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Review: Eisregen
 
WUNDWASSER

Album:
 WUNDWASSER, 2004, Massacre

Stil:
 Dark Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.U., 30.11.2007

Review:
 Eisregen ist eine Sache für sich. Diese morbiden Texte, diese düstere Musik ist nur für etwas für ganz harte Kerle. Was die vier Jungs aus der thüringischen Kleinstadt Tambach-Dietharz bieten, das muss man schon echt mögen. Nicht umsonst sind etliche Alben dieser Band zensiert, stehen auf dem Index und teilweise ist der Verkauf gesetzlich verboten. WUNDWASSER ist eines der Alben davon: Seit dem 28. Februar 2007 steht das Album auf dem Index. Es erschien 2004 auf Massacre Records. Also gute Laune aufgesetzt und ran an die Scheibe (wer jetzt Depressionen oder schlechte Laune hat, sollte lieber nicht weiter lesen oder sich die CD anhören).

Mit Intro - Wahrheit...? beginnt die CD. Ein paar einleitende Worte; reinstes Prosa. Absolut ohne weitere musikalische Ambitionen. nach 30 Sekunden ist der Spuk auch schon wieder vorbei.
Danach geht es endlich richtig zur Sache. Zwar beginnt Mein Eichensarg mit lauen akustischen Gitarrenklängen, aber Eisregen-typisch bleibt da nicht lange so. Der Text beginnt absolut morbide. Es geht um die eigene Beerdigung, die anscheinend auch noch selbst durchgeführt wird. Textelemente wie "Heut' ist ein schöner Tag, ich schaufel' mir mein eigenes Grab", "ein Eichensarg kommt dort hinein, und ich werde der Inhalt sein". Und so geht es den ganzen Song weiter. Alles in typischer, düsterer Eisenregen-Manier.
Mit am Glockenseil geht es in gleicher Weise weiter. Tod, Mord, Selbstmord sind die Hauptthemen. Manchmal kommt einem der Mageninhalt hoch... Musikalisch bleibt man der Dark- und Speed-Metalschiene treu. Hart, Harter, aber nicht Heavy, nein einfach Eisregen...
Danach folgt vom Muttermord. Die ersten Töne sind sogar relativ ruhig. Zum Glück nur von kurzer Dauer. Denn dann legen sie wieder los. Thema dieses Songs ist wieder Mord, Tod, Selbstmord. Er will seiner Mutter das Leben so schnell wie möglich ein Ende bereiten. Was ihm wohl auch gelingt, denn Mutter soll nicht länger im Altenheim dahin vegetieren ("Mutter wird mir dankbar sein, sie muss nicht mehr zurück ins Heim. Ich werde ihr meine Messer zeigen, ich werde sie alle an ihr benutzen"). Euthanasie ist in unserer Gesellschaft leider immer noch ein heißes Eisen und Eisregen haben ihren eigenen Weg gewählt, dies zu kritisieren. An dieser Stelle der Hinweis, dass die Texte von Eisregen allesamt in Deutsch und damit sehr gut verständlich sind (was nicht immer von Vorteil ist).
Daran schließt sich blutgeil an. Der Song beginnt mit Schalmaienklängen. Im Vergleich zu den vorherigen Songs klingt dieser fast schon fröhlich und heiter. Dazu trägt bestimmt auch die Untermalung mit dem mittelalterlichen Instrument bei. Zur Mitte hin wird es jedoch aggressiver und man kehrt zum eigentlichen Stil zurück. Unterschwellig bleibt die fröhlich-heitere Note dem gesamten Song erhalten.
Der Ripper von Rostock beginnt fast schon wie "normaler" Heavy Metal. Weniger Dark-Metal Einflüsse machen sich hier bemerkbar. Beim Titel fragt man sich, besteht da ein Zusammenhang zu aktuellen oder vergangenen Vorfällen? Denn Begriffe wie "Rostock" und "Ripper" lassen die Vermutung zu. Und tatsächlich behandelt das Lied die leicht abgeänderte Geschichte des russischen Serienmörders Andrei Romanowitsch Tschikatilo.
hinein ins Tränenmeer beginnt sehr melancholisch. Textlich bewegt man sich auf sehr dünnem Eis. Passagen wie "Ich hab' geweint die letzte Nacht, denn ich hab' Anna umgebracht. Wie ein Kind hab' ich geflennt, denn ich hab' ihr den Schädel abgetrennt ... Der steht nun auf dem Küchentisch, die Augen blutig und noch ganz frisch ...". Der gesamte Song kommt extrem düster daher. Langsame Melodie, begleitet wieder von mittelalterlichen Instrumenten. Zum Ende hin wird es wesentlich schneller, härter und aggressiver. Das Ende jedoch klingt wieder versöhnlicher und man schließt den Bogen mit einem "Rückfall" zur Melancholie.
Der nächste Song Glas beginnt schon fast ungewohnt ruhig und stilistisch völlig anders. Bei anderen Bands würde so etwas eine Rockballade nennen. Doch bei Eisregen? Das kennt man solche Begriffe wohl eher nicht. Obwohl das Gehör anfangs geschont wird, ändert es sich ab der Mitte. Der Song zieht zwar mächtig an, aber man erreicht jedoch nie das bekannte Dark-Metal Niveau.
was vom Leben übrig bleibt folgt danach. Eingeleitet von ein paar heftigen Schlagzeugwirbeln setzt der Song massiv hart und schwer fällig fort. Treibender Gesang, treibende Instrumente setzen hier markante Zeichen. Musikalisch bewegt man sich schon fast auf Abwegen. Eine Mischung zwischen Dark- und Heavy-Metal.
Der vorletzte Song ist Kreuznarbe. Der Beginn erinnert einen fast ein bisschen an Punk à la Slime. Besonders die schnelle und einfache Spielweise ist ein Indiz dafür. Der Song bleibt bis zum Ende eine Mischung aus Punk, Dark- und Speed-Metal. Textlich ist keine Änderung erkennbar. Immer noch düster, morbide und todesverliebt. Grausame und nicht ganz jugendfreie Textpassagen sind immer wieder zu hören.
Mit dem letzten Song Wundwasser findet man endlich einen Bezug im Albumtitel. Der Song startet leise, langsam und mit Geigenklängen unterlegt. Das gesamte Konzept von Melodie und Gesangsart erinnert einen ein wenig an Rammstein. Bis zum Ende bleibt der Song im Vergleich zu den vorherigen sehr ruhig. Die gesamte Stimmung kann man als Melancholie beschreiben. Dennoch hat er etwas an sich, dass einem einen wohligen Schauer den Rücken runter laufen lässt.
Mit dem Outro - Ende...? schließt diese CD. Wie das "Intro - Wahrheit...? " reinstes Prosa. Nach 19 Sekunden endet die CD und schließt mit diesem Titel den Kreis.

Fazit: Für Fans des Dark Metals und für Fans deutschen Heavy Metals ein absolutes Muss! Nicht nur diese CD, sondern alle anderen CDs von Eisregen sind einfach faszinierend. Mittlerweile habe ich sechs Scheiben im Regal stehen und bin nahezu vollständig davon überzeugt. Lediglich die allerneueste CD BLUTBAHNEN passt meines Erachtens nicht so ganz ins Konzept. Einfach etwas zu flau, obwohl es bei uns mit 6 von 7 beurteilt worden ist. Alleine betrachtet in Ordnung, jedoch nicht im Zusammenhang mit den anderen Erscheinungen. Aber die "Alten" sind einfach "genial"! Trotz Dark Metal jederzeit hörbar. Lediglich die Indizierungen machen es zum Teil schwierig, an die entsprechenden CDs heranzukommen. Bei manchen ist sogar der Verkauf untersagt (KREBSKOLONIE, 1998).

Anspieltipps:
 Besonders hervorstechend sind die Songs "Mein Eichensarg", "vom Muttermord" und "hinein ins Tränenmeer". Aber eigentlich kann man jeden Song als Anspieltipp hier aufführen.

Titel-Liste:
 
  1. Intro - Wahrheit...?
  2. Mein Eichensarg
  3. am Glockenseil
  4. vom Muttermord
  5. blutgeil
  6. Ripper von Rostock
  7. hinein ins Tränenmeer
  8. Glas
  9. was vom Leben übrig bleibt
  10. Kreuznarbe
  11. Wundwasser
  12. Outro - Ende...?

Laufzeit:
 44:44 Min.


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