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Konzertbericht
 

6. Ragnarök Festival 2009 (D)
Stadthalle in Lichtenfels
Samstag 18.04.2009

Bands: Alkonost, Andras, Cor Scorpii, Dark Fortress, Draugnim, Einherjer, Fejd, Fjoergyn, Irrbloss, Melechesh, Metsatöll, Sarkom, Thyrfing, Yggdrasil

2. Tag

Nach meiner zugegeben kleinen Aufregung vom gestrigen Tag, wegen der Parkmöglichkeiten, stelle sich dann doch heraus, dass es nicht das Schlechteste gewesen ist. Absolute Ruhe herrschte dort, so dass man doch gut ausgeschlafen den zweiten Tag in Angriff nehmen konnte, obwohl die Klamotten während der Nacht nicht wirklich trocken geworden sind.


Irrbloss

Irrbloss
Los geht's mit Black Folk Metal. Die schwedischen Irrlichter waren der richtige Weckruf für alle müden Recken. Wortwörtlich begann der Auftritt mit einem hohen Urschrei. Danach waren zumindest die Zuhörer in der Halle hellwach.
Irrbloss
Viking Metal in reinster Form treiben die letzten Schlaffalten aus dem Gesicht. Mal herrliche Gitarrenattacken, mal melodisch düstere Melancholie - mit begeisternden Melodien. Jawollingen…


Yggdrasil

Yggdrasil
Mit schwarzem Hemd, schwarzer Hose und normalen Straßenschuhen sahen die Schweden aus, als kamen sie gerade von ihrer Konfirmation. iiii, pfui, wie kann man bei heidnischem Metal so etwas sagen? Wenn sie doch aber so ausgesehen haben! Egal, was da musiktechnisch abgeliefert wurde war aller Ehren wert. Die Frühaufsteher unter den Besucher haben es nicht bereut.
Yggdrasil
Ihr erhabener Metal mit teilweise sehr folkig melodischen Melodien und wechselndem Krächz- und Cleangesang wirkt angesichts der Optik der Band skurril. Nordische Trachten erwartet man da schon eher. Sei's drum. Also Botschaft an die Massen: Kleider machen vielleicht Leute, aber nordische Gewänder noch keine gute Musik, und die machen Yggdrasil, weiß Odin!


Alkonost

Auch eine russische Formation begibt sich auf die heidnischen Bretter und damit hält auch der weibliche Gesang Einzug am heutigen Tag.
Alkonost Alkonost

Alkonost - ein russisches Sagenwesen in Gestalt eines
Alkonost
Vogels mit dem Gesicht einer schönen Frau - spielt dabei zwischen dem betörenden weiblichen und dem raubeinigen männlichen Vocals, wobei Frontfrau Alena fast opernhaft rüberkommt. Die Musik wird durch slawisch-folkige Melodien getragen. Nicht unbedingt mein Fall, aber dem Publikum gefällt's.


Andras

Andras
Die Erzgebirgler waren mir bis dahin gänzlich unbekannt. Für mich folgten die bisher geilsten knapp 40 Minuten an diesem Wochenende. Ihre Musik vereint Folk, Pagan und Melodic Black zu einem wirkungsvollen Cocktail. Mal aggressiv, voller Power, dann wieder episch, hymnenhaft mit sehr schönen Melodien. Die Songs bleiben durch die klugen Breaks spannungsgeladen und haben absoluten Wiedererkennungswert. Dieser wird natürlich auch durch den Gesang des Frontman Ecthelion. Leute, ein solches Organ habe ich seit langem nicht mehr gehört. Die tiefe Stimmfarbe kommt bei den cleanen Vocals ebenso so gewaltig zur Geltung, wie in den heftigen Growlparts.
Andras
Also Leute, von mir bekommt ihr für den Auftritt die volle Punktzahl! Verstehen kann ich nicht, warum ich Euch nie zuvor gesehen bzw. gehört habe. Na ja, das wird sich ändern! Derweil ist der erste Crowdsurfer unterwegs. Leider fehlte in dem Moment ein wenig die Aufmerksamkeit der Security, denn er fiel ziemlich unsanft in den Fotograben. Zum Glück ist nichts weiter passiert.


Fejd

Fejd
Bei den Schweden stehen die beiden Brüder Rimmerfors im Mittelpunkt. Die beiden sind neben Vocals auch für die alternativen Instrumente zuständig. Hier wird wirklich altertümlich musiziert mit Sackpfeife, Bouzouki und Schlüsselgeige. Keine Gitarrenwände, keine Gegrowle, pure nordische Folklore, lediglich Schlagzeug und Bass als die Rhythmusfraktion. Stimmungsvoll aber auch mit ruhigeren Balladen.
Fejd Fejd



Cor Scorpii

Aus dem Land der Fjorde kommen Cor Scorpii.
Cor Scorpii Cor Scorpii

Die norwegische Formation wuchtet uns eine wahre Black Metal-Keule an die Ohren.
Cor Scorpii
Allerdings haben sie es wunderbar drauf rasantes treibendes Tempo mit bedrückenden düsteren ruhigen Passagen zu kombinieren, als würde ein eisiger Schneesturm in lockeren Flockenwirbel übergehen. Die Menge vor der Bühne bangt sich in einen wahren Rausch.


Metsatöll

Auch in Estland wird gängiger Folk Metal produziert, wie Metsatöll hier beweisen. Der Folk-Anteil überwiegt hier, was der Gesang, wie auch die Sackpfeife beweisen. In der Halle wird getanzt, wie auf einem Mittelaltermarkt.
Metsatöll Metsatöll

Der Mitgrölanteil ist auch ziemlich hoch. Bei solchen Liedern wie "Hundiraev" kein Wunder. Obwohl wohl kaum einer der Zuhörer den alt-estnischen Runengesang beherrscht hat.


Fjoergyn

Fjoergyn
Aus Thüringen gesellt sich nun Fjoergyn zu uns. Eine Mixtur aus verschiedenen Stilrichtungen haben die Jungs im Köcher. Epischer Black Metal als Grundausrichtung versehen mit Folk- und Pagan-Sprenkeln. Atmosphärische Melodien werden durch rohe rigorose Härte jäh vertrieben.
Fjoergyn
Der Gesang reicht von kreischendem Black Metal-Vocals über fast majestetischer Klarheit bis zu rauem Flüstern. Angereichert wird das Ganze noch durch pompöse klassische Anleihen. Auch optisch haben sie etwas zu bieten. Die ersten Feuersäulen auf beiden Seiten der Bühne unterstützen zum Rhythmus flackernd die Atmosphäre. Cooler Act!


Dark Fortress

Dark Fortress
Die Gesichter wie gewohnt im Corpsepaint-Style bemalt entern die Bayern die Stage. Ihr Black Metal verbreitet fortan eine frostige grimmige düstere Stimmung. Die Halle ist natürlich mittlerweile gut gefüllt. Die Menge atmet die tiefschwarze Atmosphäre ein und belohnt sich und die Band mit einem fast durchgehenden Headbanging. Die eindrucksvolle Vorstellung ihrer teils brachialen, teils getragenen Werke trug ein weiteres dazu bei.
Dark Fortress Dark Fortress



Melechesh

Die Könige des Feuers waren ein weiteres Highlight des Festivals. Die in Jerusalem gegründete und mittlerweile in den Niederlanden ansässige Band um Frontman Melechesh Ashmedi gaben ihre Mischung aus Black-, Death- und Thrash-Metal zum Besten und das im wahrsten Sinn des Wortes. Der besondere und unverwechselbare Sound der Band durch ihre orientalisch angehauchten Gitarrenriffs zog die Besucher in íhren Bann. Außerdem wurden auf der Bühne orientalische Räucherstäbchen gezündet. Als zum Schluss noch Grave Diggers Heavy Metal Breakdown ertönte gab es in der Halle kein halten mehr. Richtig geiles Zeugs!


Thyrfing

Das schwedische Viking-Quintett offenbart eine dunkeldüsteren Metal, der eher im ruhigen Mid-Tempo daherkommt. Man merkt eine gewisse Gespanntheit in der Menge, da sicherlich viele die Band nach der Umbesetzung 2007 noch nicht wieder live gesehen haben. Enttäuscht werden diese sicherlich nicht. Neu-Frontman und Ex-Naglfar Sänger Jens Rydén versteht sein Handwerk. Insgesamt ein klasse Auftritt.


Einherjer

Ein weiteres Aushängeschild aus dem Viking Metal-Genre feierte bei der Ragnarök ihre Reunion. Die Bühne wurde durch einen schwarzen Vorhang verdeckt und es dauert im Gegensatz zu den meisten anderen Bands etwas länger bis die gewollte Abstimmung erreicht war. Dann endlich waren sie zurück. Sie präsentierten sich souverän und brachten für meinen Geschmack die folkloristischen wärmeren Klänge und die eher kühle Viking/Black-Mischung gekonnt an den Mann. Nach dem Ende ihres Auftritts leerte sich die Halle zusehends. Man konnte in viele zufriedene Gesichter blicken.


Draugnim

Die Finnen hatten dann eine nicht ganz leichte Aufgabe. Wurde Ihnen doch beim Einstimmen bewusst, dass doch fast dreiviertel der Zuschauer die Halle verlassen hatten. Zu bieten hatten sie jedoch Einiges. Allein die Eröffnung war schon nicht übel. In die mit Nebelschwaden durchtränkte Dunkelheit betrat die Band mit Kapuzenmänteln die Bühne. Frontman Mikko "Chimedra" Häkkinen schwenkte eine Kerze und los ging es. Bekleidet war er mit einem braunen Gewand und eisernen Handschuhen. Die Musik besticht durch kitschfreien, getragenen Pagan (Black) Metal. Hymnisch und heroisch. Kein Humppa, sondern ernsthafte, intensive und atmosphärische Musik. Gewundert hat sich die Truppe bestimmt, als bereits vor dem letzten Lied der schwarze Vorhang hochgezogen wird. Ungeachtet dessen spielt die Band weiter und wird auch gleich wieder davon befreit.


Sarkom

Den Abschluss des Festivals bilden die norwegischen Schwarzmetaller Sarkom. Der Vorhang wird nach dem kleinen Fauxpas wieder hochgezogen.
Sarkom Sarkom

Noch einmal werden die Instrumente gestimmt. Seitlich vom Vorhang erkennt man bereits, dass ein optisches Ereignis besonderer Art auf uns zukommt. Der Vorhang fällt und eine wirklich krass geschminkte Truppe kommt auf die Bühne. Schwarz-weiß gefärbte Gesichter, eiserne Stacheln an Armen und Beinen. Frontman Unsgaard setzt dem ganzen die Krone auf. Mit 'ner Flasche bewaffnet krächzt er die ersten Töne ins Mikro, nimmt einen Schluck aus der Pulle und spuckt dat gute Zeugs in die Menge. Leider stand ich mit meinem Fotoapparat genau in dem Moment vor ihm und bekam folglich den Hauptteil ab. Okay… Den Rest der Flasche hat er dann aber gleicherweise wirklich ins Publikum verteilt. Dafür stieg er extra von der Bühne auf die Brüstung. Natürlich gab es auch Musik. Hasserfüllt, roh, brutal sind wohl die richtigen Attribute.
Sarkom Sarkom

Überwiegend wird eine alles Leben auslöschende Geschwindigkeit vorgelegt. Grimmig böse schauende Kreaturen unterstützen die düstere oder besser dunkle Atmosphäre. Sehens- und hörenswert alle Mal.


Fazit: Dann war es vorbei, das Schicksal der Götter war besiegelt. Das hochwertige Billing war eines Festivals absolut würdig. Enttäuscht hat sicher keine der Bands. Persönliche Geschmäcker entscheiden daher für mein Empfinden über Gut und Böse. Meine Favoriten waren Adorned Brood, Alestorm, Heidevolk am ersten, Yggdrasil, Andras, Fjoergyn, Melechesh und Draugnim am zweiten Tag.

Sicherlich hat hier und da der Sound nicht ganz gestimmt oder es musste mit Rückkoppelungen gekämpft werden. Aber alles in allem war es okay.

Negativ zu erwähnen sind trotz Glasverbotes ausgeschenkte gläserne Limo- und Wasserflaschen. Da einige nicht wirklich mehr gerade laufen konnten herrschte da ziemliche Verletzungsgefahr. Zum anderen waren besonders am zweiten Tag zu wenige Türen geöffnet. Nach manchen Auftritten war eine ziemliche Drängelei angesagt. Ein letztes noch, wenn man schon mit einem Straßenkehrer den Platz stundenlang reinigt, dann können auch die Abfallkörbe geleert werden.

Die Parkplatzsituation ist sicherlich auch nicht optimal, kann aber wohl durch den Veranstalter nicht allein geändert werden. Ich denke die Grenze der Besucherzahl ist erreicht. Mehr geht wohl nicht. Ob die angestrebten 5.000 Personen da waren, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Da wird sich aber sicher eine Lösung finden, bis zum nächsten Mal, wenn erneut das Schicksal der Götter entschieden wird.

    R.J. 18.04.2009
    Fotos von Joachim Rettschlag

Der erste Tag:
 
  • 6. Ragnarök Festival - 17.04.2009

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