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Review: Pretty Maids
 
Pretty Maids - MOTHERLAND

Album:
 MOTHERLAND, 2013, Frontiers

Stil:
 Hard Rock, Melodic Rock, Melodic Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 V.R., 23.09.2013

Review:
 Mit ihrem letzten Album PANDEMONIUM hatten sich die Pretty Maids mit einem wahren Paukenschlag zurückgemeldet. Nach dem schwachen WAKE UP TO THE REAL WORLD wurde die mehrjährige Wartezeit offensichtlich gut genutzt - schließlich handelte es sich bei PANDEMONIUM um die beste Scheibe seit dem genialen SPOOKED aus dem Jahr 1996. Waren die Dänen zwischenzeitlich schon fast in Vergessenheit geraten, gehören sie seit 2010 nunmehr wieder zur Elite im musikalischen Spektrum zwischen Melodic Rock, Hard Rock und Melodic Metal. Die Erwartungen sind natürlich riesig und ein Album wie PANDEMONIUM toppt man nicht so leicht. Auch stellte sich angesichts der großen musikalischen Bandbreite der Band die Frage, in welche musikalische Richtung die Reise dieses Mal gehen würde. In der über 30-jährigen Karriere der Band gab es immer mal wieder Alben mit verstärktem Metal-Anteil, RED HOT & HEAVY oder SPOOKED etwa, aber auch ruhigere Melodic Rock-Scheiben wie JUMP THE GUN und CARPE DIEM. Und zugegebenermaßen haben die Maids die musikalische Zuordnung dieses Mal besonders schwer gemacht, denn die neue Scheibe MOTHERLAND repräsentiert die komplette Bandbreite von klassischem Melodic Rock bis hin zu hartem Metal.

"Mother of all Lies" zeigt zu Beginn die härtere und düstere Seite der Band. Kritisch setzen sich die Dänen mit der aktuellen Wirtschaftskrise auseinander und lassen damit wenig Freiraum für fröhliche Tralala-Klänge. Mit der wuchtigen Nummer ist ihnen der perfekte Einstieg gelungen.
Etwas zurückhaltender, aber ebenso düster und kritisch kommt "To fool a Nation" daher. Irgendwo zwischen Melodic Rock und Hard Rock lassen sich die Pretty Maids über das schwierige Thema Rechtsterrorismus aus.
"Confession" erfüllt seinen Zweck als Intro von "The Iceman" voll und ganz. Der eigentliche Song hat schließlich sogar eine leichte Power Metal-Schlagseite und ist am obersten Ende der Pretty Maids-Härteskala anzusiedeln.
Mit "Sad to see you Suffer" folgt nun ein ganz klassischer Melodic Rock-Song, der leider nicht restlos überzeugen kann. Zu sehr erinnert der Titel an "Little Drops of Heaven" vom letzten Album und bei der Vorlage kann er nur den Kürzeren ziehen.
Auch die düstere Hard Rock-Nummer "Hooligan" gehört nicht gerade zu den musikalischen Sternstunden, da die Maids hier erschreckend orientierungslos agieren. Fesselnde Melodien sind eigentlich die große Stärke der Band, doch hier muss man selbige mit der Lupe suchen.
Umso stärker ist dafür die sanfte Ballade "Infinity" ausgefallen, und auch das schwermetallische "Why so serious" lässt keine Wünsche offen.
Noch genialer kommt der Titelsong "Motherland" daher. Mit seinen wuchtigen Power Metal-Riffs erinnert der Titel angenehm an "Cielo Drive", ohne den Eindruck einer blassen Kopie zu hinterlassen.
Eine schwache Kopie ist hingegen "I see Ghosts". Das für Maids-Verhältnisse ungewohnt düstere "It comes at Night" stellte auf PANDEMONIUM eine waschechte Überraschung dar, dieser Song hingegen springt auf den fahrenden Zug auf, ohne eigene Akzente zu hinterlassen.
"Bullet for you" ist dann eine dieser typischen Pretty Maids-Melodic-Nummern, die dank der ganz fies kitschigen Lyrics nicht gerade zu den Höhepunkten auf MOTHERLAND gehört.
Wirklich überzeugen können die Dänen wieder bei "Who what where when why". Der Titel mag abgedroschen klingen, doch tatsächlich handelt es sich um eine weitere harte Rocknummer mit politischer Botschaft.
Sollte noch irgendjemand den Beweis einfordern, dass die Pretty Maids ein goldenes Händchen für bezaubernde Balladen haben, mit dem abschließenden "Wasted" ist dieser erbracht. Der Song fesselt den Hörer von der ersten bis zur letzten Note und rührt zu Tränen, ohne auch nur ansatzweise kitschig zu sein.

Fazit: Mit der abschließenden Bewertung machen es einem die Pretty Maids dieses Mal aber auch wirklich nicht einfach. Unter den zwölf Nummern auf Motherland (das kurze Zwischenspiel mal nicht mitgerechnet) befinden sich zwar acht bärenstarke Nummern, aber auch vier Songs zwischen Mittelmaß und Nullnummer. Nach einer derart gelungenen Scheibe wie PANDEMONIUM, die ohne Ausfall auskam, mag das wie eine waschechte Enttäuschung anmuten, doch bei näherer Betrachtung lässt sich feststellen, dass der Gesamteindruck auch bei MOTHERLAND ein positiver ist. Man sollte das neue Album einfach nicht zu sehr mit dem letzten Album vergleichen, zumal sich dieser Vergleich ohnehin kaum anbietet, obwohl zwei Songs auf der Scheibe wie Kopien von PANDEMONIUM-Nummern klingen. Die übrigen Titel haben dafür aber ihren ganz eigenen, ungewöhnt düsteren bis melancholischen Charme. War PANDEMONIUM der Beweis, dass die Pretty Maids noch immer hart rocken können, zeigt MOTHERLAND eher den nach innen gekehrten Blick auf die zerbrechlichen Seiten des Lebens. Das jedoch ist nur die eine Seite des Albums andererseits überzeugt MOTHERLAND nämlich auch mit sehr harten, metallischen Songs und einer politischen Botschaft. So lässt sich als besondere Stärke festhalten, dass die Pretty Maids dieses Mal ihr ganzes musikalisches Spektrum von Melodic Rock über Hard Rock bis Metal gleichberechtigt abgedeckt haben und MOTHERLAND eine der abwechslungsreichsten, aber eben leider nicht besten Scheiben des Jahres geworden ist.

Anspieltipps:
 "Mother of all Lies", "The Iceman", "Infinity", "Why so serious", "Motherland", "Who what where when why", "Wasted".

Tipp:
 MOTHERLAND ist ein gutes Album, das Fans von Melodic Rock bis Melodic Metal vollauf zufrieden stellen sollte.

Titel-Liste:
 
  1. Mother of all Lies
  2. To fool a Nation
  3. Confession
  4. The Iceman
  5. Sad to see you suffer
  6. Hooligan
  7. Infinity
  8. Why so serious
  9. Motherland
  10. I see Ghosts
  11. Bullet for you
  12. Who what where when why
  13. Wasted

Laufzeit:
 50:30 Min.

Probehören und Kaufen:
Pretty Maids: MOTHERLAND


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