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Review: Negative
 
KARMA KILLER

Album:
 KARMA KILLER, 2008, Edel

Stil:
 Gothic Rock, Pop Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 J.G., 18.09.2008

Review:
 Du bist enttäuscht von der neuen H.I.M.? Du suchst eine eine etwas rockigere Alternative zu The Rasmus? Dir ist Charon etwas zu melancholisch? Du stehst nicht auf so tiefe Stimmen wie bei The 69 Eyes? Man bist Du wählerisch! Aber nicht verzagen, Finnland hat noch mehr zu bieten. Think positive, think of "Negative"!
Moment nochmal, das kommt mir ziemlich bekannt vor, was ich da geschrieben habe. Genau so begann mein Test von SWEET & DECEITFUL aus dem Jahre 2005. Nun, was 2005 auf Negative zutraf, gilt zumindest auch noch heute. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden. In jedem Fall hat die Tournee 2006 mit H.I.M. und The Rasmus ihre hörbare Spuren hinterlassen. Nicht von ungefähr kam deshalb auch der verdiente Sieg bei den MTV Music Awards 2007, als bester finnischer Act, den nach H.I.M. kann man Negative ohne weiteres als erfolgreichsten Export-Artikel bezeichnen.
Auch dieses Mal bewegen sich die Finnen trotz Weggang von Gitarrist Sir Christus überwiegend zielsicher auf rockigen Gothic-Pfaden.

Das Album KARMA KILLER startet schon einmal mit einem flotten Rocksong namens "A Devil on my Shoulder", der gehörigen Druck nach vorne aufbaut und dabei gehörig in H.I.M.-Gewässern wildert. Dies tut der Partylaune jedoch kaum Abbruch. Im Gegenteil, betrachte ich das letzte H.I.M.-Werk, so hätte ich mir solche Songs von Ville Valo gewünscht.
Voll auf Schmalz und Schmacht wurde der nächste Song "Sealed" getrimmt. Für mich klingt es allerdings etwas verkrampft, wobei zartbesaitete Gothicfreunde beim leicht melancholischen Refrain durchaus feuchte Äuglein bekommen könnten.
Mit "Won't let go" ist der Truppe wieder eher ein Treffer gelungen. Die Hookline ist von Anfang an eingängig und bleibt spätestens mit dem Einsetzen des Refrains im Ohr. Ein gesundes Maß Härte übertüncht an vielen Stellen den poplastigen Grundton, sodass letztendlich ein rockiger Eindruck im Gedächtnis bleibt.
'Negative meets Sleeze' alá Mötley Crüe könnte man meinen, hört man "Motherfucker (Just like you)" zum ersten Mal. Hier packen die Finnen endlich ihre Rockgittaren aus und geben der Rhytmusfraktion gehörig Zunder.
Nein, weder Pink Floyd mit The Wall noch Mark Knopfler's Dire Straits sind hier bei "Giving Up!" am Werk, auch wenn besonders die Gittarenarbeit zu Beginn die Vermutung zulassen würde. Der Song mausert sich sehr schnell zu einem griffigen Rocksong mit treibendem Rhytmus und Ohrwurm-Refrain.
"An Ornament" darf sich mit dem vorangegangenen "Sealed" locker die Hand schütteln. Hier hat man es bei den Finnen wieder zu gut bei der Herz-Schmerz-Würzung gemeint und voll in die The Rasmus-Pop-Kiste gegriffen und sich dabei vergriffen.
Wie man es besser macht, zeiegn sie mit "Dead as we". Es ist nicht alleine das Tempo, denn auch in ruhigeren Gewässern haben Negative bereits zur Genüge bewiesen, wie zielsicher sie sind, sondern das deutlich rockigere Grundgerüst, was für Gefälligkeit sorgt.
Na, na, "Anna Simona", wo haben sie denn dich abgeschleppt? Irgendwo zwischen Rock und Pop dümpelt der Song zunächst etwas unbeholfen durch die Gegend, bevor er sich dann doch noch zu einer druckvollen Halbballade entfaltet - nicht top, aber ok.
Bei "Lust n' Needs" wird wieder die Partystimmung angeheizt. Es klingt irgendwie vertraut, aber nichtsdestotrotz geht erstmal voll der Gute-Laune-Rock ab. Da kann man über den eine oder anderen kleinen Innovationsmangel getrost hinweg sehen.
Schade nur, dass man zum Abschluss des Albums mit "Gravity of Love" eine Spur zu viel Schmalz aufgetragen hat, denn mit zu glitschigen Fingern trifft man einfach nicht so gut die Play-Taste für den nächsten Durchlauf. Da kann auch exzessive Frauen-Power am Ende nichts mehr ändern.

Abgesehen von ein paar kleinen Durchhängern darf man wirklich nicht meckern. Auf alle Fälle haben es Negative nicht verlernt, ihre Zielgruppe mit guten Songs zu versorgen, ohne sich dabei ideenmäßig zu sehr bei sich selbst zu bedienen. Wer Negative kennt, wird sicherlich auch hier wieder seine Freude daran haben.

Fazit: Negative ist es einmal mehr gelungen, trotz musikalischer Nähe zu den oben genannten Bands sich eine gewisse Eigenständigkeit zu bewahren und ein grundsolides Album abzuliefern. Dass man es dabei manchmal etwas zu gut mit Herz und Schmerz meint, ist wohl der Preis, den man bezahlt, wenn man dem Pop zu nahe kommt.

Tipp:
 Für Negative-Fans ein Pflichtkauf und für Hörer von The Rasmus oder H.I.M. sicherlich eine interessante Alternative.

Titel-Liste:
 
  1. A Devil on my Shoulder
  2. Sealed
  3. Won't let go
  4. Motherfucker (Just like you)
  5. Giving Up!
  6. An Ornament
  7. Dead as we
  8. Anna Simona
  9. Lust n' Needs
  10. Gravity of Love

Laufzeit:
 45:45 Min.


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