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Review: Huldre
 
Huldre - INTET MENNESKEBARN

Album:
 INTET MENNESKEBARN, 2012, Gateway Music

Stil:
 Folk Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 W.W., 22.04.2013

Review:
 Als sich das Album INTET MENNESKEBARN der Dänen Huldre zum ersten Mal im Player drehte, war ich mir eigentlich sicher: Entweder ist das Album kaputt, oder aber mein CD-Player. Denn irgendwas stimmt mit den Vocals nicht. Klar, schaut man sich das Logo der Folk-Metaler an, dann könnte man diesbezüglich annehmen: gut, spielen halt Death Metal, wen, außer Gorefests Jan hat man da schon jemals wirklich gut verstanden? Aber keineswegs, denn das, was da musikalisch aus den Lautsprechern tönt, ist allerfeinste Folk-Metal-Mucke. Angereichert mit Fiedel, Flöte, Laute und was weiß ich nicht noch alles, harken sich die Gitarren von Lasse Olufson zusammen mit dem unauffälligen Bassspiel von Bjarne Kristiansen und den recht fett produzierten Drums von Jacob Lund durch die dänische Walachei. Über allem thront Nanna Barslev, die ihre dänischen Texte ausdrucksvoll präsentiert. Verstehen tu ich trotzdem kein Wort, und da Huldre mit Klischee-Viking-Metal ungefähr so viel zu tun haben, wie Amon Amarth mit Originalität, kommt nicht mal ein kerniges "Skol" oder ein sehnsüchtiges "Valhall" vor. Nun denn: Let the music do the talking ist hier also nun das Motto.

Und die weiß wirklich zu überzeugen! Unaufdringlich im positivsten Sinne. Unaufdringlich? Positiv? Ja, ganz genau. Denn in wenigen Genres geht es doch so plakativ und klischeebeladen zu, wie in den Folk-, Pagan-, Mittelalter-Heimstätten der harten Musik. Und Huldre gefallen mit angenehmen Understatement, wenn sie etwa im Opener "Ulvevinter" irgendwas über den Winter singen, wenn in "Trold" die Geige die Harmonie zur Gitarre übernimmt – eine Idee, die man vielleicht Iron Maiden auch mal noch an die Hand geben könnte: Drei Gitarren und 'ne Fiedel. Dann sieht nicht mehr nur Jannick Gers auf der Bühne so dusselig aus (Beschwerdemails bitte an cheffe@mir-doch-egal.de).

Der Gesang von Nanna schwankt dabei zwischen Walküre und Biest, letzteres jedoch nicht im Angela Gossow-Stil (Arch Enemy sind seit der Wages Of Sin nur noch ein Schatten ihrer selbst! Beschwerdemails: s. oben), sondern mit einer durchaus handfesten Erotik, die sich besonders im großartigen "Knoglekvad" zeigt. Rrrr, möchte man(n) da fast ausrufen (Beschwerde… s. oben)! Die "Skovpolska" überrascht dann mit einem schon Free-Jazz-artigen Mittelteil, dissonantem Geigengekratze, jaulendes Gejubel von Nanna – skurril, aber herrlich!
Aber Huldre können auch langsam, etwa im abschließenden "Skaersild" oder dem irgendwie furchtbar traurigen "Beirblakken". Kontrapunktisch zu letzterem steht das fröhliche Instrumental "Spillemand", das mit Tanz-Sing-und-Hüpf-Melodien im Dutzend zu begeistern weiß.

Fazit: Ein hochwertiges Debüt-Album einer jungen dänischen Band. Auch die Produktion stimmt in dieser knappen Stunde. Doch, gefällt mir sehr, sehr gut und macht Lust auf mehr!

Anspieltipps:
 "Spillemand" macht einfach großartig viel Spaß, "Beirblakken" ist traurig-schön und "Knoglekvad" weiß mit flottem Riffing und einer prima Tin Whistle-Melodie zu gefallen, auch Nanna singt hier richtig schön leidenschaftlich! An dieser Stelle könnte man sich glatt in die gute Dame verknallen, zumindest in ihre Stimme.

Tipp:
 Auf eine gewisse Art und Weise erinnern mich Huldre aus Dänemark an die großartigen Briten Skyclad. Zwar gehen die Dänen ungleich folkiger zu Werke, beiden Bands zu Eigen ist aber ein dominante Fiedel und das konsequente Vermeiden von Klischees. Aber natürlich kann jeder Mittelalter-, Folk- und Pagan-Metal-Freund mal ein Ohr riskieren, ohne dass es ihm gleich abfallen wird.

Titel-Liste:
 
  1. Ulvevinter
  2. Trold
  3. Skovpolska
  4. Brandridt
  5. Gennem Masken
  6. Vangeblus
  7. Havgus
  8. Spillemand
  9. Knoglekvad
  10. Skaersild

Laufzeit:
 50:35 Min.

Band-Infos:
 
  • www.huldre.dk 
  • www.facebook.com/huldre 


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