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Review: Paradise Lost
 
Paradise Lost - THE PLAGUE WITHIN

Album:
 THE PLAGUE WITHIN, 2015, Century Media

Stil:
 Doom Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.SG., 12.06.2015

Review:
 Großen Trubel und hohe Erwartungen gibt es immer wenn die Ikonen der schwermütigen Musik alle paar Jahre ein neues Album ankündigen, besonders wenn diese Ankündigungen eine Rückbesinnung auf die frühen (und metallischeren) Tage der Band verheißen. Nick Holmes und Greg Mackintosh haben mit ihren Nebenprojekten Bloodbath/Vallenfyre ja sehr überzeugend demonstriert, dass sie den Death-/Doom-Metal für sich wieder entdeckt haben. In der Tat halten die zehn Songs kompositorisch und stilistisch alles parat was Paradise Lost seit über zwei Dekaden ausgezeichnet hat und das nicht nur mit musikalischer, sondern auch mit einer künstlerischen Kraft, die nach wie vor konkurrenzlos ist. Die Rückkehr zur Death-Metal typischen Morbidität wird durch das Cover-Artwork des polnischen Illustrators und Architekten Zbigniew M. Bielak (Arbeiten für: Watain, Ghost, Vader, u.a.) sehr eindrucksvoll unterstrichen.

"No Hope in Sight " eröffnet bereits mit der Grundstimmung des Albums, düster schwermütig und zeigt sich so optimistisch wie die mondlose Nacht, dass es trotzdem große Melodien gibt und sich eine Gesamtharmonie bildet ist genau der Spagat zwischen Finsternis und Eingängigkeit, den Paradise Lost mit mit professioneller Abgeklärtheit zu meistern wissen.
Das kritische "Terminal" verkündet unheilschwanger vom Elend das durch blinden Religionswahn über diese Welt gebracht wird, das ernste Thema wird durch die Schonungslosigkeit der Musik glaubhaft dargestellt.
"An Eternity of Lies" ist bestes Beispiel dafür, dass auch auf THE PLAGUE WITHIN Platz für hymnische Momente ist, die dezent eingesetzte Kammermusik ist intelligent mit den Vocals von Heather Mackintosh verknüpft und bildet somit einen spannenden Kontrast zu den harten Riffs, das Stück ist exemplarisch für das signifikante Wechselbad der Gefühle, zwischen großem Pathos und tiefster Gruft.
Hoffnungslosigkeit, Schmerz und Verlorensein - "Beneath broken Earth" vernichtet mit seinem schleppenden Doom-Groove, der bis an die Grenzen des Unerträglichen geht, jeden Optimismus.
Die angeschwärzte Death-Metal Granate "Flesh from Bone" lässt Bloodbath, das Projekt des Sängers, durchklingen, das rasante Tempo des Stücks hebt sich deutlich vom Gros des Liedguts ab.
Mit sakralem Gesang beginnt das letzte Stück "Return to the Sun", doch der im Titel versprochenen Lichtblick ist nicht wirklich zu erkennen.

Fazit: Nach einer Phase der Stagnation konnten Paradise Lost mit den Alben FAITH DIVIDES US DEATH UNITES US (2009) und TRAGIC IDOL (2012) einen kreativen Höhenflug starten, deshalb waren die Erwartungen vor der aktuellen Veröffentlichung dementsprechend hoch. Mit THE PLAGUE WITHIN kam die Rückbesinnung auf alte Tugenden der Band und das tut der Musik offensichtlich gut, die Orientierung am Death-Metal bringt noch mehr Varianz in Nick Holmes' Gesang auch die instrumentale Ausarbeitung mit originellen Breaks und geschickten Tempowechseln erscheint in einem sehr facettenreichen Bild. Die Stimmung der Musik ist selbstredend düster wie die Nacht, dennoch verlieren die Briten nie das Gespür für die Melodien und das bewahrt den den Zugang zum Album. Den erwähnten kreativen Höhenflug seit 2009 haben Paradise Lost mit THE PLAGUE WITHIN nicht nur fortsetzen können, das aktuelle Werk ist ohne Zweifel dessen Krönung. Die stilistische Varianz spricht für sich und konzentriert die Essenz ihres Schaffens auf 50 Minuten. So ist Paradise Lost einmal mehr ein großer Wurf gelungen, der das aktuelle Werk unantastbar in die Reihe der Klassiker stellt.

Anspieltipps:
 "No Hope In Sight", "Terminal", "Beneath Broken Earth", "Flesh From Bone".

Tipp:
 THE PLAGUE WITHIN ist selbstredend ein Leckerbissen und Pflichtkauf für alle Paradise Lost Fans, aber auch die Freunde des Doom-Metal im Allgemeinen werden hier auf ihre Kosten kommen, die kreative Wucht mit der Paradise Lost dieses Genre-Highlight konzipiert und inszeniert haben, lässt viele ihrer Kollegen blass aussehen.

Titel-Liste:
 
  1. No Hope in Sight
  2. Terminal
  3. An Eternity of Lies
  4. Punishment through Time
  5. Beneath broken Earth
  6. Sacrifice the Flame
  7. Victim of the Past
  8. Flesh from Bone
  9. Cry out
  10. Return to the Sun

Laufzeit:
 50:10 Min.

Band-Infos:
 
  • www.paradiselost.co.uk 

  • Probehören und Kaufen:
    Paradise Lost: THE PLAGUE WITHIN (Ltd. Ed.)


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