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Review: Eisregen
 
BLUTBAHNEN

Album:
 BLUTBAHNEN, 2007, Massacre

Stil:
 Dark Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 S.J., 02.05.2007

Review:
 Eine Weile war es still um die Schlachtenformation aus Thüringen. Abgesehen von der umstrittenen Hexenhaus EP gab es nur wieder ein paar Neuigkeiten seitens der altbekannten deutschen Behörden zu verlemdeln, die der Band auf ihre Art zeigten, dass Eisregen noch nicht vergessen wurden und auch die BPjM sie noch immer lieb hat. Nebenbei wurde angekündigt, dass die einstige Konzeption von Eisregen über den Haufen geworfen wurde. So wird NARBENWELT zwar das letzte Album werden, jedoch nicht wie geplant direkt nach dem Vorgängeralbum WW erscheinen, sondern offenbar werden nach Lust und Laune ein paar Alben eingeschoben. Den Fans kann es nur Recht sein.

Doch kommen wir zur Sache: "Eine kleine Schlachtmusik" läutet mit bombastischen Keyboardklängen alles Weitere in die Wege. Bedrohlich, düster, aber auch symphonisch offen steigert sich die Bedrohung, bis im schönsten Moment ein kleiner Beckenschlag "Eisenkreuzkrieger" einleitet und sich jeder Eisregen Fan sofort auf bekanntem Terrain wieder findet. Ein paar Keyboards, heftige Riffs, und natürlich Roth's markante Stimme. Die Musik ist aggressiv, kann aber durch den Keyboardeinsatz einer gewissen Melancholie nicht entbehren, während der Gesang dem Ganzen den morbiden Touch verpasst. "Eisenkreuzkrieger" schildert das Schicksal eines deutschen Soldaten vor Stalingrad, zusammen mit Franz, seinem Kameraden. Wobei Franz... ach, lassen wir das. Wer Eisregen kennt, kann sich auch denken was mit Franz in der Kälte und Hungersnot geschieht.
"Im Dornenwall" geht heftiger zur Sache, sehr schnell, aber auch nicht zu brutal, da die Keyboardparts im Hintergrund ihren atmosphärischen Teil beitragen. Dennoch ist "Im Dornenwall" neben "Eisenkreuzkrieger" der Track, der am ehesten nach altbekanntem Eisregen Stoff klingt.
"Ein Hauch von Räude" klingt mit sehr viel klarem Gesang und den Galopp-Riffs in Death-Metal Verkleidung eher nach EISBLUT als nach Eisregen, wenn man da denn eine Trennlinie ziehen darf. Vielleicht sind was nach WW kommt auch nur die moderne Ausdrucksweise von Michael Roth, und man sollte sich nicht viele Gedanken darüber machen, unter welchem Namen das ganze nun veröffentlicht wurde.
"17 Kerzen am Dom" behandelt den Erfurter Amoklauf von 2002. Sicherlich wieder ein Ansatzpunkt für die Behörden, in diesem Fall aber ganz klar aus Sicht einer dritten Person geschildert, und keineswegs verherrlichend oder "verrohend", was man der Band ja gerne vorwirft. Musikalisch ist das Gebotene sicherlich gewöhnungsbedürftig. Das Anfangsriff klingt seltsam, der Track beim ersten Hören oberflächig. Sicherlich ist er nicht der beste Song den Eisregen je geschrieben haben, jedoch entfacht er seine Wirkung erst nach mehrfachem Hören, und das sei jedem dringend empfohlen, dem der Song beim ersten Hören kaum oder gar nicht gefällt.
Der Titeltrack "Blutbahnen" ist eine langsame Ballade. Klar, dass sich im Fall Eisregen keine Knutschballade dahinter verbirgt. Schön anzuhören ist der Track jedenfalls, und auch kompositorisch sind bei der Band Fortschritte zu bemerken. Jedenfalls glaube ich nicht, dass zu LEICHENLAGER-Zeiten ein solcher Song machbar gewesen wäre.
"Alphawolf" ist ein Midtempotrack der größtenteils vom Keyboard mitgetragen wird. Kein wirklicher Ausfall, aber auch kein Song, der auf Anhieb besondere Akzente setzen kann.
"Frischtot" ist da schon ganz anders. Über große Teile sicherlich vergleichbar mit "Nachtgeburt" oder "Am Glockenseil" ist es ein Song der ohne Umschweife voll auf die Zwölf geht. Textlich wird die etwas andere "bedingungslose Liebe" voller Hingabe geschildert. - "So schön kann wahre Liebe sein."
Der "Schlachthaus Blues" erinnert im Akkordteil zu Beginn etwas frei an "Knockin' on heaven's door", entwickelt sich im Verlauf aber zu einem schleppenden, textlich morbiden Track. Einzig die andauernd klaren Vocals sollten bei Anhängern von "Blutkehle"-Roth zunehmend weniger Anklang finden.
"Zurück in die Kolonie" sollte natürlich beim bloßen Lesen des Titels bei jedem gestandenen Eisregen Fan ein helles Leuchten in den Augen hervorrufen. Der Track selbst ist zwar gut, kann aber die Erwartungen die sich an den Titel heften nicht erfüllen. Schade, aber vielleicht sind auch nur die Erwartungen zu hoch. Eventuell hätte sich der Song mit anderem Titel zu einem der Höhepunkte des Albums entpuppt. Hätte hätte hätte, nah dran ist der Songs qualitativ trotzdem, wenn ihm nicht "Schneuz den Kasper!" in die Quere käme.
Der letzte Song des Albums mit eigenartig anmutendem Titel ist eine herrliche Ballade mit pessimistischer, aber irgendwie doch wahrer Lebensaussage. Ein langsamer, bedrückender Song, getragen von Roth's klarem Gesang. Herrlich gefühlvoll, kein bisschen morbide oder roh, aber ein gelungener Abschluss der "kleinen Schlachtmusik".

Fazit: BLUTBAHNEN ist erneut eine Vollbedienung für alle Eisregen Fans. Gegner werden den Kopf schütteln, Fans werden begeistert sein, insofern sie nicht überbetonte Old-Schooler sind und immer noch ausschließlich auf "Zerfall" schwören. Und unsere Behörden werden auch wieder etwas zu tun - und zu grübeln haben.

Tipp:
 "Eine kleine Schlachtmusik" und "Eisenkreuzkrieger" einfach hintereinander mal zusammen genießen. Besser geht es kaum!

Titel-Liste:
 
  1. Auftakt: Eine kleine Schlachtmusik
  2. Eisenkreuzkrieger
  3. Im Dornenwall
  4. Ein Hauch von Räude
  5. 17 Kerzen am Dom
  6. Blutbahnen
  7. Alphawolf
  8. Frischtot
  9. Schlachthaus-Blues
  10. Zurück in die Kolonie
  11. Schneuz den Kasper!

Laufzeit:
 55:22 Min.


 
 
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