5. Still Believe
  6. Rock 'n' Roll Junkie
  7. Lost
  8. Waiting for my Man
  9. Back in your Love
  10. Saturday Night
  11. Doreen
  12. Doin' it
  13. Dope sucks/Hot Talk
  14. Turn it on
  15. One more Dose
  16. Speedo
  17. Phony
  18. Pop
  19. True fine Mama
  20. Prisoners
  21. Skid Row
  22. Never enough
  23. Blue
  24. Can't stand it
    II. Live Music Hall, Köln 1990
  1. Blue Ice Moon
  2. Will you still love me tomorrow
  3. It ain't the Gun
  4. Crackin' up
  5. It's you
  6. Home
  7. Beefiní it up
  8. Dope sucks
  9. The talkiní
  10. Da Doo Ron Ron
  11. Cripple without you
  12. Rock 'n' Roll Junkie
  13. What becomes of the broken hearted
  14. Heatwave
  15. Cut me loose
  16. Somethin' else
  17. Legal in Amsterdam
  18. Hit

Laufzeit:
 120:00 Min.

DVD-Format:
 PAL, PCM Stereo, Format 4:3


 
 
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