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Konzertbericht
 

Hessenhalle, Gießen (D)
Freitag, 20.11.2009

Bands: Gotthard, Europe

In der Schlange vor der Giessener Hessenhalle im August-Balzer-Weg tummelte sich am Freitagabend ein recht illustres Völkchen: Da sah man Patronengurte, Nietengürtel, Halsketten mit silberfarbenem Kruzifix, Lederjacken und jede Menge Cowboy-Boots. Kein, Wunder, denn die hier versammelten Musikfans wollten sich die Schlacht der Hardrock-Titanen von Europe und Gotthard ansehen. Auf der einen Seite unterkühlter schwedischer Glamrock, auf der anderen warmer Schweizer Blues-/Hardrock.


Europe
Europe
Als die Skandinavier das Konzert eröffneten, erschütterten fette, laute Gitarrenriffs den Ort der Veranstaltung wirklich in ihren Grundfesten. Joey Tempest war stimmlich trotz all der Jahre in Top-Form und schwang recht virtuos den Mikrofonständer im Stile eines Power-Dreschflegels. Aber die Songauswahl erwies sich als Rohrkrepierer, denn das Auditorium goutierte Hits wie "Superstitious" oder "Rock the Night" nur mit wenig Resonanz. Mit der zeitlosen Ballade "Carrie" punktete man zwar bei den weiblichen Anhängern, aber erschreckend blass blieb John Norum an seiner E-Gitarre an diesem Abend. Dass hier einer von Europas besten Solisten an seinem Paradeinstrument so passiv agierte, passte dann zu der professionell vorgetragenen, aber seelenlosen Vorstellung der legendären 80er-Hairspray-Rocker. Es fehlte die wilde, dominierende Sechssaiten-Artistik eines Gary Moore. Die beiden relativ neuen Stücke "No Stone unturned" und "Start from the Dark" hatten die arrivierten Rock 'n' Roll-Connoisseure vor der Bühne gar nicht richtig auf dem Schirm. Zumal diese beiden so düster klangen wie etwas modernerer Doom Metal a la Black Sabbath. Es ist sicherlich schön, dass die Wikinger wieder in der Originalbesetzung von der FINAL COUNTDOWN-LP zugange sind, aber sie müssen sich erst noch finden, denn Norum wirkt hier wie ein Fremdkörper. Tempest, ganz ausgebuffter Tour-Fahrensmann, konnte die Zuhörer noch so animieren und einpeitschen, es herrschte hier eher die friedliche Stimmung eines Bingo-Abends im Altersheim vor. Auch das One-Hit-Wonder "The final Countdown " war nur mehr ein Schatten seiner selbst und riss niemanden mehr vom Hocker.


Gotthard
Gotthard
Beim Hauptact des Abends eröffnete Schlagzeuger Hena Habegger ganz allein den Reigen des gepflegten Bratsounds. Gotthard waren dann schnell komplett on stage und brauchten nicht lange, um Gießen im Sturm zu erobern. Schon mit dem zweiten Titel "You've gone too far" vom Album DOMINO EFFECT gingen die Hände nach oben und klatschten begeistert mit. Steve Lee hatte seine Pappenheimer voll im Griff. Er flirtete ganz locker mit den Besuchern, zwinkerte mal verschmitzt den Mädels in der ersten Reihe zu und zeigte eine unheimliche Präsenz, die seine Vorgänger an diesem Abend so schmerzlich vermissen ließen. Das Rad mussten die Metaller aus den Schweizer Bergen um Lugano wahrlich nicht neu erfinden, aber ihre intelligent gemachte Choreographie sorgte für einen mehr als unterhaltsamen Tagesausklang, der die Rockfreunde wirklich vollauf zufriedenstellen konnte. Unterstützt von drei über den Protagonisten hängenden LED-Schirmen mit wechselnd angezeigtem Bildmaterial bekam jeder einzelne Musiker seinen Solo-Auftritt: Hierbei zeigte dann ausgerechnet der gar nicht so als Virtuose bekannte Leo Leoni die Qualitäten eines echten Klampfengottes par excellence. Mit seinen launigen Sprüchen avancierte dagegen Steve Lee zum charismatischen Macho-Charmebolzen des Abends, dem das Publikum aus der Hand fraß. Egal, ob soft oder hart, von Gotthard konnte sich zu diesem Zeitpunkt einfach niemand mehr losreißen, sondern wurde im Gegenteil von dieser ausgefeilten Darbietung in seinen Bann gezogen. Das neue "Shangri-La" konnte die Anwesenden ebenso überzeugen wie der Deep Purple-Klassiker "Hush". Zwei besondere Höhepunkte waren eine Unplugged-Einlage von Lee/Leoni und ein knüppelhartes Schlagzeugduell des Gotthard-Goldkehlchens, das sich auf einem weiteren Schlagzeug-Set am entgegengesetzten Ende der Halle befand, gegen seinen etatmäßigen Drum-Kollegen.

Fazit
Man muss ernüchtert feststellen, dass Europe mit ihrem routinemäßig abgespulten Programm nicht den Hauch einer Chance gegen den erdigen Heavy Blues Rock von Leo Leonie & Co. hatten. Die Nordlichter waren hier kein zweiter Headliner, sondern eine Vorgruppe, die mal eben die Zeit bis zum Hauptereignis zu überbrücken hatte. Als Konzertveranstalter hätte man neben Gotthard lieber einen vergleichbaren Gegner wie Cinderella, Great White oder Tangier stellen sollen. Das in der Hessenhalle gastierende Package ist auf dem Papier eine Macht, in Wahrheit aber durch die schwachen alten Schweden nur ein Potemkinsches Dorf. Dank unseren eidgenössischen Nachbarn konnte aber der Löwenanteil des Feierabends doch mit 1.700 hochzufriedenen mittelhessischen Hardrock-Liebhabern ausklingen.

    C.L. 20.11.2009
    Fotos von Carsten Löffler

 
 
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