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Review: Helloween
 
Helloween - STRAIGHT OUT OF HELL

Doppelschlag:
 Zwei Meinungen: V.R. (6,5/7) | W.W. (6,5/7)

Album:
 STRAIGHT OUT OF HELL, 2013, Columbia Dragnet

Stil:
 Power Metal


Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 W.W., 15.01.2013

Review:
 Wer hätte das gedacht? Die Hamburger Kürbisköpfe Helloween liefern mit ihrem 14. Studioalbum STRAIGHT OUT OF HELL am 18. Januar ein unglaublich starkes Werk ab  und strafen damit sämtliche Kritiker Lügen, die das Urgestein des deutschen Speed Metal schon als zahnlose Rentnerband abgetan haben. Die 13 neuen Songs wirken so, als ob die Band um Sänger Andi Deris und die beiden Ur-Mitglieder Michael Weikath (Gitarre) und Markus Grosskopf (Bass) im "Mi Sueno"-Studio auf Teneriffa nicht nur jede Menge Spaß gehabt hat, sondern dort auch Inspiration, Spielspaß und Energie pur hat tanken können.

Gleich der überlange Opener Nabataea", der sich mit der legendären Stadt Petra beschäftigt, überrascht. Und zwar durchweg positiv. Dramatischer Songaufbau, düstere Strophen, ein wehmütiger Refrain und zuletzt ein Schlussteil, dessen positive Melodie unter die Haut geht. Ein toller Auftakt, auf dessen Niveau die Reise weitergeht.
World of War" oder Church Breaks Down" von Gitarrist Sascha Gerstner, die flotte Weikath-Komposition Years" und vor allem die rasanten Grosskopf-Nummern Far from the Stars" und Straight out of Hell" zeigen den enormen Vorteil dieser Band eindrucksvoll auf: Bis auf Schlagzeuger Daniel Loeble schreiben bei Helloween alle Musiker Songs. Die mit diesem Luxus einhergehende Vielfalt tut dem Album enorm gut. Zwar ist der typische Helloween-Sound nicht zuletzt durch die großartige Gesangsleistung von Andi Deris direkt auf Anhieb erkennbar. Allerdings macht STRAIGHT OUT OF HELL doch gerade auch wegen der unterschiedlichen, nennen wir sie einmal Stil-Interpretationen, sehr viel Spaß.
Man wird sogar bei so manchem Song, den man schon als Standard abgehakt hat, bei neuerlichem Anhören von einer Melodie oder einer Harmonie gepackt und ist auf einmal doch begeistert – Make fire catch Fly" ist so ein Kandidat, genau wie die erfreulich unkitschige Ballade Hold me in your Arms".
Also nur Licht und kein Schatten? Nicht ganz, leider. Denn was sich die Band mit dem (schlechten) We will Rock you"-Klon Wanna be God" gedacht hat, erschließt sich einem auch nach mehrfachem Hören nicht. Der Versuch, eine ähnliche Hymne wie Queen zu schaffen, ging jedenfalls kolossal in die Hose. Zum Glück wird man direkt im Anschluss mit dem Höhepunkt des Albums, dem Titelsong, wieder gnädig gestimmt.

Fazit: Ein tolles Album, zwar eigentlich kein Comeback im ursprünglichen Sinne, aber auf jeden Fall ist es schön, dass Helloween auch 2013 zeigen, wo der Kürbis zu Suppe gemacht wird!

Anspieltipps:
 Der Titelsong, "Nabataea", "Far from the Stars" und "Hold me in your Arms".

Tipp:
 Na, wer Helloween mag, wird STRAIGHT OUT OF HELL lieben. Helloween ist doch eh schon fast selbst ein Trademark...





Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 V.R., 11.01.2013

Review:
 Ein derart starkes Album wie 7 SINNERS hatten 2010 wohl die wenigsten Helloween-Fans erwartet, angesichts solch mittelklassiger Vorgänger wie das etwas schlichte GAMBLING WITH THE DEVIL. Tatsächlich aber kristallisierte sich das Werk schon früh als Edelstein in der nicht gerade kleinen Helloween-Diskographie heraus. An die Stelle von Durchschnitt und Routine traten plötzlich wieder Spielfreudigkeit, Energie und Härte – und nicht zuletzt eine ungeahnte Frische, die das ganze Werk durchströmte. Besser als auf 7 SINNERS hat die Band, zumindest zu Deris-Zeiten, vielleicht nie geklungen, oder, um es mit anderen Worten zu sagen - Helloween war das Kunststück geglückt, den europäischen Power Metal-Thron mit genannter Knallerscheibe zurückerobern – und dieser will anno 2013 natürlich verteidigt werden. STRAIGHT OUT OF HELL heißt die neue Scheibe, mit der Helloween ihre Fans beglücken und alle Spötter und Kritiker zum Umdenken bewegen möchten.

Um ein Zeichen zu setzen, stellen die Hamburger an den Beginn des Albums gleich mal einen richtigen Kracher, der den mystischen Namen "Nabataea" trägt. Härte, Melodie und Eingängigkeit finden hier zu einer überzeugenden Einheit zusammen, die im mitreißenden Refrain ihren Höhepunkt findet. Typisch Helloween also – und doch wieder nicht, denn der Song besitzt eine ungewohnt düstere Note und die geschickt platzierten Tempiwechsel hat man in dieser Form sicher auch noch nicht von Helloween zu hören bekommen.
Nach einem derart fulminanten Beginn kann "World of War" nur als Enttäuschung bezeichnet werden. Das "Go West"-lastige Intro wäre ja noch zu verschmerzen gewesen, doch auch im weiteren Verlauf kann der Song nicht überzeugen, zumal die Refrainmelodie stellenweise klingt wie "Forever and one" auf Speed.
Glücklicherweise fällt schon der nächste Song, "Live now!", wieder deutlich stärker aus. Zwar erinnert auch dessen Intro wieder recht deutlich an einen Klassiker der Musikgeschichte ("It’s my Life" von Bon Jovi), doch da sich der Titel im Refrain dann doch noch zu einem typischen Helloween-Kracher mit Ohrwurmgarantie entwickelt, darf über diesen kleinen Kritikpunkt gerne hinweggesehen werden.
Speedig geht es weiter mit "Far from the Stars", und so langsam dürfte klar sein, dass Helloween ihre Fans auch 2013 noch in wahre Freudentaumel versetzen können – Mitsingrefrain und Ohrwurmmelodien sei dank!
"Burning Sun" schielt dagegen in eine etwas andere Richtung, denn der Song ist ein ganzes Stück vertrackter und düsterer als die letzte Nummer. Es ist eben ein nicht zu unterschätzender Vorteil, dass bei Helloween nicht nur ein Bandmitglied als Songschreiber fungiert – Variabilität und Abwechslung sind auf STRAIGHT OUT OF HELL somit gewährleistet.
Dass Abwechslung hier wirklich groß geschrieben wird, zeigt sich schließlich beim rockigen "Waiting for the Sun", das der Feder von Herrn Deris entspringt und in dieser Form auch von seiner alten Band Pink Cream 69 stammen könnte.
Balladen gehörten schon immer zum gängigen Helloween-Repertoire, doch nicht jeder ihrer ruhigen Songs fiel derart mitreißend aus wie "Hold me in your Arms", das bei aller Romantik zu keiner Zeit in Kitschgefilde abdriftet und die ideale Untermalung des nächsten Cadlelight Dinners darstellen dürfte.
Nachdem Helloween ihre Fans nun mit mehreren Highlights am Stück verwöhnt haben, wird das so kurze wie unnötige "Wanna be God" bei den meisten Hörern nur für Kopfschütteln sorgen. Klarer Fall, hier wollten Helloween eine Hymne im Stil von "We will rock you" abliefern, doch das Ergebnis klingt schlicht und ergreifend beschämend.
Schön, dass der Titelsong "Straight out of Hell" diese Scharte gleich wieder auswetzen kann. Hier liefern die Hamburger wieder einen typischen Speed-Kracher der Oberklasse ab, der nicht zuletzt im Refrain wahre Begeisterungsstürme auf dem nächsten Konzert auslösen wird.
"Asshole" gehört sowohl textlich als auch musikalisch zu den eher ungewöhnlichen Helloween-Songs – aber keinesfalls zu den Schlechten! Die eingängige Rocknummer aus der Feder von Sascha Gerstner ist trotz oder gerade wegen seiner textlichen Schlichtheit der perfekte Soundtrack für jene Momente, in denen man einfach mal die Wut im Bauch freisetzen möchte – Mitgröhlfaktor inklusive.
Nach zwei weiteren typischen, durchweg stimmigen Helloween-Speed-Krachern namens "Years" und "Make fire catch the Fly" findet STRAIGHT OUT OF HELL schließlich mit "Church breaks down" seinen würdigen Abschluss. Schon das düstere Orgelintro zeigt, dass hier kein typischer Melodic Speed-Knaller zu erwarten ist. Speedig ist die Nummer phasenweise zwar schon, aber auch ungewohnt atmosphärisch und sogar ein bisschen mystisch – so klang die Band allerhöchstens noch auf THE DARK RIDE. Helloween beweisen somit, dass sie auch zu einer echten Horizonterweiterung in der Lage sind und wecken mit diesem Schlusspunkt schon die Vorfreude auf das nächste Album.

Fazit: Helloween haben es geschafft! STRAIGHT OUT OF HELL ist ein würdiger Nachfolger des unglaublichen starken 7 SINNERS, der nur um Nuancen schwächer ausfällt als der Vorgänger. Während das letzte Album aufgrund seiner Härte und Frische auffiel, sorgt dieses Mal das große Maß an Abwechslung für Begeisterung. So variabel, so vielfältig, aber gleichzeitig doch so typisch klingt vermutlich kein anderes Helloween-Album. Zwischen einer Vielzahl an Vollgas-Nummern verstecken sich nämlich nicht nur einige coole Rocker und eine bezaubernde Ballade, sondern auch atmosphärische und mystische Momente, die man in dieser Form sicher nicht von Helloween erwartet hätte. Wären die beiden genannten Ausfälle nicht, hätte STRAIGHT OUT OF HELL seinen grandiosen Vorgänger sicher sogar noch übertroffen. Doch auch in der vorliegenden Form reiht sich Album Nummer 14 im oberen Drittel der Helloween-Diskographie ein und steht dort in guter Gesellschaft mit Krachern wie BETTER THAN RAW oder THE DARK RIDE – wobei die neue Scheibe die genannten Werke qualitativ sogar noch leicht übertrifft. Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Hochphase noch lange anhält und Helloween auch mit den nächsten Alben überzeugen können. Die Erwartungshaltung an zukünftige Scheiben dürfte mit STRAIGHT OUT OF HELL jedenfalls weiter gewachsen sein und zum alten Eisen gehören die Kürbisköpfe anno 2013 noch lange nicht!

Anspieltipps:
 "Nabataea", "Far from the Stars", "Waiting for the Thunder", "Hold me in your Arms", "Straight out of Hell", "Church breaks down".

Titel-Liste:
 
  1. Nabataea
  2. World of War
  3. Live now!
  4. Far from the Stars
  5. Burning Sun
  6. Waiting for the Thunder
  7. Hold me in your Arms
  8. Wanna be God
  9. Straight out of Hell
  10. Asshole
  11. Years
  12. Make fire catch the Fly
  13. Church breaks down

Laufzeit:
 60:04 Min.

Probehören und Kaufen:
Helloween: STRAIGHT OUT OF HELL (Ltd. Prem. Ed.)


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