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Konzertbericht
 

Summer Breeze Festival
Illenschwang bei Dinkelsbühl (D)
Donnerstag 19.08.2010 - Tag 2

Bands: Agnostic Front, Ahab, Dew-Scented, Endstille, Grailknights, Ill Nino, Insomnium, Johnny & The Hot Rods, Macabre, Necrophagist, Swallow the Sun, The Devil's Blood, Tieflader, Tracedawn, Triptykon


Die mittelfränkische Kleinstadt platzt bereits aus allen Nähten. Statt jedoch antike Bauwerke bestaunende Touristen, prägen wiedermal überwiegend schwarz gekleidete Metalfans das Stadtbild.
Diesmal habe ich mich entschieden auf dem Presse-Campingplatz zu übernachten Schließlich spare ich mir so die langen Wege über das komplette Campinggelände und bin so näher an den Bühnen. Die Bändchenausgabe und die Kontrolle des Autos waren zeitmäßig nicht erwähnenswert.
Na dann, los zur Musik. Die letzten Töne von Napalm Death sind gerade verklungen, als ich bei den Bühnen angekommen bin. Zuvor haben bereits Barren Earth und Dream Evil ihr Können unter Beweis gestellt.


Ill Nino
Ill Nino
So sind Ill Nino die erste Band, der ich mich voll und ganz widmen kann.
New Metal is dead, so oder zumindest so ähnlich ist überwiegend die Meinung der Metalheadz über dieses Genre. Spätestens seit die Speerspitzen wie Limp Bizkit, Linkin Park oder Korn nicht mehr richtig aus dem Quark kommen.
Das merkt man Ill Nino allerdings überhaupt nicht an. Die Amis brauchen nicht lange um das Publikum vor der Pain Stage für sich zu gewinnen. Es herrschte vor der Bühne ziemlich schnell richtig Bewegung. Nun ja, es ging ja fast auch nicht ohne, einerseits wegen der eingängigen Rhythmen, andererseits versuchte Frontman Cristian Machado mit seinem brasilianischen Temperament und dem inflationären Einsatz des F-Wortes alles, um die Energie von der Bühne auf das Publikum zu übertragen.
Ill Nino Ill Nino

Gelungen ist es ihm und dem Rest der Band. Mit allerlei Percussions und aggressiven Gitarren herrschte keinerlei Langeweile vor und auf der Pain Stage.

Setlist Ill Nino:

  1. If you still hate me
  2. Te Amo…I hate you
  3. Corazon of mine
  4. I am loco
  5. Alibi of Tyrants
  6. This is War
  7. Lifeless... Life...
  8. Rumba
  9. My Resurrection
  10. God saveuUs
  11. Liar
  12. What comes around
  13. How can I live


Grailknights
Direkt aus Grailham-City in Niedersachsen kommen Grailknights. Die Mannen mit den Superheldenkostümen und den aufgemalten Gesichtsmasken strotzen nur so vor Ironie. Das spiegelt sich nicht nur mit ihrer Kleidung, sondern auch den phantastisch-historischen Namen wie Mac Death, Sir Optimus Prime, Lord Lightbringer oder Baron van der Blast. Letzterer ist der Drummer und stieß erst Anfang 2010 zu den Gralrittern.
Auch hier beim Summer Breeze kämpfen sie den ewigen Kampf Gut gegen Böse oder Ritter gegen Dr. Skull. Tja, wie kann man Stil der Band bezeichnen? Sie selber nennen es Epic Melodic Death Metal, kann man so stehen lassen, allerdings mit einem guten Schuss Power Metal.
Unterhaltsam ist das Ganze auf jeden Fall. Da nimmt eben jener Dr. Skull den heiligen Gral an sich und lässt ihn durch einen Buckligen - erinnert ein wenig an Quasimodo, den Glöckner von Notre-Dame – bewachen. Musikalisch und mit Unterstützung des Battlechoir wird der Gral natürlich wieder den rechtmäßigen Besitzern zugeführt. Als Motivation für den Schlachtchor bringt eine Kuh ein Fass Bier.
Der Auftritt vergeht wie im Flug. Kein Wunder, denn die Niedersachsen ziehen das zahlreich erschienene Publikum mit allerlei Poserei, launigen Ansagen und eingängigen Songs voll in ihren Bann. Absolut sehenswert und hörenswert das Ganze und eine beileibe echte Bereicherung des Festivals.
Grailknights Battlechoir Yes Sire!

Setlist Grailknights:
  1. Grailquest Gladiators
  2. When good turns evil
  3. Nameless grave
  4. Sea Song
  5. Moonlight Masquerade


Tieflader
Neben der Zeltbühne befindet sich die Camel Stage. Nachdem die Gralritter ihren Siegeszug beendet haben, ist es an der Zeit sich mal der neuen Bühne anzunehmen. Mit Tieflader ist eine weitere deutsche Band am Start. Getreu dem Motto: Tieflader, hält nicht an für Dich! erweisen sich die Stuttgarter als eine explosive Einheit. Mit drei Auftritten a zwanzig Minuten - immer zwischen den Partyzelt-Acts – wussten die Schwaben fürwahr zu überzeugen. Fetter Schwermetall mit fräsenden Gitarrenriffs von der Güte eines Alexander Scholpp (Farmer Boys). Nicht schlecht Herr Specht...ääh..Scholpp.

Setlist Tieflader:
  1. Hier kommt der Hammer
  2. Lauter
  3. Durch die Wand
  4. Fahr zur Hölle
  5. Strom
  6. Opfer
  7. Verstärker
  8. Wir sind nicht allein
  9. Stuttgart
  10. Hier Kommt der Hammer
  11. Gib Alles
  12. Feuer
  13. Abwärts
  14. Tieflader


Dew-Scented
Im Partyzelt ist endlich Thrash Metal angesagt. Die norddeutschen Dew-Scented dürfen 45 Minuten die Keule schwingen. Endlich kann ich sie mal wieder live erleben. Enttäuscht haben sie mit Sicherheit nicht, ganz im Gegenteil. Die Herren Jensen, Dieken, Walczak, Borchers und Pahl ließen den Hammer mächtig kreisen über die ebenfalls bis in die hintersten Reihen kreisenden Matten des gut gefüllten Zeltes. Als taufrisch, gradlinig und unheimlich intensiv erlebe ich ein Konzert einer durchweg sympathischen Band. Dew-Scented beweisen heute wiedermal, warum sie unter den deutschen Thrash Metal-Bands ganz vorne dabei sind. Alle Daumen in die Höhe!

Setlist Dew-Scented:
  1. Downfall (Intro)
  2. Arise from Decay
  3. Never to Return
  4. Cities of the Dead
  5. Critical Mass
  6. Soul Poison
  7. Condemnation
  8. Acts of Rage


Tracedawn
Tracedawn
Tracedawn
Als nächstes sind Tracedawn an der Reihe. Melodic Death Metal aus Finnland, von jungen talentierten Musikern vorgetragen. Ich kann mir sehr viel Schlechteres vorstellen. Sicherlich, richtig neu ist es nicht, was die Finnen zum Besten geben. Dafür gibt es doch zu viele finnische Bands dieses Genres und alle haben diesen typischen Keyboard-Einschlag, auch Tracedawn. Allerdings sprühen die jungen Wilden nur so vor Energie. Ob sie nun hüpfen, posen, über die Bühne hin und her rennen, oder sich gegen Ende des Konzertes in die Menge werfen, wahre Energiebündel eben. Mir gefällt es ebenso wie dem anwesenden Publikum.

Setlist Tracedawn:
  1. In your Name
  2. Justice for None
  3. Make Amends
  4. Test of Faith
  5. Dirt-Track Speedball
  6. Scum


Agnostic Front
Agnostic Front
Wie in den vergangenen Jahren, bekamen nur einige Presseleute den Headliner-Pass. Warum ist mir noch immer nicht schlüssig, denn das kenne ich von keinem anderen Festival. Sei's drum. Erinnert wurde ich daran, als ich Agnostic Front auf der Pain Stage einen Besuch abgestattet habe.
Agnostic Front
Hardcore-Punk der ersten Stunde sollte man mal gesehen haben, obwohl es sich nicht unbedingt um meine Musik handelt. Verlernt haben die Jungs um die Urgesteine Stigma und Miret nichts, soviel steht schon mal fest. Die Amis bringen das Publikum noch immer zum Rasen und Spaß scheint es den Oldies auch noch zu machen.

Setlist Agnostic Front:
  1. Eliminator
  2. Dead to me
  3. Outraged
  4. For my Family
  5. Friend or Foe
  6. All is not forgotten
  7. Peace,
  8. Crucified
  9. Victim in Pain
  10. Warriors
  11. Black and Blue
  12. Gotta go
  13. Take me back
  14. Outro
  15. Addiction


Insomnium
Derweil mache ich mich wieder auf den Weg ins Zelt. Mit Insomnium stehen dort sozusagen die großen Brüder von Tracedawn auf der Bühne. Gleiches Genre, aber mit 18 Jahren mehr Erfahrung. Da ist ein Vergleich doch mal spannend.
Ihre Fans haben sie, keine Frage. Das Zelt ist entsprechend gefüllt und die Stimmung ist klasse. Unterstützung bekommen die Finnen durch Aleksi Munter, seines Zeichens Keyboarder der nachfolgenden Band Swallow the Sun, der diesen Job bereits öfter übernommen hat. Sänger und Bassist Niilo Sevänen, der der deutschen Sprache mächtig ist, versteht es dadurch eine feste Bande zwischen der Band und dem Publikum zu knüpfen.
Die Nordeuropäer harmonieren fast perfekt auf der Bühne, was ihre Erfahrung, hauptsächlich bei Livegigs deutlich macht. Auch die Songs treffen mitten ins Schwarze. Zum mächtigen Sound gesellen sich drückende Rhythmen, harte Riffs und düster wohlige Melodien.
Ich sag mal, Treffer, Versenkt!

Setlist Insomnium:
  1. Equivalence
  2. Down with the Sun
  3. Where the last Wave Broke
  4. The Harrowing Years
  5. The Killjoy
  6. The Gale
  7. The Mortal Share
  8. Weighed down with Sorrow


Auf dem Hauptplatz sind jetzt die Hauptacts wie Obituary, Dark Tranquillity und Subway to Sally an der Reihe. Außerdem treten Raised Fist auf. Die schwedischen Hardcorler übernehmen den Part, der ursprünglich für Behemoth vorgesehen war. Leider mussten die polnischen Death Metal-Meister wegen der schweren Erkrankung von Frontman Nergal sämtliche Auftritte für die nächste Zeit absagen An dieser Stelle wünschen wir gute Besserung!
Jedenfalls spare ich mir den Gang vor die Main/Pain Stage, auch weil hier im Zelt noch einiges richtig Interessantes wartet. Außerdem habe ich die meisten der Bands auf den großen Bühnen letztens erst gesehen.


Swallow the Sun
Im Zelt wartet jetzt Teil drei des finnischen Melodic Death Metal-Triathlon. Swallow the Sun fügen sich routinetechnisch zwischen den beiden Vorbands ein.
Zwei haben sich heute bereits warm gespielt. Aleksi sorgte eben bei Insomnium für das Soundgewand und der multitaskingfähige Frontman Mikko Kotamäki röhrte bereits in der Mittagszeit bei Barren Earth auf der Main Stage. Bei den finnischen Sonnenschlucker überwiegt eine düster doomige Atmosphäre. Die schleppenden Songs werden ab und an durch heftige Blastbeats des erst 2009 zur Band gestoßenen Kai Hahto unterbrochen und von ebenso heftigen Gitarrenattacken begleitet. Die Jungs zaubern schon ein besonderes Ambiente ins Zelt.

Setlist Swallow the Sun:
  1. These Woods Breathe Evil
  2. Falling World
  3. These Hours of Despair
  4. Sleepless Swans
  5. Don’t fall Asleep
  6. Plague of Butterflies
  7. New Moon
  8. Swallow


So, wer hat denn nun den Triathlon gewonnen? Bei mir steht Swallow the Sun knapp vor den beiden anderen Bands. Sicherlich Geschmackssache.


Johnny & The Hot Rods
In der Zwischenzeit platzierten sich auf der Fluppen-Stage Johnny & The Hot Rods, auch in drei zwanzig Minuten-Etappen, während den Umbaupausen im Zelt. Was soll ich sagen? Wie steht es doch so schön im Netz – Judas Priest meets Johnny Cash. Noch Fragen? Zwar zogen die Jungs vom Niederrhein nicht unbedingt Massen vor die kleine Bühne, aber die dort verweilenden Rockabillies haben sich sicher gut vergnügt.


Triptykon
Triptykon
Thomas Gabriel Warrior Fischer präsentiert sich mit seiner neuen Band Triptykon als nächstes auf der Party Stage. Darauf habe ich mich schon gefreut seit im Frühjahr feststand, das die Schweizer beim Summer Breeze auftreten werden. Zuerst als Nebenprojekt gegründet rückt Triptykon nach dem Ausstieg bei Celtic Frost in den Mittelpunkt von Fischer. An seiner Seite befindet sich V. Santura , der nicht nur bei Dark Fortress aktiv ist, sondern als Tourgitarrist bereits mit Mr. Fischer und Celtic Frost unterwegs war.
D
Triptykon
ie Bühne ist mit frostigem blauen Licht beleuchtet und liegt in dichtem Nebel, als Triptykon eben diese betreten. Dann legen sie los. Bereits mit den ersten Klängen hüllen die Schweizer das Zelt in einen tiefschwarzen, undurchdringlichen und zähflüssigen Klangteppich. Ihr Auditorium ist regelrecht hypnotisiert durch die düstere schwere Atmosphäre. Der Warrior ist halt eine echte Größe im Metalzirkus und was er macht hat Hand und Fuß.
Fast Food ist das hier weiß Odin nicht, aber wie kann ich es besser ausdrücken als mit der Werbung von Ronald McDonaldDa da da dada.....ich liebe es! Triptykon bieten eine kolossal finstere, atmosphärische und eindringliche Show, definitiv ein echtes Highlight des Festivals. Uhhh!

Setlist Triptykon:
  1. Crucifixus
  2. Procreation (Of the Wicked)
  3. Goetia
  4. Babylon Fell
  5. Circle of the Tyrants
  6. The Prolonging
  7. Winter (Requiem, Chapter Three: Finale)


Macabre
Nach dem wirklich geilen Auftritt, erfahre ich, dass sich am Nachmittag gegen 17.30 Uhr ein ziemlich schwerer Unfall auf dem Campingplatz ereignet hat. Bei dem Versuch einen Holzkohlegrill zu entzünden verletzten sich infolge einer Verpuffung drei Personen schwer und zwei leichter. An dieser Stelle wünschen wir den Betroffenen gute Besserung!
Murder Metal! Viel treffender, wie die eigene Bezeichnung ihres Musikstils, kann man das, was Macabre darbieten, kaum bezeichnen.Die drei Amis zocken Old-School Death Metal in ihrer ureigensten Art und Weise. Exquisite Frickelei trifft hier auf Todesmetall alter Schule mit einigen Thrash-Komponenten. Und das bereits seit einem viertel Jahrhundert. Klingt irgendwie strange aber ziemlich interessant. Mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor vertonen die drei Chicagoer die Geschichte von Serienkillern und Massenmördern. Nicht ohne das Drumherum zu erläutern. Das gesamte Paket ist echt eigenwillig und genau das hat was. Natürlich können auch Macabre den Zugabe-Rufen des ziemlich vollen Zeltes nicht nachkommen.

Setlist Macabre:
  1. Zodiac
  2. Trial
  3. Bloody Benders
  4. Serialkiller
  5. Night Stalker
  6. Scrub a Dub Dub
  7. Burk and Haire
  8. Wustenfeld
  9. You´re dying to be with Me
  10. Ile Man
  11. Hitchhiker
  12. Vampire
  13. Ed Gein


Endstille
Ein Highlight jagt das andere. Mit Endstille kommt eine der erfolgreichsten und besten Black Metal-Institution des Kontinents auf die Bühne. Im Zelt? Im Zelt! Einen Auftritt auf der Party Stage hatte ich nicht erwartet.
Als die Norddeutschen die Bühne betreten ist das Zelt zu gut dreiviertel gefüllt. Die Stimmung ist schwarzmetallisch. Auf der Bühne ist in kaltem blauen Licht eingehüllt. In der Mitte der Bühne steht ein Rednerpult. Frontman Zingultus (Ex-Nagelfar), der 2009 für Iblis das Mikro übernahm, eröffnet mit einer Predigt das dunkle Schauspiel. Endstille bläst danach zum Angriff. Obwohl die Kieler mit einigen kleinen technischen Problemen zu kämpfen haben und der Sound nicht wirklich hundertprozentig ist, verursachen sie die eine oder andere Gänsehaut. Zum krönenden Abschluss unterstützt Lugubrem die Band, einer ihrer Tourmusiker, zum Titel "Navigator" mit einer Zweitstimme.
Den Auftritt von Endstille gestaltet sich aus meiner Sicht als gut, aber nicht überragend.

Setlist Endstille:
  1. Feindfahrt
  2. Endstilles Reich
  3. …of Disorder
  4. Dominanz Depressive/Abstract/Banished/...
  5. Conquest in Atheism
  6. Unburied in the Sun
  7. When Kathaaria Falls
  8. Bastard
  9. Navigator


Necrophagist
Obwohl wir uns bereits 60 Minuten im neuen Tag befinden, hat die Nacht noch einiges zu bieten. Necrophagist kommt mit Verspätung auf die Bühne, lässt sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen. Die Badener gehören zu den Vorzeigebands im hochtechnischen Death Metal. Das stellen sie heute Nacht auch wirklich unter Beweis. Knifflige Gitarrenparts treffen auf stakkatoartige Drums und vehementes Gegrunze. Das Ganze gestaltet sich als verzwickten aber knüppelharten Death Metal, der aber höchst explizit an die Crowd weitergereicht wird und für einiges Erstaunen sorgt, zumindest bei denen, die Necrophagist bisher nicht live genießen konnte.

Setlist Necrophagist:
  1. The Stillborn One
  2. Foul Body Autopsy
  3. Only Ash Remains
  4. Diminished to be
  5. Epitaph
  6. Extreme Unction
  7. Stabwound
  8. Ignominious and Pale
  9. Fermented Offal Discharge


The Devil's Blood
The Devil's Blood
...aus den Niederlanden spalten die Hartwurstfreunde. Die einen lieben und verehren sie, die anderen halten sie für einen völlig überschätzten Musikact. Wie auch immer, der heutige Auftritt ist nicht alltäglich, soviel schon mal vorab.
The Devil's Blood, sechs Musiker, davon drei Gitarren und Frontfrau Farida The Mouth Lemouchi, schaffen es im Handumdrehen eine einzigartig Atmosphäre zu erzeugen. Nicht nur optisch, wie immer mit Kunstblut besudelt, sondern auch und gerade ihr okkulter Psychedelic Rock, der durch lange Gitarrensoli und den expressiven Gesang von Fanda einer hypnotischen Orgie gleichkommt, verströmen ein teuflisches Ambiente. Die Sängerin verharrt minutenlang wie besessen mit ausgebreiteten Armen. Die Band huldigt dem Pferdefuß im Schwefeldampf und scheinen mit ihren ineinander fließenden Songs, in andere Sphären aufzubrechen.
The Devil's Blood
Zeitlich jedenfalls rächt sich das in der Folge. Denn The Devil's Blood sind noch voll im Gange und ignorieren oder bekommen nicht mit, dass sie bereits Zeichen bekommen das Set zu beenden. Es kommt, wie es kommen muss. Die Anlage wird abgedreht. Bandleader Selim Lemouchi dreht am Rad und stürmt wild gestikulierend an den Bühnenrand. Was dort passiert konnte ich nicht sehen, jedoch kommt er wutentbrannt zurück. Die Niederländer versuchen noch den Gig mit stark verminderter Leistung weiter zu spielen, worauf der Saft komplett abgedreht wird. Das Publikum unterstützt die Bemühungen der Band mit lautstarken Beifallsbekundungen. Nutzt aber nix, denn Schluss ist! Was sich dann noch hinter der Bühne abgespielt hat, möge sich jeder selber vorstellen.
Was bleibt ist ein kurioser Auftritt, der musikalisch den Fans gefallen haben muss, jedoch wegen des unprofessionellen Abgangs einen faden Beigeschmack hat.

Setlist The Devil's Blood:
  1. Come, Reap
  2. Rivers of Gold
  3. House of 10.000 Voices
  4. Rake your Nails across the Firmament
  5. The Heaven’s cry out for the Devil’s Blood
  6. The Graveyard Shuffle
  7. Voodoo Dust
  8. Christ or Cocaine


Ahab
Es ist bereits gegen 3:30 Uhr als mit Ahab die letzte Band der heutigen Nacht auf die Bühne tritt. Funeral Doom Metal als Abschluss eines überzeugenden ersten Tages des Summer Breeze 2010. Und einige hundert Fans wollen auch den letzten Klang dieses Tages mit in den Schlafsack nehmen.
Die Walfangbühne ist in maritimen blau getüncht. Die Atmosphäre ist spannungsvoll, ja fast schon atemberaubend. Ahab überziehen das Publikum durch bleischwere Songs wie mit zähflüssiger Lava. Junge, Junge, was die für kolossale Gitarrenwände da auffahren ist schon aller erster Güte. Sänger Daniel Droste unterstützt die Schwerfälligkeit mit tiefen Growls oder passend zu den epischen Passagen mit wirkungsvollem Klargesang. Das Dogma des Doom Metal heißt: Ahab!

Setlist Ahab:
  1. O Father Son
  2. The Divinity of Oceans
  3. Old Thunder
  4. Redemption Lost


Die Eindrücke des heutigen Tages verfolgen mich noch länger. Jedenfalls kann ich mich nicht sofort ins Auto packen und los pennen, obwohl ich schon einigermaßen fertig bin. Also ein letztes Bierchen auf-, ein bisschen Mucke angemacht und in den Sternenhimmel blickend nochmal den Tag Revue passieren lassen. Gegen 5.30 Uhr gehen dann auch meine Jalousien runter.

    R.J. 19.08.2010

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