Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Accept
 
STALINGRAD

Album:
 STALINGRAD, 2012, Nuclear Blast

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 05.05.2012

Review:
 Nach einer Jahrzehnte langen Sendepause meldeten sich die Solinger Vollblut-Metaller 2009 wieder zu Wort. Auch ohne ihre einstige Vorzeige-Rampensau Udo Dirkschneider mit seiner unverkennbaren Reibeisenstimme, gelang es dem Quartett Wolf Hoffmann, Peter Baltes, Herman Frank und Stefan Schwarzmann einen geeigneten Ersatz zu finden. Sänger Mark Tornillo ist kaum eine Kopie von Udo, sondern eher der Rocker als Metaller. Und trotzdem passte er perfekt in das Konzept, was das 2010er Album BLOOD OF THE NATIONS nachdrücklich unter Beweis stellte. Ein Album, das man ohne schlechtes Gewissen als wirklich großen Wurf bezeichnen darf, den es vielleicht nur alle zehn Jahre mal gibt. Nach einer ausführlichen Tour 2010/2011 rund um die Welt, soll nun mit STALINGRAD ein weiterer würdiger Nachfolger der wiedererstarkten Combo an den Start gehen.
Und eines ist klar, das Album wird es schwer haben an die Qualitäten von BLOOD OF THE NATIONS - oder doch nicht?

Schon der Opener "Hung drawn and quartered" zeigt wo der Hammer hängt. Recht zügiges Riffing lässt sofort gute Laune aufkommen und spätestens wenn die Gitarren mit ihren Soli los legen, ist die Welt für den Metaller in Ordnung. Besonders in den gesanglich höheren Bereichen lässt Frontmann Mark sogar vergessen, dass hier kein "Udo" mehr am Werk ist und trotzdem klingt es nicht nach einer platten Kopie.
Nahezu ansatzlos fügt sich der Titelsong "Stalingrad" an seinen Vorgänger. Eine Spur gefälliger und harmonischer, als der Opener und dabei noch mit markantem Drumming versehen, ist er Dank seiner Ohrwurm-Qualitäten eines Titelsongs würdig. Fehlen doch nur ein paar hymnische Chöre, denke ich mir gerade uns schon werden sie auch prompt geliefert. Na bitte, geht doch.
Und weiter geht der Kriegsreigen mit Sirenengetöse bei "Hellfire", das die Schrecken des vernichtenden Angriffs der Alliierten beschreibt und dementsprechend eher düster und sperrig klingt, was nicht heißt, dass der Song selbst recht flüssig durch die Gehörgänge flutscht. Beim recht üppigen Gitarren-Ausritt werden für kurze Zeit Erinnerungen an die guten alten Riffs der 80er wieder wach.
Mit "Flash to Bang Time" wird ein richtiges Up-Tempo-Gewitter entfesselt, dem sich gnadenlos angetrieben von der Rhythmusfraktion auch die Gitarren-Front nicht lange widersetzen kann und zur Höchstform aufläuft. Wolf und Herman at it's best.
Auch die folgenden Songs lassen kaum Wünsche unerfüllt, denn wie wäre es mit einer Ballade? Nun zumindest beim Intro von "Shadow Soldiers" kann man ein wenig träumen, bevor der Song sich zu einer waschechten Halbballade weiterentwickelt. Aber egal ob brettharter Up-Tempo-Stampfer wie "Revolution" mit seinen fetten Chören, das etwas nachdenklich stimmende "Against the World", das langsam dahin treibende "Twist of Fate" oder kurz vor der Schlussrunde das wachrüttelnde "The Quick and the Dead", ist immer für Abwechslung und eine gewisse Dauerwirkung gesorgt, bevor mit dem letzten Stück "The Gallery" mit seiner fulminanten epischen Länge von über sieben Minuten noch einmal alle Trademarks zieht und Accept zeitgemäß in Szene setzt. Sie gehören wahrlich noch nicht zum alten Eisen und haben jetzt fast noch mehr Spaß an ihrer Musik, als vor 20 Jahren. Fan, was willst Du mehr?

Fazit: Man ist mit STALINGRAD der eingeschlagenen Linie des Vorgängers treu geblieben, hat nur wenig experimentiert, sondern sich auf altbewährte Stärken konzentriert. Und doch ist es kein B-Seiten-Abklatsch, wie viele befürchtet haben mögen. Der Sänger Mark Tornillo fühlt sich inzwischen hörbar wohl in der Band und klingt an vielen Stellen nicht nur überzeugender, sondern auch einen Tick variantenreicher. Aber vor allem Wolf Hoffmann merkt man an, dass er sich in Bestform befindet. Hier sitzen alle Riffs perfekt und er spielt mit einer Raffinesse, wie selten zuvor.
Unter dem Strich kann man auch STALINGRAD zugestehen, dass es sich auf Augenhöhe mit den Vorgänger messen kann. Es fällt mir schwer zu entscheiden, welches der beiden Werke nun wirklich besser sein mag, denn für viele Kritiker mag "genau so gut" schon schlechter zu sein. Ich will deshalb keine Erbsenzählerei betreiben und sehe den Neuling auf gleichem Niveau, also bekommt er auch die gleiche Punktzahl für die musikalische Leistung und nur das zählt schließlich. Den Quasi-Debüt-Bonus von 0,5 Punkten gibt es natürlich nicht noch einmal.
Einziger Kritikpunkt mag die kürzere Laufzeit sein, denn diesmal haben es leider nur zehn Titel auf die Scheibe geschafft, so dass nach knapp 52 Minuten (schon wieder) Schluss ist.

Tipp:
 Hier ist alles dabei, was Accept-Fans lieben und gelernt haben zu lieben. Aber auch absolute Bandneulinge - falls es die wirklich noch geben sollte - die auf exzellente Heavy Metal-Kost stehen, werden hier rundum sorglos bedient.

Titel-Liste:
 
  1. Hung drawn and quartered
  2. Stalingrad
  3. Hellfire
  4. Flash to Bang Time
  5. Shadow Soldiers
  6. Revolution
  7. Against the World
  8. Twist of Fate
  9. The Quick and the Dead
  10. The Gallery

Laufzeit:
 51:39 Min.

Probehören und Kaufen:
Accept: STALINGRAD

Empfehlen: 
 
 
    Seitenanfang   
Bandinfos
  Bandbiographie
¬ Accept
Extension
¬ Accept-Musiker
Reviews
¬ STALINGRAD
¬ BLOOD OF THE
   NATIONS
¬ METAL HEART
Video-Interviews
¬ 14.01.2011
Konzertberichte
¬ 14.01.2011
 
 

Neue Reviews
 
JC Crash - ELECTRIFIED
Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
Sideburn - EVIL OR DIVINE
Dead Memory - CINDERELLA
E-Force - DEMONIKHOL
Die Wahrheit über Heavy Metal
Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
 
 

Enjoy it!
   
Werbung 
   
 





© 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 15.11.2013