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Review: Bon Jovi
 
Bon Jovi - BURNING BRIDGES

Album:
 BURNING BRIDGES, 2015, Island Records

Stil:
 Pop, Rock

Wertung:
 1 von 7
1 von 7 Punkten
 M.T., 09.09.2015

Review:
 Niemals hätte ich gedacht, dass ich einmal Deutschlands Schundblatt Nummer 1, besser bekannt als Bild, für irgendetwas dankbar sein würde.
Im Falle von BURNING BRIDGES, dem neuen Machwerk aus dem Hause Bon Jovi, bin ich jedoch dankbar, dass man sich das komplette Album bereits vor der Veröffentlichung auf www.bild.de anhören konnte. So blieb mir nämlich der größte Fehlkauf aller Zeiten erspart.
Ich gebe auch ehrlich zu, dass ich erst relativ spät, und zwar mit dem 2000er Album CRUSH mit Bon Jovi warm wurde. Denn für jemanden, den man mit Fug und Recht als "Thrash-Metal-Kid" bezeichnen kann, waren Jon Bon Jovi und seine Mannen in den 80ern und 90ern das erklärte Feindbild und die Poster der Band, die die Klassenkameradinnen zu Schulzeiten im Klassenzimmer aufhängten, landeten meistens ziemlich schnell im Papierkorb und wurden von uns Headbangern durch unsere Helden von METALLICA und SLAYER ersetzt.

So sollte es bis zu meinem 26. Lebensjahr dauern, bis ich Bon Jovi und die durchaus vorhandenen Qualitäten der Jungs aus New Jersey für mich entdeckte. Wenn wir alle einmal absolut ehrlich zu uns selbst sind, dann gibt es nämlich bei so ziemlich jedem mindestens einen Moment im Leben, den er mit einem Song von Bon Jovi verbindet. Bei mir ist das der Tag meiner bestandenen Führerscheinprüfung und, so kitschig und sentimental das auch klingen mag, "Itís my Life", das genau in diesem Moment im Autoradio lief. Und jetzt mal im Ernst, ich möchte echt nicht wissen wie viele Kinder schon zu den Klängen von "Bed of Roses" oder "Always" gezeugt wurden.

Nun erscheint also mit BURNING BRIDGES das bereits dreizehnte Album in der zweiunddreißigjährigen Kariere von Bon Jovi. Eine Kariere in der die Gruppe dem Hard Rock mit SLIPPERY WHEN WET und NEW JERSEY zwei absolute Klassiker geschenkt hat, wenn auch ganz harte Rocker stets aufgrund der schwülstigen Texte und des fehlenden Härtegrades die Nase rümpften.
Album Nummer 13 bedeutet nun einen Neuanfang für Jon Bon Jovi (Gesang, Rhythmusgitarre), David Bryan (Keyboard) und Tico Torres (Schlagzeug), die letzten verbliebenen Mitglieder der Originalbesetzung. Ist es doch das erste Album ohne den Mann, der drei Jahrzehnte lang als kongenialer Partner von Jon Bon Jovi galt. Genau, damit meine ich Richie Sambora. Über den Ausstieg oder Rauswurf des Gitarristen wurde bereits in anderen Magazinen genug geschrieben und auch spekuliert, deshalb möchte ich darauf nicht weiter eingehen. Doch eins muss einmal deutlich gesagt werden, schon der Rauswurf von Alec John Such 1994, der danach durch den vielleicht technisch besseren jedoch kaum auffallenden Hugh McDonald ersetzt wurde, veränderte das Gesicht der Truppe. Mit dem Weggang von Sambora passierte, meines Erachtens aber etwas viel Schlimmeres. BON JOVI verloren ihre Seele.
Wie ich das meine?
Nun, für mich lebten die früheren Alben der Band nicht nur vom Gesang von Jon Bon Jovi sondern zu einem nicht unerheblichen Teil vom Gitarrenspiel von Richie Sambora, den ich zusammen mit The Edge von U2 und Phil Campbell von MOTÖRHEAD für einen der unterbewertesten Gitarristen überhaupt halte. Wobei es ihm seit dem 2007er Album LOST HIGHWAY immer schwerer gemacht wurde seinen Job ordentlich zu machen, da die Kapelle seit dem, in meinen Augen, letzten annehmbaren Album HAVE A NICE DAY aus dem Jahr 2005, mit jedem neuen Werk noch eine Schippe Ideenlosigkeit und Seichtigkeit draufgelegt hat. Hinzu kommt, dass Mr. Bon Jovi sich mittlerweile für einen Singer / Songwriter oder Country Musiker hält. Um es kurz zu machen, bei den letzten Alben der Band konnte von Hard Rock überhaupt keine Rede mehr sein.
Kommen wir aber nun endlich zum aktuellen Album BURNING BRIDGES.
Dachte ich bereits beim Vorgänger WHAT ABOUT NOW, aus dem Jahr 2013, das Ende der Fahnenstange wäre erreicht und BON JOVI könnten nun echt nicht mehr peinlicher werden, so belehren einem die Mannen mit BURNING BRIDGES glatt eines Besseren. Nicht nur, dass es hier so gut wie keine Gitarren mehr gibt und einen, der mittlerweile Alleinherrscher, Jon Bon Jovi und seine Lakaien mit langweiligen Balladen wie "A Teardrop to the Sea" zu Tode langweilen, nein Jon liefert hier auch noch die schlechteste Gesangsleitung seines Lebens ab und vergewaltigt mit dem abschließenden "Burning Bridges" die Countrymusik dermaßen, dass man sich glatt wünscht Johnny Cash möge sich aus dem Grab erheben und Jon Bon Jovi die Gitarre dahin stecken wo die Sonne nie hin scheint!
Bezeichnend ist weiterhin, dass die einzige noch mit Richie Sambora verfasste Nummer "Saturday Night gave me Sunday Morning", die einzig hörbare des gesamten Albums ist.

Fazit: Gerüchteweise plant Jon Bon Jovi eine Kariere in der Politik. Man kann nur hoffen, dass an diesen Gerüchten etwas dran ist und wir, wobei mir echt das Herz blutet das so zu äußern, von weiteren Bon Jovi Werken verschont bleiben. Laut Aussage der Band ist BURNING BRIDGES ein "Fan-Album". Was auch immer das heißen soll. Bon Jovi haben ihren Zenit bereits vor 10 Jahren überschritten und es ist traurig mit anzusehen oder auch anzuhören, wie weit es mit der Gruppe bergab gegangen ist. Auch weil ihr Anführer nicht weiß wann er besser aufhören sollte.
Von seinen Fans für diese ollen Kamellen, einige der Songs haben mehr als 10 Jahre auf dem Buckel, auch noch den Preis eines regulären Albums zu verlangen ist, mit Verlaub, eine echte Unverschämtheit!

Anspieltipps:
 Mit sehr viel Wohlwollen "Saturday Night gave me Sunday Morning".

Tipp:
 Jeder, der noch über ein klein wenig Musikgeschmack verfügt, sollte sein Geld lieber für jedes andere Album seiner Wahl ausgeben. Wer sich seine guten Erinnerungen an Bon Jovi erhalten will, sollte entweder zu den alten Alben greifen oder sich Samboras 2012er Album AFTERMATH OF THE LOWDOWN zulegen.

Titel-Liste:
 
  1. A Teardrop to the Sea
  2. We don't run
  3. Saturday Night gave me Sunday Morning
  4. We all fall Down
  5. Blind Love
  6. Who would you die for
  7. Fingerprints
  8. Life is beautiful
  9. I'm your Man
  10. Burning Bridges

Laufzeit:
 40:48 Min.

Probehören und Kaufen:
Bon Jovi: Burning Bridges


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