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Konzertbericht
 

Sagacity Tour 2015
Kirnbachhalle, Niefern (D)
Donnerstag 16.04.2015

Band: Drive Darling, Saga

Überraschenderweise setze sich die deutsche Ausgabe der Sagacity-Tour 2015 am Donnerstag, 16.04.2015, in der Kirnbachhalle im beschaulichen Niefern bei Pforzheim in Bewegung. Darauf spielte auch Lead-Sänger Michael Sadler an, als er ganz spitzbübisch in seiner Eröffnungsansprache meinte, dass dies der Start der Tour sei und dass das Publikum nachsichtig und gnädig mit ihnen sein solle.


Drive Darling
Drive Darling
Drive Darling
Aber der Reihe nach: Denn bevor Saga die Bühne rockte, durfte um 20:00 Uhr zuerst die Vorgruppe Drive Darling aus Schwaigern (Großraum Heilbronn) eine knappe halbe Stunde versuchen, das Publikum vor zu glühen. Das stellte sich schnell als nicht ganz so einfaches Unterfangen heraus - kein Wunder bei so einem Headliner. Drive Darling versuchten sehr enthusiastisch, mit ihrem modernen Mix aus Pop, Rock und Indie die Bühne in Brand zu setzen, was aber irgendwie nicht auf ganzer Linie glücken wollte. Auf der einen Seite ist es ja schon eine besondere Ehre, mit solchen Rockgrößen wie Saga gemeinsam ein Konzert bestreiten zu dürfen. Auf der anderen Seite hatte das aber den unangenehmen Seiteneffekt für die Support-Band, dass die kanadischen Rocker mittlerweile über viele Jahrzehnte einen ganz eigenen Stil geprägt haben und einen derartigen Bekanntheitsgrad erreicht haben, dass die fast 400 Zuschauer schlicht und ergreifend den Hauptact auf der Bühne sehen wollten.
Drive Darling
Im halbwegs gemischten Publikum waren auch viele "ältere" Herrschaften (Mittfuffziger oder darüber) auszumachen. Einige waren mit Saga-T-Shirts geschmückt, der eine oder andere hatte als Relikt der guten alten 80er Jahre seine Vokuhila-Frisur mit ins Jahr 2015 gerettet.


Saga
Nach einer der obligatorischen etwa halbstündigen Umbaupause wurde das Publikum unruhig und fing an zu klatschen. Saga kam dann kurz nach 21:00 Uhr auf die Bühne, was durch frenetischen Beifall begleitet wurde.
Und dann wurde es abgebrannt, das kleine aber sehr sehr feine Progressive-Rock-Konzert der Altmeister um Frontmann Michael Sadler, der es sofort verstand, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. So formulierte er mehrere Ansagen in erstaunlich gutem Deutsch und war immer zu einem Spaß aufgelegt. Nach den ersten Songs fragte er beispielsweise direkt vorne am Bühnenrand stehend, wer im Saal das erste Mal bei einem Saga Konzert dabei sei. Nachdem einige Hände nach oben gingen meinte Sadler: "Ja, alles klar..." und wünschte viel Vergnügen. Er drehte sich um und lief nach hinten, dabei lachte er ganz verschmitzt und brachte den Nachsatz: "You're virgins!"
Saga
Saga
Saga
Saga
Saga
Saga
Saga
Etwa zur Halbzeit kündigte er dann noch mit recht ernster Miene völlig unvermittelt an: "So, jetzt spielen wir noch einen Song und dann gehen wir nach Hause..." Ein schelmisches Lachen konnte er sich auch hierbei nicht verkneifen.
Insgesamt war die Setliste sehr ausgewogen. Neben ihren Klassikern brachten Saga auch Stücke aus dem neuen Album Sagacity mit, welches sich als Namensgeber für die Tour verantwortlich schickte.
Böse Zungen behaupten ja immer wieder, dass die Leadsänger generell nur deshalb das Publikum zum "Solo"-Gesang auffordern, weil ihnen der Text nicht mehr einfällt. Das kann man bei Michael Sadler nicht behaupten. Er strahlte eine unwahrscheinlich angenehme und trotzdem dominante Präsenz aus, dass die Spiele mit dem Publikum nicht wie Rettungsanker wirkten, sondern einfach die Freude und die Energie widerspiegelten, welche Saga über die gesamte Länge des Konzerts versprühten. Aber natürlich hatten die Zuschauer ihre gesanglichen Momente bei Hits wie "Wind him up", "On the loose" oder "The Flyer".
Neben der Wahnsinns-Stimme von Michael Sadler, der trotz seines fortgeschrittenen Alters auch die hohen Töne super genial traf, waren auch die Instrumente ausnahmslos ein richtiger Ohrenschmaus. Neben einem tollen Fundament durch eine herausragende Rhythmusgruppe mit Drummer Mike Thorne und Bassist Jim Crichton, machte auch Einzelkämpfer Ian Crichton an der Gitarre mächtig Alarm. Für die Saga-typischen sphärischen, melodiösen und trotzdem rockigen Tastenklänge waren gefühlte 100 Keyboards aufgebaut, die hauptamtlich von Jim Gilmour, Michael Sadler und zeitweise auch von Jim Crichton bearbeitet wurden.
Manchmal reichte nur ein kleiner Funke, um das Publikum mit zu reißen. Bereits bei den einleitenden Schlägen auf der Hihat erkannten die Zuhörer den Song "Don't be late" und intonierten selbst, ohne auf Michael Sadler zu warten, der wiederum sichtlich beeindruckt war. Direkt im Anschluss hatte Mike Thorne seinen großen Auftritt mit einem Monster-Drum-Solo. Neben illuminierten Stöcken kam auch die Double Bass Drum zum Einsatz. Mit teilweise aberwitziger Geschwindigkeit und höllischer Ausdauer zeigte der Schlagzeuger, dass auch ein fünfminütiges Drum-Solo richtig Spaß machen kann. Außerdem spielten sich Ian Crichton und Jim Gilmour die Melodien gekonnten per Doppelpass zu oder grätschen sich dabei gegenseitig ab - einfach phänomenal.

Nach dem letzten offiziellen Song gingen Saga von Bühne, wofür sich das Publikum mit lautem Gegröle und Geklatsche revanchierte. Mit lauten Zugabe-Zugabe Rufen wollte man den Abend noch ein klein wenig verlängern. Das zeigte dann auch Wirkung, Saga kamen unter großem Beifall nochmals zurück auf die Bühne. Michael Sadler schnappte sich ein Mikrofon und meinte: "Also gut, ein Song...", worauf sich der Lärmpegel aus der Zuschauermenge nochmals deutlich steigerte. Michael Sadler lenkte ein und sagte: "Also gut, zwei Songs...", was dem Publikum aber offenbar immer noch zu wenig erschien. Einige reckten ihre Arme nach oben und zeigten mit ihren fünf ausgestreckten Fingern an, was sie erwarteten. Der eine oder andere skandierte dazu: "Wir wollen fünf, wir wollen fünf...", Michael Sadler erwiderte in perfektem Deutsch: "Also gut, 30 Songs! Wir spielen durch bis Montag." Erneut war sein verschmitztes Lachen unübersehbar. Dann gaben Saga noch die Klassiker "Wind him up" und "The Flyer" zum Besten, was den Auftritt noch vollständig abrundete. Kurz vor 23:00 Uhr war dann leider Schluss.
Setlist Saga:

  1. (Goodbye) Once upon a Time
  2. Someone should
  3. You're not alone
  4. Hot to Cold
  5. On the Loose
  6. On my Way
  7. Scratching the Surface
  8. Time to go
  9. Don't be late
  10. *Drum Solo
  11. Wildest Dreams
  12. Ice Nice
  13. Humble Stance
  14. Careful where you step

  15. - - - Zugabe - - -
  16. Wind him up
  17. The Flyer

Fazit: Wer kennt noch das Spiel des Jahres 1982? Richtig: Sagaland! Und genau so konnte man sich bei diesem Konzert fühlen: Einfach entführt in die ganz eigene Klangwelt von Saga mit ihren herausragenden Musikern.
Der Saal mit schnuckeligem Clubfeeling hatte schon einen leicht provinziellen Touch, weshalb die Lichtshow nicht so bombastisch ausfiel in Relation zu dem, was man schon auf anderen Konzerten gesehen hat. Trotzdem war das ein richtig gelungenes Konzert mit Hautnah-Charakter. Neben dem musikalischen Können funktionierte auch die Interaktion mit dem Publikum sehr gut, die Zuschauer wurden richtig schön abgeholt und lebten das (trotz des teilweise älteren Jahrgangs) auch ausgiebig aus mit wippenden Köpfen und enormer Textsicherheit beim Mitsingen.
Der Sound war sehr gut abgemischt, da kam richtig ordentlicher Dampf aus den Lautsprechern. Es war aber auch nicht zu laut, so dass die Instrumente noch gut zu orten waren und man heraus hören konnte, was gespielt wurde.
Abschließend möchte ich noch ein großes Lob an die Veranstalter aussprechen und einen besonderen Dank an das Tour-Management richten für die kurzfristige und unkomplizierte Unterstützung :-)



    M.D. 16.04.2015
    Fotos von Marc Daferner

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