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Review: Danzig
 
DETH RED SABAOTH

Album:
 DETH RED SABAOTH, 2010, AFM

Stil:
 Dark Rock, Doom Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 04.07.2010

Review:
 Was waren das für Zeiten, als Ende 80er, Anfang der 90er ein muskelbepackter ganz in Leder gekleideter Amerikaner mit seinen gerade einmal Einen Meter Sechzig Körpergröße die Welt mit seiner ganz eigene Interpretation rockig blueslastiger Klassiker Marke Elvis und Roy Orbison gebettet in düsteren Gewand der Briten Black Sabbath, die Fans begeisterte. Sein Klassiker "Mother" ist bis heute unerreicht.
Die Wege sind jedoch nicht immer geradlinig und so ist es mehr als verwunderlich, dass Danzig Mitte der 90er plötzlich seine bisherige musikalische Erfolgsgeschichte unterbricht und sich schwerfälligem Industrial Metal zuwendet. Offenbar ist zehn Jahre lang neben dieser musikalischen Phase vollbusige offenherzige Hintergrundausstattung und seine Leidenschaft für Comics übermächtiger, als die Besinnung auf seine alten Tugenden. Ok, die Vollbusigen Silikon-Bräute sind bis heute geblieben, aber was soll's.
Erst 2004 blitzt auf CIRCLE OF SNAKES an ein paar Ecken die alte Stärke durch. Und es soll noch einmal sechs Jahre dauern, bis er mit DETH RED SABAOTH ein würdiges Comeback wagt. Ob es eines Comebacks würdig ist, wird sich jedoch erst noch zeigen müssen.

Der flotte Opener "Hammer of the Gods" beginnt zumindest schon recht viel versprechend und kann Dank seiner recht eingängigen Hookline schnell punkten. Als wären die letzten 20 Jahre nie gewesen, knüpft er genau dort an, wo er mit seinen ersten drei Alben begonnen hatte. Einziger Unterschied mag die Tendenz zu mehr Doom und weniger Blues sein, was jedoch kein Schaden ist.
"The Revengeful" startet als groovender Stampfer mit einfach gestrickter und einprägsamer Hookline, die sich schnell in den Gehörgang frisst und sowohl mit Glenns weinerlich nölendem Gesang als auch mit exzessiv agierenden Gitarren ausgeschmückt wird. Stellenweise beginnt es sich wie zäher Kaugummi in die Länge zu ziehen, erwischt dann aber gerade noch rechtzeitig die richtige Spur, bevor der Song zur Nervensäge mutiert.
Dark in jedem Fall, aber auch leicht Industrial-lastig mit einem gut aufgelegten Frontmann, der hier bei "Rebel Spirits" stimmlich an die Anfangszeiten Ende der Achtiger anknüpft, jedoch deutlich mehr Wert auf Gitarrenausritte legt, als damals.
Behäbig walzend, rollt mit "Black Candy" das nächste tonnenschwere Dark Rock-Stück aus den Boxen, und erlebt besonders mit seinen Drum-Zwischenspurts eine ganz eigene Dynamik. Wer auf besonders depressive Balladen steht, der findet hier den genialen Gegenpart zu weichgespülten AOR-Allerwelts-Balladen.
Nahezu locker und lässig rockt der meister bei "Deth Red Moon" und katapultiert den Song sogleich an die Spitze meiner Favoriten. Rockig groovend mit unverkennbar bluesiger Schlagseite, einem charismatisch schmachtenden Frontmann und einer Eingängigkeit, die sofort ins Langzeitgedächtnis drängelt, wurde hier alles richtig gemacht inklusive dem obligatorischen Gitarren-Solo, dass diesmal sogar einmal nicht völlig ausufert.
"Ju Ju Bone" bewegt sich ganz auf den Spuren der dürster arrangierten Klassiker im Stile von Roy Orbison oder Elvis, so wie man es aus der frühen Schaffensperiode gewöhnt war. Es fehlt jedoch das gewisse Etwas, um an einen Übersong wie "Mother" nahtlos anzuknüpfen oder diesen gar zu toppen. Flüssig und gefällig ist es trotzdem, bevor...
...mit "Night Star Hel" der nächste düstere und doomig walzende Song ausgepackt wird. Wimmern ist angesagt, egal ob Gesang oder Gitarre und man wildert tief in den Gefilden von Black Sabbath, bevor auch hier nicht zum ersten und letzten Mal die Instrumente an der ganz langen Leine geführt werden und noch einmal richtig Fahrt aufnehmen.
Es folgt mit "Pyre of Souls" (in zwei Teilen) und seinen über zehn Minuten ein wahres Monster, dass erst einmal verdaut werden will. Wer besonders auf scherfälligen, zähen instrumentell geprägten Doom mit dominanten Gitarrenwänden abfährt, der bekommt hier einen echten Leckerbissen vorgeworfen, an dem man länger zu kauen hat. Headbanger aufgepasst, trotz niedriger Frequenz kann man sich hier richtig in Trance "bangen" und "schütteln".
Zum Abschluss gibt es mit "Left Hand Rise Above" noch einmal den kleinen Bruder von Black Candy, was besonders beim Drumming deutlich wird. Überwiegend ruhig und etwas schleppend, schlägt hier die Stunde für Glenn, der in seiner unverkennbaren Art ungeachtet aller Zwischenspurts seiner Balladen-Linie treu bleibt sein Comeback nicht spektakulär, aber immerhin solide beendet.

Fazit: "Glenn Danzig is back", na ja zumindest größtenteils. Es mögen wohl die richtigen Oberhämmer der ersten Werke fehlen und einige Songs sind etwas schnörkellos ausgefallen, aber es lässt sich der gute Wille auch nicht abstreiten. Was bleibt ist ein fulminanter Start und anschließend ein paar Zwischenhöhen. Jetzt gilt es nachzulegen, die Fans von Einst zu mobilisieren, neue hinzuzugewinnen und nicht wieder einen Rückfall zu erleiden. Er hat es doch noch drauf, der Glenn und ist mit 55 Jahren gerade im besten Alter für eine "zweite Jugend".

Anspieltipps:
 "Hammer of the Gods", "The Revengeful" , "Rebel Spirits" und "Deth Red Moon".

Tipp:
 Danzig-Fans aufgepasst, der Meister meldet sich zurück und hat dafür jede Menge industriellem Müll über Bord geworfen.

Titel-Liste:
 
  1. Hammer of the Gods
  2. The Revengeful
  3. Rebel Spirits
  4. Black Candy
  5. On a wicked Night
  6. Deth Red Moon
  7. Ju Ju Bone
  8. Night Star Hel
  9. Pyre of Souls
  10. Left Hand Rise Above

Laufzeit:
 52:04 Min.

Probehören und Kaufen:
Danzig: DETH RED SABAOTH (Ltd.Digi)

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