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Review: Bullet For My Valentine
 
SCREAM AIM FIRE

Album:
 SCREAM AIM FIRE, 2008, GUN

Stil:
 Thrash Metal, Metalcore, Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.K., 17.02.2008

Review:
 Mit SCREAM AIM FIRE liefern Bullet For My Valentine nach ihrem Erfolgsdebüt THE POISON ihr zweites Album in ihrer noch recht jungen, aber erfolgsverwöhnten Karriere ab. Vorher wurde bekannt, dass die Band auf ihrem zweiten Studioalbum härter klingen möchte als auf dem Erstlingswerk. Ob dies gelungen ist und wohin der Weg für Bullet For My Valentine mit SCREAM AIM FIRE führt, dies lässt sich hier nachlesen:

Mit dem thrashigen Titeltrack, also sinnigerweise "Scream Aim Fire", beginnt das Album. Direkt zu Beginn der ersten Single gibt es hier einiges an Double Bass und doppelläufigen Leads auf die Ohren, bis Matt Tucks Gesang die erste Strophe einläutet. Der Mann klingt aggressiver, erinnert an James Hetfield. Im Refrain kommen Gangshouts zum Einsatz, während der Song weiter im Up Tempo-Bereich auf die zweite Strophe zusteuert. Lyrisch geht es um das Thema Krieg, man bedient sich also auch textlich thematisch am Thrashgenre. Der Break wird zu einem Ausflug in den Metalcore genutzt, Growls werden an dieser Stelle eingesetzt, während das Tempo kurzzeitig verringert und mit groovenden Riffs ausgestattet wird. Danach geht es im gewohnten Tempo mit einem ordentlichen Gitarrensolo weiter, gefolgt vom Chorus. Dann denkt man, der Song fadet langsam aus, aber mit dem aus dem Break bekannten Part geht es noch einmal weiter. Guter Opener, der direkt auf die neue Marschrichtung der Band hinweisen kann.
Mit "Eye of the Storm" geht es genau so thrashig weiter. Unsinnigerweise werden hier teilweise Effekte wie Donner über das Lied gelegt. Kann man vielleicht mit einem dazu passenden Videoclip machen, aber doch bitte nicht auf dem Album. Ändert jedoch nichts daran, dass Bullet hier aufs Gaspedal drücken und weiterhin dem Thrash fröhnen. Kurz vorm Refrain gibt es ein Zusammenspiel aus Double Bass und Riffs, weiß zu gefallen. Im Refrain selber wird dann clean gesungen, während Drummer Michael Thomas für Abwechslung sorgt. Die zweite Strophe bietet ebenso diese Abwechslung beim Drumming, danach geht es gewohntermaßen mit dem Refrain weiter. Danach folgt ein Mitklatschpart, hier wurden die klatschenden Leute direkt ins Lied eingefügt. Macht es live für die Band um so einfacher, so wissen die Fans ja wann sie wie zu klatschen haben. Danach folgt ein ordentliches, teils doppelläufiges Gitarrensolo. Macht Spaß zu hören und variiert teilweise in sehr melodische Bereiche. Mit der ersten Strophe geht es im Anschluss weiter. Danach folgt der Refrain. Hiernach ist abrupt Schluß. Konnte überzeugen, hätte jedoch etwas kürzer und kompakter sein dürfen. Sonst wiederholt es sich teilweise zu oft.
Ruhig und gefühlvoll, an eine Ozzy Osbourne-Ballade erinnernd, beginnt "Hearts burst into Fire", die zweite Single aus SCREAM AIM FIRE. Ein langsames Solo kommt hinzu, nimmt jedoch mit dem Song an Fahrt auf. Im gemächlichen Mid Tempo geht es hier zur Sache, der Song hat einen netten Drive, welcher von einer sporadisch eingesetzten Double Bass erzeugt wird. Klarer Gesang dominiert hier, eine recht flotte Halbballade kristallisiert sich heraus. Der Refrain bleibt im Ohr hängen, der Song macht Spaß. Nach dem zweiten Refrain geht es langsamer weiter, die Bridge entpuppt sich als recht ruhig. Hiernach schließt sich der Refrain wieder an. Zum Ende hin dürfen auch ein paar Shouts nicht fehlen, mit einem Lead ist dann jedoch Schluß. Richtig guter Song.
Thrashlastig gehts weiter, "Waking the Demon" erinnert vom Songwriting direkt an einige Metallicaklassiker und legt ordentlich Tempo vor. Die Double Bass schiebt Überstunden, hier wird gnadenlos aufs Gaspedal gedrückt. In den Strophen wird geshoutet, im Refrain das Tempo gedrosselt und klar gesungen. Druckvoll kommt das Ganze aus den Boxen, Bullet for my Valentine legen hier den schnellsten Song ihres bisherigen Schaffens auf den Schreibtisch des Rezensenten. Irgendwo zwischen Metalcore und Thrash Metal wird hier gewildert, die Bridge bringt etwas Ruhe rein, danach wird der Spannungsbogen wieder aufgebaut und Platz für ein schnelles Gitarrensolo geschaffen. Würden Metallica auf ihren letzten Alben so klingen wie Bullet for my Valentine teilweise hier, wäre das Gemecker nicht so groß ausgefallen. Hier gibts gescheites Songwriting mit schnellen und langsamen Phasen auf die Lauscher, nur die Übergänge wirken teilweise etwas uninspiriert.
Nur bedingt langsamer beginnt "Disappear". Doppelläufige Leads, wie man sie vom THE POISON-Album noch in Erinnerung hat, starten das Lied. "Disappear" ist bisher der Song, der am meisten nach dem Debütalbum der Truppe klingt. Klarer Gesang, der sich im Refrain mit Shouts abwechselt, Leads, gradliniges Songwriting, so kennen eingefleischte Fans und Hörer die Waliser. Große Überraschungen bleiben in "Disappear" aus, der Song ist typisches gehobenes Mid Tempo-BfmV-Material mit einem relativ kurzen Gitarrensolo und einer Bridge, die für die Bühne geschrieben ist. Publikumsinteraktion wird hier via Gangshouts vorgelebt. Solider Song, der Fans vom Debüt überzeugen sollte und zum Ende kurzzeitig Tempo aufbaut.
"Deliver us from Evil" folgt und bleibt im THE POISON-Stil, ist jedoch langsamer als das Stück zuvor. Der catchy Riff wird mit 08/15-Drumming und der klaren Stimme Matt Tucks kombiniert. Kurz vorm Refrain wird es etwas härter, die zweite Gitarre kommt zum Einsatz, ebenso wie Bass und Double Bass-Einsätze. Im Refrain geht das Drumming von Schlagwerker Michael Thomas wieder teilweise in den Thrashsektor über, es kommen auch wieder Gangshouts und Shouts zum Einsatz. Der sechste Song ist mit knappen sechs Minuten der zweitlängste auf SCREAM AIM FIRE, kann mich jedoch bisher am wenigsten überzeugen. Die Bridge wird ziemlich lange hingezogen und klingt streckenweise zu seicht. Dafür gibt es danach ein Gitarrensolo, welches relativ langsam vorgetragen wird und ruhig länger hätte sein können. Im Endeffekt kann man sagen, "Deliver us from Evil" hätten zwei Minuten weniger ganz gut getan. So wiederholt sich leider zu viel.
Mit "Take it out on Me" geht es im Anschluss weiter. Als Gastsänger ist hier Benji Webbe der walisischen Ragga Metal-Band Skindred zu Gast. Zu Beginn gibt es Growls, die gerne bedrohlich klingen würden, aber recht schwachbrüstig klingen. Weiter geht es mit den patentierten "Linkin Park 3-Akkorde, ein Anschlag"-Riffs und extrem seichten Gesang. Im Refrain wird dann etwas Härte hinzugefügt, was mir mehr zusagt als die soften Strophen. Die Gitarrenmelodie in der Bridge kommt sehr bekannt vor, interessanter ist hier jedoch das Drumming im Hintergrund, während Tuck und Webbe schmachtend trällernd. Ein gefühlvoll gespieltes Gitarrensolo darf sich noch hinzu gesellen, welches den Übergang in einen leicht härteren Teil der Bridge darstellt. Auch "Take it out on me" hat in meinen Augen das Problem der Länge: 5:52 Minuten sind einfach zu viel. Wiederholungen bleiben hier nicht aus, schließlich haben wir es hier nicht mit einer experimentellen Prog Metal-Band, sondern mit einer Metalcore-Band, die sich an den Thrash wagt, zu tun.
Mit Regengeräuschen und Donner, also einem astreinen Gewitter, beginnt "Say Goodnight". Dazu gesellt sich eine ruhige Gitarremelodie, die mit einem Solo gepaart wird. Ein Schelm, wer hier an "Nothing else matters" von Metallica denkt, vor allem da die Anfangs erwähnte Melodie auch in der Strophe weiter verwendet wird. Zweistimmiger, klarer Gesang in den Strophen, der im weiteren Verlauf noch schmalziger wird. Als in der zweiten Strophe Gesang mit einem zusätzlichen, kurzen Gitarrensolo gemischt wird, klingt das Werk auch kurzzeitig überproduziert. Aber was da? Bullet for my Valentine packen die Shouts und Riffs aus und nehmen via Double Bass an Tempo auf. Es wird also etwas härter im Verlauf des gut fünf Minuten langen Songes. Die Gesangslinie treibt dem Hörer dennoch den Schmalz aus den Boxen, da ist die letzte halbe Minute mit den Shouts und der höreren Geschwindigkeit schon besser.
Wieder im gewohnten Bullet for my Valentine-Sound präsentiert sich "End of Days". Im Mid Tempo gibt es hier einen Song auf die Ohren, der auch auf THE POISON seinen Platz gefunden hätte und im Gegensatz zu halb gekonnten Metallicacovern überzeugen kann. Das Erfolgsrezept aus gekonnten Riffs, der Mischung aus Härte und Melodie sowie einem ausgewogenen Einsatz von Shouts packt den Hörer auch hier, der Song bohrt sich ins Gedächtnis. Die Bridge überzeugt dazu noch mit einem herrlichen Groove, gerade das Schlagzeugspiel zeigt sich hier abwechslungsreich und auch beim anschließenden Gitarrensolo gibt es inspirierteres zu hören als in den Stücken zuvor. Zum Ende hin folgt eine typische BfmV-Passage mit klaren Vocals von Matt Tuck und Shouts seiner Mitmusiker, die den Song gescheit beenden kann. Geht doch.
"Last to know" ist mit 3:15 Minuten das kürzeste Stück auf SCREAM AIM FIRE und beinhaltet zu Beginn doppelläufige Leads, die in einen Thrashriff und treibende Drums münden. Wenn die Strophe mit Shouts beginnt fehlt jedoch definitiv etwas Druck. Diesen holt die Band im Refrain, da wird richtig aufs Gaspedal gedrückt. Die Riffs kommen in einer ordentlichen Geschwindigkeit aus den Boxen. Matt Tuck himself startet die zweite Strophe mit Shouts, klingt jedoch lange nicht so gut dabei wie sein Co-Gitarrist Michael "Padge" Padget. Leider wird der Song nun erstmal nicht mehr so schnell wie im ersten Refraindurchgang, dafür gibt es ein Gitarrensolo auf die Ohren und wieder einmal überzeugt das Drumming von Michael Thomas. Eine abwechslungsreiche, knackige Nummer, die das Album perfekt beendet hätte...
...wenn da nicht noch die knapp sieben Minuten lange Nummer "Forever and Always" kommen würde. Dies beginnt direkt mit einem Lead aus der Zahnspangen-Metal-Abteilung und der Song hält in der ersten Strophe, was der Titel verspricht: Pathos, das es weh tut. Die Lyrics sind auf die MySpace-Generation zugeschnitten, wirklich großartig beliebt machen sich Bullet for my Valentine mit diesem Song beim ebenfalls angesprochenen Thrashpublikum nicht. Der Refrain klingt eher nach Bon Jovi als nach Bay Area, der Mitklatschpart danach setzt dem Ganzen die Krone auf. Und während ich hier nebenbei aus dem Fenster schaue und mir den blauen Himmel angucke und dafür sinniere, was es gleich zu Essen gibt, geht der Mitklatschpart ohne Ende weiter. Den Sinn dieser Aktion weiß wohl nur die Band selber, denn dazu gesellen sich noch vereinzelt Vocals mit Echo und Gitarrenspielereien. Man denkt, es kommt nicht schlimmer? Weit gefehlt...der "Wooohooohooo"-Part darf natürlich nicht fehlen. Danach folgen Keyboardteppiche. Kein Scherz. Am Ende fällt ein Instrument nach dem anderen weg und beendet wird SCREAM AIM FIRE mit Drums und Klatschen. Braucht kein Mensch, das letzte Stück.

Fazit: Bullet for my Valentine legen hier ein Album vor, das zumindest meine Meinung spaltet. Die ersten vier Songs rocken ohne Ende, man bekommt richtig Lust auf die neuen BfmV. Danach folgt ein Stücke, das sich an THE POISON orientiert und dann...ja, dann gehts rapide bergab. Die Lieder Nummer 6-8 stellen in meinen Augen die große Schwachstelle des Albums dar:
Zu lang, zu uninspiriert, zu offensichtlich bei großen Vorbildern bedient, zu viele Wiederholungen. Danach bekommt die Band mit den gescheiten "End of Days" und "Last to know" zwar noch einmal die Kurve und man findet wieder Spaß an SCREAM AIM FIRE...doch mit dem abschließenden "Forever and always" hat sich das auch schon wieder erledigt. Unnötiger Song, der das Album mit einem für mich flauen Gefühl, welches ich nach dem achten Song abgelegt hatte, abschließt.
Insgesamt kann man hier in meinen Augen zwar von einem soliden Zweitwerk sprechen, das gerade zu Beginn überzeugt. Doch an THE POISON kommen die vier Jungs hier nicht ran. Weiterentwicklung möchte ich der Band definitiv nicht absprechen, die ist durchaus vorhanden und nur damit lassen sich die fünfeinhalb Punkte erklären.
Jedoch sollte man, wenn man schon fast ein Jahr nur aufnimmt, das nächste Mal sich mehr auf die eigenen Stärken besinnen und nicht versuchen, die Stärken anderer Bands mehr schlecht als recht zu kopieren. Selbst das Cover-Artwork erinnert sofort an Heaven Shall Burn's DEAF TO OUR PRAYERS: Dunkle, bedrohliche Szenerie, großes Gebäude im Mittelpunkt (in beiden Fällen eine Art Kirche) sowie Bandname und Albumtitel in der Mitte des Covers...vergleicht im Plattenladen eures Vertrauens.
Der einzige Musiker, der mich hier komplett überzeugen kann und einen großen Anteil an der Endnote hat, ist Drummer Michael Thomas.

Anspieltipps:
 "Scream Aim Fire", "Hearts burst into Fire" und das knackige "Last to know".

Titel-Liste:
 
  1. Scream Aim Fire
  2. Eye of the Storm
  3. Hearts burst into Fire
  4. Waking the Demon
  5. Disappear
  6. Deliver us from Evil
  7. Take it out on Me (feat. Benji Webbe von Skindred)
  8. Say Goodnight
  9. End of Days
  10. Last to know
  11. Forever and Always

Laufzeit:
 56:56 Min.

Probehören und Kaufen:
Bullet for my Valentine: SCREAM AIM FIRE

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