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Review: Messenger
 
Messenger - STARWOLF PT.I: THE MESSENGERS

Album:
 STARWOLF PT.I THE MESSENGERS, 2013, Massacre

Stil:
 Power Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.D., 29.01.2014

Review:
 Was ist denn da neulich "hübsches" auf meinem Schreibtisch gelandet? Richtig: Die Messenger "Starwolf, Pt.I: The MessengeRs" als schickes Digipak inklusive Booklet und 2 Bonus-Tracks.

Dem Album liegt ein sehr schmuckes Konzept zu Grunde:
Passend zur Musik erschien der Roman "Sternenwolf – Die Boten" von Autor Victor L. Pax, eine ausführliche Rezension gib es hier.
In seinem Roman beleuchtet der Autor eine Zeit der Unruhe, in der Schmuggel und Piraterie an der Tagesordnung sind. Die Verbote der Klonsklaverei und Gentechnik durch den mächtigen Ethik-Orden spülten die Galaxis in diese prekäre Lage, in welcher der bionische Piratenkapitän "Starwolf" mit seiner "Die Boten" genannten Truppe gegen den Orden für Recht und Freiheit kämpft.
Der Roman entstand in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Power-Metal-Band Messenger, Pate für die "Die Boten" standen die Musiker höchstpersönlich.

Das von der Illustratorin Wiebke Scholz gestaltete Artwork erinnert ein wenig an eine Mischung aus Terminator, Cyborg, Serenity (Firefly) und einem kleinen Tropfen Fluch der Karibik. Es hat durch den vor allem in den filigraneren Bereichen vor dem geistigen Auge schwebenden Pinselduktus schon einen leicht nostalgischen Touch (hier werden Erinnerungen an Covers aus den 80er Jahren wach), macht aber einen durchaus interessanten Eindruck und weckt die Lust, den CD-Player mit dem Silberling zu füttern. Zu sehen sind Starwolf und seine Boten mit ihren jeweiligen Symbolen auf der Brust und die Piratenkollegin Ramira, innen in der geöffneten Karton-Klapphülle sind die Symbole von Starwolf und seinen Boten größer abgebildet.
Starwolfs Favoritin Ramira wird im Roman als Reptiloidin beschrieben, die durch diverse Schönheitsoperationen fast menschliches Aussehen erlangt hat und unwahrscheinlich hübsch ist. Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten, aber eine außergewöhnliche Schönheit hätte ich mir anders vorgestellt, da ist bei der dargestellten Piratenbraut noch mächtig Potential nach oben.
Das in einen Schlitz im aufklappbaren Album eingeschobene Booklet fügt sich nahtlos in das Design ein, kommt allerdings etwas spaciger und futuristischer daher. Es beinhaltet eine Zusammenfassung der Geschichte um Starwolfs Truppe und die Lyrics. Die Songtexte sind bis auf wenige Ausnahmen sehr gut zu entziffern. Auf dem Centerfold ist Starwolfs Raumschiff Ghost illustriert. Und um nochmals kurz ins Filmmilieu zurück zu kehren: Im Booklet ist auch der Cast des Starwolf-Kommandos mit Großaufnahmen der Charaktere und deren Symbole und den entsprechenden Kurzviten der Protagonisten nach zu lesen. Aber Moment: Was müssen meine Black Pearl-erfahrenen Augen da erfassen? Der Pirat Starwolf heißt mit bürgerlichem Namen Cpt. Morgan... ?! Na-na-na! Es wird ja gemunkelt, dass der berühmte Sir Henry Morgan, ein walisischer Freibeuter des 17. Jahrhunderts (* um 1635; † 1688 in Port Royal), Pate stand für die Person des Jack Sparrow in Fluch der Karibik. Einen bekannten Freibeuter-Namen für eine Piratengeschichte zu verwenden ist ja nichts Neues, und verwerflich ist es natürlich auch nicht. Und der inhaltliche Bezug zu Port Royal ist damit auch hergestellt.

Aber Ende der großen Vorrede: Nun wird die Scheibe ihrer Bestimmung zugeführt und kommt in den CD-Player.

Mit "Raiders of Galaxy" wummert gleich ein temporeicher Opener mit schönen Breaks aus den Boxen. Powermetal-typisch wird die Doublebassdrum-Technik eingesetzt, das allerdings sehr gekonnt und ohne reinen Selbstzweck. Auch die Gitarren unterstützen den Songrahmen sehr präsent, ohne aufdringlich zu wirken. Der Gesang ist druckvoll und vor allem der Refrain hat schon hymnenhaften Charakter.
"The Spectre" nimmt die Fahrt in ähnlicher Weise mit. Bei den melodiösen Gitarrenriffs mit Iron Maiden-Touch hat sicher auch ein Adrian Smith sine Freude. Der mystisch angehauchte Refrain rundet den Song perfekt ab.
Mit Unterstützung von Primal Fear Sänger Ralf Scheepers kommt "Salvation" als straighter Metal-Song daher.
Und dann kommt endlich das Lied mit dem inhaltlich allesumfassenden Spannungsbogen daher: Yo-ho, yo-ho, a pirate's life for me! Sorry, da sind wohl die Pferde mit mir durchgegangen, das Stück heißt natürlich "Pirates of Space". Auch bei diesem Song wird wieder dezent die Doublebassdrum eingestreut. Und trotz der verspielten Gitarre hat der Titel wieder mächtig Druck.
Anschließend gibt es die erste von insgesamt zwei Coverversionen auf die Ohren: der Bonus-Track "Port Royal" (Original von Running Wild, 1988) mit Unterstützung von Ex-Running Wild Gerald „Preacher“ Warnecke an der Gitarre. Der solide Metal-Song kann mit einem sehr eingängigen Refrain Zusatzpunkte erwerben. Der Titel passt natürlich thematisch vorzüglich zu der Geschichte, nachdem im Roman der große Weltraumpiraten-Stützpunkt New Port Royal heißt und in "Pirates of Space" bereits Erwähnung fand. Allerdings hätte der Song chronologisch gesehen weiter hinten in die Tracklist eingereiht werden müssen, da Morgans Truppe erst gegen Ende der Geschichte in New Port Royal ankommt.
Flott ist auch "Chosen One" unterwegs. Wieder schaffen es Messenger, hübsche Melodien mit einer mystischen Note zu versehen.
Bei "Earth, Water and Power" kann man die klassische Gesangsausbildung von Sänger Siggi Schüßler heraushören, der Gesangspart erinnert stark an die Besetzungen von Musicals - respect! Leider wird dabei aber trotz typischer Metal-Gitarren nicht ganz das Niveau der vorangegangenen Titel erreicht, das ausdrucksstarke Gitarrensolo kann den Song aber noch ins Ziel retten.
Bei "Reign of the Righteous" nimmt das Piratenschiff wieder deutlich Fahrt auf. Power, Tempo und Melodie sind angesagt, das Gitarrensolo wird durch einen überraschenden Drumauftakt eingeleitet.
Das Balladenintro von "Thousand Suns of Eternity" lässt einen nur kurz zurücklehnen und durchatmen. Nachdem der Gesang dann zu einem temporären Zenit ansetzt (hoch, höher, am allerhöchsten), bekommt man einen sehr melodiösen Song zu hören, der trotzdem richtig Punch hat und der angedeutet chorische Refrain verleiht wiederum einen hymnenhaften Charakter.
Mit "Starwolf" schließt sich sozusagen der Titelsong des Albums an. Hier erfährt man die Vorgeschichte, warum aus Wolf Morgan der Piratenkapitän Starwolf wurde. Der Titel ist sehr eingängig und melodiös, er kann mit fetten Gitarren und gut inszenierter Doublebassdrum glänzen. Es gibt einen sehr schön gemachten Break mit Marschcharakter und der mehrstimmige Refrain im Mittelteil kommt richtig gut. Der kurz vor Schluss gesprochene Monolog erinnert leicht an Vincent Price bei Michael Jacksons "Thriller".
Mit "Blackbone Song" bekommt man den zweiten Bonustrack des Albums direkt auf dem fliegenden Holländer serviert: eine Coverversion mit Unterstützung der original Zed Yago Sängerin Jutta Weinhold. Der Song kann prinzipiell punkten und Jutta Weinhold ist auch eine tolle Rock-Sängerin. Aber ihr Part passt hier im Messenger-Kontext irgendwie nicht zum Rest, ihr Gesang kommt einfach zu clean. Im Original auf dem Album Pilgrimage von 1989 ist da wesentlich mehr Dampf. Aktuell fehlt einfach ein wenig der Punch für ein rauchiges, aggressiveres Raumpiraten-Feeling. Und teilweise ist die Tonlage im Vergleich zum männlichen Gesang einfach zu ähnlich. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau und der Song kann ja durch das aus dem Refrain des alten Shanties (Matrosenlied) "What shall we do with a drunken sailor" gegossenen Gitarrensolos auf alle Fälle noch den Spinnaker setzen.
The "Path of Science" bietet nichts Neues im Vergleich zu den vorangegangen Titeln, aber wieder verstehen es die Boten, eine vor allem im Refrain eingängige und melodiöse Richtung einzuschlagen.
Das Finale "Born to face the Wind" erinnert stark an die epischen Bombast-Balladen von Manowar: sehr monumental, sehr eingängig, sehr großer Mitsing-Drang. Und auch hier gilt: Während bei vielen Sängern irgendwann Schluss ist, wird Siggi Schüßler erst richtig warm und hebt auch mal kurzzeitig in schwindelerregende Höhen ab. Der ganze Song ist sehr gut moduliert, alles greift ineinander und weder Gesang noch die einzelnen Instrumente wirken zu dominant. Alles wirkt rund und geschmeidig, kommt aber mit einer gehörigen Portion Druck - ein sehr gelungener Abschluss des Albums, der positiv im Ohr hängen bleibt.

Yo-ho, yo-ho! A pirate's life for me...

Mit freibeuterischen Grüßen
Euer Captain "Marc" Sparrow

Fazit: Eine erfolgreiche Kaperfahrt der saarländischen Power-Metaller. Das Album ist gut konzipiert und ebenso gut produziert. Und vor allem lässt einen die energiegeladene Musik nicht mehr so schnell los. Da haben Morgans Boten ganze Arbeit geleistet und auf die richtige Golddublone gesetzt.

Anspieltipps:
 "Raiders of Galaxy", "Pirates of Space", "Starwolf" und "Born to face the Wind"

Tipp:
 Wer bei Helloween, Manowar und Iron Maiden zu Hause ist, der sollte dieses Album auf jeden Fall näher betrachten.
Für alle Metal-Fans, die tiefer in die Geschichte um Morgans Truppe eindringen wollen, oder sogar den Wunsch hegen, bei den Boten anzuheuern, empfiehlt sich der Roman "Sternenwolf – Die Boten".

Titel-Liste:
 
  1. Raiders of Galaxy
  2. The Spectre
  3. Salvation - feat. Ralf Scheepers
  4. Pirates of Space
  5. Port Royal - feat. Preacher (Digipak Bonus Track)
  6. Chosen One
  7. Earth, Water and Power
  8. Reign of the Righteous
  9. Thousand Suns of Eternity
  10. Starwolf
  11. Blackbone Song - feat. Jutta Weinhold (Digipak Bonus Track)
  12. The Path of Science
  13. Born to face the Wind

Laufzeit:
 66:51 Min.

Band-Infos:
 
  • www.messengerband.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Messenger: STARWOLF PT.I: THE MESSENGERS (Ltd.Digipak)


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