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Review: Kirk
 
Kirk - MASQUERADE

Album:
 MASQUERADE, 2014, Mausoleum

Stil:
 Melodic Metal, Progressive Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.D., 11.04.2014

Review:
 Als Captain James T. Kirk von der Vereinten Föderation der Planeten beauftragt wird, eine Crew für das Raumschiff Enterprise zusammen zu stellen, hat er mit Mr. Spock (Erster Offizier und Wissenschaftsoffizier) und dem Schiffsarzt Dr. Leonard McCoy sehr schnell zwei erfahrene und kompetente Besatzungsmitglieder zur Hand.
Die Suche nach einem geeigneten Chefingenieur gestaltet sich allerdings ungleich schwerer. Ein Kandidat dafür ist der Schotte Montgomery Scott (genannt Scotty), der zum Einstellungsgespräch einbestellt wurde.
Kirk: "Wir suchen einen Mann, der sich vor keiner Arbeit scheut und niemals krank wird."
Daraufhin Scotty: "Na dann stellen sie mich ein, ich helfe ihnen suchen."

Nun, ob sich der Bandname wirklich von Captain Kirk ableitet, ist noch nicht vollständig geklärt. Ebenfalls ungewiss ist auch, wer sich hinter der Maske auf dem Album-Cover verbirgt.
Aber eines war von Anfang an klar, als ich zum ersten Mal eine Ankündigung für diesen Longplayer sah: Den muss ich haben!
Auch wenn's musikalisch eine Enttäuschung geworden wäre - das Titelbild mit den intensiven Augen und der Träne auf der venezianischen Maske ließ mich nicht mehr los.
Aber ich kann gleich vollständige Entwarnung geben: Nicht nur das Cover ist ein Blickfang, auch der wohlklingende Inhalt der Scheibe ist kein Rheinfall, denn schließlich kommen die Musiker ja aus Basel und nicht aus Schaffhausen (okay, okay, man verzeihe mir dieses Wortspiel - aber ich konnte einfach nicht widerstehen). Ganz im Gegenteil: Musikalisch wird hier Melodic Metal vom Feinsten geboten.
Kirk schaffen den Spagat zwischen druckvollem Wummern und sphärischen Melodien - da kann man sich gar nicht entscheiden, ob man mitrocken oder wegträumen mag. Man muss sich aber auch nicht entscheiden, denn es geht beides parallel, nur eines davon, oder auch beides abwechselnd...

Markanterweise wurde Kirk bereits in den 90er Jahren gegründet. Ihr erstes Studioalbum "The Final Dance" nahm die Band 2003 mit dem bekannten Produzenten Dennis Ward (Pink Cream 69) auf. Es erreichte im Land der aufgehenden Sonne sogar Platz 24 in den Japanese Metal Import Charts.
Nach einer längeren Pause, in der sich die Bandmitglieder diversen Side Projects widmen konnten, wurde erneut unter der Leitung von Dennis Ward das zweite Album "Masquerade" fertiggestellt und vor wenigen Tagen released.
Und dieser Silberling liegt nun endlich in meinem Player: Brandneu und taufrisch!
Yippie-ya-ye!!

Aber Vorsicht: Der Opener "Devil's Claw" fängt mit einem ganz leisen Intro an und setzt dann brachial ein. Und der Titel holt einen aber mal so richtig ab: Hier zeigen Kirk gleich wo's lang geht! Neben einer präsenten Rhythmusgruppe inklusive Doublebassdrum, einem klasse Gitarrensolo und einem anschließenden langsameren sphärischen Teil kann auch der Gesang voll überzeugen. Das Tempo geht sofort ins Blut und der Druck ist kräftig: Beim Fußball würde man von einer gesunden internationalen Härte sprechen :-)
In ähnlicher Manier geht es weiter bei "Supersonic Speed": etwas geradliniger, eine Nuance weniger verspielt, aber wieder mit diesem ordentlichen Maß an Durchzugskraft.
Nun folgt der ungelöste Fall mit der Aktennummer X-File/03, Codename "Masquerade", dem ein ganz starkes Songwriting mit Tempiwechseln und einem sehr eingängigen Refrain zu Grunde liegt. Das überaus markante Keyboard erinnert an die Titelmelodie der Serie Akte X Die unheimlichen Fälle des FBI aus den 90er Jahren. Und wieder kann man die pure Energie spüren, die der Song emittiert.
"Eternity" fängt etwas ruhiger an, zieht dann aber wieder los und steigert sich deutlich. Das Ganze garnieren noch schicke Hintergrundakzente des Keyboards.
Sehr prägnante Gitarren und Keys gibt es bei "Fight Or Die". Passend zum Titel ist die Gangart wieder etwas härter gestaltet. Der Refrain hat viel Mitgrölpotential, das Gitarrensolo ist sehr melodiös arrangiert.
Ein etwas moderateres Tempo schlägt "Nothing Else But Lies" an. Der Keyboard-Flächensound unterstützt dabei imposant den Gesang, der diesmal mit einen leichten Touch Reibeisen ausgeführt ist. Ganz akzentuiert geht das Schlagzeug zu Werke, das wieder die Doublebass-Technik einsetzt, aber lobenswerterweise nicht übertreibt.
Bei "Time" zieht das Tempo wieder merklich an. Man könnte fast meinen, die Jungs spielten gegen die Zeit... Trotz ordentlich vorhandenem Druck geben sich Gitarre und Keyboard unverschämt melodiös, das markante Hauptriff der Gitarre ist echt der Hammer. Im Mittelteil finden wir einen schönen Break mit barockem Sound, durch den das Stück nochmals neu aufgebaut wird.
Also wirklich gar keine Tragödie ist der Titel "Tragedy", bei dem Doublebass und das Gitarrensolo sehr schöne Akzente in einem durchaus eingängigen Song zu setzen vermögen.
"Face In The Crowd" fängt zweifellos rockig, aber auch mit einer minimalen Prise Harmlosigkeit an. Das Stück gewinnt dann aber unwahrscheinlich an Fahrt durch den sofort zupackenden Refrain, den man justament und ohne Umschweife einsortieren kann in die Gattung der Forficula auricularia aus der Ordnung der Dermaptera (im Volksmund auch bekannt als Ohrwurm).
In "The End Of The Universe" wandeln die Jungs von Kirk auf den Spuren von Douglas Adams und haben sich einen Tisch im Milliways (das Restaurant am Ende des Universums) reserviert. Natürlich direkt vorne am Panorama-Fenster, von wo aus man den besten Blick hat auf den Untergang des Universums, bei dem Raum und Zeit aufhören zu existieren. Ebenso progressiv wie Adams Feder bei der Verfassung seines Romans führt Kirk hier eine ganz feine Klinge beim Songwriting, das mit spacigen und leicht melancholischen Einschlägen punkten kann. Herauszuheben ist noch der spinettartige Keyboard-Part mit fast barockem Charakter, der direkt auf das gut gestylte Gitarrensolo überleitet.
Mit "Fallen Angel" haben wir noch einen würdigen Abschluss-Song im Köcher: wieder etwas rockiger, mit schwereren Gitarren und wieder sehr eingängig. Passend zum Titel komm ich mir gegen Ende vor wie ein gefallener Engel kurz vorm Weinen, da die Maskerade schon zu Ende sein soll?! Och - schade... aber echt hey!!

Fazit: Trotz fast einstündiger Spielzeit ist das Album sehr kurzweilig, Lückenfüller oder Hänger kann man nicht ausmachen. Denn auch die große vorhandene Varianz überzeugt auf ganzer Linie. Sie macht die Scheibe sogar richtig abwechslungsreich und interessant. Ob schwermetalllastige Songs, progressive Titel oder kernige Rocksongs: Für jeden ist da was im Gepäck und die Melodie kommt nie zu kurz!
Das Tempo liegt dabei immer im grünen Bereich, oft auf Champions-League-Niveau. Die Songs sind alle gut produziert: Gesang, Gitarre, Keyboard, Drums und Bass passen sehr gut zusammen, alles greift wie eine gut abgestimmte Maschine ineinander. Der Gesang ist gut eingebettet, die Instrumente sind alle sehr präsent, aber nicht zu dominant. Die einzelnen Parts sind sehr gut differenzierbar und vermatschen nicht den Gesamtsound - sehr löblich!
Das starke Songwriting besticht mit vielen eingängigen Melodien, die sich teilweise aus dem Off materialisieren. Das Keyboard, Hi-Hat und Doublebassdrum setzen reichlich schicke Hintergrund-Akzente.
Das Album Masquerade dürfte im von der Enterprise bereisten Universum sicher eine Hauptattraktion im Melodic Metal Sektor sein. Das macht Lust auf mehr. Man kann Captain Kirk und seine Crew nur bitten, mit dem nächsten Longplayer nicht wieder erst in der kommenden Dekade in alte und neue Gefilde abzuheben.

Anspieltipps:
 "Devil's Claw", "Masquerade", "Fight Or Die" und "Time".

Tipp:
 Anhören lohnt sich uneingeschränkt und alle Mal - fast für jeden. Aber natürlich klar im Vorteil sind diejenigen, die etwas mit Metal anfangen können und im Idealfall auch noch Gefallen an eingängigen Melodien finden. Als Eckpunkte zur Orientierung kann man Queensryche, Pink Cream 69 und Threshold aufführen.

Titel-Liste:
 
  1. Devil's Claw
  2. Supersonic Speed
  3. Masquerade
  4. Eternity
  5. Fight Or Die
  6. Nothing Else But Lies
  7. Time
  8. Tragedy
  9. Face In The Crowd
  10. The End Of The Universe
  11. Fallen Angel

Laufzeit:
 54:09 Min.

Band-Infos:
 
  • www.kirk.ch 

  • Probehören und Kaufen:
    Kirk: MASQUERADE


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