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Review: Dignity
 
Dignity - BALANCE OF POWER

Album:
 BALANCE OF POWER, 2013, Fastball

Stil:
 Melodic Metal, Hard Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 V.R., 01.10.2013

Review:
 Kennt eigentlich noch jemand DÖF? Nun gut, diese Minimalexkursion in die Geschichte der Neuen Deutschen Welle hat natürlich nicht wirklich was mit Metal zu tun, doch leitet das österreichische Projekt gewissermaßen zu der Band Dignity über. War DÖF nämlich damals das Kürzel für Deutsch-Österreichisches Feingefühl und damit eine direkte Anspielung an das Duo DAF, die Deutsch-Amerikanische Freundschaft, so haben wir es bei Dignity gewissermaßen mit einer Österreichisch-Skandinavischen Freundschaft zu tun. Als sich im Jahre 2006 nämlich Keyboarder Frank Pitters, Schlagzeuger Roland Navratil, Gitarrist Martin Mayr und Bassist John Boy Bastard zusammengetan hatten, um gemeinsam Musik zu machen, fehlte ihnen noch der passende Sänger. Mit dem Schweden Jake E war dieser erst 2007, während der Aufnahmen des Debütalbums PROJECT DIGNITY, gefunden. 2008 erschienen, konnte die Scheibe mit ihrem Sound zwischen Melodic Metal und Hard Rock qualitativ absolut überzeugen. Seitdem war es ruhig um die Band. Jetzt, wo man schon vermuten konnte, dass sie sich längst aufgelöst hat, erscheint aus heiterem Himmel das Zweitwerk BALANCE OF POWER. Jake E hat die Band derweil verlassen, für ihn ist der ebenfalls aus Skandinavien stammende Sören Nico Adamsen nachgerückt. Zumindest in der Hinsicht bleibt also alles anders, und ob der Nachfolger des Albums des Jahres 2008 (zumindest für die Redaktion des Radiosenders BCMF) ähnliche Qualitäten besitzt wie das Debüt, wird sich im Folgenden herauskristallisieren.

Mit "Rebel Empire" beginnt das Album in Power Metal-Gefilden. Die Härte steht der Band gut zu Gesicht, bildet auf BALANCE OF POWER aber eher die Ausnahme, denn schon bei "Lion Attack" schaltet das Quintett einen Gang runter. Melodic Metal mit dezenten symphonischen Anteilen, der durchaus zu überzeugen weiß, erwartet den Hörer hier. Lediglich die etwas billig klingenden Keyboards mindern die Euphorie geringfügig.
In Hard Rock-Gefilden angesiedelt ist die mitreißende Bombast-Hymne "Rise", auf die mit "Shackles of War" ein weiterer Melodic-Kracher folgt.
Eine Ballade darf in diesem musikalischen Umfeld natürlich nicht fehlen und so folgt mit "The Day that I die" eine eben solche. Wobei man hier wohl eher von Halbballade sprechen sollte, da der Song auch rockige Passagen enthält.
"Angels cry" ist dann wieder im Metal-Bereich angesiedelt und überrascht mit modern arrangierten Keyboardklängen und wuchtigen, Power Metal-artigen Gitarrenriffs. Für ausreichend Abwechslung sorgt während des fast sechs Minuten langen Songs das verspielte Gitarrensolo.
Bei "Save me" fallen leider wieder die billigen Keyboardklänge negativ ins Gewicht, doch davon mal ab weiß auch diese Melodic Metal-Hymne zu überzeugen.
Mit immerhin sieben Minuten Spielzeit ist "Freedom Reign" der längste Song auf BALANCE OF POWER. Hier unternehmen Dignity sogar mal einen kleinen Ausflug in progressive Gefilde, ohne dabei ihre Wurzeln komplett zu verleugnen. Nicht zuletzt dank des ergreifenden Refrains ist auch dieser Song als gelungen zu bezeichnen.
Auf den längsten Song folgt der kürzeste, wobei "Help me call my Name" wohl eher das Outro des Albums darstellt. An die kleine aber feine Ballade schließt sich nämlich nur noch das Scorpions-Cover "Blackout" an, dem der Charme des Originals leider völlig abhanden geht. Es wäre wirklich besser gewesen, das Album mit der Ballade enden zu lassen und die Cover-Nummer einfach wegzulassen, zumal sie auf einem ansonsten durchweg gelungenen Album den einzigen Ausfall darstellt.

Fazit: Wer hätte in diesem Jahr noch großartig mit einem Dignity-Comeback gerechnet? Die neue Scheibe kommt so plötzlich wie überraschend, weiß aber tatsächlich zu überzeugen, wenn sie auch das Niveau des Debüts nicht ganz erreichen kann. Am neuen Sänger liegt dies allerdings nicht, denn Sören Nico Adamsen macht seine Sache genauso gut wie sein Vorgänger. Auch ist der Großteil der Songs auf BALANCE OF POWER als absolut gelungen zu bezeichnen. Die Mischung aus Melodic Metal-Krachern, stampfenden Hard Rock-Nummern und balladesken Klängen stimmt einfach. Langeweile kommt zu keiner Zeit auf, da durchweg für Abwechslung gesorgt wird. Wo also liegt der kleine Schönheitsfehler des Albums? Nun, in erster Linie in den etwas billig klingenden Keyboardklängen, die der Platte ein Stück ihres Charmes rauben, und in zweiter Linie in der etwas zu kurzen Spielzeit, die wohl mit dem misslungenen Scorpions-Cover kaschiert werden sollte. Von diesen Punkten mal abgesehen ist BALANCE OF POWER aber ein weit überdurchschnittliches Melodic Metal-Album, das zwar nicht so gut wie der Vorgänger, aber immer noch deutlich besser als der Großteil der Konkurrenz ausgefallen ist. Somit kann das Dignity-Comeback als eine der positiven Überraschungen des Jahres 2013 verbucht werden. Zu hoffen bleibt, dass man auf das dritte Album nicht wieder ganze fünf Jahre warten muss.

Anspieltipps:
 "Rebel Empire", "Rise", "Shackles of War", "The Day that I die", "Angels cry", "Freedom Reign".

Tipp:
 Melodic-Fans aufgepasst! Dignity wissen mit ihrer Mischung aus Hard Rock und Melodic Metal mit leichten symphonischen Anleihen auch im Jahr 2013 zu überzeugen. BALANCE OF POWER stellt einen Pflichtkauf für Fans dieser Richtung dar!

Titel-Liste:
 
  1. Rebel Empire
  2. Lion Attack
  3. Rise
  4. Shackles of War
  5. The Day that I die
  6. Angels cry
  7. Save me
  8. Freedom reign
  9. Help me call my Name
  10. Blackout

Laufzeit:
 45:15 Min.

Band-Infos:
 
  • www.facebook.com/dignityband 

  • Probehören und Kaufen:
    Dignity: BALANCE OF POWER


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