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Review: Dubiosis
 
Dubiosis - SEINSVERGESSENHEIT

Album:
 SEINSVERGESSENHEIT, 2013, Eigenvertrieb

Stil:
 Melodic Death Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 R.J., 04.08.2014

Review:
 Bereits seit der Jahrtausendwende existiert die Thüringer Band Dubiosis. 2005 wird die Band ordentlich durchgeschüttelt, denn drei Gründungsmitglieder verlassen die Band. Insgesamt hat die Band mit der hier vorliegenden Scheibe bereits vier Alben und eine EP veröffentlicht. In den knapp 15 Jahren standen sie dabei mit echten Größen wie Sodom, Vader, oder Eisregen auf der Bühne.
Mein lieber Schwan, wenn ich die Aufmachung des ganzen Werks sehen, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass SEINSVERGESSENHEIT nicht von einem Label produziert wurde. Ein hochwertiges Klappcover enthält ein 24seitiges Posterbooklet mit den Texten auf der Rückseite. Auf der anderen Seite findet sich ein kunstvoll gestaltetes Bild der Band. Für das Cover-Artwork zeichnet Patrick Wittstock von azraeldesign.de verantwortlich, der bereits für Heaven Shall Burn und Neaera gearbeitet hat. Die Fotos wurden von LadyBathory kunstvoll in Szene gesetzt. Als kleine Dreingabe gibt es von Dubiosis sogar ein professionelles Official Video von "Phobia". Allerdings kein Live-Auftritt, sondern eine echte Story wird erzählt. Also hier will eine Band durchstarten und gibt beim Drumherum mal so richtig Gas. Da können sich so manche Labelvertreter mal so richtig ne fette Scheibe abschneiden.
Kommen wir nun endlich zur Musik. Die Thüringer bewegen sich im Bereich des Melodic Death Metal und singen deutsch. Es mag ja manche geben, die sich gegen deutsche Texte sträuben, ich find's klasse. Vor allem, wenn es sinnvolle Texte sind, die es sich lohnt anzuhören. Dubiosis singen von Phobie, Furcht und Verzweiflung. Dabei schaffen sie es weder kitschig noch klischeehaft zu wirken, eher das Gegenteil ist der Fall. Die Thüringer beweisen echt Tiefgang und lassen dem interessierten Zuhörer den notwendigen Spielraum zur eigenen Interpretation.

Eine aufgezogene Spieluhr mit ruhigem Piano und Streichereinlage verbreiten eine düstere Stimmung, bevor dich "Vergiftet" wie eine tonnenschwere Abrissbirne trifft. Die Stimme von Frontgrunzer Marcus Westhäuser ist mächtig tief und erinnert an eine Mischung aus solchen Death Metal Legenden wie Summer und Hegg. Dabei wird eine bestimmte Aggression freigesetzt, die den Songs insgesamt sehr gut tut.
In "Verfälschte Wirklichkeit" lassen fette Riffs tödliches Adrenalin verströmen.
Mit "In deiner Seele" zeigen die Jungs, dass Liebeslieder auch anders klingen können. Bretthart und typisch Death Metal, aber auch mit einem gut dosierten Schuss Romantik, ohne jeden Kitsch, endet das Lied in einem leidenschaftlichen Gitarren-Solo.
"Im Wahnsinn der Rache" beginnt mit ruhigen Gitarren, bis der Donnerhammer wieder zu schlägt.
"Wenn der Tag keine Stunden kennt" geht gleich richtig zur Sache und donnert über die volle Distanz mächtig durch. Der Song spricht mir mächtig aus der Seele. Musik und Text bilden auch hier eine hervorragende Einheit.
Auch der Titelsong "Seinsvergessenheit" beginnt betont ruhig, bevor alle Dämme förmlich explodieren. Der Song ist schon ein ganz starkes Stück. Nicht nur vom instrumentalen Eindruck, auch der textliche Inhalt spricht Bände. Echtes Highlight!
"Das alte Monument" zeigt eine Quelle des musikalischen Impulses der Band, denn der Song erinnert stark an Amon Amarth. Im ersten Drittel geht es gewohnt zur Sache, bevor ein bedächtiges Intermezzo mit Piano und Streichinstrumenten den Song einbremst um kurz danach wieder richtig Fahrt aufnimmt.
Auch "Deine Maske" ist ein tonnenschwerer Song der keine Schwächen aufweist. Gespickt mit fetten Riffs, druckvollem Drumming und dem einen oder anderen Solo bringen Dubiosis einen weiteren Hit an den Start. Auch hier verdient der Inhalt des Songs ein Extralob.
"Kalte Tränen" ist der längste Song auf dem Album. Die Band nimmt erstmals erkennbar und durchgängig den Fuß etwas vom Gas. Passend zu den auch hier sehr tiefsinnigen Texten verbreiten die Gitarren eine düster schwermütige Atmosphäre.
"Phobia" ist der Schlusspunkt dieses Albums. Der Song wurde sicher nicht umsonst für das Official Video ausgewählt. Die eingängigen Leads dominieren den Song von Depressionen und Neurosen. Kein Wunder, dass das Video mit einer Warnung vor epileptischen Anfällen beginnt, passt Musik, Text und der Film doch vortrefflich zusammen.
Die Aufnahme dieses Albums erfolgte unter Verantwortung von Bassist Florian Rahm im Nautilus Studio, also in eigener Regie. Für Mix und Master zeichnet Marcel Wicher -Gitarrist von Fjoergyn- verantwortlich. Weitere Unterstützung erfuhr die Band von einem anderen Fjoergyn-Mitglied. Bandleader Stephan Löscher verpasste SEINSVERGESSENHEIT ein paar musikalische Extras. Alles in allem eine bemerkenswerte Produktion.

Fazit:Mein lieber Herr Gesangsverein! Was eine Granate! Ich bin wirklich überrascht, mit welchem Einsatz Dubiosis hier zu Werke gehen. Die Aufmachung des Digipak ist wirklich absolut professionell. Die Produktion ist klasse.
Die Lyrics treffen uneingeschränkt den Nerv der Zeit und fordern den Zuhörer. Geschrieben wurden Texte (Song 2 7 und 9 11) vom ehemaligen Sänger Mario Trenkler und (Song 8) von Florian Rahm. Hut ab!
Musikalisch bewegen sich Dubiosis im Dunstkreis von Illdisposed und Amon Amarth ohne jedoch wie eine Coverband zu erscheinen. Klar, die Band und wir Hörer bewegen uns nicht auf völlig neuem Terrain. Wichtig ist aber, dass auch bei einer Spiellänge von knapp einer Stunde keinerlei Langeweile aufkommt.
Es wird auch für die Topbands dieses Genre schwer werden etwas Besseres zu veröffentlichen. Zumindest das Treppchen bei der Preisverleihung Death Metal-Platte des Jahres scheint den Thüingern absolut sicher zu sein. Ich fresse einen Besen und den Stiel quer, wenn die nächste Scheibe noch in Eigenvertrieb produziert wird.

Anspieltipps:
 Ich werde an dieser Stelle keinen Song herausheben, weil jeder Titel auf diesem Album auf seine Weise glänzt.

Tipp:
 Death Metal-Fans sollten sich dieses Album nicht entgehen lassen.

Titel-Liste:
 
  1. Prolog
  2. Vergiftet
  3. Verfälschte Wirklichkeit
  4. In deiner Seele
  5. Im Wahnsinn der Rache
  6. Wenn der Tag keine Stunden kennt
  7. Seinsvergessenheit
  8. Das alte Monument
  9. Deine Maske
  10. Kalte Tränen
  11. Phobia

Laufzeit:
 59:20 Min.

Band-Infos:
 
  • dubiosis.bandcamp.com 
  • www.facebook.com/dubiosis 


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