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Review: Black Sabbath
 
Black Sabbath - 13

Album:
 13, 2013, Universal/Vertigo

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 W.W./M.A., 01.06.2013

Teamwertung:
JG JR MA WW JV
6,5 X 7,0 7,0 7,0

Review:
 Es gibt Veröffentlichungen, vor denen hat der Rezensent Angst. Weil die Bands ihn über Jahrzehnte begleitet haben, liebe musikalische Freunde geworden sind und nun im Rentenalter noch einmal ein neues Album veröffentlichen. Es ist die Angst vor der Selbstdemontage der alten Helden, die dem Ruf der eigenen Hybris nicht widerstehen konnten. Das gilt in besonderem Maße für Musiker, die über ihre aktiven Jahre zum einen Klassiker über Klassiker abgeliefert haben und zum anderen Alkohol und Drogen in einem derart hohen Maß zugesprochen haben, dass es einem Wunder gleichkommt, dass sie noch unter den Lebenden weilen. Nun ist es also die Heavy Metal-Legende Black Sabbath, die 18 Jahre nach dem letzten Studioalbum FORBIDDEN (1995) und 35 Jahre nach dem letzten Album mit Ur-Sänger Ozzy Osbourne, NEVER SAY DIE (1978), mit 13 ein neues Studioalbum vorlegt.

Dazwischen lagen selbstverständlich dir grandiosen Black Sabbath-Jahre mit Ronnie James Dio. Dazwischen lag Osbournes Solokarriere mit einer ganzen Latte an Klassiker-Alben. Dazwischen lagen aber auch die immer wieder aufkeimenden Querelen innerhalb der Ur-Besetzung, die es letztlich unmöglich machten, dass Bill Ward hinter den Drums sitzen konnte. Ward wurde auf 13 von Brad Wilk (ex-Rage Against The Machine) kompetent ersetzt.
Die acht Songs auf 13 sind, soviel sei vorweggenommen, eine ungemein britische Angelegenheit. Britisch im Sinne von selbstironisch. Im Sinne von konservativ und den eigenen Idealen treubleibend.

Das geht bereits mit dem Opener "End of the Beginning" los, einem Song, der nicht nur in der Dynamik an den Bandklassiker schlechthin, "Black Sabbath", der Geburtsstunde des Heavy Metal, erinnert. Gerade der Tritonus, der 1969 in einem noch viel simpleren Riff mit generationenübergreifender Nachhaltigkeit eingesetzt wurde, veredelt auch hier eine Songperle, über der Ozzy Osbourne, ein wenig tiefer als früher, aber noch immer mit der gleichen seltsamen Intensität, seine Texte singt.
"God is Dead?" wurde bereits im Vorfeld als Single ausgekoppelt und ist ebenfalls ein tonnenschwerer Monolith, der beweist, dass Tony Iommi nicht zu Unrecht den Titel "Godfather Of Heavy Metal" trägt. Geezer Butlers Bass pumpt giftig und wummernd wie eh und je und Brad Wilk nun, es sind nicht nur seine Initialen, die beim Zuhören an Bill Ward erinnern.
Bei "Loner" geht es ein wenig flotter zu, was im Black Sabbath-Doom-Kontext jedoch keinen Geschwindigkeitsrekord bedeutet schließlich gewinnt die Musik in erster Linie durch ihre Schwere, das Stampfende, das Zähflüssige.
Einen weiteren Besuch in der eigenen Vergangenheit macht die Band bei der Hippie-Ballade "Zeitgeist", die, jenem völlig zuwiderlaufend, an eigene frühe Klassiker wie "Planet Caravan" oder "Solitude" erinnert und dabei eine sehr gute Figur macht, Flanger-Effekt beim Gesang und Bongos inklusive.
Auch der düstere Blues-Rocker "Damaged Soul" bringt durch die Mundharmonika selige Erinnerungen an das Debüt-Album zurück.
Und wenn dann am Schluss des letzten Songs "Dear Father" plötzlich der Donner grollt, der Regen vom Himmel prasselt und in der Ferne eine Kirchenglocke schlägt, dann neigt sich das Rezensentenhaupt demütig, im Hinterkopf formt sich ein geistiges Chapeau und die Angst liegt ganz klein in der Ecke: Von der grandiosen Leistung der vier Musiker Tony Iommi, Geezer Butler, Ozzy Osbourne und Brad Wilk erschlagen.

Bonus CD:
Und diejenigen unter euch, die ein paar Euronen zusätzlich auf den Tisch legen und in die Deluxe-Edition investieren, dürfen sich neben einem schön aufgemachten Digipack über drei weitere großartige Tracks auf einer separaten CD freuen. Zum einen wäre dies das erstaunlich flotte "Methademic", das die düstere Grundstimmung des regulären Silberlings kongenial weiterführt. Gefolgt von "Peace of Mind", einer im Grundtempo etwas gemäßigteren Nummer, die mit sagenhaftem Groove, feinstem Riff von Meister Iommi und gelungenen Tempiwechseln punkten kann. Den Schlusspunkt der Bonus-Disc setzt der Song "Pariah", der das Tempo wieder ein wenig anzieht und zum Schütteln der (Rest-)Matte einlädt, Killer-Licks vom "Riffmeister" inklusive, aber das versteht sich ja wohl von selbst.

Fazit: '13' ist eine knappe Stunde, von Rick Rubin knackig produzierten Heavy Metals, gespielt von einer Band, die auch im Jahr 2013 genau wie in den 70ern klingen darf, ohne völlig anachronistisch zu sein weil sie den Stil erfunden hat und nun im 45. Jahr ihres Bestehens mit einem grandiosen Studioalbum perfektioniert hat.
Bonus CD: Kein überflüssiges Beiwerk also, diese drei Bonus-Tracks, sondern ebenfalls erstklassige Songs, die auf dem regulären Album ohne Frage ihren Platz verdient gehabt hätten. Aber das hat wohl wieder mal "marketingtechnische" Hintergründe...

Anspieltipps:
 Das ganze Album. Von A bis Z. Vom ersten bis zum letzten Ton. Superb!

Tipp:
 Black Sabbath. Tipp? Wer da jetzt noch Hinweise braucht, hat die letzten 45 Jahre Musikgeschichte verschnarcht und sich wohl ohnehin in der Seite geirrt, ähem.

Titel-Liste:
 
    CD1:
  1. End of the Beginning
  2. God is Dead?
  3. Loner
  4. Zeitgeist
  5. Edge of Reason
  6. Live Forever
  7. Damaged Soul
  8. Dear Father
    Bonus-CD:
  1. Methademic
  2. Peace Of Mind
  3. Pariah

Laufzeit:
 CD1: 53:32 Min.

Probehören und Kaufen:
Black Sabbath: 13 (Ltd. Deluxe Ed.)


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