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Review: Bruce Dickinson
 
THE CHEMICAL WEDDING

Album:
 THE CHEMICAL WEDDING, 1998, Sanctuary

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 U.B., 07.12.2011

Review:
 Nach seinem Weggang von Iron Maiden startete Bruce Dickinson seine Solokarriere. Die ersten Alben hatten nur mäßigen Erfolg, erst mit ACCIDENT OF BIRTH von 1997 klang der Sänger wieder so wie seine Fans ihn als ehemaligen Maiden Frontmann kannten und schätzten. Gab es doch nicht wenige Musikfreunde die behaupteten, die BIRTH Scheibe klinge mehr nach Maiden als Maiden selber zu der Zeit, vor allem da der damalige Maiden Sänger Blaze Bayley an die Leistungen von Dickinson nie auch nur heranreichte. Und so war 1998 als THE CHEMICAL WEDDING erschien, die Besetzung folgerichtig auch die gleiche wie auf dem BIRTH Album: Adrian Smith Gitarre, Roy Z (der eigentlich Roy Ramirez heißt) Gitarre, Eddie Casillas Bass und David Ingraham Drums. Roy Z schrieb die meisten Songs zusammen mit Dickinson und übernahm auch die Produktion. Bei drei Tracks war auch Adrian Smith, der alte Weggefährte aus Maiden Zeiten, am Songwriting beteiligt. Das Cover ziert ein Foto (durch einen Zoomeffekt etwas abgewandelt) des bekannten Gemäldes von William Blake, mit dem Titel The Ghost Of A Flea. Dickinson bestätigte in einem Interview, dass er sich bei seiner musikalischen Arbeit gern von Bildern inspirieren lässt. William Blake, Poet, Autor und Künstler galt zu Lebzeiten (18 tes Jahrhundert) als Verrückter der dem Okkultismus nahe stand und seine Visionen malte. Heute betrachtet man Blake als einen der angesehensten Künstler Großbritanniens. Und so beschäftigen sich die Texte des Albums auch mit dem Schaffen von William Blake und handeln von Alchemy, okkulten Wissenschaften, höllischen Mächten und mystischen Gedichten. In einigen Songs wird aus Blakes Werken zitiert. Dementsprechend düster ist die Scheibe ausgefallen. Adrian Smith hatte bei manchen Songs extra einige Basssaiten auf seine Gitarren aufgezogen um den Sound noch finsterer zu machen. Der gleichnamige Film THE CHEMICAL WEDDING von 2008, zu dem Bruce Dickinson das Drehbuch schrieb, beinhaltet als Filmmusik zwar den Titelsong hat aber sonst nichts mit dem Album zu tun. Im Film wird eine Reinkarnation von Aleister Crowley (Okkultist, Mystiker und religiöser Fanatiker) abgehandelt. Genau der Crowley dem Ozzy Osborne bereits mit dem Song „Mister Crowley“ ein musikalisches Denkmal setzte.

Düstere Riffs eröffnen auf "King in Crimson". Nur bei den Soli klingen die Gitarren auf herkömmliche Weise. Das Stück hat viel Power und tolle Hocks.
Der Titelsong "The Chemical Wedding" gefällt durch den sehr melodiösen Refrain und die tollen Vocals von Dickinson und erinnert an dieser Stelle an "Tears of the Dragon". Von der Atmosphäre her eine der besten Stücke die es von Bruce gibt. Im zweiten Teil sind starke klassische Einflüsse auszumachen.
Mit "The Tower" folgt sofort eine weitere starke Nummer. Beim Start mit einem Basssolo halten sich die Twin-Gitarren im Hintergrund. Man setzt auf die unverwechselbare Stimme von Dickinson und die harmonischen Gitarrenläufe. Das Stück ist eingängig und überzeugt durch den tollen Chorus.
Schnell, aggressiv und hart, das ist "Killing Flor". Der Track besitzt eine unheilvolle Stimmung, dazu tragen auch die Vocals bei, selten habe ich den Gesang so rau und mit heiseren Shouts von Dickinson gehört.
"Book of Thel" beginnt mit akustischer Gitarre verhalten bis sich eine E-Gitarre dezent dazu gesellt. Nach dem beschaulichen Anfang geht es abwechslungsreich weiter mit harten Abschnitten, vielen Tempovariationen und prasselnden Drumeinlagen. Am Ende folgen einige gesprochene Zitate aus den Werken von William Blake.
Mit "Gates of Urizen" haben wir es mit einer ruhigen Ballade zu tun. Zumindest bis zur Mitte, dann wandelt sich das Stück zur Powerballade da die Intensität der Instrumente und der Vocals deutlich gesteigert werden.
Auch "Jerusalem" kann man getrost als Halbballade bezeichnen. Akustische Gitarre und leiser Gesang führen in das Stück ein bis mit dem Einsatz der Drums auch die Gitarren stärker aufspielen. Hier mischt sich Metal mit leichten Folk Einflüssen.
"Trumpets of Jericho" ist deutlich härter und fährt voll auf der Heavy Metal Schiene. Die Gitarren sorgen mit ihrem extrem tiefen Klang für mächtig Druck und nur in den Soli sind sie normal gestimmt.
Auch "Machine Men" ist von der harten Sorte. Von der Geschwindigkeit gar nicht mal so schnell pendelt man zwischen Mid- und Uptempo. Da gibt es so richtig fette Bratgitarren. Über allem schwebt Dickinsons toller Gesang.
Beim melodisch eingängigen "The Alchemist" baut man erneut auf die Gitarren und eben die Vocals. Das Stück ist relativ langsam und hat eine super Hookline. Zum Ende hin geht das Stück fast unmerklich in die Melodie von "Chemical Wedding" über.
Auf der Extended Edition folgen nun noch drei Bonus Tracks von denen vor allem "Return of the King" mit Maiden artigen Klängen gefällt. Gutes Stück was sofort ins Ohr geht. Die Nummer gab es ursprünglich nur als Bonus auf der Japan Edition. "Real World" ist eher durchschnittlich. "Confeos" fällt aus dem Rahmen und passt nicht so ganz auf die CHEMICAL WEDDING Scheibe. Mit dem experimentellen Charakter wäre das Stück viel besser auf die SKUNKWORKS aufgehoben. Warum gegen Ende zwei Minuten Stille herrscht bevor man ein kurzes Zitat aus den Blake Werken hört ist mir ein Rätsel. Die effektive Laufzeit des Albums ist somit "nur" 74 Minuten.

Fazit: THE CHEMICAL WEDDING ist sicher das beste Soloalbum von Dickinson und mit ein wichtiger Grund warum das Duo Dickinson und Smith ein Jahr später mit offenen Armen wieder bei Iron Maiden aufgenommen wurde. Hier sind sie wieder die fantastischen Vibratos in der Stimme wie sie eben nur The Air Riad Siren fertig bringt. Im Vergleich zu ACCIDENT OF BIRTH ist dieses Werk eigenständiger ausgefallen und klingt nicht mehr gar so stark nach den eisernen Jungfrauen. Die Produktion lässt keine Wünsche offen, Roy Z ist ja als Perfektionist bekannt und wird von Dickinson immer in den höchsten Tönen gelobt. Ob jetzt THE CHEMICAL WEDDING oder das einige Jahre später erschienene TYRANNY OF SOULS besser ist darüber kann man trefflich streiten. Mein persönlicher Favorit ist die WEDDING Scheibe mit ganz kleinem Vorsprung.

Anspieltipps:
 "Chemical Wedding", "The Tower", "Jerusalem", "The Alchemist" und "Return of the King".

Tipp:
 Echte Dickinson Fans haben die Scheibe schon längst im Schrank stehen. Wer Iron Maiden schätzt und das Album noch nicht kennt für den wird es aber höchste Zeit. Ein Klassiker des Heavy Metal und nach mehr als einem Jahrzehnt seit der Erstveröffentlichung immer noch ein Knaller, inzwischen zusätzlich aufgewertet durch drei Bonus Tracks.

Titel-Liste:
 
  1. King in Crimson
  2. Chemical Wedding
  3. The Tower
  4. Killing Floor
  5. Book of Thel
  6. Gates of Urizen
  7. Jerusalem
  8. Trumpets of Jericho
  9. Machine Man
  10. The Alchemist
    - - - Ext. Ed. Bonus Tracks - - -
  11. Return of the King
  12. Real World
  13. Confeos

Laufzeit:
 76:10 Min.

Band-Infos:
 
  • www.screamforme.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Bruce Dickinson: THE CHEMICAL WEDDING

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