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Review: Helloween
 
7 SINNERS

Doppelschlag:
 Zwei Meinungen: V.R. (6,5/7) | S.K. (7/7)

Album:
 7 SINNERS, 2010, Sony

Stil:
 Power Metal


Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 V.R., 26.10.2010

Review:
 Sämtliche Helloween-Alben, die die Band nach dem genial-düsteren THE DARK RIDE veröffentlicht hat, waren eine Enttäuschung auf hohem Niveau. RABBIT DON'T COME EASY war ein durchschnittliches typisches Album der Kürbisköpfe, KEEPER OF THE SEVEN KEYS THE LEGACY weckte ob des Namens Erwartungen, die nicht erfüllt werden konnten und GAMBLING WITH THE DEVIL war zwar wieder eine ganze Ecke härter und straighter ausgefallen, enttäuschte aber durch mittelmäßiges Songmaterial. Glücklicherweise hat die lange Durststrecke 2010 endlich ein Ende, denn das neue Album "7 Sinners" verspricht, an vergangene Großtaten anzuschließen.
Und dieses Versprechen wird gehalten, auch wenn der Opener "Where the Sinners go" etwas gewöhnungsbedürftig ausgefallen ist. Vielleicht war es nicht unbedingt die beste Idee, die Platte mit einem düsteren Midtemposong zu beginnen, doch andererseits weckt das natürlich auch wohlige Erinnerungen an das Meisterwerk THE DARK RIDE. Überhaupt kommt das neue Album sowohl jenem düsteren Experiment als auch dem bisher besten Alben mit Andi Deris, nämlich THE TIME OF THE OATH, sehr nahe, da es zu gleichen Teilen knallhart und stellenweise auch düster daherkommt. In jedem Fall stellt sich der Opener nach mehrfachem Hören als klassischer Grower heraus, der seine Qualitäten nicht sofort preisgibt.
Auch der nächste Song "Are you Metal?" ist nicht unbedingt ein typischer, Helloween-Song und erst recht keine typische Vorabsingle, gehen die Kürbisköpfe hier doch ungewohnt heftig zu Werke und scheuen nicht einmal vor Blastbeat-Einsätzen im Mittelteil zurück. Dennoch weiß der Titel sehr zu gefallen und zumindest der Refrain ist ohrwurmlastig wie eh und je, wenn auch leider zu nah an "Anything my Mama don't like" vom THE TIME OF THE OATH-Album.
Der dritte Song hält ebenfalls eine Überraschung bereit, denn bei "Who is Mr. Madman?" handelt es sich um die Fortsetzung des Klassikers "Perfect Gentleman", erstmalig veröffentlicht auf dem Album MASTER OF THE RINGS. Nach einem gesprochenen Intro, in dem sich Saxons Biff Byford die Ehre gibt, ertönt ein klassischer melodischer Speed-Song, der stark an die alten Helloween-Alben erinnert. Über diesen Song dürften sich auch die Fans der ersten Stunde sehr freuen. Im Text wird die Geschichte des werten Herren weitergesponnen, der jetzt, 15 Jahre später, in der Psychiatrie gelandet ist und auf sein wildes Leben zurückblickt.
Noch einen Melodic Speed-Song gefällig? Bitte sehr, auch "Raise the Noise" geht in diese Richtung und dürfte ebenfalls dafür sorgen, dass diese Platte auch die älteren Fans ansprechen wird. Obwohl, die könnten sich vielleicht an dem abgedrehten Flötensolo stören, das hier anstelle eines klassischen Gitarrensolos eingesetzt wird. Alle anderen werden vielleicht gerade diese interessanten und zudem für Abwechslung sorgenden Ideen besonders spannend finden.
Weiter im Text - das Intro von "World of Fantasy" verspricht einen eher düsteren Titel, doch Fehlanzeige, auch dieser Song ist recht fröhlich, um nicht zu sagen, klassisch Helloween. Härtemäßig wird zwar ein Gang zurückgeschaltet, doch von Softrock sind wir hier natürlich immer noch Meilen entfernt. Das Wichtigste ist aber, dass dieser Titel absolute Ohrwurmqualitäten besitzt und damit fast schon an Meisterwerke wie "Future World" herankommt. Das sind endlich wieder die Helloween, die wir über lange Jahre missen mussten!
All jene, denen die letzten Songs zu lasch werden, werden bei "Long live the King" sicher des Öfteren die Repeat-Taste benutzen. So hart durfte man Helloween bisher nur selten erleben, hier erinnern sie an die härteren Songs von Judas Priest oder Primal Fear. Das mag anfangs ungewöhnlich klingen, sorgt aber für Abwechslung und außerdem werden Viele nach mehrmaligem Hören sicher feststellen, dass auch diese Spielweise zu Helloween passt wie die Faust aufs Auge.
Nach diesem knüppelharten Titel wird es Zeit für ein wenig Entspannung. Balladen gehörten seit eh und je zu Helloweens Repertoire und auch auf diesem Album ist mit "The Smile of the Sun" ein Exemplar dieser Gattung vertreten. Und gar nicht mal das Schlechteste, denn während manch andere Helloween-Ballade im Kitsch versank oder nicht ins Gesamtbild passte, ist dieser Titel richtig stark geworden. Fast schon melancholisch mutet der Titel an und bringt auf diese Weise eine weitere Facette der Band ans Tageslicht.
Konrad Adenauer hätte wohl seine liebe Mühe mit dem Album, denn sein Wahlspruch ‚Keine Experimente' gilt hier ganz und gar nicht. Mit dem düsteren und verschachtelten Midtempo-Kracher "You stupid Mankind" wagen Helloween wirklich mal etwas ganz Neues. Doch nicht nur musikalisch erregt der Titel für Aufsehen, auch der sozialkritische Text ist für Helloween-Verhältnisse so ungewöhnlich wie interessant. Einen Song dieser Machart hätten der Band wohl nur wenige zugetraut, doch ist es umso erfreulicher, dass die Kürbisköpfe einerseits zu ihren Wurzeln zurückkehren und andererseits auch offen für neue Klänge sind.
An traditionelle Helloween-Fans, die für Experimente nur Kopfschütteln über haben, richtet sich der neunte Song "If a Mountain could talk". Hier haben wir es wieder mit einem klassischen Melodic Speed-Song zu tun, der allerdings auch den einen oder anderen melancholischen Moment bereit hält. Der Refrain ist dann wieder absolut auf Ohrwurm getrimmt und so etwas erwartet man ja auch bei Helloween. Somit kann die Band das hohe Niveau des Albums auch bei diesem Song halten.
Noch ein bisschen straighter, melodischer und fröhlicher als der letzte Titel ist "The Sage, the Fool, the Sinner" ausgefallen. Hier kann man von wirklichen Hitqualitäten sprechen. Man mag ja von solchen Liedern halten was man will, aber wenn sie sich einmal ins Ohr gefressen haben, bekommt man sie nicht mehr so schnell wieder heraus. Vor gut 20 Jahren haben ähnliche Klänge die Band sogar bis in die Top 10 der deutschen Charts gebracht, (remember: "Dr. Stein"), anno 2010 reicht es aber immer noch für einen der absoluten Höhepunkte eines ohnehin überaus gelungenen Albums.
Auch "My Sacrifice" beginnt als melodischer, leicht melancholischer Speed-Song, verliert sich später aber leider ein bisschen zu sehr in etwas wirren Melodie-Spielereien. Daher haben wir es hier mit einem der wenigen schwächeren Titel des Albums zu tun.
Mit einer Spieldauer von gerade mal einer guten Minute kann man "Not yet today" wohl nicht wirklich als vollwertigen Song bezeichnen. Gewidmet ist der kurze Titel einem Freund von Andi Deris, von dem er sich verabschieden musste, da er lange Zeit im Koma lag. Andis Stimme wird dabei nur von hallenden Geräuschen untermalt, was dem Stück ein wenig Beerdigungsflair verleiht.
Ohne Pause geht der Titel dann in den letzten Song namens "Far in the Future" über. Und der hat es mit seinem fast 8 Minuten ganz schön in sich. Längere, episch anmutende Titel kennt man von Helloween ja auch schon von früher, aber es ist schön, dass sie auch auf dieser Platte ein solches Stück unterbringen konnten. Die Band pendelt dabei zwischen ruhigen, fast schon verträumten Passagen und heftigen Riffgewittern. Auf diese Weise geht das beste Helloween-Album seit vielen Jahren auf wunderbare Weise zu Ende.

Fazit: Wer hätte das gedacht, dass Helloween sich nach dem ungewöhnlichen und vielerorts gescholtenem Best Of-Album mit einer derart starken Platte zurückmelden? 7 Sinners ist ein überzeugendes Argument für das Zusammenspiel von Tradition und Experimenten geworden und beweist, dass man mit gezielter Vielseitigkeit für ein geniales Gesamtwerk sorgen kann. Auf dem Album ist wirklich für Jeden etwas dabei. Sogar all jene, die mit Andi Deris Stimme nicht so viel anfangen können, dürfen aufatmen, denn auf diesem Album darf er stellenweise deutlich tiefer singen als gewohnt, was seinem Organ wirklich gut tut. Haben wir es somit mit der perfekten Helloween-Scheibe zu tun? Leider nicht ganz, denn zwischendurch hat sich auch der eine oder andere schwächere Song dazwischengeschlichen und manche Passagen erinnern einfach zu sehr an ältere Werke der Band. Das kann aber nichts daran ändern, dass sich 7 SINNERS ungelogen als das beste Album seit dem genialen THE TIME OF THE OATH herausstellt. Man könnte sogar fast so weit gehen, dass es jenes Meisterwerk noch übertrifft. Somit kann sich die neue Platte direkt hinter den beiden ersten KEEPER-Werken einordnen, und wer hätte das schon für möglich gehalten?

Anspieltipps:
 "Are you Metal?", "World of Fantasy", "Long live the King", "You stupid Mankind", "The Sage, the Fool, the Sinner", "Far in the Future".




Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 S.K., 26.10.2010

Review:
 Da ist sie, die neuste Scheibe 7 SINNERS der fünf Kürbisköpfe von Helloween, dem Urgestein des Melodic Power Metal. Und sie sind hart, straight und kompromisslos zurück. Passend zum Halloween-Fest. Die Band blickt mittlerweile auf 27 Jahre Bandgeschichte, 13 Studioalben, über 5 Millionen verkauften Alben und zahlreichen Headliner-Touren zurück, die um den ganzen Erdball führten. Der Großteil der Fans ist mit Helloween aufgewachsen und hat die ganze Ära verfolgt. Nach sovielen Jahren können wir von fast von Rock Opis sprechen. Aber bekanntlich ist man so alt, wie man sich fühlt. Und so wie es ausschaut, fühlen sich die fünf Jungs noch recht jung. 7 SINNERS lässt alles andere als eine Band erahnen, die mittlerweile weit über 20 Jahre im Musikgeschäft ist. Im Gegenteil. Hier ist Spielfreude mit Power vereint. 7 Sinners ist das Paradebeispiel dafür. Ohne Schnörkel werden einem die Melodien voller Kreativität um die Ohren gehauen.

Mit "Where the Sinners" und der aktuellen Single "Are you Metal?" (zu der übrigens auch ein Video gedreht wurde) geht es gleich zur Sache.
Wer sich genau den Anfang von "Who is Mr. Madman" anhört, dem kommt irgendetwas bekannt vor. Richtig ! Es klingt ein wenig nach "Perfect Gentleman", dem 1994 erschienenen Album MASTER OF THE RINGS.
Mit "World of Fantasy" und "If a Mountain could talk" sind zwei echte Ohrwürmer auf der CD, deren Refrainīs beim ersten Hören sehr eingängig sind und man sie schwer aus dem Ohr wieder herausbekommt.
"The Smile of the Sun" ist die einzige Ballade auf der ansonsten harten 7 Sinners.

Are you metal?

Yes, we are metal!

Fazit: Die 7 Sinners ist in der Ära mit Andy Deris (Ex- Pink Cream 69), als Sänger, das beste Album, was die Band veröffentlicht hat. Es wirkt wie eine Verjüngungskur. Klare Songstrukturen, mitreißende Melodien und ein in Höchstform singender Andy Deris eröffnen den Fans eine ganz andere Dimension des Potentials von Helloween. Ich bin mir sicher, dass eine Vielzahl aller Helloween - Fans auf genau dieses Album gewartet hat. Es kann niemand behaupten, dass sich die fünf Hellos ausgeruht hätten. Im Gegenteil. Mit dieser CD haben sich Weiki und Co. KG die Messlatte höher gelegt. Wir sind gespannt auf das nächste Album.
Die Klangqualität der 7 SINNERS ist produktionstechnisch gut geworden und die Laufzeit von etwas über einer Stunde ist top.
Danke für dieses Album!

Anspieltipps:
 "Where the Sinners go", "Are you Metal?", "World of Fantasy", "If a Mountain could talk" und "The Sage, the Fool, the Sinner".

Titel-Liste:
 
  1. Where the Sinners go
  2. Are you Metal?
  3. Who is Mr. Madman?
  4. Raise the Noise
  5. World of Fantasy
  6. Long live the King
  7. The Smile of the Sun
  8. You stupid Mankind
  9. If a Mountain could talk
  10. The Sage, the Fool, the Sinner
  11. My Sacrifice
  12. Not yet today
  13. Far in the Future

Laufzeit:
 60:32 Min.

Probehören und Kaufen:
Helloween: STRAIGHT OUT OF HELL (Ltd. Prem. Ed.)

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