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Konzertbericht
 

Summer Breeze Festival
Illenschwang bei Dinkelsbühl (D)
Samstag 21.08.2010 - Tag 4

Bands: 1349, Asphyx, Bülent Ceylan, Callisto, Eisregen, Fejd, Hacride, Maroon, Psychopunch, Rebellion, Sólstafir, The Crown, The Very End, Van Canto, Warbringer


The same procedure as every day. Auto, Sonne, heiß, müde, Kaffee. Mehr muss ich wohl nicht über das Erwachen am Samstag sagen, oder? Wollte Undertow auf der Pain Stage unbedingt erleben, blieb mir nur das Lauschen aus der Ferne. Schade!


Van Canto
...sind schon etwas besonderes. So haben es wohl auch viele Metalheadz gesehen, denn vor der Main Stage ist es um die Mittagszeit außergewöhnlich voll. Van Canto besteht aus fünf Sängern und einem Schlagzeuger. Rhythmus- und Sologitarren, Bass und Keyboards werden durch die Stimmen der Sänger imitiert. Neugier ist es wohl auch das, was soviele Leute aus dem Zelt lockt. Es ist schon beeindruckend, wie die Band die komplette Instrumentalfraktion einer Band (wie schon erwähnt, außer dem Schlagzeug) nachahmt. Die gespielten und allerseits bekannten Coversongs laden natürlich bestens zum mitgröhlen ein. Und das tut die Masse auch lauthals. Der Metalchor auf der Bühne zeigt sich begeistert von der positiven Reaktion des Publikums. Für ein Festival finde ich es echt klasse, auch wegen der Abwechslung, aber auf Dauer könnte ich es mir nicht geben.

Setlist Van Canto:

  1. Lost Forever
  2. Metal Song
  3. Rebellion
  4. One to Ten
  5. Bard’s Song
  6. The Mission/ Master of Puppets
  7. Fear of the Dark


Psychopunch
...sind mal wieder beim Summer Breeze. Zwischen allem gebotenen Schwermetal erweist sich rotziger Punk'n'Roll als eine willkommene Abwechslung. Der Sound der Schweden ist geprägt von eingängigen Melodien, satter Gitarrenarbeit und treibendem Groove. Die Jungs sind immer in der Lage optimale Partylaune zu verbreiten. Bei Psychopunch ist immer richtig Feuer unterm Dach.

Setlist Psychopunch:
  1. Long Time Coming
  2. Another Feeling
  3. Lay me Down
  4. S.O.S. (ABBA-Cover)
  5. Misunderstood
  6. All through the Night
  7. The Way she’s Kissing
  8. Lost Highway
  9. Overrated
  10. Another Statement
  11. Hush now Baby


Fejd
Für mich ist es wieder Zeit aus der Sonne zu flüchten. Im Party Zelt eröffnen Fejd den heutigen Reigen. Mittelalterlicher Schweden Folk Rock mit allerlei kuriosen Instrumenten steht auf dem Programm. Okay, Bass, Keyboard und Schlagzeug sind mit an Bord, eine E-Gitarre ist allerdings nicht dabei. Dafür werden solche Exoten wie Schlüsselgeige und Bouzouki dargeboten. Im Laufe des Auftritts kommen immer mehr Neugierige ins Zelt und lassen sich prompt von den Melodien anstecken und feiern, tanzen und klatschen mit.

Setlist Fejd:
  1. Drängen & Krakan
  2. Morgonstjärnan
  3. Offerrök
  4. Storm
  5. Farsot
  6. Yggdrasil


Hacride
...aus Frankreich haben keinen leichten Job. Moderner Metal im ziemlich sperrigen ins Progressive abweichende Gewand. Die technische Ausrichtung mit düsteren Parts ist nicht unbedingt leicht verdaulich. Die Band wechselt zwischen heftigen Grooves und ruhigen atmosphärischen Momenten. Letztere sind allerdings irreführend, denn im nächsten Moment detoniert der Sound wieder. Es ist für die Band schwer Stimmung ins Zelt zu bringen, aber dafür ist die Musik ja auch nicht unbedingt gedacht. Dafür gab es aber genügend kreisende Matten der Anwesenden.

Setlist Hacride:
  1. To walk among them
  2. Perturbed
  3. On the Threshold of Death


Callisto
...aus Finnland sind für mich ein unbeschriebenes Blatt. Dabei sind die Nordlichter bereits seit gut 10 Jahren unterwegs. Post Metal steht auf dem Programm. Die Finnen zeigen, dass auch langsame Musik am heller lichten Tag ankommen kann. Die düstere Grundstimmung wird unterstützt durch dunkle Klangbilder und melancholische Tonfolgen. Immer mal wieder wird die Schwermut durch emotionale Ausbrüche, die mit erschütternden Growls garniert sind, unterbrochen und verleihen den Songs einen gewissen Tiefgang. Zum Ende hin ist es Callisto gelungen das Zelt in gewisse Hypnose zu versetzen.

Setlist Callisto:
  1. Insession
  2. Wormwood
  3. Rule the Blood
  4. Providence


The Very End
Zeit für eine Portion Thrash Metal. The Very End aus Essen lassen es auf der Camel Stage ordentlich krachen. Frontman Björn Goosses durfte sich heute morgen bei Undertow bereits einsingen. In drei Rationen a zwanzig Minuten schwangen sie amtlich die Thrash Metal-Keule. Im Überfluss gab es geile Riffs untermalt mit fettem Bass und geilen Vocals. Vor der sonnen überfluteten kleinen Bühne ging auch mächtig der Punk ab. Es wurde beharrlich gemosht, was zur Abkühlung sicherlich nicht beigetragen hat. Daumen hoch für diesen geilen Gig.

Setlist The Very End:
  1. Intro
  2. Memento
  3. Ball and Chain
  4. The loss Theory
  5. Sewn Eye Sleep
  6. Bone Patrol
  7. The Leper
  8. Flatline
  9. A Hole in the Sun
  10. Memento


Sólstafir
Was erwartet man von einer isländischen Band? Richtisch, Viking Metal, oder? Was Sólstafir hier heute abliefern hat damit aber auch gar nichts zu tun. Die Isländer präsentieren eine ausgefallene Mischung aus depressivem Psychedelic Rock und Black Metal-Anleihen.
Das Zelt ist wirklich gut gefüllt und Sólstafir schenken den Zuschauern ein besonderes Erlebnis mit außergewöhnlicher Atmosphäre und jeder Menge überwältigender Emotionen. Die Schauer, die einem hoch und runter über den Rücken laufen, verschaffen eine verheerende Gänsehaut. Da kämpfen die Haare um Stehplätze. Leider beschränkt sich die Spielzeit auf lediglich 35 Minuten, was der Band wirklich nicht gerecht wird. Und wer es schafft in der kurzen Zeit einen solchen Eindruck zu hinterlassen, der gehört zu den Großen.

Setlist Sólstafir:
  1. Köld
  2. Ritual of Fire


Rebellion
...aus deutschen Landen versuchen mit Power Metal das Zelt zu erobern. Gut, dass Zelt ist nur halb voll, aber die Anwesenden lassen sich gleich von der Band mitreißen. Spielfreude pur lässt aber auch nichts anderes zu, denn Frontler Michael Seifert animiert das Publikum immer wieder. Neben der mitreißenden Gitarrenarbeit, die in der einen oder anderen Solopassage gipfelt, verfehlen die rauen Heavy Metal-Shouts von Michael auch in melodischen Passagen ihre Wirkung nicht. Höhepunkt ist aber der namens gebende Grave Digger Song, den wirklich fast alle im Zelt mit grölen.

Setlist Rebellion:
  1. War
  2. Taste of Steel
  3. Odin
  4. Bolverk
  5. Kiew
  6. Born a Rebel
  7. Disdaining Fortune
  8. Rebellion


Bülent Ceylan
Kurze Pause und dann hoch zur Main Stage. Mittlerweile ist es ein offenes Geheimnis, dass es sich bei dem Surprise Act um Bülent Ceylan handelt. Schließlich steht es ja auf dem Festival-Shirt. Bereits vor dem Auftritt sind wahre Massen an Zuschauern erschienen. Niemals hätte ich geglaubt, dass sich bei einem Metalfestival so viele für Comedy interessieren würden. Wir wollen den Türken sehen skandierten die Fans lautstark. Schon stürmt der Monnemer auf die Bühne. Ihr seid doch alle krank im Koppist wohl die passende Begrüßung. Ob er ein Außenseiter sei, beantwortet er selber: Ich bin dreimal Außenseiter: Metaller, Türke und Monnemer. Sichtlich ergriffen wegen der vielen ihn lautstark Feiernden schlüpft er in die bekannten Rollen als türkischen Gemüsehändler Aslan und Hausmeister Mompfred. Jede Gruppe bekommt sein Fett weg, ob Ossis, Türken, Metaller oder Chinesen.
Im Laufe der gut zwanzig Minuten bildeten sich mehrere Circle Pits und die Crowd fordert eine Wall of Death. Berührungsängste hat Bülent sicher nicht, denn er wirft sich zum Schluss auf die Meute und lässt sich über die Massen tragen. Ab dem jetzigen Zeitpunkt wurde auch ein neuer Name geboren – Dinkelsbülent!
Ich schätze, so ganz ohne war der Auftritt im Vorhinein für ihn auch nicht, denn ob Comedy hier funktioniert konnte man ja nicht wissen. Nun ja, ich finde das Ganze als Abwechslung nicht schlecht. Nur übertreiben sollte man so etwas nicht. Sollte Dinkelsbülent allerdings nochmal vorbeikommen hätte wohl keiner etwas dagegen. Denn er ist wohl der einzige Comedian, dem man eine gewisse Affinität zum Metal abnimmt.


Warbringer
So, schnell noch was zwischen die Kauleisten geklemmt – hmmmm, Dresdner Handbrot, einfach geil, aufgetankt und ab ins Zelt. Denn mit Warbringer steht eine mächtige Fuhre Thrash Metal auf dem Plan. Die jungen Kalifornier zeigen auch sofort wo der Thrash-Hammer hängt. Hart, brutal, aggressiv und rasend schnell prügeln sie sich durch ihr Set und nehmen das Zelt im Handumdrehen ein. Die Jungs wollen richtig etwas reißen, dass merkt man ihnen von der ersten Sekunde an. Allen voran Frontman John Kevill lässt nicht locker und reißt sich förmlich den Allerwertesten auf. Mal pusht er die Meute von den Boxen aus auf, dann tobt er wild auf der Bühne herum. Die Amerikaner zaubern ein Thrashriff nach dem anderen aus ihren Gitarren und bringen das gesamte Zelt in Bewegung. Perfekt!

Setlist Warbringer:
  1. Total War
  2. Living in a Whirlwind
  3. Severed Reality
  4. Shoot to Kill
  5. Prey for Death
  6. Abandoned by Time
  7. Jackal
  8. Systematic Genocide
  9. Combat Shock


Maroon
Als nächstes kommt mit Maroon deutscher Metalcore auf die Bretter und Hochstimmung ins Zelt. Was die Thüringer, allen voran Frontsau Andre Moraweck da ablassen ist schon aller Ehren wert. Gegen Ende eines Festivals, wenn die müden Knochen und Geister des Publikums so langsam die Oberhand gewinnen, einen Stimmungspegel so hoch zu halten, dazu gehört schon einiges. Auf jeden Fall tut Maroon alles dafür und es gelingt ihnen in hervorragender Manier. Andre tanzt und motiviert die Leute dermaßen, dass ihm sogar die Hose im Schritt aufreißt. Das nennt man mal Einsatz. Die Meute saugt alles auf und gibt alles zurück, was zu einer guten Metalparty gehört, ein riesiger Circle Pit, eine Wall of Death und ausgelassenes Gehüpfe.
Musikalisch befindet sich die Band irgendwo zwischen Thrash, Black und Death Metal. Da trifft brachiales Riffgeschredder auf düster-sphärische Parts und wird von Brüllmonster Andre mit brutalem Coregesang abgerundet.
Obwohl Metalcore nun nicht mein absoluter Favorit ist, Maroon muss man gesehen haben. Gerne wieder beim Summer Breeze.

Setlist Maroon:
  1. Stay Brutal
  2. Without a Face
  3. And if I lose, welcome Annihilation
  4. The Ship is Sinking
  5. The Worlds Havoc
  6. Reach (The Sun)
  7. Shadows of Vengeance
  8. Annular Eclipse
  9. Wake Up in Hell
  10. Schatten


Asphyx
Es ist wieder Zeit für Legenden, denn auf dem Fuß folgt Teil 2 der Martin van Drunen-Vorstellung. Mit Asphyx steht jetzt die Hauptband des Niederländers auf dem Programm. Zusammen mit Gitarrist Paul Baayens hat van Drunen bereits gestern mit Hail of Bullets auf der Zeltbühne gestanden und wurden bereits abgefeiert. Derweil feiert heute Drummer Bob Bagchus seinen Geburtstag und das Zelt grölt ihm zu Ehren ein herzliches Happy Birthday.
Die Niederländer präsentieren sowohl alte, als auch neue Kracher und werden für jeden dieser Hit ordentlich abgefeiert und mit dauerhaft kreisenden Matten belohnt. Kompromisslos brettern die Songs ins Gebälk und gehen ungehobelt ins Hirn. Death Metal der Marke Asphyx besticht durch infernalische Riffwalzen und gabelt immer wieder in doomige Metal-Parts. Der Gesang von Mastermind Martin ist wie immer heiser und krank, also wie immer einzigartig! Das düstere Gebell stützt das dunkle giftige Flair der Songs. Insgesamt stehen Asphyx für finsteren Death Metal mit emotionalen Tiefgang. Kein Wunder, dass die Niederländer an der absoluten Spitze dieses Genres stehen. Definitiv ein Highlight des Summer Breeze 2010.

Setlist Asphyx:
  1. Vermin
  2. Scorbutics
  3. Bismarck
  4. Death … The Brutal Way
  5. Wasteland of Terrors
  6. Forgotten War
  7. The Rack


Eisregen
...aus dem thüringischen Tambach-Dietharz sind bereits oft aufgefallen. Einerseits durch die morbiden deutschen Texte, andererseits durch die dadurch verursachten Indizierungen einiger Alben. Sei's drum, die Bude ist rappelvoll und zwar so voll, dass sich um das Zelt noch Massen an Zuhörern befinden, die nicht mehr ins Zelt kommen. Definitiv ist die Party Stage zu klein für die Thüringer.
Einen Bass sucht man bei der Dark Metal-Band vergebens. Jedoch singen die Fans jeden Song inbrünstig mit und skandieren lautstark den Namen der Band. Die Menge pogt und klatscht, Blutkehle Michael Roth hat mit seiner Krebskolonie das Zelt in der Hand. Die Thüringen-Fahne wird während der knapp 50minütigen Spielzeit geschwenkt.
Man mag über die Texte und der Musik geteilter Meinung sein, am heutigen Abend verbuchen Eisregen einen kompletten Erfolg.

Setlist Eisregen:
  1. Eisenkreuzkrieger
  2. Tod senkt sich herab
  3. Das liebe Beil
  4. N8verzehr
  5. 1000 tote Nutten
  6. Schlangensonne
  7. Westwärts
  8. Kai aus der Kiste
  9. Elektro Hexe
  10. Thüringen 2010


The Crown
Um The Crown aus Schweden rankten sich im Vorfeld ihrer letztjährigen Reunion viele Zweifel. Was soll eine Reunion ohne Johan Lindstrand? Reichen The Crown auch nur annähernd an die Vergangenheit ran? Was bringt Jonas Stålhammar? Fragen über Fragen. Wer vor dem Auftritt noch Zweifel hatte, der sollte sie nach dem Auftritt beantwortet bekommen.
Auch 20 Jahre nach ihrem Beginn klingen The Crown noch immer räudig, brutal und überaus bissig. Gewaltige Riffs verbinden sich mit thrashigen Strukturen zu einem unverfälschtem Todesblei-Gebolze gepaart mit ihren einzigartigen Melodien und Songformationen. Darüber hinaus ist Jonas am Mikro über alle Zweifel erhaben. Die Fußstapfen seines Vorgängers erweisen sich weiß Odin nicht als zu groß. Die entstandene Lücke ist mehr als ausgefüllt.
Sicherlich sind die Fans erleichtert, dass es noch immer funktioniert. Die Metalwelt kann sich sicher sein, The Crown sind zurück, und wie! Die aufgeworfenen Fragen sollten mit diesem Auftritt beantwortet sein.

Setlist The Crown:
  1. Deathexplosion
  2. Executionor
  3. Under The Whip
  4. Back From The Grave
  5. Black Lightning
  6. Blitzkrieg Witchcraft
  7. Doomsday King
  8. Crowned In Terror
  9. Tale Of Destruction
  10. Total Satan


1349
Zwar etwas verspätet, aber zur richtigen Zeit steht noch einmal Black Metal auf dem Programm. Die Allstar-Band 1349 gibt sich die Ehre. Natürlich sind die Ausharrenden ziemlich müde, denn mittlerweile liegen drei oder sogar vier lange warme Feiertage hinter uns. Doch noch ist nicht Schluss, obwohl sich die Müdigkeit wie Frost in den Adern ausbreitet.
Apropos Frost, der Satyricon-Drummer, gehört bereits seit 10 Jahren zum festen Bestandteil von 1349. Bevor der schwarze Reigen beginnt, spucken zwei dunkle Typen Feuer um wahrscheinlich der Band den Weg zur Bühne zu beleuchten. Dem Genre entsprechend gibt es jede Menge Corpsepaint, Spikes, Nieten und Fahnen mit umgedrehten Kreuzen. Der bärtige Bassist Seidemann trägt eine schwarze Kutte. Die Kapuze bleibt während des gesamten Sets auf dem Kopf.
Die vordersten Reihen sind sofort dabei und bangen vom ersten Ton an. Der Rest im Zelt schien bleierne Nacken und Köpfe zu haben. Jedenfalls kam erstmal nicht viel zurück vom Publikum. Relativ unbeeindruckt davon zeigt sich die Band, denn auf der Bühne tut sich mit rasendem Black Metal nach und nach die Hölle auf. Schade für die Band, dass sich eine bleierne Platte über die Meute gelegt hat.
Auch mir geht es nicht anders, denn ich bin jetzt an meiner Grenze angelangt und gehe zurück zum Auto. Ärgerlich bin ich schon ein bisschen über mich selber. Denn die letzte Band des Festivals hätte ich schon gern noch gesehen, aber für Count Raven reicht die Kraft leider nicht mehr.


Fazit: Das war das Summer Breeze 2010. Doch was bleibt hängen?
Organisatorisch kann ich nichts kritisieren, außer dem blöden Headliner-Pass für den Fotograben. Ist jetzt kein Ärgernis für die Crowd, aber für die Fotografen schon, denn jeder möchte seine eigenen Fotos machen. Nicht umsonst habe ich mir z.B. ein schweineteures Objektiv für das Wochenende ausgeliehen.
Die Preise sind okay. Essen und Trinken sind sicherlich Geschmackssache, jedoch waren die meisten Speisen ziemlich schmackhaft. Auch das Bier ließ sich durchaus trinken.
Die Grabenschlampen waren jederzeit Herr der Lage und darüber hinaus auch durchgängig nett und freundlich. Die Menge vor den Bühnen war froh über jeden Wasserstrahl in der Hitze.
Die Bandauswahl war ziemlich ausgeglichen und jedes Genre wurde bedient. Die Bands selber waren überwiegend spielfreudig und gaben ihr Bestes. Soundtechnisch gab es hier und da Schwächen, aber die sind wohl nicht generell auszumerzen.
Das Publikum war wieder über jeden Zweifel erhaben und bestätigte mal wieder seinen guten Ruf. Schade, dass es diesen Grillunfall gab, denn sonst waren nach meiner Kenntnis nur die üblichen Einsätze eines solchen Festivals zu behandeln. Wir hoffen, den Verletzten geht es mittlerweile besser und sie sind nächstes Jahr wieder unversehrt dabei.
Ich möchte mich bei den Veranstaltern und allen Beteiligten bedanken und freue mich auf das Summer Breeze 2011. Stay heavy und bleibt gesund. Bis dann!

    R.J. 21.08.2010

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