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Review: Iron Savior
 
Iron Savior - RISE OF THE HERO

Album:
 RISE OF THE HERO, 2014, AFM

Stil:
 Power Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.D., 30.03.2015

Review:
 Das Album ist zwar schon ein paar Tage alt. Aber alt heißt ja bekanntlich nicht unbedingt schlecht. Und deshalb wollen wir uns die Scheibe der Hamburger Metalinstitution Iron Savior mal genauer anschauen, denn der erste Blick ist recht viel versprechend: Das Cover Artwork ist schick designed. Es hat einen sphärischen Touch, kommt aber trotzdem sehr energiegeladen rüber.
Und genau das, was das Cover impliziert, wird dann auch in den Songs umgesetzt. Wobei der Poweranteil dabei schnell die Oberhand ergreift.

Der Starter "Ascendence" ist interessant gemacht und erinnert mit seinen sphärischen Keyboardklängen leicht an das Intro "1984" von Van Halens legendärem gleichnamigen Longplayer 1984 und an Jean Michel Jarres Space-Sound aus seinen glorreichen 1970er und 80er Jahren.
Bei "Last Hero" geht es dann gleich richtig zur Sache. Hier findet man keine sphärischen Klänge mehr, sondern es wird direkt und brachial nach vorne gespielt. Es handelt sich dabei um einen astreinen Hardrock/Metal Song, der trotz der hard'n heavy Ausrichtung sehr melodiös daher kommt. Die Instrumente und der Gesang sind gut aufeinander abgestimmt und greifen schön ineinander. Der Refrain ist mit Chor unterlegt und animiert zum Mitsingen. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands, bei denen der Gesang tendenziell eher zu hoch angesetzt ist und dadurch leicht quiekig bzw. übertrieben wirkt, passen hier die höheren Parts super zur Gesangsstimme von Piet Sielck.
Ob es sich bei "Revenge of the Bride" um eine Hommage an Quentin Tarantinos Racheoper Kill Bill handelt, ist nicht eindeutig belegt. Aber es hört sich zumindest sehr martialisch, brachial und hart an. Der Refrain geht leicht ins hymnenhafte und ist erneut mit Chor unterlegt. Das ist gut gemacht und stellt wohl den spezifischen Iron Savior Duktus dar, denn die chorischen Refrains finden bei fast allen Stücken Anwendung. Der Mittelteil vor dem Gitarrensolo hört sich astrein nach 80er Jahre Accept an. Es folgt ein kurzer langsamerer Teil, danach zieht das Lied nochmals richtig an.
"From far beyond Time" fängt mit Gitarre und treibenden Schlagzeug an. Die Strophe wird richtig rockig gesungen, der Refrain geht wieder stark ins hymnenhafte mit Chor, der den Leadgesang sozusagen als Echo wiederholt. Der Refrain ist sehr melodiös aus gesungen, während die Strophe deutlich knackiger kommt. Das genreübliche Gitarrensolo löst sich nach einem schnellen Part aber doch noch melodiös auf, während die Rhythmusgruppe ordentlich Dampf dazu macht. Zusätzlich spielt die Gitarre eine ganz filigrane Melodie unter dem Refrain, was sich ziemlich brillant anhört.
"Burning Heart" geht richtig rockig nach vorn mit Schwermetallgitarren und knackigem Gesang. Der Refrain kommt wieder eher hymnenhaft mit Chor als Echo unterlegt daher, während die Strophe richtig brachial knackig an gesungen wird. Zum Schluss gibt es dann ein großes Finale mit viel Refrain und viel Chor.
"Thunder from the Mountains" beginnt mit sehr schnellen Gitarren und schneller Rhythmusgruppe, was sich schon fast nach Speedmetal anhört. Die Strophe wird von Instrumenten ebenfalls zügig gespielt, aber in leicht moderaterem Tempo gesungen, d.h. der Sänger nimmt sich die Zeit, um die Strophe sauber auszusingen, dadurch wirkt sie auch nicht zu schnell oder zu gehetzt. Erneut ist der Refrain mit leichtem Chor unterlegt, geht aber diesmal nicht so extrem ins hymnenhafte. Das zügige Gitarrensolo mündet in einen ruhiger gesungenen Part, der das Lied neu startet und dann wieder richtig Gas gibt.
"Iron Warrior" legt mit Schwermetallgitarren los, was sich in der kernig an gesungenen Strophe fortsetzt. Nach dem obligatorischen Gitarrensolo folgt ein kurzer Break mit Schlagzeug, dann baut der Song nochmals neu auf.
"Dragon King" fängt mit progressiveren Gitarren und Schlagzeug an. Es ist nicht ganz so schnell gespielt und erinnert eher an Hardrock als Metal. Dieser Eindruck wird noch durch das sehr schön eingebettete Hardrock-Gitarrensolo untermalt.
"Dance with Somebody" gibt es im Original von Mando Diao schon in mehreren Versionen. Legt man die rockige Original-Mando-Diao-Variante zu Grunde muss man ehrlich sagen: Die ist wirklich richtig gut gemacht! Deshalb kann man es schon fast als mutig bezeichnen, das zu covern. Als live Event mag das ja noch vorstellbar sein, aber auf CD gepresst ist das eigentlich nicht wirklich nötig. Das Cover ist zwar spieltechnisch und gesanglich ganz gut, aber man vergleicht es natürlich unweigerlich mit dem Original. Und da kommt diese Version schlicht und ergreifend nicht ran. Schade, dass man nicht bei dem eigenen Leisten geblieben ist. Aber da sind Iron Savior ja nicht alleine, andere Bands covern auch wild durch die Gegend. Prinzipiell gilt: Live ist's ein netter Gag, aber auf einen Tonträger gepresst sollte es schon gut überlegt sein!
"Firestorm" beginnt mit einem großem Trommelwirbel, dann setzt die Gitarre ein. Der Song ist ordentlich gemacht und flott unterwegs. Der Refrain ist wie gehabt mit Chören unterlegt, die auch als leichtes Echo dienen. Nach einem kurzen ruhigeren Teil folgt ein Gitarrensolo. Grundsätzlich ist der Gesang in diesem Stück etwas höher angesetzt, was sich richtig richtig knackig und gut anhört.
"The Demon" fängt langsam, fast balladiös an. Dann steigt die Rhythmusgruppe und die Gitarre heftig ein, der Gesang wird deutlich kerniger. Allerdings wird das Tempo dann wieder heraus genommen, es geht dann langsam und getragen weiter. An dieser Stelle weiß man dann nicht so richtig, ob es eine Ballade oder ein Rocksong werden soll. Denn dann geht's erneut knackig zur Sache und das Tempo wird nochmals gesteigert. Nach einem kurzen Gitarrensolo baut der Song aber wieder als Ballade neu auf.
"Fistraiser" zieht von Anfang an gleich richtig durch. Die Rhythmusgruppe macht ein tolles Fundament, die Rhythmus- und Melodiegitarre ergänzen sich genial, der Gesang ist recht kernig angesetzt. Der Refrain ist leicht chorisch untersetzt und auch ein Gitarrensolo darf nicht fehlen. Inkludiert ist ebenfalls ein Wouh-wouh-wouh Gesang zum Mitgrölen. Allerdings hat man den Eindruck, man hätte das schon mal in ähnlicher Art und Weise gehört. Das Ganze vereint sich aber schon zu einem guten, ehrlichen Metalsong mit Punch und viel Druck. Er ist stimmig und alles greift schön ineinander. Das Lied ist richtig metalmäßig zurecht gelegt, aber dann fehlt etwas der Punch im Refrain: Keyboard muss bei Metal ja nicht unbedingt sein. Aber hier hätte im Refrain ein Keyboard, das eine Übermelodie spielt, wohl doch ganz gut gepasst und hätte den Refrain auf jeden Fall noch etwas interessanter gestaltet. So hört sich's leider etwas einfach strukturiert an.
Beim Bonus-Track "I've been to Hell 2014" handelt es sich um eine Neuaufnahme des Iron Savior Klassikers. Er fängt recht interessant und flott an. Allerdings ist die Gesangsmelodie ausbaufähig, die reißt einen nicht so richtig mit. Im Gegensatz dazu spielt die Gitarre teilweise recht filigrane Melodien. Und es gibt einen langsameren Part, bei dem die Gesangslinie dann wiederum sehr schick moduliert und sehr schön in die Instrumente eingebettet ist.

Fazit: Generell bieten die Instrumente ein brachiales Fundament, da geht es richtig nach vorne. Keyboardsounds sind nach dem Intro allerdings nur noch in homöopathischen Mengen vorhanden. Dafür macht die Rhythmusgruppe mächtig Alarm. Der Gesang ist gut eingebettet und kommt knackig rüber. Er trifft den schmalen Grat zwischen kernig und auf Wirkung gequält, da ist einfach alles im Rahmen. Bei dem tollen Gesang klingen etwas höheren Parts sogar noch schöner, weil Stimme dabei richtig anfängt zu singen. Das Album spielt durchweg auf hohem Niveau, allerdings fehlen etwas die Alleinstellungsmerkmale. So gibt es keinen Monstersong, der einem einfach direkt im Ohr haften bleibt. Es gibt zwar einige gute Gitarrenriffs, aber es fehlt ein wenig das Killeriff dabei, welches einem nie mehr wieder aus dem Ohr geht. Man sieht auch an Hand der Anspieltipps, dass die erste Hälfte tendenziell interessanter ist. Das liegt u.a. daran, dass sich einiges nach dem Dance-with-somebody-Break so anhört, als ob's schonmal dagewesen wäre. Deshalb hätte man den Coversong, der irgendwie einen Cut macht, weglassen oder zumindest an den Schluss setzen sollen. Aber das sind natürlich nur Nuancen! Das Album hält sich durchgehend im hellgrünen Bereich auf und ist absolut empfehlenswert, was durch die amtliche Spielzeit noch untermauert wird.

Anspieltipps:
 "Last Hero", "From far beyond Time", "Thunder from the Mountains".

Tipp:
 Wer deutschen Metal im Stile von Running Wild, Gamma Ray und Stormwarrior mit Helloween und Accept Farbtupfern mag, der wird genial bedient. Denn gerade die Liedstrukturen und Gitarrensoli erinnern nicht nur einmal an die ruhmreichen Accept und Helloween-Zeiten.

Titel-Liste:
 
  1. Ascendence
  2. Last Hero
  3. Revenge of the Bride
  4. From far beyond Time
  5. Burning Heart
  6. Thunder from the Mountains
  7. Iron Warrior
  8. Dragon King
  9. Dance with Somebody
  10. Firestorm
  11. The Demon
  12. Fistraiser
    - - - Bonus Track - - -
  13. I've been to Hell 2014

Laufzeit:
 59:26 Min.

Probehören und Kaufen:
Iron Savior: RISE OF THE HERO (Ltd.Digipak)


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