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Review: Railroad
 
SOMETHING GOOD

Album:
 SOMETHING GOOD, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Rock'n'Roll, Boogie Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 17.01.2010

Review:
 Livetauglichkeit und pure Freude an der Rockmusik standen bei Railroad, dem Quartett aus dem hohen Norden Deutschlands um Gitarrist und Sänger Andy Dieckmann schon immer an erster Stelle. Mit dem neuen Album SOMETHING GOOD wird konsequent der Weg fortgesetzt, den man schon auf WHERE TO GO eingeschlagen hatte. Glücklicherweise hat sich die Band scheinbar auch entschlossen ihre Fans nicht noch einmal so lange auf neue Kost warten zu lassen, wie beim Vorgänger. Und so kann man sich schon nach zwei Jahren Wartezeit auf elf weitere knackige Rocksongs erfreuen, die wohl überwiegend aus der Feder von Mastermind Dieckmann stammen, jedoch auch seine aktuellen Mitstreiter Bassist Tobey Nikorowitsch und Gitarrist/Sänger Tim Schwarz nicht ganz unberücksichtigt lässt. Lediglich Drummer Marcin Axel Kuziel ging noch leer aus, durfte aber dafür beim Gruppenbild den Platz vorne in der Mitte einnehmen.

Wie schon auf dem Vorgänger-Album präsentieren sich auch diesmal die Songs meist im gesunden Rock'n'Roller-Tempo. Nicht zu schnell und auch nicht zu langsam, und genauso beginnt der Railroad-Ritt mit einem standesgemäßen Relax-Rocker "Bottle of Beer", um erstmal auf Temperatur zu kommen und ordentlich den Tank zu füllen.
Flotter abrocken kann man bei dem "straight forward" schiebenden "Under Construction" und dem in gewohnt dezentem Status Quo-Style zockenden "Crazy".
Gesundes Mid-Tempo gibt es bei "Got no Way out", das sofort zu gemütlichen Ausritten mit Bike oder Auto einlädt, dem Mitnicker "Ready to Rock (2 Blokes)" - wo ist denn nur meine Luftgitarre? - und "I can't handle you" mit leichtem AC/DC-Einschlag.
Boogie Rock gefällig, wie ihn die beiden, bereits zitierten Vorbilder Status Quo und AC/DC so vorzüglich zelebrieren? Das gemächliche "Something good", das gitarrenlastige " have to go" und das abschließende "Let's talk about" sind gute Beispiel dafür.

Fazit: Mit dem neuen Album bleiben sich Railroad auch diesmal treu und bedienen vor allem Liebhaber von Rock'n'Roll und Boogie Rock. Die Melodien sind, wie gewohnt, ultraeingängig gestrickt und sorgen jede Sekunde für ausgelassene Partystimmung. Egal ob man bei ausgelassenen Partys als Fan in den Disziplinen Mitnicken, Abtanzen, Bierkrugstemmen und Mitgrölen an den Start geht, mit Railroad im Gepäck, macht man immer eine gute Figur.
Waren beim letzten Album stellenweise noch deutliche Anleihen von Größen wie Status Quo oder AC/DC vernehmbar, so sind diese bei SOMETHING GOOD etwas nach hinten getreten - erkennbar, aber nicht entliehen. In jedem Fall ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Eigenständigkeit, der einfach nötig ist, sich von der Unmenge an Coverbands abzusetzen.

Tipp:
 Railroad-Fans werden wohl mehr als zufrieden mit dem neuen Nachschub sein und so mancher AC/DC- und Status Quo-Fan sollte wohl auch ein Ohr riskieren.

Titel-Liste:
 
  1. Bottle of Beer
  2. Got no Way out
  3. Ready to Rock (2 Blokes)
  4. Something good
  5. Thinkin'
  6. Under Construction
  7. The Hunter
  8. I have to go
  9. Crazy
  10. I can't handle you
  11. Let's talk about

Laufzeit:
 47:23 Min.

Band-Infos:
 
  • www.railroad-rocks.de 


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