Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Negative
 
NEON

Album:
 NEON, 2010, Warner

Stil:
 Glam Rock, Gothic Rock

Wertung:
 3,5 von 7
3,5 von 7 Punkten
 V.R., 24.01.2011

Review:
 In Finnland sind Negative Megastars und ihre Alben knacken dortzulande seit Jahren mühelos die Top 10. Allerdings sind Negative auch in Deutschland längst keine Unbekannten mehr und für den einen oder anderen kleineren Charthit hat es schon gereicht. Angesichts der Musikrichtung der Finnen auch wenig verwunderlich, reichern sie ihre Mischung aus Glam Rock und Gothic Rock doch spätestens seit ihrem kommerziellen Durchbruch mit einer gehörigen Portion Pop-Appeal an. Die Zielgruppe lässt sich dementsprechend auch in erster Linie im Teenie-Bereich verorten, während gestandene Metalfans für die Band meist nur ein müdes Lächeln übrig haben. 2010 erschien das fünfte reguläre Album NEON und nun wollen wir doch mal sehen, ob Negative anno 2010 ausschließlich auf Kommerzialität setzen oder ob sich da, wie damals auf dem Debutalbum WAR OF LOVE, auch der eine oder andere Metaller-kompatible Song versteckt hat.
Aller Anfang ist jedenfalls eher harmlos und seicht, denn "No one can ever save me Tonight" strotzt nur so vor Kommerzialität und Pop-Appeal. Die eine oder andere nette Idee kann der Titel zwar aufweisen, doch klingt das alles einfach zu glattgebügelt. Sämtliche guten Ansätze scheinen durch die lasche Produktion zunichte gemacht worden sein. Um nicht missverstanden zu werden: Schlecht ist der Titel nicht, aber mit Metal hat das Ganze nichts zu tun. Will es natürlich auch gar nicht, problematisch ist nur, dass man das Ganze nicht mal richtig als Rock bezeichnen kann, zu sehr driftet der Titel in Pop-Gefilde ab.
Gleiches gilt auch für "The lost Way", mit dem Unterschied, dass das Tempo hier etwas zurückgefahren wurde und der Popfaktor nochmals erhöht wurde. Die Teenie-Zielgruppe wird sich freuen, doch jenen, welche das Debutalbum wegen der nicht zu leugnenden Rock-Wurzeln noch gerne gehört haben, werden Songs dieser Art nur ein müdes Gähnen abringen können.
Das Gestöhne zu Beginn des dritten Songs "Love that I lost" kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Negative hier ihre Rockwurzeln noch stärker verleugnen als auf den ersten zwei Songs. Zumindest im Refrain kommt dann aber doch noch ein wenig Rockstimmung auf und die Melodien des Titels sind durchaus hörbar.
Den ersten richtig gelungenen Titel findet der geneigte Hörer unter der Nummer vier. "Blood on Blood" könnte in dieser Form durchaus auch auf dem Debutalbum stehen und ist – für Negative-Verhältnisse – so richtig schön rockig ausgefallen. Schade, dass Songs dieser Richtung eher die Ausnahme auf NEON darstellen.
Bei "Believe" handelt es sich dann um eine Ballade, allerdings eher um eine Pop- als um eine Rockballade. Den einen oder anderen E-Gitarren-Klang haben Negative zwar in dem Song unterbringen können, dennoch klingt das Lied schon sehr nach einem Kandidaten für den nächsten Kuschelrock-Sampler. Trotzdem kann man dem Titel einen gewissen Charme nicht absprechen.
Auch bei "Celestial Summer" halten sich Negative härtemässig eher zurück, gediegenes Midtempo ist hier angesagt. Dennoch kann der Song zünden, da die Refrainmelodie einfach hervorragende Ohrwurmqualitäten besitzt und der Instrumental-Mittelteil sogar richtig innovativ geworden ist.
Mit "Jealous Sky" folgt dann schon die nächste Ballade. Nichts gegen ruhige Songs, aber so dicht aufeinander gedrängt muss es dann doch nicht sein. Zudem lädt die Nummer eher zum Einschlafen als zum Kuscheln ein, da sie einfach langweilig ausgefallen ist.
Glücklicherweise folgt auf diese Schlaftablette mit "Days I’m living for" dann ein durchaus flotter und gefälliger Rocksong, der zwar glattgebügelt, aber nicht zu poplastig arrangiert wurde und eindeutig zu den besseren Liedern des Albums gehört.
Doch Negative können das sogar noch besser, denn "Since you’ve been gone" ist noch mal ein ganzes Stück kraftvoller und fast schon als Hard Rock mit dezentem Metal-Touch zu bezeichnen. Die Jungs haben das Rocken also doch noch nicht ganz verlernt und trauen sich dann doch, immerhin einen härteren Titel auf einem insgesamt sehr glattgebügelten Album unterzubringen.
Und man will es ja kaum für möglich halten, doch auch "Kiss of Hope" ist als gelungen zu bezeichnen. Der Song pendelt zwischen balladesken und rockigen Elementen hin und her und tendiert mit seiner leicht düsteren Atmosphäre stark in die HIM-Richtung. In Kombination mit dem ohrwurmlastigen Refrain kann man hier sogar von einem Volltreffer sprechen.
Leider war es das dann erst mal wieder mit den guten Songs, denn "Fucking worthless>" ist nicht mehr als eine schnarchlangweilige Kitschballade mit alberner Lalala-Bridge, die man wohl eher von Bands wie Westlife hätte erwarten können als von Negative. Somit haben wir es hier mit einer denkbar ungünstigen Kombination zu tun, denn auf den besten Song der Platte folgt direkt im Anschluss der schlechteste.
Zum Abschluss gibt es – man glaubt es kaum – noch eine weitere Ballade zu hören. Hier besteht allerdings ausnahmsweise mal kein Anlass zur Kritik, denn "Neon Rain>" ist richtig gelungen und schafft es, eine wunderbar melancholische Stimmung zu erzeugen. Somit klingt dieses insgesamt eher maue Album auf ganz wunderbare Weise aus.

Fazit: Man merkt schnell, dass sich Negative in erster Linie an ihrer Teenie-Zielgruppe orientieren. Ein Großteil der Songs ist nämlich von poppigen Arrangements und harmlosen Gitarrenspielereien bestimmt. Beinahe hätte ich der Platte schon eine richtig schlechte Kritik geben wollen, doch gegen Ende wird sie schlagartig besser. Die drei besten Songs des Albums verstecken sich nämlich im letzten Drittel und lassen die eine oder andere allzu kitschige Passage fast schon vergessen. Doch auch diese Lieder können die Platte insgesamt leider nicht über unteres Mittelmaß heben, denn dazu sind einfach doch zu viele mäßige bis schlechte Lieder auf dem Album enthalten. Mehr Rock, weniger Pop, vielleicht würde es mit diesem Rezept beim nächsten Mal wieder besser werden, doch wahrscheinlich wollen Negative wohl einfach lieber auf Nummer sicher gehen, um die große Fangemeinde nicht zu vergraulen. Somit werden Negative wohl auch in Zukunft eher eine Band für die breite Masse denn für die Rock- und Metalgemeinde sein. Und wenn jene Zielgruppe mit dieser Art von Musik glücklich wird, dann sollte man das Negative auch nicht allzu sehr verübeln.

Tipp:
 "Blood on Blood", "Celestial Summer", "Since you’ve been gone", "Kiss of Hope", "Neon Rain".

Tipp:
 Für Metal-Fans definitiv nicht geeignet, aber jene, die schon immer mal eine poppige Variante von HIM hören wollten oder solche, die ab uns zu auch gerne Musik aus den aktuellen Charts hören, die könnten mit Negative durchaus glücklich werden, denn schlecht ist ihre Musik durchaus nicht.

Titel-Liste:
 
  1. No one can save me Tonight
  2. End of the Line
  3. Love that I lost
  4. Blood on Blood
  5. Believe
  6. Celestial Summer
  7. Jealous Sky
  8. Days I'm living for
  9. Since you've been gone
  10. Kiss of Hope
  11. Fucking worthless
  12. Neon Rain

Laufzeit:
 52:05 Min.

Probehören und Kaufen:
Negative: NEON

Empfehlen: 
 
 
    Seitenanfang   
Bandinfos
  Bandbiographie
¬ Negative
Musiker
¬ Jonne Aaron Liimatainen
¬ Jukka Kristian Mikkonen
Reviews
¬ NEON
¬ IN THE EYE OF
   THE HURRICANE ¬ KARMA KILLER
¬ ANORECTIC (eng.)
¬ SWEET & DECEITFUL
Interviews
¬ 07.11.2006 deu | eng
¬ 23.07.2006 deu | eng
Konzertberichte
¬ 23.07.2006
¬ 16.06.2007
¬ 18.09.2007
 
 

Neue Reviews
 
JC Crash - ELECTRIFIED
Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
Sideburn - EVIL OR DIVINE
Dead Memory - CINDERELLA
E-Force - DEMONIKHOL
Die Wahrheit über Heavy Metal
Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
 
 

Enjoy it!
   
Werbung 
   
 





© 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 15.11.2013