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Review: Grave Digger
 
LIBERTY OR DEATH

Album:
 LIBERTY OR DEATH, 2007, Locomotive

Stil:
 Heavy Metal, True Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 18.12.2006

Review:
 Das Dutzend Alben ist längst voll und auch das 25jährige Band-Jubiläum liegt schon wieder ein paar Wochen zurück, trotzdem geben sich Grave Digger (glücklicherweise) nicht damit zufrieden. Zurecht zählt man die Band zur Riege der Bands, die Heavy Metal - Made in Germany erst zum Exportschlager werden ließen. Das neue Werk unterstreicht diesen Anspruch auch noch nach mehr als 20 Jahren.
Große Veränderungen zu den bisherigen Alben hat es nicht gegeben und das ist gut so. Diesmal nahm man sich genügend Zeit, ein nicht gerade neues, aber dafür umso anspruchsvolleres Thema in Musik umzusetzen. Ohne Pathos oder nationalistische Gedanken verarbeitete man die unterschiedlichsten Freiheitsbemühungen der Völker und die daraus resultierenden kriegerischen Auseinandersetzungen zu einer Heavy Metal Musik Geschichtsstunde.
Dabei verstehen es die alten Haudegen einmal mehr, ihre ganze Erfahrung mit Konzepten und auch ihre Bühnenerfahrung in die Waagschale zu werfen. Denn nur wer erfolgreich auf der Bühne agiert, bekommt ein Gefühl dafür, was den Fans gefallen könnte.

In gewohnter Art und Weise zeigt der Opener die spätere Marschrichtung des Albums. Blitz-/Donnergrollen und die Orgelklänge von Dr. Frankenstein höchst persönlich sorgen bei "Liberty or Death" für gruselige Gänsehautstimmung. Solche Klänge konnte man zuletzt bei den Song "Raven" vernehmen. Forciertes Mid-Tempo, fette Chöre, treibende einprägsame Gitarren-Riffs und ein begleitender Sample-and-Hold-Synthie lassen schon zu Beginn das erste Highlight aus dem Sack.
Schluss mit lustig bei "Ocean of Blood". Hier geht es voll zur Sache und lässt Gedanken an Alben wie HEART OF DARKNESS oder THE GRAVE DIGGER aufkommen. Die Unterschiede liegen jedoch im Detail. Gab man sich bei früheren Songs mit "etwas weniger" zufrieden, so wurde nun so lange gefeilt, bis alles perfekt passt. Egal ob Taktübergänge und Breaks oder die Länge der Gitarrensoli - genau so soll es sein.
Die Dudelsack-Klänge zu Beginn von "Highland Tears" wecken Erinnerungen an ihr Meisterwerk TUNES OF WAR für das sie damals sogar eine Ehrenmitgliedschaft im Cavanaugh-Clan bekamen. Und seit damals schien die Zeit nahezu still gestanden zu sein. Ein hymnisches Bombaststück, das vor allem durch Eingängigkeit aber auch durch abwechslungsreiche Soli zu überzeugen weiß.
"The terrible one" vergleichbar mit Up-Tempo Krachern wie "Shadowmaker", "Hate" oder "The Grave Digger" älterer Alben, lässt den großen Knüppel aus dem Sack und verpasst all jenen die volle Breitseite, die es versäumen sich schnell genug vor dem Riffgewitter wegzuducken.
Nicht immer ist das Tempo entscheidend, wie ausdrucksstark die Aussage eines Songs auf die Lauscher der Zuhörer gepresst wird. "Until the last King died" beweist dies fast sechs Minuten lang.
Ein weiteres Highlight findet man im sehr abwechslungsreichen Stück "March of the Innocent", welches in den langsamen Abschnitten ebenso punkten kann, wie auch in den schnelleren. Das einminütige Gitarrensolo ist dabei in keiner Weise künstlich in die Länge gezogen, sondern in sich schlüssig integriert (und an dieser Stelle natürlich auch erwartet).
Etwas Neuland betreten die Recken mit dem waschechten, im Tempo gedrosselten Headbanger "Silent Revolution". Selten, dass bei GD-Songs der Groove so im Vordergrund steht, wie hier.
War es beim Titel "Ocean of Blood" das Orgelintro, welches an "Raven" erinnerte, so ist es bei "Shadowland" der übrige Song. Für Varianten sorgt vor allem der galoppierende Takt und einige Passagen mit cleanem Gesang!
"Forecourt to Hell" glänzt durch forcierten Mid-Tempo ähnlich wie der Operner und pflügt tiefe Furchen in die Gehörgänge des geneigten Zuhörers, was nicht zuletzt durch das obligatorische Gitarrensolo noch verstärkt wird.
Überraschend untypische Gitarrenklänge läuten mit "Massada" die letzte Runde (und so nebenbei einen weiteren meiner Favoriten) ein, bevor ein Break in ein orientalisches Intermezzo überleitet, welches mit klassisch hymnischem Refrain und progressiv angehauchten Passagen wechselt. Drei in eins, kann das gut gehen? Ja, es kann.
"Und wo bleibt die Ballade"?, wird sich der eine oder andere fragen. Nun, wofür gibt es den Bonus-Track. "Ship of Hope" alle gesteckten Ziele und lässt Chris mit regelrecht schmachtender Stimme aufwarten. In jedem Fall ein besonderes Hörerlebnis und gleichzeitig ein würdiges Ende für ein rundum gelungenes Album.

Fazit: Grave Digger bleiben der Linie ihrer bisherigen Alben treu und überraschen weniger mit umwerfend neuen musikalischen Ideen sondern viel mehr mit substanziellen Inhalten, vielen kleinen qualitativen Aufwertungen und jeder Menge Feinschliff, den man sich nur dann erlauben kann, wenn man auch genügend Zeit dafür opfert. Das Jahr hat sich gelohnt.

Tipp:
 Ein "Must have" für alle Fans, aber auch ein gelungener Einstieg für alle Neulinge, denen Grave Diggers Heavy/True Metal bisher entgangen war, was kaum vorstellbar scheint.

Titel-Liste:
 
  1. Liberty or Death
  2. Ocean of Blood
  3. Highland Tears
  4. The terrible one
  5. Until the last King died
  6. March of the Innocent
  7. Silent Revolution
  8. Shadowland
  9. Forecourt to Hell
  10. Massada
    - - - Bonus-Track - - -
  11. Ship of Hope

Laufzeit:
 61:51 Min.


 
 
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