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DVD: Epitaph
 
KRAUTROCK LEGENDS VOL. 1

DVD(s):
 KRAUTROCK LEGENDS VOL. 1, EPITAPH, 2011, MIG-music

Stil:
 Kraut Rock

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.A., 08.01.2012

Review:
 Nach dem Re-Release ihres nach Meinung vieler Kritiker besten Albums OUTSIDE THE LAW (1974) in remasterter Form im Jahre 2010 hat man nun auch endlich die Möglichkeit, sich von den Live-Qualitäten der Krautrocker in Bild und Ton zu überzeugen.

Köln, 2. Februar 1977
Die Vorzeichen dieses Konzertes ließen nicht gerade Zuversicht verlauten. Nach dem Release des o.g. Albums lief in den USA nicht mehr viel (die Plattenfirma ging Bankrott, man konnte die Platte nicht promoten), so dass man reichlich desillusioniert den Heimweg antrat, um mehr oder weniger von vorne anzufangen. Zu allem Überfluß quittierte Schlagwerker Jim McGillivray nach wiederholten Auseinandersetzungen mit den übrigen Mitgliedern auch noch den Dienst bei Epitaph. Just in diesen Tagen erreichte die Band eine Anfrage vom Rockpalast-Team. Die Gage in Höhe von damals 2.500,00 DM war zwar für eine Kapelle der Klasse von Epitaph nicht gerade angemessen, aufgrund der finanziellen Situation der Band in diesen Tagen aber lebensrettend. So wurde kurzfristig Eloy-Drummer Fritz Randow (später u.a. bei Saxon und Victory tätig) angeheuert. Randow blieben jedoch nur knapp zwei Wochen Zeit bis zur Rockpalast-Aufzeichnung, sich mit den Songs der Band vertraut zu machen. Daher wurde kurzum ein Raum angemietet und täglich mit dem neuen Taktgeber geprobt. Und Randow machte seinen Job sehr gut, wovon man sich beim ersten Mitschnitt auf DVD Nr. 1 aus dem Jahr 1977 selbst überzeugen kann. Die Band, zu diesem Zeitpunkt bestehend aus Cliff Jackson (Guitar, Gesang), Bernd Kolbe (Bass, Gesang), Klaus Waltz (Guitar) und eben Fritz Randow wirkt gut eingespielt und tight, der Sound ist klasse, die Songauswahl lässt keinen Raum für Nörgeleien. Jeder der neun Songs kann überzeugen, wobei hier vor allem die längeren Songs "Fresh Air" und "Who do you Love" das Improvisationstalent und die Live-Qualitäten der Band untermauern. Schade, dass bei der Aufzeichnung nur knapp 40 Leute im Studio vertreten waren und diese aufgrund der Kameraaufstellung 30 Meter vor der Bühne platziert werden mussten.

Köln, 3. September 1979
Knapp zweieinhalb Jahre später folgte man erneut dem Ruf des Rockpalastes, diesmal unter besseren Vorzeichen. Man hatte beim Brain-Label ein neues Zuhause gefunden und tourte u.a. mit Accept und Uli Roth (u.a. Scorpions) durch Deutschland. Bei einem Gig in Essen traf man hinter der Bühne auf Rockpalast-Gründer Peter Rüchel, der eigentlich Uli Roth buchen wollte. Da die Band an diesem Abend jedoch einen grandiosen Auftritt hingelegt hatte, nutzte Rüchel die Gunst der Stunde sogleich und lud Epitaph erneut in den Rockpalast ein. Epitaph wären nicht Epitaph, wenn sich kurz vor der Aufzeichnung nicht doch noch größere Katastrophen ereignet hätten. Die Band befand sich unmittelbar vor dem Rockpalast-Gig auf einer 6-Tages-Tour. Als die Band in der Nacht in Köln ankam, hatte Sänger Cliff Jackson seine Stimme komplett verloren. Also ab ins nächste Krankenhaus. Aufgrund der mit misslungenen Suizidversuchen und Unfällen überfüllten Anmeldung des Krankenhauses sieht Cliff Jackson seine Felle bezüglich der Rockpalast-Aufzeichnung daher schon davon schwimmen. Irgendwann kommt er dann aber doch noch an die Reihe und die Ärzte verabreichen ihm ein Mittel, das seine Stimme soweit wieder herstellt, dass er zumindest das Konzert durchziehen kann. Da sich das Besetzungskarussel seit dem letzten Konzert im Rockpalast wiederum heftig gedreht hatte, bestand das Line-Up dieses Abends neben Jackson und Fritz Randow aus den Neuzugängen Heinz Glass (Guitar), Michael Karch (Keyboards) und Harvey Janssen (Bass). Die Hinzunahme eines Keyboarders machte den Sound der Band noch etwas breiter und variabler, was einem hier im Vergleich zum ersten Konzert sofort auffällt. Die musikalischen Möglichkeiten hatten sich dadurch ebenfalls potenziert, was sich in den abwechslungsreicheren und verspielteren Kompositionen niederschlägt. Höhepunkte der ebenfalls neun Songs umfassenden Setlist sind hier "Return to Reality", "On the Road" und "Hold on".

Bonn, 22. Dezember 2004
Im Jahre 2004 holt Peter Rüchel dann eine Reihe der alten Krautrock-Helden für 3 Tage zusammen auf die Bühne. Neben Birth Control, Guru Guru, Jane, Amon Düül 2 und Karthago sind auch Epitaph wieder mit von der Partie. Nachdem die Band sich im Jahr 2000 mit Ur-Drummer Jim McGillivray reformierte, der jedoch aufgrund eigener Projekte bald wieder ausstieg, setzte sich die Band im Jahre 2004 wie folgt zusammen: Cliff Jackson, Bernd Kolbe, Heinz Glass und Achim Poret als Ersatz für McGillivray an den Drums. Das 10 Songs umfassende Set wurde von den in allen Ehren ergrauten Herrschaften mit derselben jugendlichen Leidenschaft wie dereinst präsentiert. Man hatte sich gut gehalten. Spielerisch hatte man nichts verlernt, auch altersbedingte Ausfallerscheinungen sind beim besten Willen nicht auszumachen. Klassiker wie "Fresh Air", "Woman", "Stop, Look and Listen" und "Going to Chicago" (mit Special Guest Klaus Waltz an der dritten Gitarre!!) klingen frisch und unverbraucht. Echte Klassiker halt!

Als Bonus gibts noch einen ebenfalls sehenswerten und zwei Songs umfassenden Beatclub-Mitschnitt aus dem Jahre 1972 in der Originalbesetzung (Jackson, McGillivray, Kolbe und Waltz) sowie ein sehr launiges Interview aus dem Jahre 2005, gespickt mit Anekdoten aus der Vergangenheit.

Zusammenfassend wird dem Fan hier also "Value for Money" geboten und eine gelungene Konzert-Sammlung einer grandiosen Band kredenzt!! Fazit: Mit der vorliegenden Doppel-Live-DVD wird der Krautrock-Legende Epitaph ein seit langer Zeit überfälliges filmisches Denkmal gesetzt. Geboten bekommt man hier einen musikalischen Leckerbissen allererster Güte. Welcher der insgesamt drei Konzertmitschnitte der beste ist, muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Eine Favorisierung fällt schwer, daher sollte man die drei Konzerte aus den Jahren 1977, 1979 und 2004 nicht losgelöst voneinander, sondern als dokumentarische Live-Werkschau in der bewegten Biographie von Epitaph betrachten, quasi als ein in Bild und Ton festgehaltener Nachlass einer überragenden und vom Publikum sträflich vernachlässigten Band. Für jeden Krautrock-Liebhaber ein absolutes Muß. Aber ebenso sollten sich hier Fans anspruchsvoller und abwechslungsreicher Rockmusik angesprochen fühlen. Auch wenn die Bildqualität der beiden Mitschnitte aus den Siebzigern einen nicht gerade aus den Socken hauen sollte man hier mit Blick auf die formidable Musik auf jeden Fall die Kohle locker machen und sich ein Stück Musikgeschichte auf den heimischen Flatscreen holen.

Titel-Liste:
 
    DVD 1:
    I. Köln, 2. Februar 1977
  1. She’s burning
  2. Woman
  3. Tequila Shuffle
  4. Crossroads
  5. Outside the Law
  6. Fresh Air
  7. Who do you love
  8. Going to Chicago
  9. Stop, look and listen
    II. Köln, 3. September 1979
  1. Tonight
  2. When I loose your Love
  3. Return to Reality
  4. Strangers
  5. On the Road
  6. Hold on
  7. Mick’s Boogie
  8. Spread your Wings
  9. Going to Chicago
    DVD 2:
    I. Bonn, 22. Dezember 2004
  1. Moving to the Country
  2. Woman
  3. Crossroads
  4. Big City
  5. Fresh Air
  6. Bad Feeling
  7. Reflections
  8. Stop, look and listen
  9. Tequila Shuffle
  10. Going to Chicago
    II. Bonus: Beat Club 1972
  1. Early Morning
  2. Little Maggie
  3. Interview

Laufzeit:
 DVD 1: 120 Min. / DVD 2: 108 Min.

DVD-Format:
 PAL, PCM Stereo/Dolby Digital, Format 4:3

Band-Infos:
 
  • www.epitaph-band.de 


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