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Review: Altaria |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 07.02.2010 |
Review:
| | Seit drei Alben stehen die in 2000 gegründeten Finnen Altaria für gutklassigen Melodic Metal. Das letzte reguläre Studioalbum THE FALLEN EMPIRE stammt aus dem Jahre 2006. In 2007 gab es noch die quasi-Compilation DIVINE INVITATION, die Auszüge aus den beiden ersten Werken und einiger Demos zusammenfasste.
Nun hat das Quartett mit UNHOLY Longplayer Nr. 4 am Start. Er erscheint diesmal über Escape Music, dem früheren Label Metal Heaven hat man den Rücken gekehrt. Das Line-Up von Altaria besteht heuer aus Marco Luponero (Vocals, Bass), J-P Alanen (Guitar), Petri Aho (Guitar) und Tony Smedjebacka (Drums).
Auch UNHOLY zeichnet sich durch die typischen Altaria-Trademarks aus: ohrwurmartige Melodien, eingängige Harmonien, schön erarbeitete Höhepunkte und virtuose Gitarrenarbeit. Die Rhythmustruppe ist stilmäßig ein wenig zu Hintergrundarbeit verdammt, erledigt diese aber natürlich bodenständig und legt so das Fundament für die melodiösen Kompositionen. Sänger Marco sticht aus der Masse der Melodic- und Power-Metal-Sänger so ein wenig heraus, da er nicht so einen hellen Stimmklang hat, sondern eher mit einem kräftigen, leicht angerauhten Timbre zu gefallen weiß. Trotzdem stellen die gelegentlichen Ausflüge in die Höhen kein Problem dar.
Bei den insgesamt zwölf Songs wird fast durchgehend ein qualitativ hohes Level gehalten. Es gibt Stücke, bei denen viel Wert auf einen thronenden Höhepunkt gelegt wird wie zum Beispiel bei der Melodic-Metal-Hymne"Warrior", bei "Pride & Desire" oder "Never wonder why".
Dann gibt es aber auch Kompositionen, bei denen das Gitarrenspiel mit seinen vielseitigen Riffs und Licks eine Hauptrolle spielt. So ein klasse Riff, das sich unheimlich schnell in den Gehörgängen breit macht, gibt es beispielsweise beim Opener "Alterior Motive". Aber auch "Unholy Invasion" und "Underdog" bieten weitere Kostproben des ausgezeichneten und inspirierten Gitarrenspiels.
Emotionale Klänge werden bei "The Lake" angeschlagen und von den Finnen ordentlich gemeistert. Zum Ende hin mausert sich auch diese Nummer aber zu einer Mitgröhl-Hymne.
Aus dem hohen Standard brechen eigentlich nur das etwas belanglose "Danger Zone" und das unendlich schnulzige, fast in Melodic-Rock-Bereiche wandernde "Steal your Thunder" nach unten aus.
Fazit: Die beiden angesprochenen schwächeren Songs und die unterm Strich doch ziemliche Ähnlichkeit, was Konstrukte und den Härtegrad angeht, verhindern eine noch bessere Wertung. Da wünsche ich mir von Altaria einfach noch mehr Abwechslung. Mal ein richtiger Fetzer, eine dynamische Power-Granate, oder mit etwas mehr getragener Epik.
In Punkto melodischer und eingängiger Kompositionen kann man ihnen aber so schnell nichts vormachen. Altaria sind und bleiben eine Melodic-Metal-Bank. Und auch UNHOLY wird die Anhänger dieser Spielart sicherlich zufrieden stellen. Dennoch würde der ein oder andere Ausbruch aus diesen Standards der Band gut tun. Das Potential für noch mehr ist meines Erachtens ganz klar vorhanden, nur nützen die Finnen dieses (noch) nicht. Fünf Punkte sind zwar sicher keine schlechte Benotung und für UNHOLY auch absolut angemessen, doch unter den genannten Aspekten verschenken Altaria hier einiges. Ich hoffe da ein wenig für eine Besinnung auf die Tugenden in der Zukunft, sprich: auf noch mehr musikalische Abwechslung. |
Anspieltipps:
| | "Warrior", "Pride & Desire", "The Lake" und "Never wonder why". |
Tipp:
| | Melodic-Metal-Fans machen mit der Anschaffung von UNHOLY nichts verkehrt. |
Titel-Liste:
| | - Alterior Motive
- Warrior
- Unholy Invasion
- Pride & Desire
- The Lake
- Danger Zone
- Steal your Thunder
- Wind beneath my Wings
- We own the Fire
- Ready!
- Never wonder why
- Underdog
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Laufzeit:
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