Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Shining
 
Shining - 8 ˝ - FEBERDRÖMMAR I VAKET TILLSTAND

Album:
 8 ˝ - FEBERDRÖMMAR I VAKET TILLSTAND, 2013, Dark Essence

Stil:
 Black Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 W.W., 03.01.2014

Review:
 Hypnotisch. So würde ich die Musik von Shining beschreiben. Niklas Kvarforth mag einen an der Klatsche haben, aber im Gegensatz zu Christian Vikernes von Burzum in einer relativ harmlosen Art und Weise. Zumindest scheint der Shining-Bandkopf weder Neonazi zu sein, noch irgendwelche Musikerkollegen abstechen zu wollen. Er schnibbelt wohl lieber an sich selber rum. Darum sollen sich Psychiater und die Pharmaindustrie kümmern, musikalisch hat das keinen Belang. Jetzt gibt es via Dark Essence Records ein neues Album des Schweden, eines das ein ˝ im Titel trägt, vermutlich, weil es kein wirklich "echtes" neues Album ist. Auf 8 ˝ - FEBERDRÖMMAR I VAKET TILLSTAND finden wir sechs Songs, die bis in die frühe Bandphase von 1996 bis 2002 zurückreichen. Aber eben nicht einfach nur neu eingespielt wurden, sondern mit verschiedenen Gastsängern teils ganz neu interpretiert wurden.

Die Kernbesetzung besteht aus Kvarforth an Gesang und Gitarre, Christian Larsson an der zweiten Gitarre (wer braucht im Black Metal schon einen Bass?) und Lars Fredirik Fröislie, der neue Keyboard-Spuren eingespielt hat. Die illustre Riege an Gastsängern liest sich wie folgt: Famine (Peste Noire, Alcest...), der "Terres des Anonymes" auf Französisch darbietet und eine gar garstige Version abliefert, dann Attila Csihar, der schon bei Mayhem seine garstige Stimme zum Einsatz brachte und mit "Szabadulj meg önmagadtól" seine Heimatsprache Ungarisch in den eiskalten, nordischen Black-Metal-Sound bringt. Er knarzt und knurrt und keift und krakeelt, dass es eine wahre Freude ist. Zwei tolle, überlange Auftaktsongs! Und immer wieder: unfassbar hypnotisch, gerade in ihrer Länge. Gleiches gilt für das ruhig beginnende, dann aber in ein typisches Gitarrenmassaker mündende "Ett liv utan mening", das Pehr Larsson gesanglich veredelt. Black Metal darf nicht schön sein? Pustekuchen. Die Gitarren sind zwar so hochgestimmt, dass sie eher wie wütende Zahnarztbohrer sirren. Im Gegensatz zum Schmerz, wenn der Bohrer den Nerv trifft, setzt indes bei 8 ˝ - FEBERDRÖMMAR I VAKET TILLSTAND immer eine gewisse Beruhigung ein, das Ekelhafte, das Kranke und Morbide, lullen den Hörer ein. Das ist auf eine makabre Art und Weise wunderschön. Auch der dritte Song kratzt an der 9-Minuten-Grenze, ohne dabei eine Sekunde zu langweilen. Das kann nur etwas Schönes schaffen! Als nächstes gibt sich Monsieur Gaahl zwischen zwei Kleider- und Weinproben die Ehre, um "Selvdestruktivitetens emissarie" einzubrüllen. Und das auf seine ganz unnachahmliche Art und Weise. Manchmal mehr ein leidender Wolf, als der lider maximus. Auch hier sind die Gitarren wieder bis zur Schmerzgrenze verzerrt, die Keyboards von Fröislie kaschieren das mit den weichen Chören allerdings recht gelungen.Ein weiterer Mayhem-Bekannter, Maniac, gibt sich beim fünften Song "Black Industrial Misery" die Ehre. Die macht er auch seinem Namen. Dieser Schrei in den ersten Takten... Das ist tongewordener Wahnsinn. Eine weitere musikalische Großtat, die ohne große Abwechslung und technischen Schick-schnack auskommt. Die einfach für sich steht, mit diesem Hammerriff, das entfernt an den John-Carpenter-Soundtrack zu Halloweeen erinnert. Nun ja, düster und beklemmend sind schließlich Begrifflichkeiten, die beiden Genres, Black Metal und Horrorfilm, gut zu Gesicht stehen. Beim Abschlusssong „Through Corridors of Oppression“ steht dann Kvaforth selbst hinterm Mikro. Und er macht seine Sache natürlich kein Deut schlechter, als seine Kollegen zuvor. Der schleppende Song hat einige melodische Elemente, die ihn weniger fies erscheinen lassen, aber freilich haben wir auch hier schwedischen Black Metal in Reinkultur. Starker Abschluss!

Fazit: Ein tolles Album, das vor allem durch die Gastsänger gewinnt. Denn die Abwechslung, die sie in die hypnotische Abwechslungsarmut bringen, macht die gute Dreiviertelstunde zu einem absoluten Hörvergnügen. Für Genrefans, selbstverständlich.

Anspieltipps:
 Hier kann jeder der sechs Songs stehen. Denn sie alle sind auf einem gleich hohen Niveau, das einen entweder zugreifen lässt – oder eben nicht.

Tipp:
 Schwedischer Black Metal in der reinen Lesart. Also sehr basisch produziert, sägende Gitarren, bassarmer Sound, nur gelegentlich aufgelockert durch sphärische Keyboards. Wenn dir das gefällt, dann solltest du dir 8 ˝ - FEBERDRÖMMAR I VAKET TILLSTAND holen.

Titel-Liste:
 
  1. Terres des Anonymes
  2. Szabadulj meg Önmagadtól
  3. Ett liv utan mening
  4. Selvdestruktivitetens emissarie
  5. Black Industrial Misery
  6. Through Corridors of Oppression

Laufzeit:
 48:52 Min.

Band-Infos:
 
  • www.shiningasylum.com 


  • Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Neue Reviews
     
    JC Crash - ELECTRIFIED
    Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
    Sideburn - EVIL OR DIVINE
    Dead Memory - CINDERELLA
    E-Force - DEMONIKHOL
    Die Wahrheit über Heavy Metal
    Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
    Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
     
     

    Enjoy it!
       





    © 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 04.01.2014