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Konzertbericht
 

Summer Breeze Festival
Flughafen Sinbronn bei Dinkelsbühl (D)
Freitag 17.08.2012 - Tag 3

Bands: Ahab, Before the Dawn, Black Sun Aeon, Crowbar, Dew-Scented, Eisregen, Heidevolk, Insomnium, Krisiun, Menhir, Mono Inc., Morgoth, Mystic Prophecy, Terror, Toxic Holocaust, Unearth, Asta vs. Windstein, Black Sheriff, Bleed From Within, Corvus Corax, Dark Tranquillity, Eskimo Callboy, Helheim, Immortal, Nile, Ohrenfeindt, Roterfeld, Six Feet Under, The Foreshadowing, Within Temptation

Auf geht’s in einen neuen Tag. Auch heute fällt es schwer, die kleinen fleischigen Rollos vor den Augen hoch zu leiern, aber was soll's, watt mutt, datt mutt! Schnell ein Kaffee und was Festes zu mir nehmen und dann auf zum Schlachtfeld. Heute meint es das Wetter und vor allem die Sonne ziemlich gut mit uns....


Dew-Scented
Mein erster Act am heutigen Tag sind die nimmermüden Dew-Scented. Die Band, deren Alben immer mit einem I beginnen, kann immer auf eine treue, langjährige Anhängerschaft zurückgreifen. Bereits im Mai diesen Jahres verkündet Gründer Leif Jensen das neue Line-Up. Seine letzten Mitstreiter haben nach und nach das Schiff verlassen. Doch Kapitän Leif konnte eine neue Crew akquirieren.
Die Mannen um Leif Jensen überzeugen mit allerfeinstem Thrash-Gebolze – da bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen! Gnadenlos holzt sich die sympathische Band laut, schnell und rau durch ihre starken Death-Thrash-Abrissbirnen mit kraftvollen Riffs und passend eingestreuten Melodiebögen. Dazwischen sorgt Leif durch witzige und freche Ansagen für einige spaßige Momente. Viele Fans grunzen die Stücke mit oder moshen im Pit, als gäbe es keinen Morgen mehr. Wenn die Nordlichter eines an diesem Mittag ganz sicher beherrschen, so ist es das weitere Anheizen der Menge vor der Bühne, was angesichts der mitreißenden, präzisen und fesselnden Performance auch kein Wunder ist! Dew-Scented sind immer wieder ein Besuch wert. Perfekt!
Dew-Scented Dew-Scented
Dew-Scented Dew-Scented

Setlist Dew-Scented:
  1. Hubris
  2. Sworn to obey
  3. Turn to Ash
  4. Soul Poison
  5. That's why I despise you
  6. Storm within
  7. Cities of the Dead
  8. Never to Return
  9. Thrown to the Lions
  10. Acts of Rage

Mystic Prophecy
Zeit für Power Metal. Mit sieben Alben verfügen Mystic Prophecy bereits über eine stattliche Diskografie, die Setlist wird jedoch von der aktuellen Scheibe RAVENLORD dominiert. Die Mannen um den griechisch stämmigen Sänger Roberto D. Liapakis liefern eine tadellose Leistung ab. Die Mittagshitze scheint die Fans etwas träge werden zu lassen und nur wenige haben überhaupt den Weg vor die Bühne gefunden. Das Songmaterial eignet sich um alle Gemüter zufriedenzustellen und weicht entscheidend genug vom tradierten Power Metal-Schema ab, um über eine Existenzberechtigung zu verfügen. Zwischen merklich düstereren Bands wie Dew-Scented und Crowbar bilden Mystic Prophecy somit einen erfreulich bunten musikalischen Farbklecks.
Mystic Prophecy Mystic Prophecy

Setlist Mystic Prophecy:
  1. Eyes of the Devil
  2. Savage Souls
  3. Die now
  4. Sacrifice me
  5. Endless Fire
  6. Ravenlord
  7. We kill, you die
  8. Satanic Curses
  9. Evil Empires

Crowbar
Kirk Windstein und Crowbar, lange haben wir hier beim Summer Breeze auf sie warten müssen. Spätestens als das Backdrop im Bühnenhintergrund platziert wird, ist es den gespannt Wartenden klar, dass es heute mit dem ersten Auftritt von Crowbar in Dinkelsbühl klappt. Mit einem fast schon ZZ-Top-würdigen Bart stapft Windstein ans Mikro und begrüßt kurz das Volk. Dann zeigen die Amerikaner, warum sie seit Jahren eine Ausnahmestellung in der Metalwelt einnehmen. Am heutigen Tag passt aber auch wirklich alles für die Band, zum perfekten Sound kommt eine schlafwandlerische Sicherheit im Zusammenspiel, so dass selbst komplizierte Parts wie in "New Dawn" ihre volle Durchschlagskraft entwickeln können. Zwischen den Songs, die sowohl aus sehr frühem, als auch aktuellem Material zusammengestellt wurde, fordert Kirk das Publikum immer wieder zu Reaktionen auf, die natürlich sofort aufbranden. Höhepunkt in einem durchweg starken Set, ist wohl das gänsehautprovozierende "Planets Collide".
Crowbar Crowbar

Setlist Crowbar:
  1. Conquering
  2. New Dawn
  3. Lasting Dose
  4. Sever the wicked Hand
  5. Self Inflicted
  6. High Rate Extinction
  7. All I had I gave
  8. Planets Collide
  9. The Cemetery Angels

MONO INC.
MONO INC.
2010 waren MONO INC. schon ziemlich früh am Zug. Die Band eröffnete seinerzeit die Main Stage und haben sich dieses Jahr bereits ins Nachmittagsprogramm vorgearbeitet. Völlig zu Recht, denn vor der Pain Stage hat sich eine große Meute versammelt. Schon vor Beginn des Auftritts skandieren sie aus vielen Kehlen MONO INC. . Hinter der Band prangt ein großes Banner mit ihrem Schriftzug und neben dem Arbeitsplatz von Drummerin Katha stehen kompakte LED-Wände, die im Laufe der Show so einiges her machen.
Heute erscheint ihr neues Album AFTER THE WAR und die Hamburger legen gleich mit dem Titelsong los. Dabei kommen effektvolle Feuerbälle zum Einsatz, die zwei unscheinbare Maschinen an der vorderen Bühnenkante von sich geben. Langweilig wird es also beileibe nicht bei MONO INC., nach dem vierten Song verlässt aber mal die komplette Band die Bühne und nur der Fronter bleibt mit einem Hocker und einer Akustikgitarre zurück. Darauf spielt er dann "Passenger" von Iggy Pop an, animiert das Publikum zum Mitsingen des komplizierten Refrains Der Text ist La! und verhöhnt sie dann ein paar Mal, bis ihm die Gesänge laut genug sind. Die Fans fressen ihm quasi aus der Hand und lassen sich willig diktieren, wann und wie sie zu klatschen haben. Man muss kein Prophet sein, um der Band eine erfolgreiche Zukunft vorher zu sagen, und bei einem eventuellen nächsten Besuch auf diesem Festival, werden sie wohl ohne Tageslicht auskommen müssen.
MONO INC. MONO INC.

Setlist MONO INC.:
  1. This is the Day
  2. Temple of the Torn
  3. After the War
  4. Arabia
  5. Passenger
  6. Drum Solo
  7. Revenge
  8. Voices of Doom
  9. Get some Sleep

Unearth
Nächstes Jahr feiern die Amerikaner von Unearth ihr 15jähriges Jubiläum, heute beehren sie das Summer Breeze mit mächtigem Metalcore im Gepäck. Mit DARKNESS IN THE LIGHT haben sie auch ein aktuelles Album im Koffer, das durch die Bank gutes Feedback einheimste. Unearth sind ohnehin nicht gerade oft in unseren Breitengraden unterwegs und deshalb ist es umso schöner, sie hier auf der großen Bühne zu sehen. Das denken sich offensichtlich eine Menge Menschen und der Platz vor der Mainstage ist folglich proppenvoll. Bereitwillig lassen sich die Bewegungsfreunde von Sänger Trevor Phipps zu physischen Verrenkungen der außerordentlichen Art anstacheln. Doch dieser bekommt nie genug und fordert immer noch mehr Circle-Pits, bei der heutigen Hitze durchaus Extremsport. Aber auch die Protagonisten auf der Bühne bleiben nicht eine Sekunde still stehen und reißen ebenso einiges an Entfernung runter. Da kommt gegen Ende des schweißtreibenden Sets die Abkühlung aus den Feuerwehrschläuchen der Grabenschlampen genau richtig.
Unearth Unearth
Unearth Unearth

Setlist Unearth:
  1. The great Dividers
  2. Watch it Burn
  3. Arise the War Cry
  4. This lying World
  5. Bloodlust of the Human Condition
  6. Zombie Autopilot
  7. This Glorious Nightmare
  8. Eyes of Black
  9. Endless
  10. Giles

Toxic Holocaust
Im Zelt findet fast zur gleichen Zeit Old School Thrash Metal statt. Toxic Holocaust aus Oregon werden wohl die Genre-Fans ganz fett rot im Kalender markiert haben. Zwar ist das Zelt nicht prall gefüllt, aber als Gegengewicht zu den beiden Hauptbühnen eignen sich die Amerikaner auf jeden Fall. Die zeigen sich nicht nur stilistisch sehr puristisch, sondern verzichten auch auf Deko-Schnickschnack und lassen lieber die Keule kreisen und zwar vom ersten bis zum letzten Ton. Sänger und Gitarrist Joel Grind zelebriert seine Songs mit seinen zwei Kollegen im perfekten Zusammenspiel und besonders Drummer Nick Bellmore holt aus seinem Mini-Drumkit das Maximum heraus. Es ist eine Freude den Gig der Band zu verfolgen und im Publikum fließt der Schweiß in Strömen.
Toxic Holocaust Toxic Holocaust

Black Sun Aeon
Black Sun Aeon stehen für melancholischen Metal und haben nach 2009 ihren zweiten Auftritt auf dem Summer Breeze zu verzeichnen. Auch in diesem Jahr gibt es also eine intensive Reise durch tonnenschwere Riffs und beklemmende Finsternis. Tuomas Saukkonen, hauptamtlich tätig bei Before the Dawn hat mit Black Sun Aeon ein Projekt aus der Taufe gehoben, dem sich ein Freund des traurigen, schweren Metal kaum entziehen kann. Alles wartet gespannt auf die Finnen und die bringen ein Potpourri aus den bisherigen Veröffentlichungen zu Ohr. Das Ganze schlägt im Rund ein wie eine Bombe. Bis in die hinteren Reihen kreisen die Matten. Mit stoischer finnischer Gelassenheit fallen die Ansagen zwar spärlich aus, umso elektrisierender sind dann aber Song wie "Solitude" und das grandiose "Oblivion". Reichlich Unterstützung gibt es am Mikro von Janica Lönn, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch perfekt mit den Growls der Gitarrenfraktion harmoniert. Black Sun Aeon sind eine Gänsehauterfahrung, die bis zur letzten Note anhält.
Black Sun Aeon Black Sun Aeon

Setlist Black Sun Aeon:
  1. Funeral of the World
  2. Frozen
  3. Solitude
  4. Oblivion
  5. Nightfall
  6. Funeral

Heidevolk
Um Folk bzw. Pagan Metal ist es in der letzten Zeit etwas ruhiger geworden, darum ist die Running Order auch nicht wirklich gespickt mit Bands dieses Genres. Die Niederländer Heidevolk bilden eine löbliche Ausnahme und bringen ihre Songs ausschließlich in ihrer Muttersprache zu Gehör. Die eigentliche Besonderheit des Sextetts stellt jedoch der zweistimmige Leadgesang von Mark Splintervuyscht und Joris Boghtdrincker dar. Im Partyzelt kommt diese Mischung jedenfalls hervorragend an und bringt Bewegung in die gesamte vordere Hälfte des Zuschauerraums. Das Set von Heidevolk bietet einen repräsentativen Querschnitt durch die Diskografie der Band, sowie mit "Vulgaris Magistralis" ein launiges Cover ihrer Landsleute Normaal. Da ist es schwer beeindruckend, mit welcher Inbrunst die Menge vor der Bühne den Ohrwurm-Refrain weiter skandiert, als die Band bereits längst aufgehört hat zu spielen.
Heidevolk Heidevolk

Setlist Heidevolk:
  1. Nehalennia
  2. Ostara
  3. Saksenland
  4. Een Nieuw Begin
  5. De Toekomst Lonkt
  6. Als De Dood
  7. Beest Bij Nacht
  8. Vulgaris Magistralis

Before the Dawn
Wenn Tuomas Saukkonen unterwegs ist, dann tritt er mindestens zweimal auf. Hat er gerade eben noch mit Black Sun Aeon das Zelt begeistert, verströmt er nun mit Before the Dawn eine dunkle Atmosphäre, die durch mitreißende und angenehm frische Melodic Death-Sound unterstützt wird. Statt mit modernen, Industrial- oder Core-Einflüssen bereichern die Finnen ihren Sound um eine melancholische, eher gotisch anmutende Note und fallen damit leicht aus dem von andern Genre-Vertretern abgesteckten Rahmen. Der Großteil des gespielten Materials stammt vom aktuellen Longplayer RISE OF THE PHOENIX, dagegen wird mit "Unbreakable" nur ein echter Klassiker ausgepackt. Obwohl die hintere Hälfte des Partyzelts fast leer bleibt, haben die Fans im vorderen Teil großen Spaß an der engagierten und energiegeladenen Show.
Before the Dawn Before the Dawn

Setlist Before the Dawn:
  1. Intro
  2. Pitch-Black Universe
  3. Wraith
  4. Fear me
  5. Throne of Ice
  6. Eclipse
  7. Fallen World
  8. Unbreakable
  9. Phoenix Rising

Insomnium
Es bleibt finnisch im Zelt. Insomnium werden noch vor dem Auftritt von der zahlreich erschienen Menge mit Applaus bedacht und die Vorschusslorbeeren sind allemal gerechtfertigt. Die Mischung aus traditionell finnisch geprägtem Death Metal, weit ausladenden Melodieteppichen und Melancholie kommt an diesem noch jungen Abend bestens an. Eines der Highlights der Show findet bereits gleich zu Beginn statt: kurz vor seinem Auftritt mit Dark Tranquillity auf der Pain Stage gibt sich deren Fronter Mikael Stanne die Ehre und intoniert zusammen mit Niilo Sevänen "Weather the Storm". Und das Sympathiepunktekonto steigt weiter. Die Leads in "The Killjoy" kommen perlend klar und saftig und während des hymnenhaften "Through the Shadows" schnellen die Pommesgabeln zu hunderten in die Höhe. Ein wirklich starkes Stück!
Insomnium Insomnium

Setlist Insomnium:
  1. Inertia
  2. Only one who waits
  3. Weather the Storm
  4. The Killjoy
  5. Unsung
  6. Through The Shadows
  7. Mortal Share
  8. One for Sorrow

Krisiun
Mit Krisiun steht nun Brasiliens Todesgeschwader Nr. 1 auf dem Programm! Die drei Brüder legen sich von Beginn an voll in die Riemen und hauen uns eine mächtig brutale, und doch auch filigrane Musik um die Ohren. Kompromisslos holzen sich die Brasilianer auf spielerisch hohem Niveau durch ihr Set. Auffällig ist dabei die präzise und atemberaubend schnelle Arbeit an den Fellen. Krisiun schaffen es trotz aller technischen Finesse, eingängig zu klingen und es nicht an Durchschlagskraft missen zu lassen. Diese Band ist live einfach eine Macht! Ihre brachialen Todesblei-Hymnen wie "Hatred Inherit"oder "Kings of Killing" walzen einfach alles nieder. Die Menge vor der Bühne verwandelt sich in einen wild moshenden Mob, der sich von dem Präzisionsgemetzel nur zu gerne immer weiter anstacheln lässt.
Krisiun Krisiun

Setlist Krisiun:
  1. Ominous
  2. Combusting Inferno
  3. The Will to Potency
  4. Vicious Wrath
  5. Ravager
  6. Descending Abomination
  7. Hatred Inherit
  8. Blood of Lions
  9. Kings of Killing

Terror
Da der nächste Slot aus einer völlig anderen Ecke kommt, merkt man allein schon daran, dass sich die Meute einmal komplett durch wechselt. Statt langen Loden regiert nun Basecap und Kurzhaarfrisur das Bild. Ein Fingerzeig, dass es coriger wird, unter der Plane. Mit Terror betritt eine der beliebtesten Bands der Szene die Bühne. Entsprechend ist das Partyzelt gut gefüllt. Hinzu kommt auch noch, dass Sänger Scott Vogel seinen 34. Geburtstag feiert. Nachdrücklich wie immer und sichtlich gut gelaunt verlangt Vogel dem Publikum alles ab; fordert ständig mehr Crowdsurfer oder wirft einfach das Mikro in die Menge, die dem entschiedenen Gegner des Bühnengrabens natürlich zu weit weg ist. Auch überlässt er öfter mal Freunden der Band das Mikro. Rob von Born From Pain darf beispielsweise bei "Stick Tight" ran. Sowieso können Terror mittlerweile auf ein reichhaltiges Repertoire von Hits zurückgreifen, sodass eine dreiviertel Stunde Spielzeit ruckzuck vorbei ist. Der Auftritt war ein absoluter Abriss.
Terror Terror

Setlist Terror:
  1. Intro
  2. Stick Tight
  3. One with the Underdogs
  4. Out of my Face
  5. Your Enemies are mine
  6. Return to Strength
  7. Betrayer
  8. Spit my Rage
  9. You're Caught
  10. Always the hard Way
  11. Overcome
  12. Hell and Back
  13. Keep your Mouth Shut
  14. Keepers of the Faith

Morgoth
Totgesagte leben länger. Die deutschen Death Metal-Helden Morgoth kehren nach rund 13jähriger Pause 2010 aus dem Nirwana zurück und besuchen heute das Summer Breeze Open Air. Die Arena ist gut gefüllt als die Band die Bühne betritt. Hinter ihnen prangt das altgewohnte Logo und vor ihnen tobt der Mob als sie kurz nach der Geisterstunde eine feine Auswahl an Songs ihrer Alben zum Besten geben. Herr Grewe, stilsicher in Wollmütze und Kutte gekleidet, dirigiert die Metalheads mit leuchtenden Augen nach seinem Geschmack und ist sich selbst für bierselige Ansagen à la Seid ihr so gut drauf wie ich? Habt ihr genug Bier? nicht zu schade. Ganze 50 Minuten dauert die Old School Death Metal-Party. Es gibt sicherlich Reunions, die man sich schenken kann. Morgoth gehört definitiv nicht dazu. Also nochmal Welcome back!
Morgoth Morgoth

Setlist Morgoth:
  1. Body Count
  2. Exit to Temptation
  3. Unreal Imagination
  4. Resistance
  5. Suffer Life
  6. Sold Baptism
  7. Under the Surface
  8. White Gallery
  9. Pits of Utumno
  10. Isolated

Eisregen
Als 2010 das damals wesentlich kleinere Zelt bei Eisregen wortwörtlich aus allen Nähten platzte, war ich mir sicher, dass bei nächster Gelegenheit die Thüringer Schwarzkittel auf einer der beiden großen Bühnen auftreten werden. Pustekuchen, nachdem das Zelt vergrößert wurde, spielt der Tod aus Thüringen auch dieses Mal unter der Plane und das Interesse der Meute ist wieder exorbitant. Jeder der acht Songs wird inbrünstig mitgesungen und kaum ist einer zu Ende bricht ein Jubelsturm los oder es werden Eisregen -Sprechchöre intoniert. Wenn die Zuschauer einem so ergeben sind, ist es dann auch für Sänger Michael Blutkehle Roth ein leichtes die Stimmung durch kleine Aufforderungen oder Gesten weiter anzuheizen. Die Setlist, wie auch der Sound lässt keine Wünsche offen und "Elektrohexe" - der Partysong, wenn man im Rahmen des Morbid Metal davon sprechen kann – stellt den passenden Endpunkt des Sets dar. Alles in allem kann der Auftritt der Thüringer ohne Übertreibung als Triumphzug bezeichnet werden.
Eisregen Eisregen

Setlist Eisregen:
  1. Intro
  2. N8verzehr
  3. Scharlachrotes Kleid
  4. Das liebe Beil
  5. Tod senkt sich herab
  6. Blutgeil
  7. Rostrot
  8. Eisenkreuzkrieger
  9. Elektrohexe

Menhir
Keyboarderin Franzi Dr. Franzenstein Brink bekommt keine große Atempause. Gerade noch mit Eisregen ordentlich Alarm gemacht, muss sie mit Menhir sogleich wieder ran. Allerdings bewegt sie sich nun in einem gänzlich anderem Genre. Die Pagan Metaller aus Thüringen haben keinen leichten Job, denn das Zelt leert sich ordentlich und die Anwesenden lassen sich nur schwerlich aus der Reserve locken. Schade, denn die in mittelalterliche Gewänder gekleideten Barden aus Breitungen geben sich sichtlich Mühe. Da mutet die Szenerie schon ein wenig surreal an: halbvolles Haus und trotzdem keine Bewegung. Schade, das hätte für beide Seiten besser laufen können.
Menhir Menhir

Ahab
Ahab entwickeln sich beim Summer Breeze zu einem gern gesehenen Rausschmeißer. Mittlerweile zum dritten Mal walzt ihr Nautic Funeral Doom durch die Sphären des Partyzelts, das zu nachtschlafender Zeit beachtlich gut gefüllt ist. Kein Wunder, denn die Seefahrer um Frontmann Daniel Droste haben das Vermögen, Bier in Brackwasser zu verwandeln. Zu Meeresbrandung und Möwengeräuschen wird als Opener sanft "Old Thunder" intoniert, bevor es mit unbändiger Gewalt wie ein tosender Seesturm losbricht. Ahab profitieren von einem wuchtigen und zeitgleich glasklaren Sound, der an diesem Tag seinesgleichen sucht und ohne den die Seefahrer-Epen auch gar nicht funktionieren würden. Brachialst fett geht es mit "Deliverance (Shouting at the Dead)" weiter. Das grün-blaue Licht der Bühnenbeleuchtung lässt auch optisch eine stimmungsvolle Atmosphäre aufsteigen. Mit "The Hunt" wandern Ahab zwischen sanft wogenden, jedoch bedrohlich das kommende Unheil ankündigenden Klangwellen und einer donnergrollend stürmisch aufgewühlten See, die alles und jeden um sich verschlingt. Und wer es bislang noch nicht wusste: Droste besitzt eines der voluminösesten und bedrohlichsten Growl-Organe des Undergrounds, das er auch perfekt einzusetzen weiß. Perfekter Abschluss des Partyzelt-Tages und jeder Anwesende geht mit einem salzigen Geschmack im Mund aus dem Zelt. Täusche ich mich, oder schwanken die Bretter unter meinen Füßen?
Ahab Ahab

Setlist Ahab:
  1. Old Thunder
  2. Deliverance (Shouting at the Dead)
  3. The Hunt
  4. Antarctica the Polymorphess


Fazit: Ich weiß nicht, ob es Ahab waren, oder das Bier, ich fühle mich wie auf hoher See. Es wird also Zeit den Rückzug anzutreten, schließlich wartet morgen ein weiterer Tag.


    R.J. 17.08.2012
    Fotos von Joachim Rettschlag

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