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Review: Metallica
 
...AND JUSTICE FOR ALL

Album:
 ...AND JUSTICE FOR ALL, 1988, Elektra

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 01.09.2010

Review:
 Metallicas viertes Album ...AND JUSTICE FOR ALL wird von vielen als ihr bestes bezeichnet. Das ist - wie so oft - Ansichtssache, denn ich persönlich war ein Freund des kompromisslosen Speed Metals von KILL 'EM ALL und der satten Thrash-Anfänge auf RIDE THE LIGHTNING. Songwriterisch waren Metallica 1988 natürlich gereift. Die Kompositionen von ...AND JUSTICE FOR ALL hatten sicherlich mehr künstlerische Tiefe und weitaus anspruchsvollere Konstrukte. Kritik musste das Werk wegen des sterilen Sounds und des wenig präsenten Bassspiels einstecken.
In der Discography von Metallica gehört ...AND JUSTICE FOR ALL aber zweifelsohne zu den besseren Alben und es ist auch ein All-Time-Klassiker, weswegen ich ihm heute meine Aufmerksamkeit schenke.

Der Opener "Blackened" ist erstmal keine große Überraschung, wenn man die vorherigen Metallica-Alben kennt. Thrashige Riffs, angezogenes Tempo, Hetfields charakteristischer heiserer Gesang - wie gewohnt eigentlich. Die dünne Bassline fällt übrigens auch sofort auf. Doch ab der Songmitte wird plötzlich sehr viel variiert. Mehrere Tempo- und Rhythmuswechsel fließen in das Konstrukt ein, eine melodische Lead rückt mehr in den Vordergrund und die Riffs und Licks werden vielseitig. So wird daraus letztendlich doch eine vielseitige und -schichtige Nummer.
Der Titeltrack "...and Justice for all" startet mit einem gefühlvollen Riff gleich viel melodischer und wird erst so nach und nach von der Energie eingeholt. Natürlich wird auch hieraus dann ein klassischer Thrash-Metal-Song, der über seine opulente Länge von fast 10 Minuten aber auch nicht mit Wechseln und sich ändernden Intensitäten spart und insgesamt dadurch mehr in die Tiefe geht.
Die meisten Songs des Album beruhen auf einer epischen Länge. Nur zwei Stücke sind überhaupt kürzer als sechs Minuten. Bei "Eye of the Beholder" hätte mich eine kürzere Spielzeit nicht gestört, denn es ist einfach ein 08/15-Thrasher ohne jegliche Akzente.
Durch das Video zum Song "One" gerieten Metallica ebenfalls in die Kritik. Man warf ihnen vor, sich dadurch dem Mainstream anzubiedern. Naja, das kann man sehen wie man will. Metallica gingen auf diesem Werk eben mit der Zeit, und da gehörte der Videomarkt inzwischen zur Selbstverständlichkeit. Das Stück selbst brachte durch seine emotionalen Parts eine ganz neue Seite der Bay-Area-Vorreiter ins Spiel - eine gefühlvoll-nachdenkliche. Man kann es wohl als eine Art Romantic Thrash Metal bezeichnen. Gerade dadurch waren Song und Video auch ziemlich erfolgreich.
Mit "The shortest Straw" kehrte dann wieder der auf ...AND JUSTICE FOR ALL gebräuchliste Sound zurück - der vielschichtige, melodische, auf reichlichen Wechseln beruhende Thrash Metal mit kompositorischem Anspruch.
Bei "Harvester of Sorrow" wurde die typische Thrash-Metal-Energie mit fast doomigem Tempo und entsprechend walzendem Sound verbunden. Auch das war ein neuer Aspekt diese Metallica-Werkes.
"The frayed End of Sanity" fasst etliche Elemente auf, die man schon in Songs zuvor gehört hat: energetische Phasen, doomige Abschnitte, anspruchsvolle Instrumentalarrangements und reichliche Tempo-Wechsel und Veränderungen der Intensität. In Sachen Vielseitigkeit gab es hier am meisten Möglichkeiten zu entdecken. Wer allerdings mehr auf Metallicas straighte Tracks steht, wird mit dem Stück wahrscheinlich nicht so viel Spaß haben.
Nach einem kurzen, besinnlichen Intro, das eine gelungene Verbindung zum vorhergehenden Song zieht, gehört das beeindruckende, fast zehn Minuten lange Instrumental "To live is to die" sicherlich zu den dynamischsten und energetischsten, aber auch zu den variablesten Tracks des Albums und kann mit klasse Arrangements aufwarten.
Der Rausschmeißer "Dyers Eve" ist fast eine Rückkehr zu den Zeiten der ersten beiden Alben. Eine high-Tempo-Mixtur aus Speed- und Thrash Metal lässt alle noch mal begeistert aufhorchen, denen ...AND JUSTICE FOR ALL bislang noch nicht druckvoll genug war und beschließt das Album auf angemessene Weise.

Fazit: Auch wenn ...AND JUSTICE FOR ALL vielleicht nicht Metallicas allerbestes Album ist, brachte es neue Aspekte in Sachen vielschichtigen Thrash Metals mit sich und hob das Songwriting des Bay-Area-Urgesteins auf eine neue Stufe. Das Album hat seinen Klassiker-Status redlich verdient und sollte in keiner Plattensammlung eines Anhängers der dynamischeren Metal-Richtungen fehlen.

Titel-Liste:
 
  1. Blackened
  2. ...and Justice for all
  3. Eye of the Beholder
  4. One
  5. The shortest Straw
  6. Harvester of Sorrow
  7. The frayed Ends of Sanity
  8. To live is to die
  9. Dyers Eve

Laufzeit:
 65:27 Min.

Probehören und Kaufen:
Metallica: ...AND JUSTICE FOR ALL

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