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Review: Shezoo
 
Shezoo - CHANGE

Album:
 CHANGE, 2014, Sonic Revolution

Stil:
 Hard Rock, Heavy Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.D., 14.11.2014

Review:
 Wie der Name Shezoo bereits andeutet, besteht das Line-up der Schweizer Band fast nur aus Mädels, einzig Gitarrist Micha durchbricht die weibliche Phalanx. Die Band mit Amtssitz in Zürich stellt aber eher ein europäisches Rendezvous als eine Urschweizer Almencombo dar. Ideen und musikalische Vorlagen liefert die gute alte Epoche des 80er Jahre Hard Rock und teilweise sogar Heavy Metal.
Das zum Nachdenken anregende Albumcover mit der Angler-Inversion "Fisch angelt Mensch" kommt sehr knackig daher und weiß zu gefallen. Schlägt man das Booklet auf, erhält man Einblick auf die Lyrics, auf Fotos der Bandmitglieder, auf Infos zum Recording und die obligatorischen Danksagungen - im Grunde genau das, was ein gut gemachtes Booklet charakterisiert... also alles im grünen Bereich. Insofern wollen wir mal unser Angelzubehör zusammen packen, unsere Neopren-Wathose schnüren und den musikalischen Inhalt des Silberlings aus dem Wasser fischen.
Na dann: Petri Heil!

Der Opener "Change" fängt sehr interessant an und zeigt auch gleich die Grundausrichtung mit fettem Rocksound. Die Rhythmusgruppe macht einen guten Job, der Bass ist sehr schön herausgearbeitet. Allerdings zuckt man beim Einsatz des Gesangs ein wenig zusammen, da er doch etwas gequält kernig daher kommt. Zuerst war ich mir da gar nicht sicher, ob das eine Sängerin oder doch ein Sänger ist, da die Intonation recht tief angesetzt ist. Aber offizielle Frontfrau ist wirklich die Holländerin Natacha. Der Gesang nährt das seltsam gemischte Gefühl irgendwo zwischen Gleichgültigkeit und einfach zu viel wollen. Die Sängerin versucht zu sehr auf Reibeisen/Kratzbürste zu machen, wobei sie aber teilweise trotzdem einen etwas gelangweilten Eindruck hinterlässt.
"Life" setzt die eingeschlagene Richtung geradlinig fort. Dem Gesang fehlt leider etwas der Kick, er plätschert so einfach vor sich hin. Der Einsatz der Hi-Hat hört sich stimmig an, es kommt teilweise zu einem brillanten Überklang. Ein klasse Gitarrensolo leitet auf einen Break mit gut herausgearbeitetem Bass und attraktiver Gitarrenmelodie hin, das Schlagzeug kann schöne Akzente mit den Becken setzen. Danach zieht das Lied nochmals neu mit fettem Sound auf.
"The Winner" beginnt kernig mit kurzem Einsatz der Doublebassdrum. Der Gesang präsentiert sich etwas besser, aber ganz überzeugen kann er leider nicht. Nach einem Tempowechsel gelangt man zu einem ruhigeren Part. Hier passt der Gesang recht gut, dieser Teil klingt relativ ausgewogen. Nach dem ruhigen Abschnitt folgt ein Gitarrensolo, danach startet der Song nochmals durch.
Der folgende Track "Live and let live" erinnert leicht an das fast gleichlautende James Bond Titelstück "Live and Let Die", welches von Paul McCartneys Gruppe Wings eingespielt wurde. Musikalisch hat "Live and let live" allerdings wenig mit Roger Moore als Agent ihrer Majestät in "Leben und sterben lassen" gemein - muss ja aber auch nicht. Denn der Song steht auf eigenen rockigen Füßen und besitzt tolle Hooklines. Er wartet mit einer kleinen Bridge und einem Gitarrensolo auf und geht ansonsten straight durch. Während die Strophe noch halbwegs knackig angesungen wird, kommt der Refrain bedauerlicherweise wieder etwas gelangweilt daher.
Beim Anfang von "Realize" fragt man sich noch, ob jetzt eventuell eine Ballade eingestreut werden soll. Dann kippt die Kiste aber erfreulicherweise zu einem ausgewachsenen Rocksong. Die Musik ist cool - sozusagen business as usual. Das setzt sich auch im Gesang fort: Der Anfang ist gesanglich noch passabel, spätestens im Refrain fällt er aber erneut etwas ab. Extrem auffallend sind die phlegmatischen Chöre, vor allem im Refrain.
Demgegenüber passt die Stimme ganz gut beim ruhigeren Beginn von "Remember". Im Lied gibt es noch ein ordentliches Gitarrensolo. Der Song ist nicht schlecht, hat aber eine leichte Tendenz, vor sich hin zu plätschern. Er wird aber noch durch die Gitarre eingefangen, die sich einen Dialog mit dem Gesang liefert.
"Save us" geht dann wieder rockiger nach vorne. Es ist sehr löblich, dass der Titel nur teilweise auf kernig gesungen wird, der Rest klingt allerdings etwas nach angezogener Handbremse.
"Hero" fängt erneut rockig mit Schlagzeug und Gitarre an und geht flott weiter. Die Schlagzahl wird wieder deutlich erhöht, aber auch der Gesang rutscht leider abermals in gequält kernige Bemühungen ab. Beim etwas ruhigeren Mittelteil passt die Stimmer dann offenkundig besser. Dieser langsame Part beginnt mit Sprechgesang und geht in eine virtuose, fast A-cappella gesungene Melodie über und wird dabei brillant vom Schlagzeug untermalt. Danach nimmt das Lied nochmals richtig Fahrt auf mit einem klasse Gitarrensolo und Riffs vom Feinsten.
"Black Tears" kommt etwas getragener daher und wartet mit balladiöser Gitarre auf, wobei bei einem kurzen Part das Effektgerät auch mal richtig durchstarten darf. Der Gesang klingt bedauerlicherweise etwas dünn, das ist zu wenig für einen Rocksong, damit assoziiert man eher Popmusik. Schade, der Refrain hätte wirklich Potential, kommt aber einfach nicht richtig vom Startblock weg. Wenigstens kann hier der sehr knackige Chor im Refrain noch punkten, der kommt ziemlich überzeugend.
Bei "Salvation" naht die Rettung in Gestalt von Faith no more: Der Anfang mit Bass und Gitarre mit dezentem Einsatz von Doublebassdrum kommt fett, erinnert aber eben auch stark an ein Medley aus "Epic", "The Morning After" und "Woodpeckers from Mars" aus dem Faith no more-Album THE REAL THING. Das Gitarrensolo im Mittelteil passt sehr gut in den Kontext. Es ist nicht extravagant oder übertrieben, sondern geht quasi als kleines Leckerli durch. Die Gesangsmelodie ist weniger ausgesungen, es tendiert eher zum Sprechgesang. Wiederholt kommt hier die betont kernige Stimme zum Einsatz, da ist man schon fast geneigt, schöne Grüße aus dem nachbarschaftlichen Laufen (dem Hauptsitz von Ricola) zu senden. Ansonsten weiß der Song zu gefallen in seinem rockigen Gewand mit einem großen Schuss Crossover.
"Lost and Dissipated" bietet kräftige Gitarren mit Metaleinflüssen. Der Song startet beeindruckend, kann sich aber nicht ganz zum Ohrwurm entwickeln. Aber es geht schon rockig und teilweise heavy zu Sache. Der Hauptgesang trifft diesmal gut zwischen den Spagat aus zu kernig singen wollen und gelangweilt dahinter plätschern. Es ist gesangstechnisch mit das beste Lied des Albums. Demgegenüber hört sich das Echo des Gesangs ziemlich flau an. Im mittleren Part wird ein Gitarrensolo mit leichtem Iron Maiden Charakter angedeutet, das dann auseinander spielt. Nach einem Break, bei dem sich Schlagzeug und Gesang den Ball hin und her spielen, startet das Lied nochmals neu durch. Das läuft alles flüssig ineinander, den Neuaufbau merkt man nicht wirklich, er ereignet sich einfach. Der Schluss ist gagig gemacht: Gesang und Schlagzeug liefern sich ein Duell, im Hintergrund spielt die Gitarre eine ganz feine Melodie dazu.


Fazit: Shezoo bieten eine Scheibe, die gemischte Gefühle hinterlässt. Die instrumentalen Parts sind technisch gut aufgenommen und abgemischt, sie sind sehr gut zu differenzieren. Beim recht tief angesetzten Gesang hat man dagegen öfter den Eindruck, als ob das Recording nicht ganz optimal gelungen wäre, denn mitunter fehlt es an Präsenz. Dazu kommt noch, dass die Stimme eher nicht für das Kratzen und das Reibeisen geeignet ist. Wenn die Sängerin so drückt, klingt das auf Wirkung gequält und hört sich unnatürlich an. Es gibt einige wenige Stellen, an denen sie die Stimme einfach fließen lässt, das passt gleich sehr viel besser. Der Backgroundgesang klingt fast ausschließlich gelangweilt, hier ergreift einen leider noch weniger Emotion als beim Leadgesang. Die Gesangslinien dürften gerne ein wenig ausgeklügelter und pfiffiger sein, da bleibt einiges Potential auf der Strecke. Die Rhythmusgruppe und die Gitarre wissen zu überzeugen, sie bieten ein ordentliches Fundament für guten Rock. Die Songstrukturen bringen nicht gerade verblüffende Details ans Tageslicht, das Songwriting ist aber alles in allem ordentlich.
Unterm Strich bleibt ein gutes Rockalbum im Stil der 80er, dem leider ein paar Schönheitsfehler anhaften, wodurch einiges an Potential verloren ging.

Anspieltipps:
 "Change", "The Winner", "Live and let live", "Salvation".

Tipp:
 Wer auf soliden 80er Jahre Hard Rock mit Heavy Metal Einflüssen steht, wird hier gut bedient. Um mal eine grobe Richtung anzudeuten, kann man als ganz große Hausnummer dieser Ära die Scorpions ins Spiel bringen.

Titel-Liste:
 
  1. Change
  2. Life
  3. The Winner
  4. Live and let live
  5. Realize
  6. Remember
  7. Save us
  8. Hero
  9. Black Tears
  10. Salvation
  11. Lost and Dissipated

Laufzeit:
 50:37 Min.

Band-Infos:
 
  • www.shezoo.ch 

  • Probehören und Kaufen:
    Shezoo: CHANGE


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