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Review: Deep Purple
 
PERFECT STRANGERS

Album:
 PERFECT STRANGERS, 1984, Mercury

Stil:
 Classic Rock, Hard Rock

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 M.A., 16.09.2010

Review:
 Die Spatzen pfiffen es schon seit geraumer Zeit von den Dächern. Ritchie Blackmore (Gitarre) hatte sein Projekt Rainbow in eine künstlerische Sackgasse manövriert. Ian Gillan (Gesang) hatte nach seinem Gastspiel bei Black Sabbath sowie mit seiner eigenen Band Gillan nichts weltbewegendes mehr auf die Reihe gekriegt. Ian Paice (Drums) und Jon Lord (Hammond/Keyboards) waren mit der musikalischen Ausrichtung und insbesondere ihrer Stellung als "Background-Musiker" bei Whitesnake auch nicht sonderlich glücklich. Und Bassist Roger Glover war mit seinen gelegentlichen Produzenten-Jobs künstlerisch chronisch unterfordert. Mitte April 1984 war es dann offiziell verkündet worden. Die legendäre MK II-Besetzung hat sich "wiedervereinigt" und kündigt ein neues Album und eine World-Tour an. Die Fans und Kritiker der Band sowie der Rest der Musik-Welt fiebern dem Release-Date entgegen. Am 29.10.1984 ist es dann endlich soweit: PERFECT STRANGERS erblickt das Licht der Plattenläden.
Die Kritiken reichen von "lediglich solider Hardrock" bis zu "...die herausragende Rock-LP des Jahres". Überwiegend wird das Album jedoch wohlwollend aufgenommen und als legitimer Nachfolger des 1972er Meilensteins MACHINE HEAD bezeichnet. Nicht zu Unrecht.
Das Album klingt wie aus einem Guß: Glasklarer, druckvoller Sound, die legendären Orgel-Gitarre-Duelle, der herausragende Gesang eines stimmlich wieder voll im Saft stehenden Ian Gillan, der typische Rock 'n' Roll-Shuffle von Ian Paice sowie der geradlinige pumpende Bass von Roger Glover. Auffällig ist jedoch, dass die Platte keine Uptempo-Nummern enthält. Man agiert hier ausnahmslos im Midtempo-Bereich. Aber auf welch einem Niveau!
Los geht es mit "Knocking at your Back Door". Erst hört man nur eine Hammond Orgel brummend auf einem Ton verharren. Dann folgen vier Töne der Hammond: Da-Da-Da-Da. Dann setzt der Bass ein, bedrohlich schwellt die Hammond-Orgel an, das Schlagzeug gesellt sich mit treibendem Beat dazu, Blackmore haut in die Saiten und ein paar Takte später sind sie mit einsetzendem Gesang von Gillan endlich wieder komplett. Was für ein Auftakt. Ein absoluter Klassiker als Opener, den man, einmal gehört, nie wieder vergisst. Weiter geht es mit "Under the Gun", "Nobody's Home" und "Mean Streak", drei absolut erstklassigen Riff-Rockern, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Dann naht der nächste Höhepunkt mit dem Titelsong, einem hypnotisch-zeppelinesken Monolith, dessen Haupt-Riff man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Mit "A Gypsy's Kiss" folgt der schnellste Song der Platte, ein nach vorne gehender Rocker mit ein paar feinen Kabinettstückchen von Mr. Blackmore und solider Arbeit von Glover und Paice sowie einem weiteren Orgel-Gitarren-Duell. Und endlich hat man ein wenig Zeit zum Verschnaufen. Nämlich bei "Wasted Sunsets", einer erstklassigen Power-Ballade mit einem wunderbaren Ian Gillan und traumhafter Melodieführung, im wesentlichen durch Blackmores einfühlsames Spiel geprägt. Mit" Hungry Daze" hat man dann schließlich das letzte Stück (der LP) erreicht. "Hungry Daze" ist -zugegebenermaßen - ein eher simpel aufgebauter Song, der durch seinen unwiderstehlichen Groove jedoch einen würdigen Schlusspunkt setzt.
Auf der etwas später veröffentlichten CD-Version des Albums war zudem noch "Not Responsible" vertreten, ein Outtake, das es sicherlich verdient hätte, auch auf der LP vertreten zu sein. Bei der hier vorliegenden und von Roger Glover im Jahre 1999 remasterten Version von PERFECT STRANGERS wurde ein weiteres Outtake hinzugefügt, nämlich "Son of Alerik", ein unfertiger zehnminütiger Instrumentalsong. Daraus hätte sicherlich ein sehr gutes Stück Musik werden können, wenn man es denn fertiggestellt hätte. So ist es lediglich interessantes "Beiwerk".
Ian Gillan selbst sagte über das Album:
"PERFECT STRANGERS ist das beste Album, das wir je gemacht haben. Wenn ich es auflege, lasse ich es immer gleich vierzigmal laufen. Wirklich, so stolz bin ich darauf. Ich hätte nie gedacht, dass ich auf ein Album stolzer sein könnte als auf FIREBALL. Bei PERFECT STRANGERS ist das der Fall."
Dem ist meinerseits nichts hinzuzufügen.

Fazit: Das Reunion-Album der "Ikonen des Hard Rock" vereinigte die spielerische Erstklassigkeit des Quintetts mit anspruchsvollen Kompositionen, die sich durch einen hohen Wiedererkennungswert auszeichneten. Der legendären MK II-Besetzung gelang es, die neuen Songs in zeitgemäßem Sound zu präsentieren und somit den Anschluss an den musikalischen Zeitgeist des Jahres 1984 nicht zu verpassen, wie von vielen Kritikern im Vorfeld der Veröffentlichung befürchtet. Mit "Knocking at your Back Door" und dem Titelsong hatten Deep Purple zudem zwei neue Klassiker im Gepäck, die auch heutzutage noch zu den Live-Faves zählen und in einem Atemzug mit Meilensteinen wie "Speed King", "Child in Time", "Burn" etc. genannt werden. Die remasterte Version kommt im Vergleich zur herkömmlichen CD-Version zudem mit einem klareren und druckvolleren Sound daher.

Anspieltipps:
 "Knocking at your Back Door", "Mean Streak", "Perfect Strangers", "A Gypsy's Kiss", "Wasted Sunsets".

Tipp:
 PERFECT Strangers ebnete Deep Purple den Weg zum zweiten Karriere-Hoch. Das Album selbst ist heute längst ein Rock-Klassiker und dies auch völlig zu Recht. Für alle Purple-Fans/Rockmusik-Fans ein unverzichtbares Album, das auch nach einem Vierteljahrhundert nichts von seinem hohen Unterhaltungswert verloren hat, eher im Gegenteil!

Titel-Liste:
 
  1. Knocking at your Back Door
  2. Under the Gun
  3. Nobody's Home
  4. Mean Streak
  5. Perfect Strangers
  6. A Gypsy's Kiss
  7. Wasted Sunsets
  8. Hungry Daze
  9. Not Responsible (Outtake-nur CD)
  10. Son of Alerik (Outtake- nur Remastered Edt.)

Laufzeit:
 54:59 Min.

Band-Infos:
 
  • www.deeppurple.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Deep Purple: PERFECT STRANGERS

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