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Review: Grave Digger
 
BALLADS OF A HANGMAN

Album:
 BALLADS OF A HANGMAN, 2009, Napalm

Stil:
 Heavy Metal, True Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 11.01.2009

Review:
 Ich beginne mit einem Zitat aus meiner EP-Beurteilung: Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob das Album die hochfliegenden Erwartungen auch erfüllen kann, aber da bin ich mal ganz zuversichtlich. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn für Boltendahl & Co. scheinen schlechte Alben so gut wie nicht zu existieren. Nach dem starken, aber etwas starr komponierten LIBERTY OD DEATH hat man diesmal für mehr Dynamik gesorgt. Der erste Schritt war die Verpflichtung von ex-Running Wild Gitarrist Thilo Herrmann, der Manni Schmidt tatkräftig unterstützt hat. Aber auch eine Gastsängerin und die Cover-Version eines alten Klassikers hat man eingeschmuggelt, um dem Ganzen mehr Farbe zu verleihen. Ob und wie gut das Konzept aufgegangen ist, werde ich mir nun genauer anhören.

Das Intro "The Gallows Pole" sorgt für einen ungewöhnlich melancholisch gesummten Einstieg, bevor es mit dem Opener und gleichzeitig Titel-Song "Ballad of a Hangman" ernst wird. Keine Gefangenen, so sicherlich die Maßgabe und dementsprechend stürmt die Gitarrenfront, getrieben von der Double-Bass-Basis voran, um für den Frontmann das Feld zu räumen. Genau so kennt man die recken und genau dafür liebt man sie.
Auch für "Hell of Disillusion" wagt man keine Experimente. Groovendes forciertes Mid-Tempo beherrscht den Song, der mit eingängigem Mitgröhl-Refrain sofort punkten kann. Eines wird schon jetzt spürbar, der zweite Mann an den Gitarre ist eine wahre Bereicherung und sorgt für eine nahezu übermächtige Gitarrenwand, die immer wieder mit Soli die eigenen Reihen durchbricht.
Geschwingigkeits-Junkies werden an "Sorrow of the Dead" ihre wahre Freude haben. Vollgas auf der ganzen Linie wird erneut mit melodischem eingängigen Refrain gekrönt, der jedoch nicht über die vorherrschende Härte bei diesem astreinen Headbanger hinweg täuschen kann.
"Grave of the Addicted" typisch treibende Gitarren-Riffs, die mithilfe der Rhythmusfraktion zu einem waschechten Arschtreter mutieren - Headband-Garantie inklusive.
Bei aller Liebe zur eigenen Tradition, auch Grave Digger gehen mit der Zeit und das nicht, weil sich der Song "Lonely the Innocence dies" als Power-Ballade entpuppt, das gab es auch schon vorher. Nein, gemeint ist der Auftritt einer Gastsängerin, deren Stimme mir sehr vertraut ist. Veronica Freeman von Benedictum schmettert hier mit Chris ein Duett, das prima harmoniert und dem Song einen besonderen Touch verleiht.
Genug der balladesken Klänge, schließlich möchte man Heavy Metal hören und wird bei "Into the War" auch gleich mit einer vollen Highspeed-Breitseite bedient. Hier werden es die Headbanger schwer haben den Gitarren Paroli zu bieten, die ein gehöriges Riff-Feuerwerk abbrennen.
Etwas weniger Tempo aber dafür spürbarer Basis-Druck unterstreicht bei "The Shadow of your Soul" alle bekannten Trademarks und presst die Riffs nur so aus den Boxen. Überraschungen hielten sich bisher also in Grenzen und wenn, dann waren sie durchweg angenehm im Gedächtnis geblieben. Apropos Überraschungen, da muss man nicht länger warten, denn...
...für "Funeral for a fallen Angel" hat man sich Flamenco-Klänge im Intro einfallen lassen und somit vielleicht dem spanischen Ex-Label Tribut gezollt. Recht bald weichen jedoch die exotischen Klänge dem Double-Bass und der dominanten Gitarrenfront, die das Fundament für einen weiteren melodischen Power-Kracher liefern. Das Sahnehäubchen liefert hierbei ein durchaus mitreißendes Gitarren-Solo.
"Ta, ta, ta, taa, Yeah right", aber nein, wir hören mit "Stormrider" keine Cover-Version des einstigen Girlschool-Hits Yeah right", wenn auch die Riffs zu Beginn, abgesehen vom Tempo, eine andere Sprache sprechen. Auch einige Phrasen während des weiteren Verlaufs gehen nach meinem Geschmack über das Niveau des reinen Zitierens hinaus, aber was solls. Warum sollte nicht auch Grave Digger ab und an Musik vom britischen Frauenquartett verinnerlichen?
Für Besitzer der EP ist "Pray" keine Überraschung mehr, alle anderen wird es vielleicht freuen und bei so manchem Die-Hard-Fan für Schweißflecken auf die Stirn treiben, denn obwohl es nach Grave Digger klingt, hält sich die Härte doch in Grenzen und erreicht allemal The Scorpions-Niveau. Für mich nicht unbedingt überraschend, denn wer das letzte Album LIBERTY OD DEATH als limitierte Ausgabe im Regal stehen hat, der erinnert sich vielleicht noch an den Bonustrack "Ship of Hope", der sogar noch eine Spur melodischer und an vielen Stellen glatt polierter daher kam.
Kaum zu glauben, aber Thin Lizzy's "Jailbreak", das hier gecovert wird, stammt bereits aus dem Jahre 1976 und erklingt nach 33 Jahren in neuer Verpackung. Nicht unbedingt ein typischer Grave Digger-Song, aber auch ihnen sei diese Freiheit zugestanden, dem verstorbenen Phil Lynott und seinen Nachfolgern Tribut zu zollen.

Fazit: Auch wenn Grave Digger erneut mit einigen kleinen Überraschungen auffällt, so hat man sich doch über weite Strecken auf alte Stärken verlassen. Dazu gehören eben Boltendahls charakteristischer Gesang, die einprägsammen treibenden Gitarren-Riffs und die flotte und druckvolle Rhythmusarbeit. Anders wie noch beim Vorgänger LIBERTY OD DEATH, wo man es mit dem Hang zur Tradition sogar etwas übertrieben hatte und kaum Entwicklung spürbar war, ist man beim Neuling BALLADS OF A HANGMAN einen Schritt weiter gegangen und hat sich mit dem zweiten Gitarristen deutlich mehr Freiräume und Dynamik verschafft. Das Ergebnis klingt einfach voller, frischer und abwechslungsreicher ohne dass man dabei den roten Faden der Tradition verlassen musste.
Anders wie viele Bands haben es Grave Digger erneut geschafft ein gutes Album abzuliefern. Da können nicht viele Konkurrenten mithalten, aber sollten sich vielleicht ein Beispiel daran nehmen.
BALLADS OF A HANGMAN hat es bisher noch nicht geschafft, meinen Alltime-Favoriten HEART OF DARKNESS abzulösen, aber es wird mit jedem Durchlauf zusehends knapper.

Anspieltipps:
 "Ballad of a Hangman", "Sorrow of the Dead", Lonely the Innocence dies" und "Pray"

Tipp:
 True Metal- und Grave Digger Fans dürfen sich auf einen weiteren Leckerbissen für ihre Sammlung freuen. Keine großen Überraschungen, sondern solides Bewährtes mit so manch neuem Anstrich zeichnen dieses Album aus.

Titel-Liste:
 
  1. The Gallows Pole
  2. Ballad of a Hangman
  3. Hell of Disillusion
  4. Sorrow of the Dead
  5. Grave of the Addicted
  6. Lonely the Innocence dies
  7. Into the War
  8. The Shadow of your Soul
  9. Funeral for a fallen Angel
  10. Stormrider
  11. Pray
  12. Jailbreak

Laufzeit:
 45:38 Min.

Probehören und Kaufen:
Grave Digger: BALLADS OF A HANGMAN

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