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Review: Edguy
 
TINNITUS SANCTUS

Album:
 TINNITUS SANCTUS, 2008, Nuclear Blast

Stil:
 Melodic Power Metal, Hard Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 02.02.2009

Review:
 Tobias Sammet scheint auch etwas von einem Workaholic zu haben. Er bescherte uns dieses Jahr bereits das neue Avantasia-Werk THE SCARECROW und wirkte bei der ELECTED-EP von Ayreon mit. Und nun präsentiert er uns kurz vor dem Jahresende sogar auch noch das neueste Album seiner Hauptband Edguy. Es hört auf den etwas obskuren Namen TINNITUS SANCTUS. Fraglich ist natürlich, ob Sammet mit diesem Titel wirklich auf die Ohrenerkrankung anspielt oder hier einfach ein witziges lateinisches Wortspielchen erstellt hat.
Das Vorgängerwerk ROCKET RIDE bekam sehr unterschiedliche Kritiken, darunter teilweise auch ganz schöne Verrisse. Offenbar kamen viele Rezensenten mit der Integration neuer musikalischer Einflüsse in den Sound nicht klar. In unserer Redaktion kam es jedoch gut an, wie man in der entsprechenden Rezension nachlesen kann. Dann wollen wir mal sehen, womit uns Edguy bei TINNITUS SANCTUS überraschen können.

Den Opener "Ministry of Saints" finde ich mit seinem verhaltenen Durchschnittsaufbau irgendwie lasch konstruiert. Der eingängige Refrain mit seinem hymnischen Chorus ist dagegen ein Ohrcatcher.
Wesentlich energievoller kommt da schon "Sex Fire Religion". In einem knackigen Heavy-Rock-Gewand fetzt dieser Song in kraftvoller Sleaze-Manier. Und auch der rotzige, aber einprägsame Höhepunkt passt sich diesem Eindruck an.
Noch stärker ist "The Pride of Creation". Es handelt sich um eine längere, recht abwechslungsreiche Nummer. Doch zum Großteil wird hier dem typischen "Happy" Metal gefröhnt und das können Edguy noch immer am Besten. Beim catchy Refrain bringen sie sogar noch eine Melodic Rock/AOR-Note mit ein. Kurz vor Ende gibt es dann sogar eine druckvolle Passage mit Double-Bass-Lauf und Leadsolo.
Bis jetzt wurde es mit jedem Song ein wenig besser und das bewahrheitet sich auch bei "Nine Lives". Schon das symphonische Intro ist klasse und geht in einen starken Aufbau über. Die Hookline wird von einer tollen Melodie geführt und der Gesang thront herrlich über der Komposition.
Danach kommt der einzige richtige Ausfall der Scheibe. "Wake up dreaming black" kann mich in keiner Weise überzeugen oder Akzente setzen, deswegen springen wir schnell weiter zu "Dragonfly", dem nächsten Highlight auf TINNITUS SANCTUS. Der Song ist instrumental hervorragend ausgearbeitet und überzeugt durch episch-hymnische Gesangspassagen. Absolut geniale Melodic-Metal-Nummer.
Auch die Halbballade "Thorn without a Rose" (Häh?) kann sich hören lassen. Sie mutet sehr emotional an und lebt wieder von den getragenen Chören. "929" ist ein bodenständiger Melodic-Metal-Track, der weder nach unten noch nach oben ausreißt. Solider Durchschnitt möchte ich sagen.
Beim längeren "Speedhoven" erwartet den Hörer wieder reichlich Abwechslung: Nostalgische anmutende Keyboardteppiche, nur von Schlagzeug getragene Gesangspassagen, und dann wieder an Melodic Metal der skandinavischen Schule erinnernde Melodic-Metal-Abschnitte. Bei dem Titel hätte ich ehrlich gesagt etwas mehr Power erwartet. Schlecht ist das Stück deswegen aber nicht und gegen Ende hin gibt es dann auch noch die ersehnte Speed-Phase.
Das ursprünglich als Schlusstrack geplante "Dead or rock" ist ein straighter und druckvoller Heavy-Rocker, der sicherlich außerordentliche Live-Qualitäten entfalten wird.
Zum Abschluss gibt es dann noch den Gag-Track "Arenīt you a little Pervert too?", der etwas funky aufgemacht ist und ansonsten wohl eher der Country & Western-Sparte zuzuordenen ist. Da es aber ohnehin nur ein Bonus-Track ist, lässt man diesen bei der Wertung besser außen vor.

Fazit: Zugegebenermaßen habe ich auch schon bessere Edguy-Alben gehört (z.B. MANDRAKE), aber TINNITUS SANCTUS ist gesamt gesehen schon ein gelungenes Werk geworden. Tobi Sammet geht den Weg, den er schon bei ROCKET RIDE eingeschlagen hat, kontinuierlich weiter und bringt erneut unerwartete Einflüsse in die Kompositionen ein.
Die meisten Stücke können auf ihre Art begeistern, doch die Fans, die Edguys Power Metal der früheren Tage lieben, werden mit TINNITUS SANCTUS durchaus ihre Schwierigkeiten haben. Aber ich bin sicher, Tobi & Co. werden gerade durch ihre gewisse Art der Kompromissbereitschaft und durch die Weiterentwicklung neue Anhänger an Land ziehen können.
Ich kann nur raten, sich das Album in Ruhe anzuhören (vielleicht auch mehr als nur einmal) und die vielen Feinheiten zu entdecken, die es zu bieten hat.

Anspieltipps:
 "Nine Lives", "Dragonfly" und "Dead or rock".

Tipp:
 Edguy sind längst nicht mehr nur Power Metal. Sie sprechen mit ihrem Sound inzwischen auch die Melodic Metaler, die Hard- und Heavyrocker und sogar die Melodic Rocker an. Im Grunde sollten alle Gruppen mal in Hörproben reinschnuppern, um sich ein ungefähres Bild des Albums zu machen.

Titel-Liste:
 
  1. Ministry of saints
  2. Sex fire religion
  3. The Pride of creation
  4. Nine lives
  5. Wake up dreaming black
  6. Dragonfly
  7. Thorn without a rose
  8. 929
  9. Speedhoven
  10. Dead or rock
  11. Aren't you a little pervert too?

Laufzeit:
 53:38 Min.

Probehören und Kaufen:
Edguy: TINNITUS SANCTUS

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